DEF0015324MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 27. Juli 1954 Beäkanntgemacht am 12. Juli 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Nach dem Verfahren der deutschen Patentschrift 490 723 werden wertvolle Küpenfarbstoffe
durch Einwirkung alkalischer Kondensationsmittel auf N-Benzanthronylpyrazolanthrone erhalten. Die
beschriebenen Farbstoffe zeichnen sich durch gute Echtheitseigenschaften aus, haben aber den Nachteil
der .Wassertropfempfindlichkeit, die in der Praxis in einem Farbtonumschlag nach einem
starkrotstichigen Blau zum Ausdruck kommt.
Es wurde nun gefunden, daß man blaue Küpenfarbstoffe von sehr guten Echtheitseigenschaften
erhält, wenn man N-Bz-i-Benzanthronyl-7, 8-benzpyrazolanthron-(i,
9) oder N-Bz-.i-Benzanthrony.l-' 5, 6-benzpyrazolanthron-(i, 9) bzw. Gemische dieser
beiden Verbindungen mit alkalischen Kondensationsmitteln
behandelt und die erhaltenen Farbstoffe gegebenenfalls einer Nachbehandlung mit Halogen oder Halogen abspaltenden Mitteln unterwirft.
■'.'.'■■'."..
Vor den aus der deutschen Patentschrift 490 723 bekannten Küpenfarbstoffen zeichnen sich die erfindungsgemäß
erhältlichen Farbstoffe durch eine deutlich bessere Wassertropfechtheit aus. Ferner
sind die neuen Farbstoffe dem aus der belgischen Patentschrift 508 365 bekannten Bz-2-Phenyl-benzanthron-8-chlorpyrazolan
thron in der Lösungsmittelechtheit (Trichloräthylen) und dem aus der
gleichen Patentschrift bekannten Bz-2-Phenyl-benz-
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anthron-3-chlorpyrazolanthron in der Sodakoch-Chlorechtheit
überlegen. Sie bilden daher eine wertvolle Bereicherung der Technik.
Die Herstellung der als Ausgangsstoffe verwendeten Benzpyrazolan throne wird durch das folgende
Reaktionsschema erläutert:
entsprechende
isomere
Verbindung
Verbindung
Die neuen Farbstoffe lassen sich mit sehr guten Ausbeuten in üblicher Weise in ihre Leukoschwefelsäureester
überführen.
48 Gewichtsteile eines Gemisches von 7, 8-Benzpyrazolanthron-(1, 9) und 5, 6-Benzpyrazolanthron-(i,
9) werden mit 56 Gewichtsteilen Bz-i-Brombenzanthron, 28 Gewichtsteilen Kaliumcarbonat und ι Gewichtsteil Kupfercarbonat in
1000 Volumteilen NitrobenzoL 7 Stunden unter Rückfluß gekocht. Nach dem Erkalten der Reaktionsmasse wird abgesäugt, mit Nitrobehzol und
Methanol gewaschen und der Rückstand mit verdünnter Salzsäure ausgekocht. Das getrocknete
Kondensationsprodukt stellt ein gelbbraunes PuI-ver dar.
18 Gewichtsteile dieses Kondensatiönsprodükteswerden
mit 180 Gewichtsteilen gepulvertem Ätzkali und 180 Gewichtsteilen Äthylalkohol 6 Stunden
auf 90 bis ioo° erhitzt. Man nimmt dann das Reaktionsprodukt in 1400 Volumteilen Wasser auf,
leitet Luft durch die Suspension, bis kein Farbstoff mehr in Lösung ist, und saugt ab. Zur Entfernung
von restlichem Alkali wird mit verdünnter Salzsäure ausgekocht, abgesaugt, gewaschen und getrocknet.
Man erhält ein schwarzblaues Pulver, das sich mit rotvioletter Farbe in konzentrierter
Schwefelsäure, löst und Baumwolle aus Mauer Küpe in sehr echten grünstichig blauen Tönen von guter
Wassertropfechtheit färbt.
' 2, ι Gewichtsteile des nach den Angaben des Beispiels
ι erhaltenen Farbstoffes werden in 100 Volumteilen Trichlorbenzol nach Zugabe von
0,02 Gewichtsteilen Jod gelöst, und in die kochende Lösung wird längere Zeit Chlor eingeleitet. Nach
dem Erkalten wird das Reaktionsprodukt abgesaugt und mit Methanol -und Wasser gewaschen.· Der so:
erhaltene chlorierte Farbstoff färbt Baumwolle aus blauer Küpe in blauen Tönen, die weniger grünstichig
sind als der im Beispiel 1 beschriebene Farbstoff. · .
