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Webmaschine mit im Kreislauf geführten Greiferwebschützen
| Die Erfindung betrifft eine Webmaschine mit im |
| Kreislauf geführten Greiferwebschützen, ferner |
| mehreren außerhalb, der Schützen angeordneten |
| Schu.ßfadenspulen sowie gesteuerten Vorrichtun- |
| gen für d,as. Übergeben; des: Fadens je einer Spule |
| an den für den Abschuß vorzubereitenden |
| Schützen, welcher durch einen Schützenzuhringer |
| in die Ahschußlage gebracht wird. |
| Bei Webmaschinen, bei denen mehrere Schuß- |
| fäden durch Schußfadenzuführvorrichtungen! be- |
| reitgehalten und wahlweise dem Eintragsorgan |
| dargereicht werden,, sind die Zuführorgane viel- |
| fach radial sch,iv.ingbar in einem. Kreis zu: einer ge- |
| meinsamen Fadenübergabtestelle gelagert. Bei an- |
denn sind sie auf einem verschiebbaren Schlitten: angeordnet. Nun; ist es bei diesen
Anordnungen erforderlich, für den: Wechsel vom. Schußfäden: zwei nacheinander erfolgende
Bewegungen duirchzuführen, wobei z. B. die zweite Bewegung erst dann erfolgern kann,
nachdem der Schützen. bereits, in die Übergabestellung gebracht ist.
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Da der Wechsel vom; Schußfäden erst vorgenommen; werden kann, nachdem,
der zuletzt eingetragene Schußfaden am Rande des Webfachs durchschnitten , und das
mit der Vorratsspule verbundene Ende dieses Schußfadens dem Zuführorgan wieder zugeführt
ist, bildet die zweifache Bewegung einen. wesentlichen, Nachteil der bekannten Vorrichtungen.
Die
Erfindung hat den Vorteil, den Wechsel in einer Bewegung der Zuführoirgane zu tätigen,
wolbei außerdem gleichzeitig das Instellungbringen des Eintragsorgans erfolgen kann.
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Die Erfindung besteht darin, daß die beim Wechsel des.Schußfadens
von der Fadenübergabevorrichtung durchlaufene Bahn der Bewegungsbahn dies im Schützenzubringer
befindlichen: Schützens zur Abschußlage hin mindestens über einen Teil ihrer Länge
gleichgestaltet ist, so daß die beim Schußfadenwechsel von, den Fadenteilen,, die
in. den Fadenübergab:eorrichtungen: zum Ergreifen mittels der Fadenklammer des Schützens.
bereitgehalten werden, durchlaufene Bahn: hzw. die Bahn, der Fadenübergabevorrschtung
selbst innerhalb jenes Raumes, gelegen. ist, der von den Klemmflächen. der geöffneten
Fadenklammer des Schützens. bei dessen Bewegung im Schützenzubringer zur Abschußlage
hin umschles.sen: wird.
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In der Zeichnung sind vier Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch
dargestellt. Es zeigt Fig.i die Webmaschine von. der Warenseite her, Fig. 2 die
Anordnung der Fadenübiergabevorrichtungen, und des Schützenzubringers von oben.,
zum Teil im Schnitt gesehen, Schnitt II-II in Fig. 3, Fig.3 die Sperrvorrichtung
und den, Antrieb für das. Wechselorgan. der Faden:übergabevor.richtungen, gesehen
von; der linken Seite der Webmaschine, F;ig. 4 und 5 die Fadenklammer einer Fademübergabevoirrichtung
in größerem Maßstab, in Ansicht und in Draufsicht, F.ig. 6 die beim Schußfadenwechsel
durchlaufene Bahn der zu ergreifenden: Fadenteile bz.w. der Fadenübergabevorrichtungen
selbst und den Querschnitt des, Raumes, der von, den Klemmflächen, der geöffneten.
Fadenklammer des Schützens. bei seiner Bewegung im Schützenzubringer zur Abschußlage
hin. umschlossen wird, Fig. 7 und 8 Stellungen, der Fadenübergebevorrich.tungen
zu verschiedenen Zeitpunkten, in perspektivischer Ansicht, Fig. g ein, Diagramm
des Bewegungsablaufes mehrerer Teile während eines Schußspiels., Fig. io bis 13
eine zweite Ausführungsform mit durch Gelenke verbundenen. Faüenübergabevorrich,tu.ngen,
die in einer in sich geschlossenen Bahn angeordnet sind;.
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Fig. 14 die Anordnung der Fadenübergabevorrichtungen auf einer Konusfläche
(dritte: Ausführungsform) , Fig. 15 und 16 eine Variante (vierte Ausführungsform)
in der Anordnung des Mitnehm.ers für die Fadenübergabevorrichtungen.
