DE589943C - Spulenauswechselvorrichtung fuer Webstuehle mit mehrreihigem Spulenmagazin - Google Patents

Spulenauswechselvorrichtung fuer Webstuehle mit mehrreihigem Spulenmagazin

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DE589943C
DE589943C DEM120561D DEM0120561D DE589943C DE 589943 C DE589943 C DE 589943C DE M120561 D DEM120561 D DE M120561D DE M0120561 D DEM0120561 D DE M0120561D DE 589943 C DE589943 C DE 589943C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D45/00Looms with automatic weft replenishment
    • D03D45/20Changing bobbins, cops or other loom components carried by the shuttle

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

  • Spulenauswechselvorrichtung für Webstühle mit mehrreihigem Spulenmagazin Die Erfindung betrifft eine Schußspulenauswechselvorricbtung mit mehrreihigem Spulenmagazin für Ober- oder unterschlägige Webstühle, bei dem sämtliche Spulenreihen gleichartige Spulen enthalten.
  • Es ist z. B. bekannt, bei mehrreihigen Magazinen mit schräg übereinanderliegenden, in einen gemeinsamen Fallkanal mündenden Spulenreihen, deren jede anders geartete Spulen als die übrigen Magazinreihen enthält, von der Wechselkarte aus durch ein Schaltwerk eine Hubscheibe zu verstellen, welche die Einstellung der Auslösevorrichtung für die Spulen auf die betreffende Spulenreihe bewirkt. Diese Vorrichtung ist für Magazine, die wie beim Erfindungsgegenstand nur Spulen ein und derselben Art enthalten, jedoch viel zu umständlich und schwerfällig.
  • Es sind wohl auch schon Magazine der einleitend genannten Art bekannt, bei denen eine Auslösung der die Reihen sperrenden Klappen nicht zwangsläufig erfolgt, vielmehr hat immer die letzte Spule einer Magazinenreihe die Aufgabe, sei es direkt durch ihr Eigengewicht oder mittels einer durch Federkraft ausgelösten Schnappvorrichtung, die nächste Magazinreihe zu öffnen. Abgesehen davon, daß es schwierig ist, durch das geringe Gewicht einer Spule eine unter dem Druck einer ganzen Reihe Spulen stehende Klappe zu steuern, entleeren sich die Reihen nicht gleichmäßig, sondern eine Reihe nach der anderen, so daß die nach der Einschlagstelle hin liegenden Reihen sich zuerst entleeren. Bei einer derartigen Anordnung besteht aber keine Möglichkeit der Nachfüllung während des Betriebes, da bei einer Nachfüllung der ersten Reihe die Lieferung der folgenden Reihen sofort unterbrochen wird.
  • Bei den vorwiegend gebräuchlichen Stühlen mit ihren Aufbauten für die Schaftführung, Jacquardeinrichtung u. dgl: tritt bei den bekannten Ausführungen noch hinzu, daß der Spulenvorrat ganz unzulänglich ist, oder eine Anwendung auf oberschlägige Stühle ist nicht möglich, oder aber das Magazin ist in Richtung des Bedienungsganges entwickelt und vergrößert damit den Platzbedarf des Webstuhles. Bei einer weiteren Ausführung beschränkt sich die Anwendung auf eine besonders hierfür geeignete Webstuhlart. Es ist da bekannt, ein mehrreihiges Spulenmagazin auf eine schnurlose Schaftmaschine zu setzen. Diese Stühle haben bekanntlich keinerlei Aufbauten, wie Jacquardeinrichtung, Schaftaufhängung usw., die über die Oberkante der Lade hinwegreichen, und legen auch keine Beschränkungen für ein umfangreiches Spulenmagazin auf.
  • Diese Nachteile vermeidet die Erfindung dadurch, daß jede Verschlußklappe durch ein Zugmittel mit einem Anschlaghebel in Verbindung steht und die Anschlaghebel derart auf einem Kreise um einen umlaufenden, absatzweise geschalteten Nocken angeordnet sind, daß der bei jedem Spulenwechsel um eine Teilung geschaltete Nocken auf den in seiner Drehrichtung nächstfolgenden An- Schlaghebel zur Einwirkung gelangt, so daß dieser die mit ihm gekuppelte Verschlußklappe einer Spulenreihe zwecks Freigabe der von ihr gehaltenen Spule ausschwenkt. Dieser umlaufende Nocken steht mit einem Klinkenschaltrade in Verbindung, «-elches durch eine Schaltklinke absatzweise um eine Teilung weitergeschaltet wird, Zwobei die Klinke ihren Antrieb von dem Einschlaghammer erhält. Der umlaufende 'Nocken wirkt auf den von ihm gesteuerten Anschlaghebel bis zum nächsten Spulenwechsel, so