DE97330C - - Google Patents

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DE97330C
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A63SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
    • A63FCARD, BOARD, OR ROULETTE GAMES; INDOOR GAMES USING SMALL MOVING PLAYING BODIES; VIDEO GAMES; GAMES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • A63F1/00Card games
    • A63F1/06Card game appurtenances
    • A63F1/12Card shufflers

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand vorliegender Erfindung betrifft eine Kartenspielvorrichtung, w.elche zwei oder mehr Schüttelbehälter für die Karten hat, die so angeordnet sind, dafs eine Reihe Karten einer Schüttelbüchse sichtbar werden. Hierbei ist es nöthig, einen Sperrmechanismus auszulösen, bevor die Vorrichtung umgedreht werden kann, um den zweiten Sammelbehälter und eine neue Reihe Karten sichtbar zu machen.
Durch das Drehen der Sammelbehälter werden die Schütteleinrichtungen in Thätigkeit gesetzt, welche die in dem gedrehten Behälter enthaltenen Karten direct schütteln (mischen), um eine Reihe Karten dem Spieler zu zeigen.
Fig. ι zeigt eine Endansicht der Vorrichtung mit theilweise weggebrochenen Theilen. Fig. 2 zeigt eine Vorderansicht und einen der Behälter zum Theil weggebrochen. Fig. 3 zeigt eine Ansicht des unteren Behälters, theilweise von oben, sowie den Sperrmechanismus, wenn derselbe sperrt. Fig. 4 zeigt eine Ansicht eines ausgelösten Sperrmechanismus. Fig. 5 zeigt in Unteransicht einen der Schüttelbehälter des Schwingrahmens und veranschaulicht den Sperrmechanismus, um den Kartenschüttelstiften eine Drehbewegung zu geben. Fig. 6 zeigt einen Grundrifs der Schüttelbüchse mit abgenommener Vorderplatte. Die Bodenplatte ist theilweise weggebrochen, um den Schüttelmechanismus zu zeigen.
A ist der Unterkasten der Vorrichtung, auf welchem die beiden Seitenständer A1 stehen. Zwischen diesen Ständern ist schwingbar das drehbare Gehäuse angeordnet, welches in dem gegenwärtigen Falle aus drei Schüttelbehältern B B1 B2 besteht. Jeder dieser Schüttelbehälter ist geneigt und an den Kantenstücken B3 befestigt, so dafs sie ein dreieckiges Gehäuse bilden. Die Schüttelbehälter sind an den Ecken durch die dreieckförmigen Endplatten C C1 abgeschlossen.
Jeder der Schüttelbehälter besteht aus der Kopf- und der Bodenplatte 1 und 2, welche in vorliegender Ausführung an ihrem oberen und unteren Ende mit den Kantenstücken B3 verbunden sind. Diese Platten 1 und 2 werden in bestimmter Entfernung von einander gehalten, um einen geeigneten Raum zu schaffen, in welchem das Schütteln der Karten vorgenommen werden kann. Jeder Schüttelbehalter hat die gleiche Anordnung und den gleichen Schüttelmechanismus.
