DE95198C - - Google Patents

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DE95198C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B41/00After-treatment of mortars, concrete, artificial stone or ceramics; Treatment of natural stone
    • C04B41/45Coating or impregnating, e.g. injection in masonry, partial coating of green or fired ceramics, organic coating compositions for adhering together two concrete elements
    • C04B41/4505Coating or impregnating, e.g. injection in masonry, partial coating of green or fired ceramics, organic coating compositions for adhering together two concrete elements characterised by the method of application
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41MPRINTING, DUPLICATING, MARKING, OR COPYING PROCESSES; COLOUR PRINTING
    • B41M3/00Printing processes to produce particular kinds of printed work, e.g. patterns
    • B41M3/12Transfer pictures or the like, e.g. decalcomanias

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.Y4
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Verzierung von Ziegeln bezw. anderen mit flachen Oberflächen versehenen Gegenständen der keramischen Industrie mittels Lichtdrucks.1
Die Benutzung des Lichtdruckverfahrens für die Zwecke der Photokeramik ist zwar bekannt (s. z. B. Krüger, Photokeramik, II. Auflage, Hartleben's Verlag 1893, Seite 65 ff.), indessen geschah die Uebertragung des Bildes bisher allgemein unter Anwendung eines Uebertragungspapiers.
Dieser Umweg wird dadurch erforderlich, dafs man es in der Regel mit gekrümmten Flächen zu thun hat. Will man ebene Flächen verzieren, so liegt es nahe, die zu verzierenden Flächen direct zu bedrucken. Doch bedarf es in diesem Falle zur Erzielung guter Ergebnisse einer besonderen Herrichtung der Druckplatte.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist nun· ein Verfahren zum unmittelbaren Bedrucken von keramischen Gegenständen mit ebenen Flächen. Das Verfahren besteht darin, dafs das das Bild liefernde Lichtdruckhäutchen auf einem elastischen Träger aus vulkanisirtem Kautschuk ausgebreitet wird, der seinerseits auf einer festen Unterlage, z. B. auf einer vollkommen ebenen Metallplatte, ausgespannt ist.
Dieser elastische Träger - des Bildhä'utchens ist vorzugsweise aus zwei verschiedenen Kautschukarten hergestellt, von denen die obere, dem Gelatinehäutchen zunächst liegende Lage aus einer Tafel von weifsem vulkanisirtem Kautschuk in einer Dicke von ungefähr 1,5 mm besteht, welche durch ein Bindemittel mit einer darunter liegenden Schicht von weicherem, elastischerem vulkanisirten Kautschuk von ungefähr 6 mm Dicke verbunden ist, so dafs auf diese Weise genügende Elasticität bezw. Nachgiebigkeit beim Zusammenpressen gesichert ist, ohne jedoch einen solchen Grad von Ausdehnbarkeit des Gelatinehäutchens herbeizuführen, dafs das von demselben getragene Bild ausgedehnt oder faltig würde. Die dünnere obere Lage des Kautschuks ist weifs, damit der Grad der Einschwärzung des Bildes dem Arbeiter sichtbar bleibt, und besitzt gewöhnlich geringere elastische Eigenschaft, ist also einigermafsen dicht und hart, so dafs sie nicht zu ausdehnbar wird. Ferner soll sie frei von Luftblasen sein, so dafs sie eine sehr gleichmäfsige Oberfläche giebt.
Diese dünnere obere Kautschukplatte wird mit der dickeren unteren Kautschukplatte von besserer Beschaffenheit, welche beim Vulkanisiren mit einer Canevasunterlage versehen ist, durch ein Bindemittel in der Weise vereinigt, dafs die Canevasunterlage vermittelst einer Lösung aus Gelatine und Kaliumbichromat mit der oberen, die glatte Oberfläche tragenden Lage verbunden wird.
Die Chromat-Gelatine wird auf diesem elastischen Träger in ■ der für das gewöhnliche Lichtdruckverfahren üblichen Weise ausgebreitet, ist jedoch vortheilhaft etwas dicker als das gewöhnliche Lichtdruckhäutchen und aus folgenden Ingredienzien hergestellt:
