DE956573C - Vorrichtung zum selbsttaetigen Gewinnen und/oder Verladen von Kohle durch einen Hobel oder eine sonstige schaelende Gewinnungsmaschine - Google Patents
Vorrichtung zum selbsttaetigen Gewinnen und/oder Verladen von Kohle durch einen Hobel oder eine sonstige schaelende GewinnungsmaschineInfo
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21C—MINING OR QUARRYING
- E21C29/00—Propulsion of machines for slitting or completely freeing the mineral from the seam
- E21C29/04—Propulsion of machines for slitting or completely freeing the mineral from the seam by cable or chains
- E21C29/14—Propulsion of machines for slitting or completely freeing the mineral from the seam by cable or chains by haulage cable or chain pulling the machine along the working face
- E21C29/16—Winches or other means for pulling cable or chain
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Description
(WiGBL S. 175)
AUSGEGEBEN AM 24. JANUAR 1957
ρ i4i68VIl5hD
Bei der selbsttätigen Gewinnung und/oder Verladung von Kohle ist es vielfach üblich, eine Gewinnungsmaschine,
die z. B. als Hobel ausgebildet sein kann, an dem Förderer zu führen. Auf diese
Weise wird ein besonderes Führungsgestänge in dem Abbaubetrieb' vermieden. Darüber hinaus ist
es aber so·, daß der Hobel stets als vollkommen selbständiges Gerät neben und unabhängig von dem
Förderer betrachtet wurde. Insbesondere wurden für Hobel und Förderer stets getrennte Antriebsvoirrichtungen
vorgesehen. Dabei mußte der Antriebsmotor für den Hobel so stark bemessen werden,
daß er beim.Lösen der Kohle und. beim Verladen derselben auftretende Spitzenleistungen
hergeben konnte. In gleicher Weise mußte der Antrieb
für den Förderer so. stark gewählt werden, daß er bei vollster Beladung nicht stehenblieb.
Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß eine Spitzenleistung von den Antriebemotoren des
Hobels und des Förderers praktisch nie zu der selben Zeit verlangt wird, Sie schlägt daher einen
gemeinsamen Antrieb für Hobel und Förderer vor, wobei das Vorziehen, des Hobels über ein Wendegetriebe
erfolgt, in der Weise, daß er bai der Talfahrt mit dem am unteren Ende des Förderers
stehenden Hauptantrieb, bei der Bergfahrt mit dem am oberen Ende stehenden Hilfsantrieb gekuppelt
ist. Vorteilhaft nehmen dabei die beiden Antriebs-
Stationen am unteren und am oberen. Ende des Förderers über die sie in bekannter Weise miteinander
kuppelnde Kratzerkette gemeinsam an dem Antrieb des Hobels teil. An den beiden Antriebs-Stationen,
des Förderers sind ausrückbare Kupplungen vorgesehen, die abwechselnd, eingeschaltet
werden, um den Hobel in der einen, oder anderen
Richtung zu ziehen. Wird der Hobel durch ein endloses Zugocgan geschleppt, so kann, dieses an beiden
ίο Enden des Förderers über abwechselnd angetriebene Umkehrscheiben geführt sein, wobei die Rückführung
des Zugorgans unter der Führungsbahn für die Gewinnungsmaschine liegt. An sich sind
Zwischenschaltungen von Kupplungen an allen möglichen Steilem der Antriebsvocrichtungen bei
Fördereinrichtungen unter Tage bekannt.
Wird der Antrieb in der voirbeschriebenen Weise ausgebildet, so ergibt sich eine Reihe beachtlicher
Vorteile.
ao Verlangt z. B. der Förderer vorübergellend· eine anormal hohe Leistung, so kann der Hobel für eine
kurze Zeit abgekuppelt, also' stillgelegt werden. Alsdann kann die ganze Leistung des Antriebs für
den Förderer verbraucht werden. Der Förderer arbeitet sich bald leer, da im Augenblick eine Zuladung
nicht erfolgt. In gleichem Maße sinkt der Leii'Stungsbedarf des Förderers, so- daß der Hobel
nach einiger Zeit wieder zugeschaltet werden kann. Erfordert der Hobel vorübergehend eine besonders
hohe Leistung, so< wird in gleicher Weise verfahren.
Es wird also· wiederum der Hobel zunächst abgestellt. Der Förderer läuft weiter und entleert sich,
so daß sein Leistungsbedarf wesentlich, sinkt. Wird darauf der Hobel wieder gekuppelt, so· kommt die
volle Leistung des Antriebs, vermindert um den Kraftbedarf für den Leerlauf des Förderers, dem
Hobel zugute.