* 3 Gewichtsteile des im Beispiel 1 beschriebenen
Farbstoffes werden in 60 Gewichtsteilen Nitrobenzol unter Zusatz von 0,3 Gewichtsteilen Jod mit
6 Gewichtsteilen Sulfurylchlorid 4 Stunden auf ioo° erhitzt. Dann wird noch 10 Minuten auf 160
bis.1700 erhitzt, erkalten gelassen, mit Nitrobenzol, Methanol und Wasser gewaschen.
Der erhaltene Farbstoff stellt ein metallisch glänzendes, dunkles Pulver dar, das sich mit
violettstichigblaugrauer Farbe in konzentrierter Schwefelsäure löst und nach' der Beilsteinprobe
starken Halogengehalt aufweist. Aus intensiv blauer Küpe werden sehr echte Blautöne auf Baumwolle
erhalten.
3 Gewichtsteile des im Beispiel 1 beschriebenen Farbstoffes werden in 150 Volumteilen konzentrierter
Schwefelsäure gelöst. Die Lösung läßt man in eine Mischung aus 100 Volumteilen konzentrierter
Salzsäure und 250 Volumteilen Wasser einfließen. In die 8o° heiße Suspension läßt man dann
unter gutem Rühren 3 Gewichtsteile Kaliumchlorat, gelöst in 60 Volumteilen Wasser, zutropfen und
rührt 1Zi Stunde nach. Man saugt heiß ab, wäscht
neutral und erhält nach dem Trocknen einen Farbstoff von ähnlichen Eigenschaften wie der im Beispiel
3 beschriebene.
5 Gewichtsteile des im Beispiel'· 1 beschriebenen
Farbstoffes werden unter Zusatz von 0,2 Gewichtsteilen dibutylnaphthalinsulfonsaur.em' Natrium in
50 Volumteilen Wasser 6 Stünden in einer Kugel-
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mühle gemahlen, dann nach Zusatz von S Gewichtsteilen
Kaliumbromid mit 3,5 Gewichtsteilen Brom versetzt und weitere 16 Stunden in der
Kugelmühle behandelt. Man saugt ab, wäscht mit Wasser und erhält eine Farbstoffpaste, die den
Farbstoff in sehr feiner Verteilung enthält. Aus blauer Küpe werden grünstichigblaue Färbungen
erhalten.
4 Gewichtsteile des nach den Angaben des Beispiels ι erhaltenen Farbstoffes werden in 80 Gewichtsteilen
Nitrobenzol unter Zusatz von 0,4 Gewichtsteilen Jod und 0,4 Gewichtsteilen Eisenpulver
bei 160 bis 170° 4 Stunden mit 8 Gewichtsteilen Brom behandelt. Man saugt kalt ab, wäscht
mit Methanol und kocht mit verdünnter Salzsäure aus. Das erhaltene violettstichige, dunkle Pulver
löst sich in konzentrierter Schwefelsäure mit violettstichiggrauer Farbe. Aus blauer Küpe werden
auf Baumwolle grünstichigblaue Färbungen erhalten.
• 2,s Gewichtsteile des nach den Angaben des Beispiels 1 erhaltenen Farbstoffes werden in
Volumteilen Nitrobenzol mit 1,4 Gewichtsteilen Jod 3 Stunden auf 160 bis 1700 erhitzt. Man saugt
das Reaktionsprodukt ab, wäscht mit Nitrobenzol und anschließend mit Methanol. Das erhaltene
metallisch glänzende, dunkle Pulver liefert auf Baumwolle aus blauer Küpe kräftige grünblaue
Färbungen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Verfahren zur Herstellung von blauen Küpenfarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man N-Bz-i-Benzanthronyl-7, 8-benzpyrazölanthron-(i, 9) oder N-Bz-i-Benzanthronyl-5, 6-benzpyrazolanthron-(i, 9) bzw. Gemische dieser beiden Verbindungen mit alkalischen Kondensationsmitteln behandelt und die erhaltenen Farbstoffe gegebenenfalls halogeniert.In Betracht gezogene Druckschriften:
Belgische Patentschrift Nr. 508 365.
Family
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