Der untere Theil der Kopfplatte 1 jedes Schüttelbehälters ist weggeschnitten, um eine Oeffhung zu bilden, durch welche die Karten gesehen werden können. Diese Oeffnung ist durch eine Glasplatte 3' abgeschlossen, welche in ihrer Lage durch den in geeigneter Weise an der Platte 1 befestigten Rahmen 4 gehalten wird. Innerhalb der Schüttelbehälter sind die senkrecht vorstehenden Theilfinger α befestigt, welche aus einem Stück mit der Boden- oder Kopfplatte der Schüttelbüchse hergestellt werden können. Diese Finger theilen den unteren Raum des Schüttelbehälters in eine Anzahl getrennter Kartenrä'ume b b1 b- b3 £4, die die geschüttelten Karten aufnehmen und halten. Die Finger α haben nicht die volle Höhe der Schütfelbehälter, infolge dessen hat jeder Behälter in. seinem oberen Theil einen gröfseren Raum D. Unmittelbar über jedem der Kartenräume b b1 b2 b3 b4 sind Zapfen d vorgesehen, welche von der Kopfplatte 1 nach unten ab-
stehen. Um diesen Zapfen drehen sich Zapfen d1, welche von innen durch kreisförmige, Oeffnungen d'2, welche in die Bodenplatte 2 eingeschnitten sind, in die Schüttelbehälter dringen. Die Zapfen d1 sind an einer hin- und hergehenden Stange D1 befestigt, welche auf der hinteren Fläche der Bodenplatte 2 angeordnet ist. Diese Stange D1 ist excentrisch an einer Scheibe D2 angelenkt, welche auf der Achse Ds sitzt. Letztere liegt in Lagern E des Rahmens, welcher an der hinteren Fläche der Bodenplatte 2 befestigt ist. Auf der Achse D3 ist das Trieb F1 befestigt, mit welchem das Zahnrad F2 in Eingriff ist, das auf der Achse Es sitzt; letztere ist in dem Rahmen E gelagert. Auf der Achse E3 ist das Trieb F befestigt, welches wiederum in das gezahnte Ende des. Hebels F1 eingreift, der in dem Rahmen E mit der Welle F2 drehbar ist. Diese Welle F2 ist mit einem Ständer e durch die Spiralfeder e1 verbunden, welche sich auf der Welle F2 während der Drehung derselben auf- oder abwindet. Wenn der Zahnhebel F1 auf und ab . gedreht wird, so wird das Zahnrad F2 durch das Zahntrieb F veranlafst, sich zu drehen. Diese Bewegung wird durch die beschriebene Verbindung der hin- und hergehenden Stängel)1 übermittelt. Die hin- und hergehende Bewegung der Stange D1 veranlafst die Stifte d1, sich um die feststehenden Stifte d zu drehen. Die sich drehenden Stifte ergreifen die Karten, welche in dem erweiterten Kartenraum D enthalten sind, und schütteln und vermischen dieselben, bevor sie in die Kartenräume b lb2 b3 b* fallen.
Die Abwärtsbewegung' des gezahnten Endes des Hebels F1 wird durch einen Anschlag f und die Bewegung des vorderen Endes des Hebels F1 durch einen Anschlag f1 begrenzt, welcher aus der hinteren Fläche der Bodenplatte 2 vorsteht. Der Mechanismus zum Inthätigkeitsetzen der Schüttelstifte jedes Schüttelbehälters ist der gleiche.
Das Gehäuse sitzt lose auf der Welle G, welche durch den Rahmen oder das Gehäuse hindurchgeht und in' den Seitenwänden A1 befestigt ist. Auf dieser festen Welle G ist innerhalb des Gehäuses nahe der Endplatte C eine Daumenscheibe G1 befestigt, mit welcher das freie Ende jedes gezahnten Hebels F1 in Eingriff kommt, wenn das Gehäuse gedreht wird. Wenn das Gehäuse gedreht wird, so greift das äufsere Ende des Hebels F1 unter den Ansatz g der Daumenscheibe G1 und wird nach abwärts getrieben, bis derselbe hinter den Ansatz der Daumenscheibe kommt. Wenn das äufsere Ende des Hebels F1 abwärts getrieben wird, wird das innere gezahnte Ende desselben nach aufwärts gedrückt, um den oben beschriebenen Mechanismus in Thätigkeit zu setzen, damit dieser der Stange Z)1 und den daran befestigten Stiften d1 die Bewegung gebe, um die Karten zu schütteln^bezw. zu mischen. Nachdem der Hebel F1 aufser Eingriff mit dem Ansatz g der Daumenscheibe G1 gekommen ist, reitet er mit seinem freien Ende auf der Aufsenfläche dieser Daumen'scheibe, bis dieses hinter den Ansatz gL kommt, worauf die Spannung der Feder e1 das äufsere Ende des Hebels aufwärts wirft und veranlafst, dafs das innere Ende desselben einwärts bewegt wird, um eine entgegengesetzte Bewegung für die Stange D1 herbeizuführen. Der Schüttelmechanismus jedes Schüttelbehälters wird in derselben Weise bethätigt, wenn das freie Ende des Zahnhebels hinter der Daumenscheibe G1 geführt wird.