daß der Anschlaghebel und die mit ihm verbundene Verschlußklappe während dieser Zeit in der ausgeschwungenen Stellung verbleiben. Um ein Klemmen der Spulen auf ihrem Wege durch den Rollkanal zu verhindern, ist in dem Rollkanal eine einstellbare Schiene vorgesehen, welche zwischen der Behälterwand und sich Raum für den Spulenkopf läßt, und daß die fadenfreie Spulenspitze auf einer erhöhten Kröpfung der anderen Behälterwand aufliegt, derart, daß die Spule ohne Klemmring und Kantung in dem Rollkanal zu der Einschlagstelle rollen kann. Die Vergrößerung des Fassungsvermögens eines derartigen mehrreihigen Spulenmagazins läßt sich ohne Verengerung des Bedienungsganges bei Oberschlagwebstühlen vorteilhaft dadurch erzielen, daß der Spulenbehälter und der Rollkanal derart V-förmig zueinander angeordnet sind, daß der Spulenbehälter unter Freilassung des erforderlichen .Raumes für den Oberschlagarm sich nach hinten über den Webstuhl bzw. dessen Antrieb erstreckt.
  • An Hand von Abbildungen sei nachstehend eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes beschrieben: Abb. i ist ein Längsschnitt durch die Vorrichtung, gesehen von außen auf den Seitenständer des Stuhles.
  • Abb. a ist ein Schnitt durch die Rollbahnführung.
  • Abb. 3 ist die Ansicht des Schaltwerks, von der entgegengesetzten Seite gesehen wie Abb. i.
  • Es sind sechs schräg untereinander angeordnete Spulenmagazinreihen a., die sich oberhalb der Lade nach hinten staffeln, angenommen, die an ihren unteren Enden durch die Verschlußklappen b verschlossen werden. Die Beförderung der Spulen c aus den Magazinreihen d in die Auswechselstellung erfolgt über die geneigte Rollbahn d, die mit den Reihen a eine V-förmige Anordnung ergibt, in deren Öffnung bei oberschlägigen Stühlen dem Schlagzeug e Durchgang belassen ist.
  • Mit dein Einschlaghammer f durch eine Stange g verbunden ist das eine Ende des um einen festen Bolzen schwenkbaren, doppelarmigen Hebels lz, an dessen anderem Ende die schwenkbar befestigte Schaltklinke i des Klinkenschaltrades k. Bei jeder 1-Einschlagbewegung des Hammers f wird somit das Kl_inkenschaltrad 7v um eine Teilung weitergeschaltet. Hierbei bringt der mit dem Klinkenschaltrad k auf der gleichen Welle sitzende Kokken l jeweils einen der auf einem Kreisbogen gleichmäßig untergebrachten Anschlaghebel in zum Ausschwingen. Über eine Zugstange -n, die an einem Ende des Hebels o der Verschlußklappenwelle p angeschlossen ist, wird die Verbindung zwischen Anschlaghebel in und der zugehörigen Klappe b hergestellt. Letztere ist als zweiarmiger Hebel ausgebildet, derart, daß der eine Arm beim Öffnen die unterste Spule freigibt, während der andere die weiteren Spulen der Reihe zurückhält.
  • Da der Nocken l mit dem von ihm ausgeschwungenen Hebel m bis zum nächsten Spuleneinschlag in Verbindung bleibt, denn in der Zwischenzeit erfolgt keine Schaltung des Schaltrades k, so bleibt die -zuletzt geöffnete Verschlußklappe in der Ausschlag" stellung, um erst beim nächsten Spulenwechsel geschlossen zu werden, wenn die folgende Klappe zwecks Spulenabgabe ausgeschwenkt wird. Selbst bei schnellster Stuhldrehzahl kann dadurch niemals die schließende Klappe die abgehende Spule mehr erreichen und in ihrem Lauf stören. Die Steuerungsteile des Schaltwerks nz, zt, o, p und b werden nach Freigabe durch den Nocken l mittels nicht eingezeichneter, beliebig an einem der Steuerungsteile anzubringender Federn in die Ruhelage zurückgeholt.
  • In dem Rollkanal d erhält die Spuie dadurch die erforderliche zweifache Lagerung und sichere Führung zum Abrollen, daß eine Schiene q so einstellbar angebracht ist, daß die Auskehlung zwischen Spulenfuß und Spulengarnkörper auf ihr zu liegen kommt, während die Spulenspitze auf einer gekröpften Schiene r. in der Spulenform entsprechend erhöhter Lage Auflage erhält. Der Abstand zwischen den Schienen q und r ist mit geringer Toleranz eingestellt, wodurch die Spule trotz ungleicher Durchmesser an ihren Enden und ungleicher Gewichtsverteilung, vornehmlich durch den Bund, frei, d. h. ohne Klemmen und Kanten, abrollen kann.