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Der Antrieb, der Webmaschine befindet sich. auf der rechten Seite
des. Gestells i (Fig. i), von: wo, aus sämtliche Organe angetrieben, werden, wie
der Kettenbaum -2 mit der Kette 3, die mittels der Schäfte- 13 das Webflach, bildet,
und der Warenbaum, 5 mit dem Gewebe4. Durch dieHaup-twelle 6, die vom Motor 16 über
die Kupplung 15 angetrieben wird, werden weiter die Absehußvorrichtung 7 und die
Auffangvorrichtung 8 betätigt. In der Absehußvorrichtung 7 wird dem Schützen. 14
der Schußfaden io übergeben, welcher von einer der vier außerhalb der Schützen 14
angeordneten Schußspulen, ii abgezogen. und mit dem Schützen 14 durch das Weblfo,ch
zur Auffängvorrichtung 8 geschossen wird. Mittels der Rücktransportvorrichtung g
werden die leeren Schützen: 14 unterhalb des Webfaches. von; der Auffangvorrichtung
8 zur Absch,u.ßvorrichtung 7 zurückgeführt. Durch, die Schalthebel 12 wird die Welle
12' gedreht und die Kupplung 15 ein- oder ausgeschaltet bzw. die Hauptwelle 6 mit
dem Antrieb 16 ge- und entkuppelt. Zum raschen Stillsetzei der Hauptwelle 6 und;
damit der Webmaschine dient die Bremse 17. Um die entkuppelte Hauptwelle 6 zu drehen,
dient das Handrad 18.
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In Fig. 2 ist ein Teil der Organe in der Abschußvorrichtung 7 dargestellt.
Der Schützen 14 befindet sich im Schützenzubringer 25 in der Übergabestellung, in
welcher er von der Fadenübergabevorrichtung 26a den Schußfaden ioa übernimmt. Die
Fadenübergabevorrichtungen 26" bis 26d sind in dem Wechselorgan 27 längs verschieblich
gelagert. Dieses Wechselorgan 27 wird um die Achse 28 geschwenkt, um welche sich
auch der Schützenzubringer 25 dreht urid die in den Lagern 2g und 30 gelagert
ist. Beim hinteren Ende der Fadenübergabevorrichtungen 26" bis 26d ist eine am Gestell
i befestigte Sperrscheibe 3 i vorgesehen, während zur Längsverschiebung der Vorrichtungen
26 das MitnehmergleitstÜck 32, welches auf der Leitschiene 33 gleitet, mit dem Mitnehmeransatz
34 dient. Das Gleitstück 32 wird vom Hebel 35 mittels des Lenkers 36 betätigt. Der
Hebel 35 dreht sich um den festen Drehpunkt 37 und 'hat eine Rolle 38, welche in
der Nut 39 der Nutenscheibe 40 läuft. Auf der Achse 28 ist außerdem der Sdhützenklammeröffner
41 drehbar gelagert. Zum Abschuß des Schützens 14 dient das Schlagstück 42, das
längs der Leitschiene 43 gleitet und in an sich bekannter Weise vom Schläger gi
(Fig. 7) angetrieben wird.
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Die Welle 44, welche in weiter nicht dargestellter Weise über das
Zahnrad 45 von der Hauptwelle 6 der Webmaschine angetrieben wird, treibt die Nockenwellen
46 und. 47 an. Auf der Nockenwelle 46 sitzt die Nockenscheihe 48, die mittels der
Rölde 5o, .des Stempels 51 und des Lenkers 52 den Schützenzubringer 25 betätigt.
Ferner ist auf der Welle 46 die Nockenscheibe 53 angeordnet, die mittels der Rolle
54, des Stempels 55 und des Lenkers 56 den Schützenklamni.eröffner 41 betätigt,
und sc'hließlic'h treibt die Welle 46 mittels des Zahnrades 57 über den Wechsel-Zahnradsatz
58 das Zahnrad 59 auf der Hülse 6o, die sich frei um die Welle 46 dreht und
zwischen einem Wellenbund und einem Stellring unversclhieblich gelagert ist. Die
Hülse 6o hat eine Nocken.scheibe 61, die mittels der Rolle 62, des Stempels 63 und
des Lenkers 64 das Wechselorgan 27 der Fadenübergabevorrichtungen 26" bis 26d verstellt.
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Auf der Welle 47 sind die Nutenscheibe 40, die Nockenscheibe 65 zum
Antrieb des Sperrstiftes 66
mittels der Rolle 67 für das Wechselorgan
27, die Noekenscheibe 68 zum Antrieb des Öffners 69 der Fadenklammer 8o der Fadcnübergabevorrichtungen
in. der Übergabestellung mittels der Rolle 70 und die Nockenscheibe 71 zum
Antrieb des Öffners 72 der Fadenklammer $o der Fadenübergabevorrichtungen in ihrer
Stellung am Webfach mittels der Rolle 73 angeordnet.
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Das Wechselorgan 27 für die Fadenübergabevorrichtungen 26a bis 26d
ist mit Einkerbunge, 75 versehen, in wel'c'he der Sperrstift 66 eingreift (Fig.
3).
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In. Fig. 5 sind die Schützen 14 und die Fadenübergabevorric'htUng
26" in der Stellung zur Faden-Übergabe, wie in Fig. 2 gezeichnet. Der im Schützenzubringer
25 vorhandene Schützen 14 ist hinsichtlich der Fadenübergabevorrichtung 26" derart
gelegen, daß die die Klemmstelle bildenden Klemmflächen 76, 77 der Fadenklammer
78 des Schützens 14 den Schußfaden ioa hinter der Klemmstelle 79, d. h. rechts davon,
der Fadenklammer Boa der Fadenübergaibevorrichtung 26" ergreifen kann.