Es sei noch erwähnt, daß durch die deutsche Patentschrift 642 686 schon der Vorschlag gemacht
wurde, den. Antrieb einer als Abkeilvorrichtung ausgebildeten Gewinnungsmaschine, die an
einem Kratzförderer geführt ist, und den. Antrieb der umlaufenden Förderkette durch einen gemeinr
samen Motor zu bewirken. Dabei sollte der Antrieb jedoch, derart ausgebildet sein, daß die Gewinnungsmaschine
und der Förderer stets entweder gleichsinnig mit verschiedenen Geschwindigkeiten oder
gegenläufig· bewegt werden. Alsdann, kann aber nur
während der halben Arbeitszeit Kohle gewonnen und gefördert werden..
Es war ferner schon bekannt, bei einem Kratzförderer die Kratzerkette durch zwei Motore
gleichzeitig, und zwar-durch'je einen. Motor am unteren und oberen Ende anzutreiben. Die gleichzeitige
Benutzung eines Hobels oder einer sonstigen Gewinnungsmaschine Avar.dabei jedoch nicht
vorgesehen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigt
Fig. ι schematisch einen. Abbaubetrieb im
Grundriß,
Fig. 2 eine Antriebsstation das Förderers in Oberansicht,
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie 3-3 der Fig. 2, Fig. 4 einen waagerechten Schnitt durch die
Kupplung,
Fig. 5 in größerem Maßstab einen Querschnitt durch den Förderer.
Bei dem in Fig. 1 und 5 der Zeichnung als Beispiel
dargestellten, Förderer ist durch die beiden Seitenprofile 10 und dem Boden 11 eine oben offene
Rinne 12 gebildet. Die in den Förderer eingebrachte Kohle wird schleppend fortbewegt durch
eine Kratzerkette, welche aus den beiden Ketten 13
sowie den zwischen diesen Ketten in geringen Abständen voneinander angeordneten Mitnehmern 14
besteht. Die Kratzerketten 13 sind an den beiden
Enden des Förderers über Umkehrscheiben. 15 (Fig. 2) geführt, die in noch näher zu beschreibender
Weise angetrieben werden. Die Rückführung der Kratzerkette liegt unterhalb des- Förderbodens
11. Die Ketten 13 stützen sich dabei auf den einwärts
gekehrten Schenkeln der Seitenprofile 10 ab. Seitlich an dem Förderer ist die Führungsbahn
16 für die Gewinnungsmaschine angeschraubt, der in vorliegendem Fall als Hobel 17 ausgebildet ist.
Ein langer Führung'sbalken 18 des Hobels 17 gleitet
in einer nach oben offenen Rinne 19 der Führungsbahn
16. An den Enden dieses Balkens 18 greift das endlose Zugorgan;20 an, durch welches go
der Hobel 17 abwechselnd in der einen und anderen Richtung am Kohlenstoß entlang geschleppt wird.
Der Hobel 17 sprengt dabei mit seiner Schneide 21 einen schmalen Streifen des. Kohlenstoßes ab. Das
gelöste Haufwerk schiebt sich infolge der scharförmigen Ausgestaltung des Hobelteiles 22 auf der
schräg ansteigenden Führungsbahn 16 hoch und über das Seitenprofil 10 in dia Förderrinne 12. Die
Rückführung des. Zugorgans 20 liegt verdeckt unter der Führungsbahn 16.
Die Mitnehmerkette 13, 14 des Förderers und
der Hobel 17 sind mit einem gemeinsamen Antrieb versehen. An dem unteren Ende des Förderers und
zweckmäßig auch am oberen Ende desselben ist eine Antriebsvorrichtung B oder C entsprechend
Fig. 2 bis 4 angeordnet. Der Antrieb ist vorteilhaft als Zwillingsmaschine mit zwei Motoren. 23 ausr
gebildet. Jedem Motor 23 ist eine hydraulische Kupplung 24 und ein Getriebe 25 nachgeschaltet.
