DE99150C - - Google Patents

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DE99150C
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coupling
glass
gear
pipe
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B9/00Blowing glass; Production of hollow glass articles
    • C03B9/10Blowing glass cylinders for sheet manufacture

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Neuerung stellt Vervollkommnungen der durch das D. R. P. Nr. 92312 bekannt gewordenen Schwenkmaschine zur Herstellung von Glashohlcylindern und anderen Glashohlkörpern dar, durch welche die zur Bethätigung der einzelnen Mechanismen bisher nöthige Handarbeit zum Theil, ein Anstofsen der Glasmasse bezw. des geblasenen Hohlkörpers an die Wände der Anwä'rmtrommel, wie dies bei der Führung mit der Hand leicht möglich ist, jedoch gänzlich vermieden wird.
Auf den beiliegenden Zeichnungen stellt Fig. ι die abgeänderte Schwenkmaschine in senkrechtem Schnitt, Fig. 2 im Grundrifs, Fig. 3 einen horizontalen Querschnitt nachy-y der Fig. 1 in gröfserem Mafsstabe gezeichnet, Fig. 4 die wesentlichen Theile der Schwenkvorrichtung in gröfserem Mafsstabe im Längsschnitt, Fig. 5 die Unteransicht davon und Fig. 6 einen Querschnitt nach Linie x-x in Fig. 4 dar.
Der Rohrsäule B' sind Consolen \ angesetzt, welche je einem Bolzen χ als Lager dienen; auf denselben sind doppelarmige Hebel α α' befestigt, deren Enden durch vertical stehende Stäbe t ■ verbunden sind, auf diese Weise einen horizontal schwingenden Rahmen tata' bildend. Auf den Stäben t sind die ösenförmigen Enden von Zugstangen t' gelenkig und zugleich verschiebbar gelagert. Auf der Säule A' sitzt fest ein Zahnrad 1, welches mit einem auf dem oberen Drehbolzen χ festsitzenden, mit diesem drehbaren, gezahnten Sector 2 in Eingriff steht. Bei einer mit der Hand bewirkten Drehung des Auslegers um die Säule A' tritt demnach das unbewegliche Zahnrad 1 als Antriebsrad in Kraft, indem der die Drehung des Auslegers mitmachende Sector 2 durch dasselbe zu einer Drehung um seine Achse χ veranlafst wird. Diese Drehung macht naturgemäfs der Rahmen ata't mit, wodurch die Zugstangen t' in zu einander entgegengesetzter Richtung verschoben werden. Dieselben sind in am Ausleger E angebrachten Oesen E'2 bezw. Gabelträgern E3 lose geführt, und ihre beiden Enden sind mit einer Kette m verbunden, die, um eine Kettenrolle b gelegt, derselben die Drehung des Rahmens a'tat mittheilt. Kettenrolle b ist mit einem Kegelrad 3 starr verbunden. Die gemeinschaftliche Achse beider ist am unteren Ende eines Hebels f drehbar gelagert (s. Fig. 4 und 6). Hebel f ist in der Verlängerung f des einen der beiden an Kurbel T befestigten Trägeri2 um den Punkt f'2 drehbar gelagert, und in seinem oberen Schenkel ist ein Schlitz angeordnet, in welchem ein Zapfen g' an der Kuppelmuffe W so eingestellt ist, dafs der obere Schenkel des Hebels / mit der Muffe W die ein- oder ausschaltende Bewegung mitmachen mufs, wodurch sich das im unteren Schenkel des Hebels f gelagerte Zahnrad 3
mit dem auf Welle G lose sitzenden Sector 4 in Verbindung setzt oder umgekehrt diese Verbindung löst.
