DE804786C - Webstuhl mit selbsttaetiger Schuetzenauswechslung - Google Patents

Webstuhl mit selbsttaetiger Schuetzenauswechslung

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DE804786C
DE804786C DEB277A DEB0000277A DE804786C DE 804786 C DE804786 C DE 804786C DE B277 A DEB277 A DE B277A DE B0000277 A DEB0000277 A DE B0000277A DE 804786 C DE804786 C DE 804786C
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shooters
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shooter
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Emile Achille Butin
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D45/00Looms with automatic weft replenishment
    • D03D45/34Shuttle changing
    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D43/00Looms with change-boxes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

  • Webstuhl mit selbsttätiger Schützenauswechslung Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Zuführung der Reserveschützen bei Webstühlen mit einer Vorrichtung zur selbsttätigen Auswechslung der leergelaufenen Schützen, wobei diese Zuführungsart insbesondere, wenn auch nicht ausschließlich, für Webstühle mit Schützenauswechselvorrichtungen verwendbar ist, bei welchen der Kasten im Augenblick eines Wechsels von der Lade während anderthalb Umdrehungen der Kurbelwelle entkuppelt und während dieser ganzen Zeit in seiner hinteren Stellung unter einem Magazin stillgesetzt wird, welches die Reserveschützen enthält, während die Lade allein ihre Bewegung fortsetzt.
  • Diese Zuführungsart ist wesentlich dadurch gekennzeichnet, daß während des Wechsels der volle Schützen, der in den Kasten der Lade eingebracht werden soll und von dem Magazin oder einem der Magazine kommt, welche die Reserveschützen enthalten, durch ein schwenkbares Gestell an Ort und Stelle gebracht wird, welches einen Kreisbogen von etwa 9o- beschreibt.
  • Gemäß einem weiteren Kennzeichen der Erfindung sind die in dem Magazin oder in den Magazinen enthaltenen Schützen in diesen auf der Seite liegend übereinander angeordnet, d. h. sie liegen auf ihrer Seitenwand, wobei der Boden oder ihre Sohle nach der Vorderseite des Webstuhls zu dem Weber hin gerichtet ist. Die Drehung um go°, welche diese Schützen bei ihrem Einsetzen erleiden, läßt sie dann in der richtigen Stellung in den Schützenkasten des Webstuhls gelangen, wobei ihr Boden oder ihre Sohle mit der Schwelle der Lade zusammenfällt.
  • Die Erfindung betrifft ferner bei einem Webstuhl. welcher die gleichzeitige Verwendung verschiedener Schützen gestattet, eine derartige Anordnung der Magazine der Reserveschützen, daß diese hintereinander und sternförmig auf den Halbmessern eines Kreises angeordnet sind, dessen Mittelpunkt die Schwenkachse des erwähnten Zuführungsgestells ist.
  • Die Erfindung sieht ferner eine Verteilungsvorrichtung für jedes Magazin vor, welche die Schützen im gewünschten Augenblick einzeln austreten läßt und sie verhindert, sich aufeinanderzulegen, sondern, im Gegenteil, einen gewissen Abstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden Schützen aufrechterhält, um die Einklemmung ihres Schußfadens zwischen ihnen zu verhindern.
  • Die schematische Zeichnung zeigt beispielshalber eine Ausführungsform der Erfindung für einen Webstuhl, welcher für die Verwendung von zwei voneinander unabhängigen Schützen ausgebildet und mit einem System zur selbsttätigen Schützenauswechslung versehen ist.
  • Fig. i ist eine Gesamtansicht von der Seite eines Webstuhls, der mit einem solchen Zuführungssystem versehen und in der Stellung der Ablage eines Schützens in dem sich öffnenden Kasten dargestellt ist.
  • Fig. 2 zeigt schaubildlich die Gesamtanordnung des Mechanismus, wobei die beiden Magazine leer sind.
  • Fig. 3 zeigt schaubildlich einen der Verteilungsknaggen.
