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Buchungs- und ähnliche Maschine mit Sortiervorrichtung Die Erfindung
betrifft eine Buchungsmaschine mit einzelnen, sich beim Drücken einer zugeordneten
Steuertaste selbsttätig öffnenden Sortierfächern für von Hand abzulegende Belege.
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Es sind bereits Einrichtungen bekannt, bei denen ein Elektromagnet
unter der Steuerung einer gedrückten Taste oder einer in eine Belegkarte eingestanzten
Perforierung einschaltbar, dadurch eine normalerweise den Zugang zu einem Sortierfach
sperrende Abdeckklappe schwenkbar und der Zugang zu dem Sortierfach freigebbar ist.
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Diese bekannten Einrichtungen sind jedoch kompliziert und teuer in
der Herstellung. Sie dienen zur selbsttätigen Sortierung gestapelter Karten. Sortiert
wird bei einer solchen Einrichtung dadurch, daß eine Abdeckklappe so verstellt wird,
daß sie in die Bahn der selbsttätig geförderten Karten gelangt und dadurch eine
Karte oder mehrere Karten in das durch ihre Verstellung geöffnete Fach lenkt.
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Es ist auch bekannt, den Anker eines jeden Elektromagneten über einen
Winkelhebel formschlüssig mit der zugeordneten Abdeckklappe zu verbinden. Diese
formscldüssige Verbindung, über welche die zugeordnete Abdeckklappe in ihre Offenstellung
bringbar ist, erfordert einen verhältnismäßig starken Elektromagneten und demzufolge
eine ziemlich hohe Betriebsspannung.
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Die Erfindung geht aus von einer Buchungsmaschine mit einer einzelne
Sortierfächer für das von Hand abzulegende Belegmaterial aufweisenden Belegmaterialsortiervorrichtung,
mit
den Arbeitsgang der Maschine einleitenden und deren Funktionen steuernden Tasten,
einer scharnierartig befestigten und normalerweise die Öffnung des jeweiligen Gefaches
schließenden Abdeckklappe (Schließstellung), einzelnen durch die Steuertasten einschaltbaren
Elektromagneten, die bei Erregung die zugeordneten Abdeckklappen über Winkelhebelverbindungen
aus der Schließstellung bewegen (Offenstellung) und bei der Schließbewegung einer
jeden Klappe den Stromkreis für den zugeordneten Elektromagneten während des ersten
Teiles der Abwärtsbewegung der Steuertaste schließen, die beim weiteren Niederdrücken
den Maschinengang einleitet, die Funktion der Maschine steuert und kurz vor Beendigung
ihrer Rückkehrbewegung den Stromkreis öffnet und dadurch den Elektromagneten abschaltet,
dadurch gekennzeichnet, daß jeder Winkelhebel einerseits mit dem Anker über eine
an sich bekannte, formschlüssige Verbindung und andererseits mit der Abdeckklappe
lediglich über eine Feder verbunden ist.
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Der Vorteil der erfindungsgfmäßen Anordnung gegenüber bekannten Einrichtungen
dieser Art ist darin zu sehen, daß der Anker rasch in den Spulenkörper eindringt,
da er anfänglich nur die geringe Kraft der den Winkelhebel mit der Abdeckklappe
verbindenden Feder zu überwinden hat. Erst wenn der Magnet größere Kräfte entwickelt,
hat er die größere Federspannung zu überwinden und gleichzeitig entgegen der Wirkung
der Trägheit die Abdeckklappe zu öffnen. Dies ermöglicht die Verwendung klein dimensionierter
Öffnungsmagnete und demzufolge die Verwendung eines niedrigen Betriebsstromes.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt.
Es bedeutet Fig. i eine perspektivische Ansicht eines Teiles der Sortiervorrichtung,
die die besondere gestufte Anordnung der Abteilungen und der damit verbundenen Abdeckklappen
zeigt, Fig. 2 ein Schaltschema, das die Schaltung zwischen den Tasten und den Elektromagneten
zur Öffnung der Abdeckklappen der Sortiervorrichtung zeigt, Fig. 3 eine Seitenansicht
- teilweise im Schnitt -der Sortiervorrichtung, der damit verbundenen Abdeckklappen
und des Mittels zur wahlweisen Steuerung der Abdeckklappen, Fig. 4 eine vergrößerte
Vorderansicht der Auswähltasten und der dadurch gesteuerten elektrischen Kontakte
zur Steuerung der Sortiervorrichtungsabdeckklappen und Fig. 5 eine Draufsicht auf
eine der Abdeckklappen und den Elektromagneten für die Steuerung der Aufwärtsbewegung
derselben.