Gelatine 32 g,
Glycerin 5,25 g,
Kaliumbichromat 8 g,
5 proc. Chromalaunlösung . . . , 5,25 g,
Wasser 155 g.
Nachdem das Häutchen auf dem elastischen Träger ausgebreitet worden ist, wird es in einem Lichtdruck-Trockenofen bei etwa 51,50C. getrocknet und dann unter einem umgekehrten photographischen Negativ exponirt. Hierauf wird das Bild entwickelt und in einem warmen Raum während etwa 8 Stunden getrocknet. Alsdann wird es in eine Druckpresse mit schwingendem Tiegel gebracht und die metallene Unterlage des Häufchens an die Typenplatte angeschraubt oder in anderer Weise unbeweglich befestigt. Es wird dabei Fürsorge getroffen, dafs die Platte wie der Ziegel derart gehalten werden, dafs mit vollständiger Uebereinstimmung wiederholt auf denselben Ziegel gedruckt werden kann. Die Lichtdruckplatte wird dann in der üblichen Weise mit Glycerin und W'asser geätzt und dann mit einer Farbe eingewalzt, welche beispielsweise zusammengesetzt sein kann aus:
Schmelzfarbe 455 Sj
Druckerei 130 g,
lithographischem Firnifs. ...... 28 g,
Lichtdruckpomade (einem vorzugsweise aus Vaselin, Bienenwachs und Terpentin hergestellten Präparat) 16 g,
Anisol 5 Tropfen.
Nach jedem einzelnen Druck wird die Lichtdruckplatte frisch eingefärbt, bis eine solche Menge Farbe auf den Ziegel aufgebracht ist, als zur Erzeugung eines gegen die Wirkung des darauf folgenden Glasirens widerstandsfähigen Bildes erforderlich ist. Der Ziegel ist, einer Typenform gleich, in einem Rahmen eingeschlossen, welcher mit dem Tiegel verschraubt ist. Aufserdem ist Vorsorge getroffen, dafs eine Lagenverä'nderung des Ziegels beim Ansaugen der Lichtdruckfiäche vermieden wird.
Um ein Zerbrechen des Ziegels zu verhindern, ist derselbe mit einer geeigneten Rückfläche versehen, z. B. vermittels einer Kautschukplatte, auf welche eine Schicht Prefsspan oder Pappe gelegt ist, auf den Tiegel aufgelegt, so dafs also der Ziegel auf dem Prefsspan ruht.
Nachdem der Ziegel bedruckt worden ist, wird derselbe an der Oberfläche gehärtet, d.h. in einem Ofen erhitzt zur Entfernung des gesammten OeIs der aufgebrachten Farbe, so dafs der bisquitartige Ziegel alsdann zur Aufnahme der Glasur geeignet wird. Nach dem Eintauchen in die Glasur wird dann der Ziegel gebrannt.
Die Ziegel können in irgend einer Weise bedruckt werden, und zwar:
1. durch Bedrucken- mit Unterglasurfarben auf der Bisquitoberfiäche, darauf folgendes Glasiren mit einer durchsichtigen Glasur,
2. durch Bedrucken mit Unterglasurfarben auf einer bereits glasirten Oberfläche, nochmaliges Glasiren mit einer weicheren, leichter schmelzbaren Glasur,
3. durch Bedrucken mit Emailfarben aut einem Ziegel, welcher mit einer vollständig matt oder auch glänzend glasirten Oberfläche versehen ist.
Das Verfahren ist das gleiche für andere, mit flacher Oberfläche versehene Waaren der keramischen Industrie.
Die auf diese Weise erzeugten Bilder sind genügend stark und kräftig, um ein nachträgliches Uebermalen. oder anderweitiges Ueberarbeiten durch Hand überflüssig zu machen. Aufserdem ist das vorliegende photokeramische Druckverfahren viel weniger kostspielig als das bisherige Einstaubverfahren oder die gebräuchlichen Substitutionsprocesse.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zum Bedrucken ebener Flächen von keramischen Erzeugnissen mittels Lichtdruckplatten, dadurch gekennzeichnet, dafs ein die Lichtdruckschicht tragender elastischer, jedoch nicht wesentlich dehnbarer Träger, vorzugsweise aus zwei verschieden stark vulkanisirten, durch Bindemittel mit einander vereinigten Kautschukplatten, angewendet wird.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2000044501A3 (en) * 1999-02-01 2000-12-21 Krause Mfg Inc Density separation system, method, and apparatus for construction debris

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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