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Die Fadenklammer 78 wird in der stricJhpunktierten Lage (Fig. 4) in
den freien Zwischenraum 81 zwischen zwei benachbarten Fadenübergabevorrichtungen
26" bis 26d eingeschoben, die auch zum Zurückholen des am Webfach abgeschnittenen,
mit der Spule i i verbundenen Endes des Schußfadens dienen. Dieser Zwischenraum
81 ist breiter als die Breite der Klemmbacken der Fadenklammer 78. Sobald die Schützenfadenklammer
78 vom Dorn 41 geöffnet ist, 'kann sie an den schma-.en Stegen 82 der Fadenklammer
Boa beim Wechsel des Schußfadens io vorbeigeführt werden, wenn der ScJhützenzubringer
25 den Schützen 14 mit der Fadenklammer 78 bewegt. Die Fadenklammer Boa ist an der
Stange 83 angenietet und mir zwei Lappen 84 versehen, die die Schenkel der Fadenklammer
Boa gegen das Ende der Stange 83 stützen., aber ihre Bewegung beim Öffnen und Schließen
nicht hindern.
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Am anderen Ende der Stange 83 sind je zwei Nuten 85 und 86 eingefräst.
Beim Drehen des Wechselorgans 27 greift der Ansatz 34 des Gleitstückes 32 in die
Nut 85 der in die Schußlinie gebrachten Fadenübergabevorrichtung 26" ein. Die Nuten
86 der anderen Fadenübergabevorrichtungen 26b bis 26d umfassen die fest am Gestell
angeordnete Sperrscheibe 31 und sind gegen eine Läng6verschiebung gesperrt. Infolge
der Ausnehmung 95 der Sperrscheibe 31 (Fig. 7) erfaßt letztere die Nut 86 der Stange
83 derjenigen Fadenübergabevorrichtung, die sich .in der Schußlinie befindet, nicht
mehr. Daher kann diese Fadtenübergabevorrichtung 26" vom Hebel 35 gegen das Fach
92 verschoben werden und dort den Schußfaden ergreifen (Fsg. 7). Nachdem letzterer
durchschnitten ist, wird das mit der Vorratsspule noch verbundene Ende von der mittels
des Hebels 35 in Fig. 7 nach rechts zurückbewegten Fadenübergabevornidhtung 26"
zurückgeholt, weshalb die Vorrichtungen 26 auch als Fadenrückholer bezeichnet werden.
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In Fig. 6 ist der Schützen. 14 mit der geöffneten Klammer 78 in der
unteren Stellung und in der Übergabestellung dargestellt. Innerhalb der geöffneten
Fadenklammer 78 bleibt bei der Bewegung des Schützens 14 im Schützenzubringer 25
zur horizontaJen Abschußlage hin ein Raum 87 frei, der von. den Klemmflächen 76,
77 umschlossen wird. In diesem freien Raum 87 ist nun die Bahn 88 gelegen, welche
beim Schußfadenwechsel die Fadenübergabevorrichtungen 26" bis 26d selbst oder die
Fadenteile, die in den Fadenübergabevorrichtungen 26, bis 26d zum Ergreifen
der .Fadenklammer 78 des Schützens 14 bereitgehalten werden, durchlaufen.
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Der Raum 87, der von den Klemmflächen 76, 77 der geöffneten
Fadenklammer 78 des Schützens 14 bei seiner Bewegung im Schützenzubringer 25 zur
Abschußlage hin umschlossen wird, erstreckt sich sowohl in der Schußrichtung als
auch quer zu derselben. Letzteres ist in Fig. 6 in einer zur Schußbahn quer gestellten
Ebene dargestellt. Von der unteren Zufuhrstellung des Schützens 14 bis zur oberen
Abschußstellung bleiben die Klemmbacken 76, 77 ständig geöffnet, und der
Raum 87 befindet sich zwischen dem innersten und dem äußersten Viertelkreisbogen
in Fig. 6. In der Richtung der Sch.ußbahn liegt der Raum 87 ebenfalls zwischen den
Klemmflächen 76, 77. In Fig. 5 und i 1 ist die Ausdehnung des Raumes 87 gleich der
Breite der Klemmflächen 76, 77. In- Fig. 5 ist der Raum 87 so bemessen bzw. die
Klammer 78 so weit geöffnet, daß innerhalb derselben die Bahn der Fadenübergabevor:richtung
ßoa im Bereich des zu ergreifenden Teiles des Schußfadens io rechts von der Klemmstelle
79 gelegen ist. Während somit in Fig. 5 die Klammern 78 und Boa in der Ridhtu.ng
der Schußba'hn sich zum Teil übergreifen, liegen sie in Fig. i i unmittelbar nebeneinander
und nur der aus der Kl.emmsteke der Fadenklammer io8 nach links herausragende Fadenteil
durchquert den Raum 87.
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Die Bahn 88, d. h. die Bahn, welche die Fadenteile, die in den Fadenübergabevorrichtungen
26 bzw. deren Fadenklammern 8o zum Ergreifen mittels der Fadenklammern 78 des Schützens
14 bereitgehalten werden, durchlaufen, braucht nicht kongruent dem mittleren Kreisbogen
des Raumes 87 zu sein, sondern kann auch einen abweichenden Verlauf haben wie die
Bahnen 88" und 88b, ohne daß die Stege 82 der Fadenklammer 8o einer Faden-Übergabevorrichtung
26 an die Klemmflächen 76, 77 anstoßen. Um dies zu veranschaulichen, ist
die Klammer 8o auf der Bahn 88, eingezeichnet. In der unteren Lage sind die
Stege 82 noch ganz frei von . der Klemmfläche 77, während in der horizontalen Übergabestellung
die Stege ganz nahe an die Klemmfläche 76 herankommen.