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Die Erfindung benutzt eine Bank von Einstelltasten, die in eine Buchungsmaschine
mit Mitteln zur wahlweisen Verstellung der Abdeckklappen für die Sortierfächer eingebaut
sind. Diese Gefache bilden eine Ganzheit, die entweder an eine Buchungsmaschine
angebaut oder davon getrennt sein kann. Während die Einstelltasten gebraucht werden,
um all die üblichen Funktionen in der Buchungsmaschine durchzuführen, nämlich: Auslösung
der Maschine, Steuerung der Auswahl der Addierwerke und die Einstellung der Druck-
und Anzeigemechanismen, sind diese auch so ausgebildet und angeordnet, daß sie zusätzlich
auch die Funktion zur wahlweisen Steuerung der Sortiervorrichtung und deren Anzeiger
in einer solchen Weise durchführen, daß dem Bediener das Fach angezeigt wird, in
das er den Beleg einordnen soll.
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Steuertasten. Die Auswähleinrichtung umfaßt Tasten 61 (Fig. 2, 3 und
4), die Steuertasten des gewöhnlichen, in Buchungsmaschinen und ähnlichen Geschäftsmaschinen
gebrauchten Typs sein können. Diese Tasten sind gleitbar in dem in der Maschine
abgestützten Tastenrahmen 62 angebracht. Jede Taste 61 trägt einen seitwärts vorspringenden
Stift 63, der durch das am Tastenrahmen angebrachte FühruDgsglied 64 umfaßt wird.
Rund um das Führungsglied 64 ist eine Schraubenfeder 65 gewunden, welche mit einer
frei auf dem Stift 63 angebrachten Rolle 66 zusammenarbeitet und die normalerweise
bestrebt ist, die Taste 61 wieder in ihre Ausgangslage, also in ihre nicht gedrückte
Stellung, zurückzuführen. Die Rolle 66 besteht aus Isoliermaterial und dient dazu,
die Kontaktfedern 67 und 68 offenzuhalten, während die Taste 61 in ihrer normalen,
nicht niedergedrückten Stellung ist. Beide Kontaktfedern 67 und 68 sind gegen ihre
Befestigung isoliert. Die Kontaktfeder 67 sucht sich normalerweise abwärts zu bewegen,
um die Kontaktfeder 68 zu berühren, wird aber durch die Taste 61 daran gehindert.
Eine Kontaktverbindung 69,
die im Tastenrabmen angebracht ist, verbindet alle
Kontaktfedern 67 miteinander.
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Sortiervorrichtung. Die Sortiervorrichtung (Fig. i) umfaßt ein Gehäuse,
das eine oder mehrere Reihen der Ablegefächer in gestufter Anordnung enthält. Diese
Gefache sind aus Seitenwänden 85 und 86 mit schräg abfallenden Scheidewänden 87
und Böden 88 gebildet. Die Scheidewände 87 haben Schlitze, welche das Herausnehmen
der sortierten Belege durch den Bediener erleichtern. Die gestufte Anordnung der
Gefache erleichtert das bequeme Ablegen der darin befindlichen Unterlagen.
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Jedes Gefach ist mit einer Abdeckklappe go (Fig. i, 2, 3 und 5) versehen,
die so beschaffen ist, daß sie dem Bediener sinnfällig anzeigt, in welches Gefach
der Beleg eingeordnet werden soll.
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Diese Anzeige wird durch die obere Seite der Abdeckklappe go erreicht,
und zwar dadurch, daß sie in derselben Farbe wie das Gefach getönt ist, während
die untere Seite der Abdeckklappe in einer sich abhebenden Farbe bemalt ist.
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Die Abdeckplatte go (Fig. 3 und 5) ist an einer Welle gi angebracht,
die beweglich in einen Halter 92 eingesetzt ist, welcher wiederum an der Scheidewand
87 befestigt ist. Frei auf der Welle gi sitzt ein Winkelhebel 93, dessen
einer Arm mit der Abdeckplatte go durch eine Torsionsfeder 94 verbunden ist. Die
rund um die Welle gi gewundene Feder 94 überspreizt einen Arm des Winkelhebels
93 und ist mit beiden Enden in die Abdeckplatte go eingehakt. Der mit der
Abdeckplatte go zusammenwirkende Arm des Winkelhebels 93 trägt einen geräuschdämpfenden
Puffer 95. Der untere Teil des Puffers wird normalerweise mit der Abdeckklappe
go durch die Torsionsfeder 94 in Berührung gehalten, während der obere
Teil
des Gummis auf den Halter 92 trifft, wenn der Winkelhebel 93 entgegen der Uhrzeigerrichtung
(Fig. 3) eingeschwenkt wird, um die Abdeckklappe go aus ihrer nicht anzeigenden
Normalstellung zu bewegen. Der andere Arm des Winkelhebels 93 ist durch ein Verbindungsglied
96 mit dem Anker 97 eines Elektromagneten 98 verbunden, der auf der Scheidewand
87 unterhalb des Bodens 88 befestigt ist. Die Scheidewand 87 ist mit einer Aussparung
versehen, um den linken Arm des Winkelhebels 93 und einen Teil des Verbindungsglieds
96 aufnehmen zu können, so daß keine Behinderung zwischen den besagten Teilen und
dem einzubringenden Belegmaterial eintreten kann. Aus dem gleichen Grunde wird der
untere Teil des Verbindungsglieds 96 und der Elektromagnet 98 unterhalb des
Bodens 88 des Faches untergebracht, wie schon erwähnt. Eine Spannfeder 99, die mit
einem Ende an einem Stift ioo in dem Halter 92 und mit ihrem anderen Ende an einem
vom Verbindungsglied 96 getragenen Bolzen ioi gehalten ist, dient normalerweise
dazu, das Verbindungsglied 96 und den Winkelhebel 93 in der in Fig. 3 gezeigten
nicht anzeigenden Stellung zu halten.