Mit der Maschine wird in folgender Weise gearbeitet:
Der Arbeiter nimmt in bekannter Weise die nöthige Glasmenge an die Pfeife R und legt diese mit der im Haupt-Patent beschriebenen Büchse q zum sogen. Vor- und Kugelformen in einen Bügel, welcher gleichfalls Prefsluft zugeführt erhält, die, wie im Haupt-Patent beschrieben, in die Pfeife R geleitet wird. Nach beendetem Kugelblasen legt der Glasmacher die Pfeife jR mit der oben genannten Büchse q in die geöffnete Spannkluppe S, schliefst diese durch Drehen des Handrades O und bringt nun die Pfeife nebst der an ihr hängenden Glaskugel in eine horizontale Lage (indem er die Hohlwelle G und mit dieser den auf der Kurbel T befestigten Mechanismus mittelst des Handrades F um 90 ° herumdreht), in der sie durch die Klauenkupplung W W unter Zuhülfenahme eines am oberen Ende der Pfeife R verstellbar befestigten Gegengewichtes V(s. Fig. 2) arretirt wird. Diese Arretirung vollzieht sich selbsttätig, was in folgender Weise vor sich geht:
Um die Pfeife R in die horizontale Lage drehen zu können, mufs der Arbeiter zuvor den Hebel 9 niederdrücken und während des Drehens niedergedrückt halten. Dadurch wird die Stange W unter Beanspruchung der Feder 10 in der Pfeilrichtung verschoben und die Kuppelmuffe Wausgelöst. Gleichzeitig nimmt aber auch Muffe W den Stift g' mit, so dafs sich Hebel f um seinen Drehpunkt f2 dreht, wodurch auch Kegelrad 3 ausgerückt wird und den Sector 4 freigiebt. Ist nun Pfeife R so weit gedreht, bis sie die horizontale Lage einnimmt, so läfst der Arbeiter den Hebel 9 los, und die Klauenmuffe W schnappt unter Einwirkung der Feder 10 in das als Gegenklaue E' ausgebildete Ende des Theiles E zurück, wodurch natürlich auch das Kegelrad 3 wieder mit dem Sector 4 in Eingriff kommt. Pfeife R ist nunmehr in der horizontalen Lage arretirt. Dies geschieht (wie schon im Haupt-Patent gesagt ist), um die inzwischen ziemlich stark abgekühlte Glaskugel durch Drehung des Auslegers E um die Säule A' in die horizontal liegende Wärmröhre im Anwärmofen einführen zu können und dort durch fortgesetztes Drehen der Pfeife gleichmäfsig anzuwärmen. Die Drehung des Auslegers um die Verticalachse A erfolgt durch Schieben von Seiten des Arbeiters.
Hierbei treten die eingangs beschriebenen Theile in Function und bewirken durch Vermittelung des Kettengetriebes m b die Drehung des Kegelrades 3, welches seine Bewegung durch Vermittelung des Sectors 4, der Zahnräder 5, 6 und des Sectors 7 auf die Achse üf der Spannkluppe 5 überträgt; dies hat zur Folge, dafs die Längsachse der Pfeife R auch während der Auslegerschwenkung stets parallel zur Längsachse der Wärmröhre gerichtet bleibt. Die Kette m ist genügend lang, um trotz der halben Kreuzung, die sie durch Drehung der Spannvorrichtung um die Achse G erhielt, noch ungehindert zu functioniren. Ein Anstofsen an die Wände des Ofens mit dein Glaskörper beim Eintritt desselben in die Wärmröhre ist somit ausgeschlossen.