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Wenn die Schützenklammer 14 den zu ergreifenden Fadenteil nicht hinter,
sondern vor der Klemmsteile 79 der Fadenklammer 8o einer Fadenübergabevorrichtung
26 ergreift (Fig. i i), so kann entweder der Raum 87 schmaler sein und der in den
Raum $7 hineinragende Fadenteil sich noch längs der Bahnen 88" und 881, beim
Wechsel des Schußfadens bewegen, oder die Bahn des Fadenteils kann eine Form aufweisen,
die noch mehr von des Bahn 88 als die Bahnen 88" und 88b abweicht.
Der
Bereich der Bewegungsbahn zur Abschußlage hin des im Schützenzubringer 25 befindlichen
Schützens 14, in welchem Bereich die beim Wechsel des Schußfadens io durchlaufene
Bahn der Fadenübergabevorrichtungen 26 bzw. ihrer Fadenklammern 8o der Bewegungsbahn
des Schützenas 14 annähernd oder ganz gleichgestaltet ist, erstreckt sieh nicht
notwendigerweise auf die ganze Bewegungsbahn des Schützens 14 von der Stellung des
Zubringers 25, in welcher der Schützen 14 von der Rücktransportvorrichtung in den
Zubringer 25 hineingeschoben wird, bis zur waagerechten Absdhußl age.
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Andererseits könnte auch der Schützen 14 vom Transportband 9 zunächst
nur so weit in den Schützenheber 25 hineingeschoben werden, daß die Fadenklammer
78 sieh noch vor der Fadenklammer 8o der Fadenübergabevorrrichtungen 26 befindet
bzw., wenn der Faden aus der Klammer 8o vorsteht, das Fadenende noch nicht berührt.
Danach kann sich der Schützenheber 25 bereits bewegen und währenddessen die Fadenklammer
78 geöffnet werden. Wenn die Klammer 78 so weit geöffnet wird, daß sie auch über
die Klemmstelle der Klammern 8o hinweggeführt werden kann, so könnte nun auf dem
Wege des Schützenhebers 25 von der Lage in Fig. 7 bis zur Lage in Fig. 8 eine Längsverschiebung
des Schützens 14 in der Weise stattfinden, daß der Schützen 14 gegen die Klammern
8o so weit verschoben wird, daß die Klemmstelle 76, 77 der Klammer 78 den zu ergreifenden
Fadentell io spätestens an der LThergabestelle in Fig. 8 ergreifen kann.
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Eine weitere Möglichkeit, das Zubringen des Sehützens 14 und den Wechsel
-des Schußfadens io zu gleicher Zeit stattfinden zu lassen, ergibt sich dann, wenn
die Bewegungsbahn des Sch,ützens 14 und die Bahn der Fadenübergabevorrichtungen
26 in einer Ebene gelegen sind, welche durch die Schußbahn hindurchgelegt ist. Dies
würde bedingen, daß der Zubringer für den Schützen sich z. B. um eine senkrecht
zu dieser Ebene gelegene Achse drehen würde. Die Fadenübergabevorrichtungen 26 könnten
sich dabei auf einer Kurve oder auf einer geraden Bahn bewegen, nur daß die Kurve
bzw. die gerade Bahn in der Ebene gelegen sind. Sie können z. B. in einem Halter
über- oder nebeneinander angeordnet sein., welcher zum Wechseln des Schußfadens
io in der Senkrechten auf und ab, in der Horizontaden hin und her bewegt wird. Dabei
müßten dann die Fadenklammern 8o der Fadenübergabevorrichtungen 26 bei einer senkrechten
Bewegung senkrecht und bei einer waagerechten Bewegung waagerecht angeordnet sein,
damit sie durch die geöffnete Klammer 78 des Schützers hindurchgeführt werden können.
Die Klammer 78 des Schützers 14 wäre dann dementsprechend um go° versetzt anzuordnen.
Auch in diesem Fall wäre es zweckmäßig, die Klammer 78 so weit zu öffnen, daß sie
auch über die Klemmstelle 79 der Klammern 8o hinweggeführt werden kann.
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Bei jeder dieser Varianten muß aber die beim Schußfadenwechsel durchlaufene
Bahn der zum Ergreifen bereitgehaltenen Fadenteile bzw. die Bahn der Fadenklammern
der Fadenübergabevorrichtungen selbst innerhalb des Raumes gelegen sein, der in
dem Bereich, wo die Bewegungsbahn des Schützens .und die Bahn der Fadenteile bzw.
der Vorrichtungen zusammenfallen, von den Klemmflächen 76, 77 der geöffneten Fadenklammer
78 des Schützens 14 bei seiner Bewegung im Schützenzubringer zur Absdhußlage- hin
umschlossen wird.
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Zur besseren Veranschaulichung sind in den Fig. 7 und 8 die verschiedenen
zusammenwirkenden Teile axionometrisch daagestellt. An Hand dieser Figuren soll
die Wirkungsweise erläutert werden. Die einzelnen Teile sind darin übertrieben lang
gezeichnet, um ein deutlicheres Bild zu erhalten.
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Der Schützen 14 in Fig. 7 ist vom Rücktransportband 9 in den ' Schützenzubringer
25 eingelaufen. Seine Klammer 78 befindet sich zwischen der Klammer Sod und der
Klammer 8o, der nebeneinanderliegenden Fadenübergabevorrichtungen 26, und 26d. Die
Steuerung des Organs 41 durch die Nockensoheibe 53 (Fig. 2) zum Öffnen der Fadenklammer
78 des Schützens 14 ist in bezug auf die Steuerung des Schützenzubringers 25 durch
die Nockenscheibe 48 (Fig. 2) so eingestellt, daß die Fadenklammer 78 des Schützens
14 vor dem Heben desselben geöffnet wird. Dieser Zeitpunkt ist in Fig. 7 dargestellt.
