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Österreichische
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(ENGLAND).
Vorrichtung zum Nachfüllen der Schützen für Webs, tühle mit Revolverschützenkasten.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Vorrichtung zum Nachfüllen der Schützen für Webstühle mit Revolverschützenkasten während der Arbeit, d. h. ohne den Stuhl zum Zweck des Einlegens neuer Schützen in den Revolver ausrücken zu müssen.
Das Nachfüllen geschieht aus einem an der Lade angebrachten Schützenmagazin mittels eines unterhalb des Schützenmagazins schwingenden Zubringers, welcher sich auf die Lade zu bewegt und von welchem die Schiltzen mittels an den Revolverkastenzellen angebrachter Groifervorrichtungen abgenommen werden, während gleichzeitig die leeren Schützen aus dem Revolver unter Vermittlung des Zubringers ausgeworfen werden. Die Regulierung des Nachfüllens der Schützen kann durch die Anzahl der Schüsse bestimmt werden, welche mit der ersten Spule eingetragen werden, wobei auf jeder vollen Spule bei gleichem Fadenmaterial auch dieselbe Fadenlänge sich befindet.
Man kann die Schützennachfiill- vorrichtung auch mittels eines der bekannten Schusswächter betätigen, wobei unter Ver-
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4 und 5 verdeutlichen die Anbringung der zum Abnehmen des Schützens von dem Zu- bringer dienenden Greifer, Fig. 6 ist eine Seitenansicht des Schützenkastens, Fig. 7 ist ein Querschnitt durch denselben, Fig 8 und 9 sind Ansichten der in Verbindung mit den Greifern angewandten und gleichzeitig die Drehung des Revolvers regelnden Schützen- kastenklappe. Fig. 10 ist (ine Seitenansicht des Schützenbehälters (Magazins) und des oberen Teiels des Zubringers.
Fig. 11 ist eine Hinteransicht der in Fig. 10 dargestellten
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Zubringer während der Zuführung eines Schützens. Fig. 13 zeigt das für die Regelung des Nachfüllens der Schützen in einer Ausführungsform angewandte Zahnrad.
Auf einer Seite des Stuhles befindet sich oberhalb des Revolverschützenkastens 2
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schwingender Zubringer 6, welcher auf der Achse 7 der I. adenstelze drehbar angebracht ist und durch Exzenter oder Kurvcnscheibcn ss seine Bewegung erhält. Die Kurvenscheibo. 9 besitzt einen konzentrischen Teil, so dass der Zubringer 6, nachdem er in die richtige Lage gebracht worden ist, um einen Schützen in die vordere Zelle 20 des Revolvers einzuführen, stehen bleibt, bis der Schützen eingelegt ist. Der Zubringer 6, 84 gelangt in die zum Einlegen des Schützens dienende Stellung, unmittelbar bevor beim Vorschwingen der
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den Schützen zum Abnehmen mittels der noch zu beschreibenden Greifervorrichtung bereit hält.
Beim Vorschwingen der Lade 8 tritt die obere Wand der vorderen Zelle 20 über und der untere Teil der betreffenden Revolverzelle unter den bereit gehaltenen, auf den Federbolzen 5 aufruhenden Schützen, der alsdann durch die Greifer 21, 22 (Fig. 3-7)
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des Tragarmes 84 des Zubringers nnd strebt die nach innen gerichtete Bewegung des Zubringers 6 zu verzögern, um eine ruhige und gleichmässige Bewegung zu erhalten.
Aus der vorderen Seite des Zubringers 6 ragen zwei Federbolzon 5 heraus, auf denen der zuzuführende Schützen ruht Diese Bolzen können unter dem Schützen weg in den Zubringer 6 hineingedrückt worden, sobald ihre Enden von der Unterseite der Re- volverzellenwand getroffen werden. Wenn die Berührung derselben mit der Zuführung- Vorrichtung aufgehoben wird, springen die genannten Bolzen in ihre Ruhelage zurück und sind dann bereit, den untersten Schützen des Magazins 4 aufzunehmen, sobald der Zubringer unter denselben zurückgeht. Bei der Rückbewegung des Zubringers 6 werden die . Bolzen 5 mit Sicherheit wieder dadurch in ihre Ruhelage gebracht, dass ihre hinteren Enden mit der festen Stange 17 in Berührung kommen (Fig. 1).
Die Bolzen 5 sind zweckmässig im Querschnitt rund und werden in dem Zubringer in Bohrungen 18 geführt (Fig. 10 und 11). Diese Bohrungen sind rechtwinklig zur Rückwand des Magazins 4 ausgeführt, um sicher zu sein, dass die Schützen in der richtigen Lage auf die Bolzen 5 gelangen. Die Federung der Bolzen 5 wird durch um dieselben zwischen dem Rande 29 derselben und dem festen Tl des Zubringers angebrachte Federn 28 bewirkt (Fig. 1,
10 und 12).