  • Fig. 4 zeigt in größerem Maßstab eine Einzelheit des Systems zur Verteilung der Schützen, und zwar im Schnitt längs der Linie 4-4 der Fig. 5.
  • Fig. 5 ist eine Innenansicht eines der Magazine im Schnitt längs der Linie 5-5 der Fig. 4.
  • Fig. 6 ist ein Grundriß im Schnitt längs der Linie 6-6 der Fig. 5.
  • Fig. 7 und 8 sind zwei den Ansichten der Fig. 5 bzw. 6 entsprechende Ansichten im Augenblick der Freigabe des unteren Schützens, der sich in der Wartestellung befand.
  • Fig. 9 und io sind ebenfalls zwei den Ansichten der Fig. 5 und 6 ähnliche Ansichten, jedoch für den Augenblick, wo ein Schützen im Begriff ist, die Wartestellung einzunehmen.
  • Fig. i i ist eine der Fig. 5 ähnliche Ansicht für den Augenblick, wo der obenliegende Schützen um eine Stufe abwärts geht.
  • Fig. 12 zeigt schaubildlich eine Abwandlung des Zuführungssystems.
  • Fig. 13 zeigt eine weitere Abwandlung.
  • Die Zeichnung stellt den Fall eines Webstuhls mit zwei voneinander unabhängigen Schützen dar, es ist jedoch wohlverstanden, daß die gleiche Anordnung entweder für einen Webstuhl mit einem einzigen Schützen oder für einen Webstuhl mit mehr als zwei Schützen verwendet werden kann.
  • Die beiden Magazine ja und ib sind an einem Rahmen 4 befestigt, der auf der einen Seite von dem Gestell 5 des Webstuhls und auf der anderen Seite von einem am Boden befestigten Ständer getragen wird. Sie liegen oberhalb und hinter dem Teil 6 des Apparates mit dem sich öffnenden Kasten 3, welcher den alten Kasten der Lade ersetzt. Jedes dieser Magazine wird durch zwei U-förmige Rinnen i i (Fig. 2) gebildet, deren offene Seiten sich gegenüberliegen.
  • Diese Rinnen werden durch zwei parallele Streifen 7 gebildet, und die Schützen sind in diese Rinnen eingeführt, welche hinreichend tief sind, um die Schützen zu führen und sie mit ihren unteren und oberen flachen Seiten aufliegen zu lassen, damit sie sich nicht um sich selbst drehen können.
  • In jeder der beiden Rinnen des Magazins ja befindet sich eine Wählerstange 8a, die in Lagern 9 frei drehbar ist. Die beiden Wählerstangen 8a des gleichen Magazins sind miteinander durch eine Stange ioa verbunden. Diese Anordnung ist durch eine Stange 12a mit einem Hebel 13a verbunden, der frei auf einer an dem Rahmen der Magazine befestigten Welle 14 drehbar ist. Das gleiche ist bei dem zweiten Magazin 1b sowie gegebenenfalls bei jedem weiteren Magazin der Fall. Dieses Magazin ib weist in der Tat das gleiche Steuersystem 8b, ,ob, 12b und 13b auf.
  • Am Oberteil des Gestells 5 des Webstuhls ist ein Halter 15 befestigt, in welchem sich eine Welle 16 drehen kann, welche durch die auf der Zeichnung nicht dargestellte Vorrichtung des Webstuhls zur Steuerung der Bewegung der Kästen betätigt wird. Auf dieser Welle ist ein Arm 17 befestigt, der so mit der Welle 16 schwenkt und der Bewegung der Kästen folgt und so entweder dem Hebel 13a oder dem Hebel 13b gegenüber zu liegen kommen kann. An diesem Arm 17, der einen Wähler bildet, ist bei 18 ein Finger i9 gelenkig befestigt, welcher durch ein Kabel 2o betätigt wird, welches in einer biegsamen Hülle 21 untergebracht ist, für welche der Arm 17 einen Anschlag bildet.