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Bei Erregung des Elektromagneten 98 wird der Anker 97 niedergezogen
und über ein Gelenk und das Verbindungsglied 96 der Winkelhebel 93 im Gegenzeigersinn
geschwenkt, bis der an ihm vorgesehene Puffer 95 gegen den Halter g2 schlägt.
Der Winkelhebel 93 unterstützt diese Schwenkbewegung durch die zwischen ihm
und der Abdeckklappe go gespannt gehaltene Torsionsfeder 94.
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Die Abdeckklappe go bleibt in ihrer wirksamen bzw. anzeigenden Stellung,
bis die Steuertaste 61 kurz vor Beendigung des Maschinenganges in ihre normale,
nicht gedrückte Lage zurückkehrt und dadurch der Elektromagnet 98 abgeschaltet wird.
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Die Torsionsfeder 94 ermöglicht eine stoßfreie und schnelle Bewegung
der Abdeckklappe go, da sie im ersten Augenblick der Erregung des Elektromagneten
98 über die Teile 93, 96 nur vorgespannt wird (die Abdeckklappe go verharrt
noch in ihrer Lage) und daher dem von dem Elektromagneten abwärts gezogenen Anker
97 nur geringfügig entgegenwirkt. In dem Augenblick jedoch, in dem die Spannung
der Feder 94 ausreicht, die Trägheit der Abdeckklappe go zu überwinden, hat der
Magnet bereits seine größten Kräfte entwickelt, so daß er die Abdeckklappe go leicht
und schnell anzuheben vermag.
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Bei der Abschaltung des Elektromagneten 98 bewegt die Feder 99 das
Verbindungsglied 96 aufwärts, wodurch der Winkelhebel 93 im Uhrzeigersinn
geschwenkt wird. Diese Uhrzeigerbewegung des Winkelhebels 93 überträgt sich auf
die Abdeckklappe go, so daß diese zurück in ihre Ausgangsstellung gelangt. Um das
bei der Bewegung der zusammenwirkenden Teile entstehende Geräusch zu verringern,
wird der Anprall des Winkelhebels 93 durch einen von einem Vorsprung 103
des Halters 92 getragenen Puffer io2 gedämpft.
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Ein von Hand bedienbarer Schalter iii (Fig. 2) dient zur Steuerung
der Sortiervorrichtung von der Buchungsmaschine aus. Soll die Buchungsmaschine ohne
die Inanspruchnahme der Sortiervorrichtung in Gang gesetzt werden, so braucht lediglich
der Schalter iii von Hand geöffnet zu werden, was bewirkt, daß durch das Drücken
einer der Vorgangstasten der Erregerstromkreis für einen der Elektromagneten 98
nicht geschlossen werden kann. Wenn aber der Schalter iii geschlossen ist, läuft
der Stromkreis vollständig von der Klemme 112 @ler Stromquelle aus über einen Leiter
113, Leiter 114, über eine Kontrollampe 115 und Leiter 116 zurück zur Klemme 117
der Stromquelle. Die Kontrollampe 115 leuchtet auf, sobald der eben erwähnte Stromkreis
geschlossen ist, um dem Bediener anzuzeigen, daß das Sortiervorrichtungsanzeigemittel
zur Steuerung von der Buchungsmaschine aus freigegeben ist.
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Der Stromkreis, durch welchen das Niederdrücken der Vorgangstaste
61 die Einschaltung des Elektromagneten 98 verursacht, wird nun beschrieben.
Das Niederdrücken irgendeiner der Tasten 61 bewirkt das Anspannunglegen des zugeordneten
Kontaktpaares 67 und 68, um einen von der Klemme 112 zum Leiter 113, Schalter iii,
Kontakte 67 und 68, über Umschalter 118, Leiter iig, Elektromagnet 98 und
Leiter 116 zurück zur Klemme 117 fließenden Stromkreis zu schließen.
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Umschalter 118 werden hier gebraucht, um das Wechseln des Stromkreises
zu gestatten, so daß eine Taste 61 die Einschaltung eines anderen Elektromagneten
oder gar einer Mehrzahl von Elektromagneten zur Steuerung einer anderen Abdeckklappe
oder mehrerer anderer Abdeckklappen go bewirken kann.
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Die Taste 61 dient gleichzeitig auch zum Auslösen des Maschinenganges.
Es können aber auch andere in der Buchungsmaschine vorhandene Tasten für den erfindungsgemäßen
Zweck gebraucht werden, ohne vom Sinn der Erfindung abzuweichen.