Claims (1)

  1. PATE NTANTSPRÜCHE: r. Spulenauswechselvorrichtung für Webstühle mit mehrreihigem Spuleninagazin, bei dem die durch Verschlußkiappen abgesperrten Spulenreihen schräg übereinander angeordnet sind und in einem gemeinsamen zur Einschlagstelle führenden Rollkanal münden, dadurch gekennzeichnet, daß jede der Verschlußklappen durch ein Zugmittel (n) mit einem Anschlaghebel (m) in Verbindung steht und die Anschlaghebel derart auf einem Kreise um einen umlaufenden, absatzweise geschalteten Nocken (l) angeordnet sind, daß der bei jedem Spulenwechsel um eine Teilung geschaltete Kokken auf den in seiner Drehrichtung nächstfolgenden Anschlaghebel zur Einwirkung gelangt, so daß dieser die mit ihm gekuppelte Verschlußklappe (b) einer Spulenreihe zwecks Freigabe der von ihr gehaltenen Spule ausschwenkt. z. Spulenauswechselvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der umlaufende Nocken (Z) finit einem Klinkenschaltrade (k) in Verbindung steht, welches durch eine Schaltklinke (i) absatzweise um eine Teilung weitergeschaltet w;rd, wobei die Klinke ihren Antrieb-von dem Einschlaghaminer (f) erhält. 3. Spulenauswechselvorrichtung nach den Ansprüchen i und a, dadurch gekennzeichnet, daß der umlaufende Nocken auf den von ihm gesteuerten Anschlaghebel bis zum nächsten Spulenwechsel einwirkt, so daß der Anschlaghebel und die mit ihm verbundene Versclilußklappewahrend dieser Zeit in der ausgeschwungenen Stellung verbleiben. Spulenauswechselvorrichtung nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschlußklappen als zweiarmige Hebel ausgebildet sind, deren einer Arm bei der Verdrehung der Verschlußklappe die von ihm gehaltene Spule freigibt, während gleichzeitig der andere Arm die nachfolgende Spule am Herunterfallen hindert. 5. Spulenauswechselv orrichtung nach den Ansprüchen i bis .4, dadurch gekennzeichnet, daß in dein Rollkanal (d) eine einstellbare Schiene (q) vorgesehen ist, welche zwischen der Behälterwand und sich Raum für den Spulenkopf läßt, und däß die fadenfreie Spulenspitze auf einer erhöhten Kröpfung (r) der anderen Behälterwand aufliegt, derart, daß die Spulen ohne Klemmung und Kantung in dem Rollkanal zu der Einschlagstelle rollen können. 6. Spulenauswechselvorrichtung nach den Ansprüchen i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß insbesondere bei Anwendung in Verbindung mit Oberschlagwebstühlen der Spulenbehälter und der Rollkanal derart V-förmig zueinander angeordnet sind, daß der Spulenbehälter unter Freilassung des erforderlichen Raums für den Oberschlagarm sich nach hinten über den Webstuhl bzw. dessen Antrieb erstreckt.
DEM120561D 1932-07-30 1932-07-30 Spulenauswechselvorrichtung fuer Webstuehle mit mehrreihigem Spulenmagazin Expired DE589943C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2418101A (en) * 1943-09-02 1947-03-25 Stuer Joseph Stationary magazine loom
DE1270505B (de) * 1956-10-15 1968-06-12 Draper Corp Automatische Ladevorrichtung fuer Schussspulenauswechselvorrichtungen an Webmaschinen fuer Schussspulen mit einer Fadenreserve

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2418101A (en) * 1943-09-02 1947-03-25 Stuer Joseph Stationary magazine loom
DE1270505B (de) * 1956-10-15 1968-06-12 Draper Corp Automatische Ladevorrichtung fuer Schussspulenauswechselvorrichtungen an Webmaschinen fuer Schussspulen mit einer Fadenreserve

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