Jedes Kantenstück B3 ist mit einem abstehenden Knopf H versehen, welcher als Handgriff gebraucht wird, um das Gehäuse zu drehen und den Sperrmechanismus für den Unterkasten zu bethätigen. Dieser Schlofsmechanismus besteht aus einem der Länge nach durch eine Feder beeinflufsten Schieber H1 (Fig. 1), welcher auf einer Stange H2 innerhalb des Unterkastens angeordnet ist. Dieser Schieber wird durch die Spannung der Spiralfeder H3 nach auswärts gedrückt. An dem vorderen Ende des Schiebers H1 sitzt ein Kopf K, welcher auf der Platte K1 gleitet, die im Innern des Geldeinwurfes K2 vorsteht. An der unteren Fläche dieser Platte K1, und zwar auf jeder Seite des inneren Endes, sind die Arme h h1 drehbar angeordnet. Diese Arme sind mit Gabeln h2 hs. versehen, welche; um die Platte K1 herumreichen (Fig. 3 und 4). Die Arme h hl sind durch die Feder /2* so mit einander verbunden, dafs die Gabeln h2 h3 gewöhnlich geschlossen gehalten werden. Die Münze j zum Auslösen des Sperrmechanismus wird durch die Oeffnung j1 in den Geldeinwurf eingesteckt, sie fällt auf die Platte K1 vor den Kreuzkopf K. Wenn der Knopf H während der Drehung des schwingenden Gehäuses gegen den Zapfen/2 an dem Schieber H1 anstöfst, welcher durch einen Schlitz an dem oberen Ende des Unterkastens hindurchgeht, so wird der Schieber nach einwärts gedrückt, der Kreuzkopf K treibt hierdurch die Münze j nach dein inneren Ende der Platte K1. Die Münze tritt nun bei ihrer Bewegung auf der Platte K1 zwischen die Klemmbacken h2 h3 und prefst dieselben aus einander. In dem Augenblick, in welchem die Münze hinter die Federklemmbacken h2 h3 gebracht ist, stofsen. dieselben zusammen und können nicht eher wieder geöffnet werden, bis eine andere Münze zwischen die Klemmbacken hindurchgeführt worden ist. Der Kreuzkopf kann so lange nicht vorwärts bewegt werden, um die Klemmbacken zu öffnen, bis eine Münze durch denselben vorgeschoben wird; denn wenn derselbe vorwärts bewegt würde, so schlägt der Ansatz /?5 des Kreuzkopfes gegen das vordere Ende der Klemmbacken unter der Platte K1 und sichert
den Kreuzkopf gegen Bewegung. Während sich der Schieber genügend nach einwärts bewegt hat, dafs der Kreuzkopf die Münze durch die Backen h2 ha hindurchzwängt, wird der Knopf hinter den Zapfen j'2 geführt und das Gehäuse kann frei gedreht werden, bis der Knopf des nächsten Schüttelbehälters mit dem Zapfen in Eingriff kommt. Darauf wird das Schwinggehäuse gegen Bewegung festgelegt, bis eine neue Münze in den Münzbehälter gethan wird, um den Sperrmechanismus auszulösen.
Damit die Karten, welche in den Behälter b b1 b2 fallen, hinter die Vorderkarte fallen, ist die untere oder Bodenplatte jedes Schüttelbehälters nach aufwärts von dem Punkt 5 nach Punkt 6 geneigt und von Punkt 6 nach ihrer unteren Kante gerade gebildet. Die erste Karte, welche in den Behälter eintritt, ruht so auf der unteren geraden Fläche der Platte 2, ihr oberes Ende reicht über die geneigte Stelle der Platte 2. Wenn die folgenden Karten wieder fallen, so fallen sie an der hinteren Fläche der ersten Karten in den Behälter. Der schräge Theil der Bodenplatte des Behälters wirkt so als Führung für die Karten. Wenn man eine Oeffnung in dem oberen Theil des Unterkastens, unmittelbar über der Platte K1 anordnet und dieselbe mit Glas bedeckt, so kann jeder Streit, ob eine Münze in den Behälter gebracht worden ist, vermieden werden, denn: dieselbe wird -dann durch den Glasdeckel zur Anschauung gebracht.