  • Auf die Wählerstangen 8a und 8b der Magazine ja und ib sind lose drehbar in den Rinnen i i liegende Knaggen 22, 22', 22" aufgesetzt. Diese Knaggen suchen sich unter der Einwirkung von individuellen Federn 23 in der Richtung des Pfeils x (Fig. 6) zu drehen. Ihre Zahl ist um eins kleiner als die Zahl von Schützen, welche jedes Magazin enthalten kann.
  • Diese Knaggen sind auf ihrer innen gelegenen Seite mit einer schrägen Rille 24 versehen. Die auf der gleichen Höhe liegenden und sich in den beiden Rinnen i i eines jeden Magazins gegenüberstehenden Knaggen haben einen solchen Abstand voneinander, daß die Schützen 25, 25', 25" mit ihren Spitzen 26 auf der vollen oberen Fläche 27 dieser Knaggen ruhen, wenn diese obere volle Fläche diesen Spitzen gegenüberliegt, während diese Spitzen vorbeigelassen werden, wodurch die Schützen freigegeben werden, wenn sich die Mündung ihres Schlitzes 24 an der Stelle der Spitzen der Schützen befindet.
  • Unter dem unteren Knaggen 22 ist eine Zunge 28 angebracht, die mit der Wählerstange 8 (Fig. 4) der Rinnen eines jeden Magazins fest verbunden ist. Ein auf derselben Welle 8 befestigter Finger 29 befindet sich auf der Höhe des untersten Knaggens 22.
  • Die Magazine ja und ib und gegebenenfalls das dritte und vierte Magazin liegen hintereinander, und ihre Axialebenen gehen alle durch die Achse der Welle 3c. Bei einer ersten Ausführungsform sind zwei Arme 32 starr mit dieser Welle 31 verbunden. Zwei andere Arme 33, die auf dieser Welle frei drehbar sind, sind mit den Armen 32 durch Zugfedern 34 verbunden. In der Ruhestellung liegt die Ebene der arme 32 hinter der Ebene des rückwärtigen Teils des am weitesten nach hinten liegenden Magazins (i6 auf Fig. 2), während die beiden Arme 33 vor dem Magazin c° (Fig. 2), welches am weitesten vorn liegt. dadurch zurückgehalten werden, daß sie gegen die Kante von zwei Winkeleisen 35 anstoßen, welche mit dem Rahmen .4 durch Halter 36 verbunden sind und einen Boden bilden, dessen obere Gleitfläclfe ein Teil einer Zvlinderfläche ist, deren Achse mit der Achse der Welle 31 zusammenfällt.
  • Das Ende eines jeden dieser Arme 33 weist einen umklappbaren Teil 33' auf, der mit dem Arm 33 durch Lenker 37 verbunden ist, welche ein verformbares Parallelogramm bilden.
  • Dieser Boden ist mit an ihm bei 39 gelenkig befestigten Fingern 38 versehen. Diese Finger sind der Einwirkung von nicht dargestellten Federn und Anschlägen unterworfen, welche sie normalerweise in der lotrechten Stellung halten, aber ihnen gestatten, nach vorn zu kippen und sich gegen den Boden 35 zu legen und so beiseite zu treten.
  • Die Welle 31 ist in von dem Rahmen 4 getragenen Lagern 4o gelagert und am Ende mit einem Arm 42 versehen, der ihre Betätigung mittels einer Stange 43 (Fig. i) gestattet, und zwar Tiber einen um eine Achse 45 schwenkbaren Hebel 44, eine andere Stange 46 und einen unf eine Achse 48 schwenkbaren Hebel -17, der selbst durch einen auf einer Welle 5o befestigten Nocken 49 gesteuert wird.
  • Das mit dem Finger ic) des Wählers verbundene Kabel 20, dessen Hülle 2 1 gegen einen festen Anschlag 52 stößt, wird durch einen Auslösehebel 53 betätigt. welcher um eine feste Achse 54 schwenkbar ist und selbst durch einen atif der Welle 5o befestigten Nocken 55 gesteuert wird.