Um nun den Glashohlkörper nach erfolgtem Anwärmen, Zurückschwenken des Auslegers E und Auslösen der Kuppelung W in der Schwenkgrube in pendelnde Bewegung um die Achse G versetzen zu können, ist am Handrad F eine Nasenfeder F' vorgesehen (Fig. ia), welche den Handhebel 9 in der angedrückten Stellung arretirt, so dafs die Kuppelmuffe W nach Loslassen des Hebels 9 nicht von der Feder 10 sofort wieder in die Klaue E' des Auslegers E eingedrückt werden kann. Dies geschieht erst dann, wenn die Nasenfeder F' durch Fingerdruck zurückgedrängt wird. Letztere kann natürlich auch durch eine andere zweckentsprechende Arretirvorrichtung mit gleichem Erfolge ersetzt werden. Damit während des Pendeins kein Zusammenstofs des Glaskörpers mit den Wänden der Schwenkgrube, hervorgerufen durch zufälliges Schwenken des Auslegers um Achse A und dadurch entstandene Drehung der Pfeife um Achse H, eintreten kann, sind Kettenrolle b und Kegelrad 3, wie bereits beschrieben, so im Hebel f gelagert, dafs die Auslösung der Kuppelung W auch die Auslösung des Zahngetriebes 3, 4 zur Folge hat. Um auch ein durch andere Zufälligkeiten hervorgerufenes Pendeln der Pfeife R um die Achse H selbst dann noch zu vermeiden, ist die andere Seite der mit Welle G durch Keilnuth zwangläufig verbundenen Kuppelmuffe W gleichfalls mit Klauen versehen, denen Klauen in der Nabe des Sectors 4 entsprechen, so dafs also die Auslösung der Kuppelung E' W stets die Kuppelung des sonst lose auf Welle G laufenden' Sectors 4 mit Welle G zur Folge hat. Somit können die weiteren Zahnräderübersetzungen zur Kluppe und weiter diese selbst sich nicht drehen, wodurch ein Anschlagen des Glashohlkörpers an die Wände des Schwenkgrabens vermieden wird. Zur Erleichterung der rotirenden Bewegung des Glashohlkörpers ist zwischen Spannkluppe und Kurbel T ein Zahnkranz d gelagert, welcher an seinem äufseren Umfange mit Schneckenverzahnung versehen ist und durch die Schnecke e mit der Kurbel 1 um sich selbst gedreht wird. In den Zahnkranz greift ein auf der Pfeife R befindliches Kegelrad 8 ein (s. Fig. 2), so dafs also bei Umdrehung des Zahnkranzes d mittelst
Kurbel ι bezw. Schnecke e der Glashohlkörper an der eingespannten Pfeife R um sich selbst rotiren mufs. Ferner ist auch noch eine Einrichtung getroffen, die ein schnelleres Ausoder Einspannen der Pfeife ermöglicht, und zwar in der Weise, dafs der eine Backen der Spannkluppe 5 mittelst Excenters V verschoben werden kann, derart, dafs durch halbe Umdrehung des Excenters V durch die Kurbel n> (s. Fig. 2 und 5) die beiden Backen der Spannkluppe S genügend einander genähert oder von einander entfernt werden können und nur noch eine kleine Umdrehung der Schnecke P möglich ist, um ein festes Zusammenhalten der Spannkluppe zu bewirken.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Eine Ausführungsform der Schwenkmaschine nach dem D. R. P. Nr. 92312 zur Herstellung von Glascylindern, dadurch gekennzeichnet, dafs bei einer Drehung des Auslegers (E) um die Sä'ule (A') zwecks Einführung des Glascylinders zum Wiedererwärmen in den Ofen eine zwangläufige Parallelführung der Glaswalze dadurch erzielt wird, dafs die Drehung des Auslegers (E) unter Vermittelung eines Zahnradgetriebes (1 und 2), eines daran angeschlossenen Hebelgestänges (a a' tt') und einer Kette (m) auf ein Zahnrad (3) übertragen wird, welches mit einem mit der Achse (H) der die Glaspfeife (R) aufnehmenden Spannkluppe (S) verbundenen Zahnradgetriebe (4, 5, 6 und 7) gekuppelt werden kann.
    Eine Ausführungsform der Schwenkmaschine nach Anspruch i, darin bestehend, dafs erstens die Kettenrolle (b) und das Zahnrad (3) in einem Schenkelende eines von der Kuppelung (W) mitgenommenen zweiarmigen Hebels (f) drehbar gelagert sind, und dafs zweitens der Zahnradsector (4) auf der Auslegerwelle (G) lose gelagert und mit der Klauenkuppelung (W) entsprechenden Gegenklauen versehen ist, wodurch einerseits die Auslösung, andererseits die Feststellung des im Anspruch 1 genannten Zahnradgetriebes (3 bis 7) gleichzeitig mit der Ausschaltung der Kuppelung (E' W) bewirkt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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