Eine Art, mit der beschriebenen Vorrichtung zu .spielen, ist, eine gegebene Anzahl von Punkten zu haben. Angenommen, tausend bilden ein Spiel. Der Spieler, der zuerst tausend Punkte markirt hat, gewinnt das Spiel. Jeder. Satz Karten, der durch die Maschine geworfen wird, hat einen bestimmten Werth in Punkten. Indem man diese verschiedenen Punkte zusammenzählt, welche jeder Spieler markirt hat, kann der Betrag rasch ausgerechnet werden. Eine Person oder ein Spieler kann: als Bankhalter wirken, und ein solcher mufs: jedem Spieler eine Anzahl Münzen liefern. Der Zweck ist, zu sehen, welcher Spieler die höchste Anzahl Punkte mit einer gegebenen Anzahl Münzen oder Spielstücken erreichen kann. Beim Zählen der Kartenreihen kann man wie folgt verfahren:
Wenn irgend eine Reihe Karten gezeigt ist, wo die Karten der Reihe nach und von einer Farbe von Zehn zu Afs darstellen, so würde diese beispielsweise 1000 zählen. Da, wo die Kartenzahl alle von einer Farbe sind, aber unter 10 Points in der Kartenfolge, so zählen sie beispielsweise 900; wenn vier Karten von derselben Benennung über 10 Points, so zählen sie 800 Punkte, unter 10 Points 750 Punkte. Wenn alle sichtbaren Karten von derselben Farbe sind, so zählen sie 700 Punkte, drei Karten von einer Benennung und zwei von anderer 600 Punkte, drei Karten von einer Benennung 500 Punkte.

Claims (4)

Patent-AnSprüche:
1. Eine Kartenspielvorrichtung, bei welcher in einem drehbaren Gehäuse zwei oder mehr Kammern (B B1 B'2) zum Aufnehmen und Mischen der Karten vorgesehen sind, die -durch Theilfinger (a) an ihrem unteren Ende in Kartenräume (b b1 b'2 bz) getheilt sind, in welchem die durchgefallenen Karten gesehen werden können, und oberhalb der Theilfinger (a) Vorrichtungen zum Schütteln (Mischen) der Karten enthalten, welche Vorrichtungen beim Drehen des Gehäuses in Thätigkeit gesetzt werden.
2. Eine Kartenspielvorrichtung nach Anspruch 1, bei welcher dadurch eine Mischung der Karten beim Drehen des auf einer festen Welle (G) drehbaren Gehäuses herbeigeführt wird, dafs durch die auf Welle (G) sitzende Daumenscheibe (G1) ein Segmenthebel (F1) in Drehung versetzt wird, der durch Vermittelung von Zahngetrieben eine Stange (D1) in hin- und hergehende Bewegung versetzt, die auf Scheiben (d2) sitzenden Stifte (d1) um feststehende Stifte (d) herumbewegt, die oberhalb der Kartenräume (b b1 V2 b3) angebracht sind. *
3. Eine Kartenspielvorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Anordnung eines gewellten, nach oben weiter von dem Deckel abstehenden Bodens in den Kartenräumen (b bl b'2 b3), zum Zwecke, das Einfallen der nachfolgenden Karten hinter der ersten in jeder Kammer herbeizuführen.
4. An der durch Anspruch 1 gekennzeichneten Kartenspielvorrichtung die Anordnung einer Sperrvorrichtung für das Drehgehäuse, bestehend aus einem mit Kreuzkopf (K) versehenen Schieber (H1),. dessen Ansatz (j2) den Knopf (H) des Drehgehäuses festhält, in Verbindung mit den an der Platte (K1) angeordneten federnden Sperrklemmen (ti2 hB), welche nur dann eine Bewegung des Schiebers (H1) zulassen, wenn sie durch eine eingeworfene Münze aus einander geprefst werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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