  • Diese Welle 5o wird in Umdrehung versetzt, wenn (las Auslaufen des Schußfadens des in Betrieb befindlichen Schützens die Auslösung der selbsttätigen Auswechselvorrichtung bewirkt hat, welche auf der -Zeichnung nicht dargestellt und selbst nicht geschrieben ist. da sie keinen Teil der vorliegenden Erfindung bildet.
  • Die Schützen 25. 25'. 25" sind in den Rinnen 11 der beiden Magazine in der auf Fig. ,4 und 5 gezeigten Weise angeordnet, d. h. sie liegen auf der Seite. wobei ihr Boden zu dem Weber hin gerichtet ist. Sie nehmen also eine tim 9o° gegen ihre normale Arbeitsstellung verschobene Stellung ein. jeder Schützen ruht tnit seiner Spitze 26 auf der Oberseite 27 der Kriaggen 22, 22', 22", und die Höhenstaffelung (fieser Knaggen ist so bemessen, daß ein gewisser freier Raum s6 zwischen zwei benachharten Schützen entsteht, so daß die von den Kötzern 58 kommenden und durch die 59 der Schützen austretenden Schußfäden 57 in diesem Raum Freiliegen.
  • Der untere Schützen 23 ruht auf der Zunge 28. Der darüberliegende Schützen 25' ruht auf der Oberseite 27 des Knaggens 22. während der Schützen 25" auf dem Knaggen 22' ruht, usw. Diese Knaggen -,werden alle in der Mittelachse der Rinne gehalten, da sie nicht unter der Wirkung ihrer Feder 23 nach links (Richtung des Pfeiles x) schwenken können, da sie hieran durch die Spitze 26 des Schützens verhindert sind, welche in ihre Rille 24 eintritt (Fig. .4, 5, 6).
  • Während des Arbeitens des Webstuhls folgt der Wähler 17-i9 beständig der Bewegung der Kästen und erfährt bei jedem Wechsel eine Aufwärts- oder Al)wärtsl)ewegung, um sich dem Hebel 13° oder 136 gegenüberzustellen, welcher mit dem Magazin 1° oder i6 verbunden ist, welches dem wirksam werdenden Kasten entspricht.
  • Unter diesen Umständen und wenn sich der `Wähler 17-19 z. B. dem Hebel 13° gegenüberbefindet, wie auf Fig. 2 gezeigt, erfolgt nichts, solange der Kötzer des Schützens, der in dem Fach abwechselnd hin und her geht, nicht leergelaufen ist. Die Vorrichtung wird nur wirksam, wenn dieses Auslaufen von der selbsttätigen Schützenaus-#,vechselvorrichtung des Webstuhls festgestellt wird. Dann muß einer der vollen Schützen des -fagazins i° entnommen und in den sich öffnenden Kasten 3 gebracht werden, wobei der leere Schützen in den Blindkasten 6o entleert wird.
  • Diese Vorgänge verlaufen folgendermaßen: Die Welle 5o beginnt sich zu drehen, wodurch zunächst der Nocken 55 auf den Hebel 53 einwirkt, welcher schwenkt und einen Zug auf das Kabel 20 ausübt. Hierdurch wird der Finger ig des Wählers mitgenommen. Er schwenkt um sein Gelenk 18 und drückt auf den Hebel 13°, dem er gegenübersteht. Das Gestänge 12a und 1o° bewirkt dann die Drehung der Wählerstangen 8° des -lagazitts c° in der Richtung des Pfeiles Y (Fig. 6). hierdurch verstellt sich die Zunge 28 so, daß sie die auf Fig. 8 dargestellte Stellung einnimmt, wodurch der unterste Schützen 25 freigegeben wird (Fig. 7 und 8). Vorläufig erfolgt nichts anderes in (lern Magazin 1°, denn ol)wohl er durch den Schützen freiegeben wurde, kann sich der Knaggen 22 Flicht' in der Richtung des Pfeiles x unter der Einwirkung seiner Feder 23 drehen, da sich ja gleichzeitig der Anschlagfinger 29 gegen diesen Knaggen gelegt hat und sich dieser Drehung widersetzt. Wenn dies nicht der Fall wäre, würde der Schützen 25' ebenfalls befreit werden und vorzeitig lferausfallen.