Die beiden Getriebe wirken gemeinsam auf die Welle 26, auf der die Umkehrseheibeni 15 für die
Förderketten 13 festgekeilt sind. Ferner ist auf der Welle 26 noch das Kettenrad 27 für die Laschenkette
28 befestigt. Die Kette 28 treibt das Kettenrad 29 an, welches auf der feststehenden Achse 30
angeordnet ist. Unmittelbar neben dem Kettenrad ist eine zweite Kettenscheibe: 31 angeordnet, diie
als Antriebs- oder Unikehrscheibe für die endlose Zugkette 20 dient, durch welche deir Kohlenhobel
17 bewegt wird. Die beiden Kettenräder 29 und 31
tragen, wie in Fig. 4 erkennbar ist, am Ende axialer Buchsen Zähnungen 32 und 33. In diese
Zahnungen können die seitlichen Zähne 34 der Kupplungsscheibe 35 eingeschoben werden. Die
seitliche Verschiebung der Kupplungsscheibe 35 zum Ein- oder Auskuppeln des Antriebs für das
Kettenrad 31 erfolgt durch einen Kolben 36, der
wahlweise von der einen oder anderen Seite von Preßluft oder einem anderen Druckmittel beaufschlagt
werden kann. Je nach der beabsichtigten Bewegungsrichtung des Kalbenhobels 17 ist die
Kupplung y4 an der unteren oder oberen Antriebsstation B bzw. C eingeschaltet, während gleichzeitig die zweite Kupplung A ausgeschaltet ist und
lediglich als Umkehrscheibe mitläuft. Soll aus den weiter oben angegebenen Gründen der Kohlenhobel
17 vorübergehend stillgelegt werden, so werden beide Kupplungen A ausgeschaltet.
In jedem Fall sind die beiden. AntriebsstationenB
und C am unteren und am oberen Ende des Förderers 12 durch die Mituehmerketten 13 kraftschlüssig
miteinander gekuppelt. Wird dann von einer dieser beiden Antriebsstationen B oder C
auch der Hobel 17 angetrieben, so beteiligen sich an dem Antrieb infolge der erwähnten Kupplung
durch die Ketten 13 die beiden Antriebsstationen B und C des Förderers mit sämtlichen vier Motoren
23.
Claims (4)
- Patentansprüche:i. Vorrichtung zum selbsttätigen Gewinnen und/oder Verladen von, Kohle durch eine an dem Förderer geführte und am. Kohlenstoß hin- und herbewegte schälende Gewinnungsmaschine:, ζ. B. einen Hobel, dadurch gekennzeichnet, daß der Hobel (17) und der Förderer (10 bis 14) einen gemeinsamen Antrieb (B und C) haben, wobei das Vorziehen des Hobais über ein Wendegetriebe in der Weise erfolgt, daß er bei der Talfahrt mit dem am unteren Ende des Förderers stehenden Hauptantrieb' (B), bei der Bergfahrt mit dem am oberen Ende stehenden Hilfsantrieb (C) gekuppelt ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Antriebsstationen (B und C) am unteren und oberen. Ende des Förderers über die sie in bekannter Weise miteinander kuppelnde Kratzerkette gemeinsam mit dem Antrieb des Hobels (17) verbunden sind.
- 3. Vorrichtung nach, den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß an beiden Antrieibssitatiionen (B und C) des Förderers ausrückbare Kupplungen (A) angeordnet sind, die zur Bewegung des Hobels (17) in der einen oder anderen Richtung abwechselnd umschaltbar sind.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 mit Antrieb des Hobels durch ein endloses Zugoirgan, dadurch, gekennzeichnet, daß das Zugorgan (20) an beiden Enden des Förderers, über ab^ wechselnd angetriebene Umkehr scheiben (31) geführt ist, wobei die Rückführung des Zugorgans unter der Führungsbahn (16) für die Gewinnungsmaschine (17) liegt.In Betracht gezogene Druckschriften:Deutsche Patentschrift Nr. 642 686;USA.-Patentschriften Nr. 1 534463, 1638507, ι 561 481; britische Patentschrift Nr. 244392;Bergbau-Archiv, 1947, Bd1. 5/6, S. 54;Der Kohlenhobel, 1946, S. 70;Mas.smann: »Übersicht über die wichtigsten USA.- und britischen Patentschriften«, 1942, S. 25.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen1 609 772 1.57
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR956573X | 1947-06-14 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE956573C true DE956573C (de) | 1957-01-24 |
Family
ID=9487740
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP14168A Expired DE956573C (de) | 1947-06-14 | 1948-10-02 | Vorrichtung zum selbsttaetigen Gewinnen und/oder Verladen von Kohle durch einen Hobel oder eine sonstige schaelende Gewinnungsmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE956573C (de) |
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- 1948-10-02 DE DEP14168A patent/DE956573C/de not_active Expired
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