Die Greifervorrichtung, welche an den Revolerschützenkastenzellen angebracht ist und die Aufgabe hat, den Schützen von dem federnden Bolzen 5 abzunehmen, besteht zunächst aus einer Greifer-oder Halteschieno 22, welche mit Bezug auf den in der Arbeits- stellung befindlichen Schützenkasten oberhalb der Rückwand eines jeden Schützenkastens angeordnet ist und den in der betreffenden Zelle liegenden Schützen festhält (Fig. 7 und 12). Die Halteschiene 22 ist, wie Fig. 3 und 6 zeigen, an der auf der Schützen- kastenwand angeordneten festen Schiene 21 unter Vermittlung von Führungen 23 und
Schrauben 24, welche durch Schlitze 25 der Schiene 22 hindurchtreten, geführt.
Die
Schiene 22 wird in ihrer Ruhelage durch zwei Federn 26 gehalten (Fig. 5), welche zwischen den Rücken der an der Schiene 22 angebrachten Abschrägungen 27 und den
Lappen 37 der festen Schiene 21 angeordnet sind. Die Schiene 22 wird nach oben ge- schoben, wenn die an ihr angeordneten Abschrägungen 27 mit dem zuzuführenden Schützen in berührung kommen ; beim weiteren Vorgehen der Lade gleitet die Schiene 22 über die
Oberseite des Schützens hinweg, bis sie die vordere Kante desselben erreicht, worauf sie herabfällt und den Schützen einschliesst und sicher festhält. Jede Schützenkastenzelle ist mit einer Schützeukastenzunge 40 versehen (Fig. 7 und 8), an welcher ein Ansatz 41 angeordnet ist, der mit dem Fühlhebel 42 in Eingriff kommt, sobald eine Schützenkasten- zolle in die obere Stellung bewegt wird.
Die Schützenkastenzunge wird durch eine an ihrem über den Drehpunkt hinaus verlängerten Ansatz 44 angeordnete Feder 46 gegen den Schützen angepresst erhalten und da das Gewicht des Schützens der Wirkung der Feder 46 in dem hinteren Kasten entgegen-
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Aussenseite der Schützenkastenzunge der unteren Zelle legt. Während der Zuführung des vollen Schützens ruht die Greiferschiene 22 (Fig. H) mit einem mittleren Ansatz 48 auf dem Ansatz 49 der Zunge 40 auf und wird letztere beim Anheben der Schiene 22 etwas herausgedrückt. um ihren Druck gegen den Schützen aufzuheben und somit dem Schützen zu gestatten, mit Leichtigkeit in die Zelle einzutreten.
Das Magazin 4 (Fig. 10) ist unten offen und wird durch die federnden Bolzen 5 des Zubringers geschlossen gehalten, auf welchen der volle in den Revolver einzuführende Schützen aufruht. An dem oberen Ende des Zubringers ist ferner ein seitliches Auflager 56 befestigt, dessen oberer Teil nach einem vom Schwingungsmittelpunkt der Lade und des Zubringers aus geschlagenen Bogen gekrümmt ist. Diese Auflagerfläche 56 dient dazu, um während des Einstellens des vollen Schützens die darüber liegenden Schützen so lange zurückzuhalten, bis sie nach dem Entfernen des vollen Schützens 3 auf die Bolzen 5 heruntergleiten können.
Der obere Teil des Auflagers 56 liegt unterhalb des oberen Teiles des Schützens, welcher auf dem
Bolzen 5 ruht, so dass das Auflager unmittelbar unter den zunächst liegenden oberen
Schützen bei der Einführung des vollen Schützens eintreten kann. Beim Zurückschwingen des Zubringers wird dem Schützenstapel das Auflager 56 entzogen und die Schützen gleiten im Magazin allmählich herab, bis der unterste auf den federnden Bolzen 5 aufliegt.
Das Magazin 4 ist auf beidon Seiten mit einer Nut 38 versehen, die zur Führung der Schützenspitzen dient. Diese Nuten sind etwas tiefer, als die Länge der Schützenspitzen beträgt, so dass die Spitzen sich nicht an den Seiten des Magazins klemmen können. Um die Schützen in richtiger Stellung im Magazin zu halten, ist auf der vorderen, dem Gewebe zugekehrten Seite des Schützenmagazins 4 die Deckplatte 39 befestigt (Fig. 11), welche
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enden der einzelnen Schütxonspulen zu gestatten. Diese Platte ist so angebracht, dass sie gerade den oberen Rand des auf den Bolzen 5 liegenden Schützen freigibt, so dass sie,
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richtige Stellung auf den Bolzen 5 gelangen lässt.