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Die Fadenübergabevorriehtung 26a, deren Nut 85 beim Wechseln des Schußfadens
zur Übergabestelle -hin den Mitnehmeransatz 34 des Gleitstückes 32 erfaßt hat und
deren Nut 86 sich in der Ausnehmung95 der Sperrscheibe 31 befindet, ist vom Hebel
35 gegen das Webfach 92 verschoben und hat den zugehörigen Schußfaden ioa, der vom
vorher abgeschossener Schützen ins Fach 92 eingetragen ist, ergriffen. Dazu ist
die Klammer Boa von dem bereitstehenden Klammeröffner 72 durch eine Bewegungin der
Pfeilrichtung zuerst geöffnet und nach dem Ergreifen des Fadens ioa durch Zurückziehen.
des Klammeröffners 72 geschlossen werden. Hierauf wird' mittels der Schere 94 der
Faden ioa abgeschnitten und die Fadenübergabevorrichtung bzw. der Fadenrückholer
26" von dem Hebel 35 in die Ausgangsstellung zurückgeführt, wobei der Faden ioü
durch einen an sich bekannten, nicht gezeichneten Fadenspanner zurückgezogen und
gespannt gehalten wird. Die Fadenübergabeverrichtung 26a befindet sich dann wieder
in der Stellung wie die Fadenübergabevorrichtungen 26b bis 26,1.
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Nachdem die Klammer 78 mittels des Öffners 41 geöffnet worden ist,
kann nun der Schützenzubringer 25 bis in die Übergabestellung gehoben werden (Eig.
8). Die geöffnete Klammer 78, deren Klemmstelle 76, 77 hinter der Klemmstelle
79 der Fadenklammern Boa bis Sod gelegen ist, umschließt bei ihrer Bewegung im Schützenzubringer
25 zur Abschußlage 'hin einen Raum 87 (Fig. 6), innerhalb dessen die Bahn der Fadenübergabevorrichtungen
26, bis 26d, d. h. ihrer Fadenklammern Boa bis Sod, gelegen ist. Daher kann
zum Wechseln, des Schußfadens io das Wechselorgan 27 schon während der Zeit versoriwenkt
werden, während welcher der
Schützenzubringer 25 den Schützen 14
bis in die Abschußlage hin anhebt.
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Dadurch wird der Vorteil erreicht, daß die Bereitstellung des zu wählenden
Fadens io für den zum Abschuß vorzubereitenden Schützen 14 ganz oder teilweise innerhalb
der Zeit der Bereitstellung des neuen Schützens 14 verlegt werden kann. Infolgediessen
wird die gesamte Vorbereitungszeit für die Bereitstellung des Fadens io bis zum
Abschuß des Schützens 14 verkürzt.
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Ist nun durch Verschwenken des Wechselorgans 27 der richtige Schußfaden
io durch die zugehörige Fadenübergabevorrichtung 26 an die übergabestelle
gebracht, so wird der Sperrstift 66 (Fig. 3) von dem Nocken 65 nach links in die
zugehörige Einkerbung 75 geschoben und das Wechselorgan 27 blockiert. Damit ist
die richtige Stellung der Klammer 8o bzw. des Fadens io zur Klammer 78 gesichert.
Es kann nunmehr durch Vorstoßen des Klammeröffners 69 in der Pfeilrichtung (Fig.
8) die Klammer Boa geöffnet werden, nachdem durch Herunterschwenken des Dornes 41
die Klammer 78 des Schützens 14 geschlossen und dabei der Faden ioa ergriffen worden
ist. ' .
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Der Schützen 14 ist zum Abschuß bereit und wird vom Schläger 9i, welcher
den Schützen mittels des Schlagstiftes 42 an der hinteren freien Ecke ergreift,
durch das Webfach 92 abgeschossen. Danach kehrt der Schützenheber 25 in dlie in
Fig. 7 gezeichnete Ausgangslage zurück. Der Anschlag 93 (Fig. 8), der am Gestell
i befestigt ist, dient idazu, die richtige Stellung dies Schützens 14 im Schützenzubringer
25 beim Einlaufen in denselben von der Transportbahn 9 (Fig. 7) zu sichern.
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Im Diagramm (Fig.9) sind verschiedene Bewegungskurven über einen Winkel
von o bis 36o°, d. h. eine Umdrehung der Welle für dien Ladenantrieb, aufgetragen.
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Die Kurve A zeigt die Bewegung der Lade selbst. Sie fängt bei o° an
und erhebt sich vom Punkt u zum Punkt b, wo der Anschlag stattfindet und zurück
in die Ausgangsstellung c, wo der Abs.chußbereich durch zwei parallele Linieneingetragen.
ist. Rechts vom Abschußbereich bleibt die Lade in ihrer Ausgangsstellung.
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Die Kurve B stellt die Bewegung des Schlagstückes 42 dar. Die Schlagfeder
zum Antrieb des Schlägers bi (Fig 7) wird in bekannter Weis" beginnend mit dem Punkt
d bis zu 36o° und vom Anfang o° bis zum Punkt e gespannt. Im Punkt f wird der Schläger
gi in bekannter Weise entriegelt, so daß .die Schlagfeder den Schläger gi und mit
Hilfe des Schlagstiftes 42 den Schützen 14 zum Abschuß antreibt. Der Punkt f entspricht
also der Stellung des Schlägers gi und dies Schütteins 14 in Fig. B.