  • Sobald der Schlitzen 25 das Magazin verlassen hat. hört der Nocken 55 auf. auf den Hebel 53 einzuwirken, so daß gleichzeitig der Finger i9 des Wählers aufhört, auf den Hebel t3° einzuwirken. Die Wählerstangen 8° des -Magazins i° drehen sich in entgegengesetzter Richtung, um an ihre Ausgangsstellung zurückzukehren (Fig.9 und f o). Die Zunge 28 einer jeden Rinne stellt sich wieder in die Achse ein, während der Anschlagfinger 29 zurückweicht, was dem Knaggen 22 gestattet, unter der E inNvirkung seiner Feder 23' zu sch-,venken, wodurch seine Oberseite unter der Spitze des Schützeifs 25' zurückgezogen wird. Dieser Schützen 25' ist so freigegeben, und seine Spitze tritt in die schräge Rille 24 dieses Knaggens 22 ein und legt sich, da sie durch die Flanken 7 der Rinne i i geführt wird, auf die Zunge 28, wobei sie bei dem Fall den Knaggen 22 in die Anfangsstellung zurückführt, und zwar durch den auf die schräge Fläche 24' der schrägen Rille 24 ausgeübten Druck (Fig. i i).
  • Gleichzeitig ist der Knaggen 22' durch die Abwärtsbewegung des Schützens 25' freigegeben worden und schwenkt unter der Einwirkung seiner Feder (Fig. i i), wodurch seinerseits der Schützen 25" freigegeben wird, welcher herabfällt und den vorher von dem Schützen 25' eingenommenen Platz einnimmt, wobei er den Knaggen 22' in die Anfangsstellung zurückführt. Auf diese Weise bewegen sich alle Schützen um eine Stellung abwärts.
  • Der auf die oben beschriebene Weise befreite Schützen 25 fällt -auf den Boden 35, wobei er während dieses Falls durch die Finger 38 geführt wird, welche seine seitliche Lage, welche er in dem Magazin hatte, aufrechterhalten.
  • Da die Welle 50 ihre Drehbewegung fortgesetzt hat, hebt der Nocken 49 den Hebel 47 an, welcher über das Gestänge 46, 44 und 43 den Arm 42 senkt, wodurch die Welle 31 etwa um eine viertel Drehung in der Richtung des Pfeiles gedreht wird (Fig. 2). Die Arme 32 machen diese Bewegung mit und stoßen den Schützen 25 vor sich her, welcher auf dem Boden 35 gleitet und dabei die schwenkbaren Finger 38 beiseite drückt, welche längs des Bodens umklappen. Vor dem Verlassen des Bodens wird der Schützen unter der Einwirkung der Federn 34 zwischen den Armen 32 und 33 wie in einer Zange eingeklemmt. Die Arme 33 werden ihrerseits mitgenommen, und die durch die Arme 32, die Arme 33 und den Schützen 25 gebildete Anordnung wird durch die Welle 31 angetrieben und bewegt sich um sie, bis der Schützen 25 (Stellung der Fig. i) auf dem Boden des sich öffnenden Kastens 3 abgelegt ist. Dieser Kasten schließt sich dann, indem er die Enden 33' der Arme 33, welche diese Schließung behindern könnten, zurückdrückt.