Die Schützenspitzenführungen 88 münden Zweckmässig um ein der Entfernung der Schützenspitzen von der oberen Fläche der Schützen entsprechendes Stück unterhalb des Randes der Platte 39 und wirken daher bis zum tiefsten Punkte als Führungen. Die mittlere Führung 45 reicht zweckmässig bis unter den oberen Teil des schwingenden Zubringers 6, dessen vorderer Teil in der Mitte bei 86 ausgeschnitten ist, um diesen Ansatz freizugeben und den Schützen in die richtige Lage auf den Bolzen 5 zu bringen. Auf dem Zubringer sind Führungen 43 für die Spitzen des einzulegenden vollen Schützens angeordnet, welche denselben auf den federnden Bolzen festhalten, bis der Schützen von den Greifern des Revolvers erfasst wird.
Es ist ferner die Einrichtung getroffen, dass beim Einlegen des vollen Schützens gleichzeitig der leere Schützen ausgeworfen wird, was dadurch geschieht, dass die Haltevorrichtung der den leeren Schützen enthaltenden nach unten gerichteten Zelle von dem Zubringer geöffnet wird. Zu diesem Zweck ist der Zubringer mit federnden Puffern 35 verschon, welche bei seinem Ausschwingen auf die Ansätze 34 der scherenförmig auf einem Zapfen 31 der festen Schiene 21 drehbar angebrachten und mit ihren freien Enden zwischen Stifte 32 der verstellbaren Schiene 22 fassenden Hebel 80 auftreffen können, wodurch diese Hebel gedreht und die Schiene 22 angehoben wird. Gleichzeitig wird dabei die Schützenkastenzunge 40 ? zurückgedrückt, so dass der in der betreffenden Kastenzelle befindliche Schützen frei herausfallen kann.
Die leeren Schützen fallen auf das bei 51 am Zubringer angelenkte und im unteren Teil des Rahmens 52 des Revolvers geführte schräge Brett 50, welches sich mit dem Zubringer hin und her bewegt, so dass der auf dem Brett befindliche leere Schützen beim Einwärtsschwingen des Zubringers infolge der dadurch bewirkten
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Die Enden der am Magazin 4 befindlichen Schnssspulen sind um den am Stahlrahmen befestigten Bolzen 92 gewickelt. Das heraushängende Ende des untersten nachzufüllenden Schützens legt sich auf den am unteren Ende des Magazins 4 befindlichen Fadenführer 54, unter welchen der an der Lade angebrachte Fadenführer 55 beim Vorscbwingen der Lade treten kann.
Der Halter 55 befindet sich stets zu der Zeit unter dem Stift 54, sobald der zu unterst liegende Schützen in den Revolver eingelegt wird ; folglich liegt jedes Spulenende auf dem Haken 55, sobald der Schützen, welcher die betreffende Spule enthält, in den Schützenkasten eingetreten ist, und es wird auf dem Haken so lange zurückgehalten, bis sich der Kasten dreht und der Schützen in die Stellung zum Weben gelangt. Auf diese Weise wird der Schützen übertragen, ohne das Garn, welches an den Stift 92 angeknüpft ist, zu schädigen, und das Fadenende wird dadurch, dass es an dem Stift befestigt ist, daran gehindert, dem Schüt/en in das Gewehe zu folgen, anstatt von der Spule abgewickelt 1. werden. Es wird dadurch das Abschneiden des Schussfadenendes erleichtert.
Das Abschneiden geschieht während der Drehung des Revolvers durch Zusammenwirken der an jeder Schützonkastonzelle angebrachten Schneidkante 57 mit der schiefen Schneide 58 des an der Lade festsitzenden Messers 59. Das Abschneiden erfolgt, wenn die Schussspule ganz oder nahezu ahgelal1fen ist, während der auf das Einlegen eines neuen Schützens folgenden Drehung des Revolvers. Dabei ist das Fadenende des abgelaufene und demnächst auszuwerfenden Schützens straff gezogen und kann daher zwischen den Schneidkanten leicht abgeschnitten worden und es wird durch diese Einrichtung ferner verhindert, dass das fast dicht an der Warenkante abgeschnittene Ende von dem nachfolgenden Schuss in die Ware hineingezogen wird.