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Die Kurve C gibt die Bewiegumgen des SchützenzubringeTs 25 wieder.
Im Punkt g ist ein Schützen 14 eingelaufen. Der Zubringer 25 befindet sich in der
untersten Stellung (Fig. 7). Vom Punkt g wird der Schützenzubringer 25 in die Lage
1a und danach in die Lage i gebracht, welch letztere der Abschußlage des Schürfzens
14 entspricht. Nach dem Abschuß wird., wie beschrieben, der Schützenzubringer 25
vom Punkt j wieder in die Ausgangszage g zurückgeführt.
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Die Kurve D gibt die E1ewegungen dies Schützenöffners 41 wieder. Vom
Punkt k bis Punkt m wird der Schützenöffner so weit g-,-dreht (Fig. 7), bis
in Punkt m die Klammer 78 ,geöffnet ist. Dann erfolgt die Bewegung bis zum Punkt
ii, die gleiche Bewegung wie für den Schützenzubringer zwischen g und
h. Vom Punkt n an wird der Dorn 4i aus der Klammer 78 herausgezogen, bis
etwa beim Punkt o die Schützenklammer 78 geschlossen und der Faden io ergriffen
ist. Danach bewegt sich der Schützenöffner 41 wieder in die Ausgangslage k zurück
Die Kurve E zeigt die Längsbewegung der an :der übergab:es:telle vorhandenen Fadenübergabevorrichtung
26. Im Punkt p ist die Fadenübergabevorrichtung in der Stellung 26" (Fig. 7) vorn
am Fach und, ergreift dien abgeschnittenen Schußfaden io, Bis zum Punkt q, welcher
links von den Punkten h und' n gelegen ist, ist die Fadenübergabevorrichtung
26,., wieder in der Ausgangsstellung (Fig. 8), während sie im Zeitpunkt r, vom Ansatz
34 (Fig. 2) erfaßt, zum Webfach 92 (Fig. 7) hin bewegt wird. Im Punkt s ist sie
am Webfach 92, und zwischen den Punkten, s und p erfolgt das Öffnern der Fadenklammer
8o, das Ergreifen des Schußfadens io, ,das Schließen der Klammer 8o und das Abschneiden
des Schußfadens io mittels der Schere 93.
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Die Kurve F betrifft die Bewegungen des Klammeröffners 69 für die
Fadenübergabevorrichtung 26" in der hinteren Stellung beim Schützen. Im Punkt t
bewegt sich :der Öffner 69 zum Öffnen nach links (Fig.2) und erreichst die Endstellung
in u; kurz vorher ist die Klammer 8o, geöffnet, nachdem der Faden ioa vom Schützen
14 übernommen worden ist. Klammer Boa bleibt während des Abschusses geöffnet bis
zum Punkt v, wo der Faden io ins Fach eingeschossen ist. Bevor -der Fadenrückholer
26, nach vorn zum Webfach hin bewegt wird, wird der Klammeröffner 69 zwischen
den Punkten v und w zurückgezogen.
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Die Bewegung des Klammeröffners 72 ist der Kurve G zu entnehmen. In
der kurzen Zeit, in we@lcher der Fadenrückholer 26 vorn am Webfach 92 ist, wird
in Punkt x der Klammeröffner nach links (Fi.g.-2) zum Öffnen bewegt. Im Punkt y
ist die Klammer 80 des Fadenrückholers ganz geöffnet, und der Schußfaden
befindet sich innerhalb ihrer Klemmstelle 79 (Fig. 7). Nachdem der Öffner 72 sich
wieder nach rechts bewegt hat, ist in Punkt z (Fig. 9) die Klammer 8o geschlossen
und der Öffner 72 in seiner Ruhesteillung.
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Das Wechselorgan 27 wird gemäß der Kurve H bewegt. Der Wechsel der
Schußfäden io kann nur stattfinden, wenn alle Fadenrückholer 26 in der hinteren
sind. Daher .kann ein Wechsel nur zwischen den Punkten aa und bb erfolgen. Der Punkt
aa liegt nun zwischen den Punkten g und h
der Kurve C. Daraus ist ersichtlich,
daß der Wechsel der Schußfäden io gemäß der Kurve H zur gleichen
Zeit
stattfindet, wie das Zubringen des Schützen-s- 14 mittels des Schützenzubringers
25. Der Punkt bb liegt ungefähr an derselben Stelle wie der-Punkt i der Kurve C,
so daß sowohl der ins Webfach einzutragende Sch.ußfaden io als auch der für den
Eintrag vorzubereitende Schützen 14 nahezu gleichzeitig die Übergangsstelle erreichen..
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Die Kurve K stellt die Bewegung des Sperrstiftes 66 für das Wechselorgan
27 dar. Die Sperrung wird nur kurze Zeit zwischen den Punkten cc und dd aufgehoben,
da in dieser Zeit der Wechsel gemäß der Kurve H zwischen ad und bb stattfindet.
Während der übrigen Zeit ist das Wechselorgan 27 durch den Stift 66 gesperrt.