  • Da der Nocken 49 seine Drehung fortgesetzt hat, senkt sich der Hebel 47, während die Lade und der selbsttätige Kasten wieder in die Beischlagstellung zurückkehren. Die Arme 32 gehen wieder in die Höhe, wobei die Arme 33 ihrer Rückführungsbewegung durch den Zug der Federn 34 folgen. Die Gesamtanordnung kehrt so in die Ausgangsstellung zurück, wobei die Arme 33 unterwegs durch Anschlagen an das Ende der Träger 35 angehalten «-erden, während die Arme 32 unter Spannung der Federn 34 vollständig zurückgehen. Die umklappbaren Finger 38 nehmen ihre Ausgangstellung wieder ein.
  • Eine Abwandlung der Vorrichtung für das An-Ort- und -Stelle-Bringen der Schützen ist auf Fig. 13 dargestellt, wobei für den Ersatz jeder Gruppe von Organen 32, 33 und 33' ein gekröpfter Stahldraht ioo (der den Bügel 33' ersetzt) benutzt wird, der von einem Halter getragen wird, der an einem lose auf der Achse 31 drehbaren Rahmen 68 befestigt ist. Diese Organe ioo aus Stahldraht sind an Muffen io8 befestigt, welche auf den waagerechten Teil des Rahmens 68 geschweißt sind, und in einer zu dieser Achse senkrechten Ebene regelbar.
  • Andererseits trägt ein auf der Welle 31 befestigter Halter ioi zwei Ansätze 102, welche Druckstücke io3 tragen, wobei jeder dieser Ansätze eine Gleitbahn 104 aufweist, welche die Regelung dieser Druckstücke parallel zu der Achse 31 gestattet.
  • Es ist zu bemerken, daß diese beiden oben beschriebenen Regelungen in allen Fällen das richtige Einsetzen des Schützens in den sich öffnenden Kasten 3 gestatten.
  • Schließlich sei noch bemerkt, daß der Hub der beiden Rahmen 68 und ioi bei ihrer Rückwärtsbewegung durch zwei in geeigneter Weise an dem Rahmeng. desMagazins befestigteAnschläge 105 und io6 begrenzt wird. Der Rahmen 68 wird durch eine Feder 34 gegen seinen Anschlag io6 gezogen. Ein von dem Rahmen ioi getragener regelbarer Anschlag i io hält den gewünschten Abstand zwischen den beiden Rahmen ioi und 68 aufrecht.
  • Fig. 12 zeigt eine Ausführungsabwandlung der Beförderungsart des Schützens von dem Punkt seines Falles aus einem der Magazine bis zu seiner Niederlegung bei gleichzeitiger Drehung in dem sich öffnenden Kasten 3. Bei dieser Ausführungsform ist die Ausbildung der Magazine unverändert, und sie weisen dasselbe Knaggensystem und dasselbe System zur Steuerung durch einen Wähler auf.
  • Bei dieser Ausführungsform sind auf der Welle 31, die in derselben Weise wie vorher durch den Arm 42 und die Stange 43 gesteuert wird, zwei miteinander sowie mit einem Arm 63 starr verbundene Arme 62 lose drehbar, wobei der Arm 63 durch eine biegsame Verbindung, z. B. eine Kette 64, mit dem auf der Welle 16 befestigten Hebel 17 des Wählers verbunden ist, welcher durch die Bewegung der Kästen gesteuert wird. Am Ende eines jeden Armes 62 ist bei 65 ein Ansatz 66 gelenkig befestigt, der mit einer gekröpften Verlängerung 67 versehen ist, gegen welche sich ein Bügel 68 legt, der mit der Welle 31 starr verbunden und durch eine Feder 69 mit den auf dieser Welle frei drehbaren Armen 62 verbunden ist.