Die Betätigung des Schlitzenmagazins kann gegebenenfalls unter Vermittlung einer Karte, die in geeigneter Weise mit der Betätigungsvorrichtung für den Revolver kombiniert ist, in einem gewünschten Zeitpunkt oder auch durch Vermittlung eines Schusswächters bekannter Art, einer Schl1ssgabel oder dgl. erfolgen.
Diese Einrichtungen, welche an sich keinen Teil der Erfindung bilden, wirken auf einen bei 71 am Stuhlrahmen angelenkten Uehel 70, welcher mit einem Ende auf einer Rollenkarte aufliegen kann oder in beliebig anderer Weise sich betätigen lässt, während das andere freie Hebelende auf eine unter Federwirkung stehende Klinke 73 einwirkt, die sich in einem Schlitz 73 des Hebels 74 bewegt, welch letzterer bei jeder Stubltour von dem Exzenter 75 gehoben wird. Bei der Betätigung des Hebels 70 wird die Klinke 72 derart verstellt, dass sie beim Heben des
Hebels 74 von diesem mitgenommen wird.
Die Klinke 72 ist mit dem Zubringer 6 durch den auf der Welle 78 drehbar gelagerten Hebel 76 verbunden, an welchem die in ihrer
Länge verstellbare Verbindungsstange 80 angelenkt ist, deren freies Ende bei 79 an den Ansätzen 82 des den Zubringer tragenden Hebels 84 drehbar befestigt ist.
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Während der Betätigung der Schützennachfüllvorrichtung kann man beispielsweise die Schützenauswehsetyorrichtung dadurch ausschalten, dass man das Schaltrad des ge- wöhnlich zur Drehung des Revolvers und zum Einstellen des arbeitenden Schützen dienenden Kartenzylinders mit einer doppetton Zahntücke, ahnlich der Darstellung Fig. 13, versieht und es so einrichtet, dass, während die Schaltklinke des zur Drehung des Revolvers bestimmte rtenzy1inders auf diese einen fehlenden Zahn aufweisende Stelle gelangt, ein anderer Kartenzylinder oder eine sonstige Vorrichtung betätigt wird, welche das Anheben des Hebels 70 bewirkt.
Beispielsweise kann dies dadurch geschehen, dass man auf die Zylinderwelle 60 zwei Schalt räder 100 und 102 aufsetzt. von welchen das an eienr Stelle eine doppelte Zahnlücke aufweisende Zahnrad 100 von der zugehörigen Schaltklinke 103 in gewöhnlicher Weise betätigt wird, während das im übrigen gleiche Verzahnung aufweisende, aber durchweg gleiche Zahnabstände zeigende Schaltrad 102 von seiner Schaltklinke 101 nur zu bestimmten Zeiten, d. h., wenn der Hebel 70 betätigt werden soll, gedreht wird.
Die Schaltklinke 101 legt sich mit ihrem oberen Ende gegen einen Ansatz 105 einer in Gleitführungen 107 beweglichen Zahnstange, die durch eine Feder 109 gegen das
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Anziehen der Schnur kommt die Schaltklinke 101 mit ihrem Zahnrad 1 () 2 in Eingriff und bewirkt die Drehung des zugehörigen Schaltrades 102 und die dadurch erfolgende Betätigung des Schützfnmagazins.
Andererseits kann diese Einrichtung auch dazu benutzt werden, um in ein mehrfarbiges Gewebe eine grosse Anzahl von Schüssen derselben Farbe unter Benutzung von nur einer Karte einzuschiessen. Sobald nämlich die Zahnklinke 103 auf die doppelte Zahnlücke gelangt, hö'rt der Schutzenwechsel auf und es bedarf zum Weiterschalten des Zylinders der Betätigung der Schnur 11 (), welche unter Vermittlung des Schaltrades 102 den Zylinder weiter schalten kann, PATENT-ANSPRÜCHE :
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Vorrichtung zum Nachfüllen der Schützen für Webstühle mit Revolverschützon- kasten, dadurch gekennzeichnet, dass jede Schütze@kastenzelle des Revolvers mit greiferartigen verschiebbaren Führungen (22, 27) versehen ist, welche mit einer Schützenkastenzunge (40) in Verbindung stehen und bei dem in geeigneter Weise bewirkten Ausschwingen eines sich gegen die Lade zu bewegenden Zubringers (6, 84) über den auf federnden Auflagern (5) des Zubringers aufruhenden vollen Schützen herübergreifen und denselben in die leere Schützenkastenzelle hineinziehen,
während die den leeren Schützen enthaltende Kastenzelle durch gleichzeitiges Zurückdrückcn der Greifer unter Vermittlung von am Zu- bringer angebrachton federnden Ansätzen oder Puffern (35) geöffnet wird und den leeren Schützen austreten lässt.