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Während im ersten Ausführungsbeispiel die Fadenübergabevorrichtungen
in einem Wechselorgan 27 angeordnet sind, das zum Wechseln des Schußfadens io selbst
bewegt wird, ist in Fig. io eine an dem Gestell i befestigte, ortsfeste Umlaufbahn
ioo vorgesehen mit einer äußeren und einer inneren Leitschine ioi, io2. Zwischen
diesen Leitschienen sind die Fadenübergabevorrichtungen 103
angeordnet
und unter sich durch Gelenke 104 zu einer Kette verbunden. Der Schützenzubringer
25 mit dem Schützen 14, der in der unteren Stellung io5 voll ausgezeichnet und in
der oberen Stellung io6 strichpunktiert angegeben ist, bestimmt die Bewegungsbahn
io5 bis io6 zur Abschußlage hin des im Schützenzubringer 25 befindlichen Schützens
14. li Im Bereich dieser Bewegungsbahn io5, io6 ist nun auch die beim Wechsel des
Schußfadens durchlaufene Bahn ioo der Fadenübergabevorrichtungen 103 gelegen. Der
übrige Teil der Bahn ioo kann beliebig gestaltet werden, da außerhalb des Bereiches
der Bewegungsbahn 105, io6 des Schützens 14 eine Übereinstimmung nicht erforderlich
ist. So könnte z. B. auch die Rückführung des Schützenzubringers 25 aus der Abschußlage
zur Anfangslage völlig verschieden von der Bewegung des Schützenzubringers 25 sein,
solange ein für den Abschuß vorzubereitender Schützen 14 im Schützenzubringer 25
vorhanden ist.
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Dies wäre z. B. der Fall, wenn in Fig. io für die Rückführung des
Schützenzubringers 25 die Welle 28 bzw. der Drehpunkt des Schützenzubringers 25
i nach links oder nach oben verschoben würde, je nachdem, ob die Abschußlage beim
Punkt io6 oder beim Punkt 1o5 gelegen ist.
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In Fig. io sind nur einige Fadenübergabevorrichtungen 103 eingezeichnet.
Sie bilden zusammen eine Kette, die entweder geschlossen sein kann, so daß die ganze
Bahn ioo mit Fadenübergabevorrichtungen 103 angefüllt ist, oder die Übergabevorrichtungen
103 bilden lediglich ein Kettenstück, das in der Bahn ioo so weit hin und her geschoben
werden kann, daß eine jede der Fadenübergabevorrichtungen 103 an die Fadenübergabestelle,
z. B. Punkt io6, gebracht werden kann.
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In den Schnitt XI-XI der Fig. io sind die Fadenübergabevorrich:tungen
103 mit den Gelenken 104 eingezeichnet. Die Anschläge 107 dienen zur seitlichen
Führung der Fadenübergabevorrichtungen io3 an der inneren Leitschiene io2. Der Schußfaden
io läuft inwendig durch die FadenübergabevorrichtungerL 103 `hindurch und
wird von den Fadenklammern io8 der Vorrichtungen 103 so festgehalten, daß der Fadenteil,
welcher zum Ergreifen durch die Fadenklammern 78 des Schützens 14 bereitgehalten
wird, nach links über die Klemmstelle der Fadenklammern io8 vorsteht. In diesem
Falle übergreifen sich die Fadenklammern 78 und io8 nicht. Der Raum 87 (Fig. 6)
zwischen den Klemmflächen 76, 77 kann daher kleiner gehalten werden, als wenn dieKlammern
io8 hindurchtreten würden. Infolgedessen kann die Öffnungsweite der Klammern 78
kleiner sein.
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Die Fadenübergabevorrichtungen 103 werden von dem Rad iog mit den
auf Zapfen iio gelagerten Rollen 111 angtrieben, indem jede Vorrichtung 103
mit
einem Schild 112 versehen ist, welches einen Einschnitt 113 aufweist. Beim Drehen
des Rades iog greifen die Rollen iii in die Einschnitte 113 und verschieben je nach
der Drehrichtung die Kette nach links oder nach rechts. Die Welle 114 des Rades
iog ist in einer weiter nicht dargestellten Weise mit der Hauptwelle 6 der Webmaschine,
z. B. durch einen Malteserantrieb, verbunden, welcher das Rad iog während der Zeit
vom Punkt aa bis Punkt bb .gemäß Kurve H (in Fig. g) um eine Teilung weiterschaltet,
wenn die Vorrichtungen 103 in der Reihenfolge ihrer Anordnung an die Übergabestelle
gebracht werden sollen. Die Fadenübergabevorrichtungen 103 können keine Längsverschiebung
in der Richtung der Schußbahn ausführen, so daß mit den Vorrichtungen 103 aus Fig.
io und ii ein Ergreifen des Schußfadens io vorn am Webfach g2 und ein Zurückholen
nicht möglich ist. Es ist daher für diese Anordnung ein von den Vorrichtungen 103
getrennter Fadenrückholer erforderlich, der in den Fig. io und i i der Deutlichkeit
halber nicht dargestellt ist. Dieser Fadenrückhol.er erfaßt jeweils das abzuschneidende
Fadenende und bringt den Schußfaden zurück zu der an der Übergabestelle befindlichen
Fadenübergabevorrichtung 103, deren Fadenklammer io8 zum Übernehmen des Schußfadens
vom Fadenrücldioler durch das Zurückziehen eines der Deutlichkeit halber nicht eingezeichneten
Klammeröffners geschlossen wird.