  • Bei dieser Ausführungsform bilden die Fortsätze 62' der Arme 62 mit den schwenkbaren Fortsätzen 66 zwei Zangen, die sich öffnen können und unmittelbar den Schützen auffangen, der von dem Magazin, unter welches sie gestellt sind (i° oder 1b), kommt. Diese Zangen bewegen sich im Synchronismus mit der Bewegung der Kästen und mit dem Wähler. Sie verstellen sich gleichzeitig mit diesen Kästen und stellen sich so stets unter das dem arbeitenden Schützen entsprechende Magazin. Die Länge der Kette 64 ist nämlich so bemessen, daß, wenn sich der Wähler dem Hebel 13° gegenüber befindet, die Zangen unter dem Magazin i° liegen. Wenn der Wähler durch seine Welle 16 angetrieben und aufwärts bewegt wird, um sich auf die Höhe des Hebels 13b einzustellen, geht die Kette abwärts, und die Zangen weichen zurück, tim sich unter das Magazin ib zu stellen. Wenn der sich in dem Fach bewegende Schützen sich bei der Tastung als leer erweist, wird der Finger i9 des Wählers in der für die Ausführungsform der Fig. i und 2 erläuterten Weise wirksam, der unterste Schützen wird aus dem Magazin befreit und fällt zwischen die Sclletlkel62'-66 der beiden Zangen.
  • Die Welle 3 i \\ i r (l dann, wie vorstehend angegeben. in Umdrehung versetzt. Diese Umdrehung nimmt den mit ihr starr verbundenen Bügel 68 mit. Dieser Bügel druckt dann auf den Fortsatz 67 der Ansätze 66, welche sich in Richtung auf die Ansätze 62' schließen und zwischen sich den Schützen einklemmen, worauf die Schwenkbewegung der Gesamtanordnung andauert, bis der Schützen in dem sich öffnenden Kasten des Webstuhls abgelegt ist. Während dieser Bewegung hat sich die Kette 64 entspannnt.
  • Die Rückkehr der Welle 3 1 und somit des Bügels 68 nach hinten führt die Anordnung mittels der Federn 69 in die Ausggangsstellung zurück.
  • Schließlich, wie es selbstverständlich ist und wie es übrigens bereits aus vorstehendem hervorgeht, ist die Erfindung keineswegs auf die einzigen, oben angegebenen Ausführungsformen beschränkt, sondern umfaßt, im Gegenteil, auch alle Ausführungsabwandlungen.

Claims (4)

  1. PATENTASPRGCHE: i. Webstuhl mit selbsttätiger Schützenauswechslung, dadurch gekennzeichnet, daß im Augenblick des Wechsels der volle Schützen, der in dem Kasten der Lade abgelegt «-erden soll und von dem Magazin oder einem der die Reserveschützen enthaltenden Magazine kommt, durch ein schwenkbares Gestell an Ort und Stelle befördert wird, welches einen Kreisbogen von etwa 9o° beschreibt.
  2. 2. Webstuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in dem 'Magazin oder den \lagazinen (i°, 1b) enthaltenen Reserveschützen in diesen auf der Seite liegend übereinander angeordnet sind, d. 11. daß sie auf ihrer Seitenwand liegen, wobei ihr Boden oder ihre Sohle nach der Vorderseite des Webstuhls und zu dem Weber hin gerichtet ist.
  3. 3. Webstuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem Webstuhl für die gleichzeitige Verwendung mehrerer verschiedener Schützen die Magazine (i°, 1b) der Reserveschützen hintereinander und sternförmig auf den Halbmessern eines Kreises angeordnet sind, dessen Mittelpunkt auf der Schwenkachse (31) des erwähnten Zuführungsgestells liegt.
  4. 4. Webstuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Magazin eine Verteilungsvorrichtung aufweist, welche die Schützen (25, 25', 25") im gewünschten Augenblick einzeln austreten läßt und sie verhindert, sich aufeinanderzulegen, sondern. im Gegenteil, einen gewissen Abstand (56) zwischen zwei aufeinanderfolgenden Schützen aufrechterhält, um die Einklemmung ihres Schußfadens zwischen ihnen zu verhindern.
DEB277A 1948-02-19 1949-10-27 Webstuhl mit selbsttaetiger Schuetzenauswechslung Expired DE804786C (de)

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