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Aus Fig. 12 und 13 geht hervor, daß die Fadenübergabevorrichtungen
103 einen U-förmigen Querschnitt haben, in dessen Innerm die Fadenklammer io8 untergebracht
ist. Zwischen den Schenkeln der Fadenklammer io8 ist ein freier Raum für den Schußfaden
io vorgesehen. Der Schußfaden io wird von einem nicht dargestellten Fadenspanner
in bekannter Weise gehalten.
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Die Glieder 103 der Kette können auch anstatt als Fadenübergabevorrichtungen
selbst, wie in Fig. io bis 13, als Halter ausgebildet sein, die z. B. mit einem
durchgehenden rechteckigen Schlitz zu versehen wären. In diesem Schlitz kann dann,
wie im Wechselorgan 27, eine als Stange ausgebildete Fadenübergabevorrichtung vorgesehen
sein. Dies ermöglicht wiederum die Fadenübergabevorrichtungen gleichzeitig auch
als Schußfadenrückholer zu verwenden.
Sowohl in den Fig. 2 und 3
als auch in den Fig. io bis 12 sind die Fadenübergabevorrichtungen 26,
103 auf einer Zylinderfläche angeordnet. Es kann dies ein Kreiszylinder sein
wie in Fig. 2 und 3. Es kann diese Zylinderfläche aber auch eine beliebige Leitlinie
aufweisen; in Fig. io setzt sie sich aus Kreisbogen und zwischenliegenden Geraden
zusammen.
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Fig. 14 zeigt die Anordnung der Fadenübergabevorrichrtungen i i 5
auf einer Konu.sfläche 116. Die Längsachse der an der Übergabestelle befindlichen
Vorrichtung 115" ist in der Richtung der Schußbahn gelegen. Daraus ergibt sich die
Anordnung der Konusfläche 116 im Webmaschinengestell i, welche mittels des Zahnrades
117 von der Hauptwelle 6 der Webmaschine (Fig. i) unter Zwischenschaltung z. B.
eines Getri-ebe.s, wie für das Rollenrad iog angegeben, angetrieben wird. Die Basis
des Konus i 16 ist dem Webfach 92 zugewandt.
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Die Verschiebung der Fadenübergabevorrichtungen 115 mit dem T-förmigen
Fuß 118, strichpunktiert in die Vorrichtung 115Q eingezeichnet, in den ebenfalls
T-förmig ausgebildeten zwölf Nuten i i9 der Konustrommel 116 erfolgt mittels des
Gleitstückes i2o, welches längs der Schiene 121, wie das Gleitstück 36 in Fig. 2
und 3, hin und her geschoben werden kann und mit dem Mitnehmer 122 den Ansatz 123
der an der Übergabestelle befindlichen Vorrichtung 115 umfaßt. Die Fadenklammer
124 der Vorrichtung 115" .wird, wie beschrieben, vorn am Webfaclh 92 zum Rückholen
des Schußfadens io von einem nicht gezeichneten Klammeröffner geöffnet und geschlossen.
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Die Sperrscheibe 125. dient, ähnlich wie die Sperrscheibe 31 (Fig.
2), dazu, um die Fadenübergabevorrichtungen i 15 in ihrer hinteren Stellung zu verriegeln;
an den Vorrichtungen 115 sind Ansätze 126 vorgesehen; die in die Nut 127 der Sperrscheibe
125 eingreifen und die Vorrichtungen 115 gegen eine Längsverschiebung sperren, ausgenommen
in der Übergabestellung, wo die Ausnehmung 128 ein Austreten des Ansatzes 126 aus
der Nut 127 ermöglicht. Im Zusammenhang mit der konischen Lagerung der Fadenübergabevorrichtung
115 ist die Sperrscheibe 125 als Konusfläche ausgebildet.
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Die Sperrscheibe 130 (Fig. 15, 16) erfüllt die gleiche Aufgabe
gegenüber den Fadenübergabevorrichtungen bzw. Fadenrückholern 131 wie die Scheiben
31 und 125. Die Scheibe 130 greift in die Nut 132 der Vorrichtung 131 eiu.
Anstatt eine zweite Nut für den Mitnehmer 133 vorzusehen, ist in den Fig. 15 und
16 die Sperrscheibe 130 mit einer Öffnung 134 versehen, die so groß ist, daß das
Gleitstück 135 samt dem Mitnehmer 133, welches auf der Schiene 136 zum Bewegen der
Vorrichtung mittels des Hebels 35 vor- und rückwärts verschoben wird, darin Platz
findet. Der Mitnehmer 133 füllt dabei in der hinteren Stellung des Gleitstückes
135 die Lücke aus, welche im Sperrand 137 der Scheibe 13o durch die Öffnung 134
entstanden ist. In dieser Stellung kann ein Wechsel der Vorrichtungen 132, die sich
im Kreis herum bewegen, stattfinden, ohne daß durch die Öffnung 134 eine Unterbrechung
in der Führung und Sperrung der Vorrichtungen 131 eintritt. .
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Während die Anzahl Übergabevorrichtungen im Wechselorgan 27 sehr stark
beschränkt ist, können in den, Ausführungsbeispielen nach den Fig. io und i i und
Fig. 14 eine bedeutend größere Anzahl Fadenübergabevorrichtungen und somit eine
größere Anzahl verschiedener Schußfäden mit den Schützen 14 verbunden werden, ohne
daß der Platzbedarf um den Schützenzubringer 25 herum gegenüber dem jetzigen Platzbedarf
vergrößert zu werden braucht.