DE941680C - Verfahren zur Vorbehandlung von geweichten Pelzfellen fuer die Gerbung - Google Patents
Verfahren zur Vorbehandlung von geweichten Pelzfellen fuer die GerbungInfo
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- DE941680C DE941680C DER14030A DER0014030A DE941680C DE 941680 C DE941680 C DE 941680C DE R14030 A DER14030 A DE R14030A DE R0014030 A DER0014030 A DE R0014030A DE 941680 C DE941680 C DE 941680C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C14—SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
- C14C—CHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
- C14C1/00—Chemical treatment prior to tanning
- C14C1/08—Deliming; Bating; Pickling; Degreasing
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F27—FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
- F27D—DETAILS OR ACCESSORIES OF FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS, IN SO FAR AS THEY ARE OF KINDS OCCURRING IN MORE THAN ONE KIND OF FURNACE
- F27D11/00—Arrangement of elements for electric heating in or on furnaces
- F27D11/06—Induction heating, i.e. in which the material being heated, or its container or elements embodied therein, form the secondary of a transformer
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Description
- Verfahren zur Vorbehandlung von geweichten Pelzfellen für die Gerbung Aus der deutschen Patentschrift 847947 ist bekannt, daß geweichte Pelzfelle mit eiweißspaltenden Enzymen in saurer Lösung in Gegenwart von Neutralsalzen gebeizt werden können. Die Auflockerung der Faserstruktur erfolgt dabei ohne Schädigung oder Lockerung von Haar und Wolle. - Von den eiweißspaltenden Enzymen haben außer Pankreastryptase vor allem Bakterienprotease und Pilztryptase praktische Bedeutung erlangt. In manchen Fällen kann es vorteilhaft sein, Mischungen derartiger Enzyme, z. B. Pilztryptase und Pankreastryptase; zu verwenden.
- Es wurde nun gefunden,, daß sich die Beizwirkung von eiweißspaltenden Enzymen, wie sie gemäß der oben bezeichneten Patentschrift zur Anwendung kommen, durch Zusatz von kohlehydratspaltenden Enzymen, den sogenannten Carbohydrasen, in überraschender Weise verbessern läßt. Die verbesserte Beizwirkung äußert sich vor allem in einer weitergehenden Auflockerung der Faserstruktur des Materials und in einer größeren Weichheit und Zügigkeit der zugerichteten Pelzfelle. Die Anwendung von Carbohydrasen ist demnach besonders angezeigt bei der Behandlung von hartnaturiger und getrockneter Rohware, deren Verarbeitung bisher Schwierigkeiten machte.
- Von besonderem Vorteil ist es, den eiweißspaltenden Enzymen solche Carbohydrasen zuzusetzen, die aus Bakterien oder Schimmelpilzen gewonnen werden.' Solche kohlehydratspaltenden -Enzyme erhält man beispielsweise durch Züchtung von bacillus subtilis auf Getreidemehlmaische, wie dies von L. D. Beckord, Eric Kneen und K. H. Lewis- in »Industrial- and Engineering Chemistry«, 1945, S. 692, ausführlich beschrieben worden ist. -In entsprechender Weise können die im Sinne vorliegender Erfindung zu verwendenden. kohlehydratspaltenden Enzyme auch aus Schimmelpilzen gewonnen werden, wenn man beispielsweise Aspergillus orycae auf Nährböden der in der genannten Arbeit beschriebenen Art züchtet. -Es verdient daräuf hingewiesen zu werden, daß sich auf die genannte Weise ein' Gemisch von Carböhydrasen bildet, das zum überwiegenden Teil aus Amylase besteht. Die Konstitution der übrigen kohlehydrätspaltenden Enzyme, deren Existenz durch ihre Wirksamkeit als sicher nachgewiesen gelten muß, ist im einzelnen noch nicht geklärt.
- Maßgebend für die gemeinsame Verwendung der eiweiß- und kohlehydratspaltenden Enzyme ist ihre Anwendung in saurer Lösung in Gegenwart von Neutralsalzen, also einer sogenannten Pickelbrühe. Man kann die. geweichten Felle in einem Arbeitsgang beizen und Pickeln, d. h. die erfindungsgemäß zu verwendende Enzymkombination dem- sonst für die betreffende. Rohware üblichen Pickel zugeben oder aber die geweichten Felle zunächst mit einer besonderen Brühe dieser Art enzymatisch vorbehandeln und sie anschließend einem der betreffenden Rohware angepaßten Pickel unterwerfen.
- Zum. Ansäuern der Brühe kommen verschiedene Säuren, wie Salzsäure, Schwefelsäure, Ameisensäure, Essigsäure, Milchsäure, Buttersäure, Glycolsäure, Vorlauffettsäuren von der Paraffinoxydation, saure Salze, wie z. B. Natriumbisulfit, in Frage.- Als Neutralsalz kann man z. B. Kochsalz, Ammonchlorid oder Ammonsulfat verwenden. ' Das beschriebene Verfahren kommt für alle ohne Entfernung von Haar und Wolle -weiterzubearbeitenden Pelzfelle in Betracht.
- Beispiel i Wie üblich geweichte Ziegenfelle werden mit 3oo 0% Wasser vom Weichgewicht, 0,5 % Schwefelsäure konz., 12 % Kochgalz, 1,5 % Ammöniumsulfat, 1,5 0/0 Schimmelpilztryptase, 0,5 0/0. eines- aus Bakterien gewonnenen Carbohydrasenpräparates behandelt. Nach dieser-im gemeinsamen Bad bei PH 3,5 bis 4 durchgeführten Beize und Pickelung werden die Felle geschleudert, entfleischt und anschließend gegerbt.
- . Beispiele Wie üblich geweichte Kaninfelle werden mit 300 0/0 Wasser vom Weichgewicht, 0,3 % Schwefelsäure konz., 1,5 % Ammonsulfat,. 6 °/o Kochsalz, 1% Schimmelpilztryptase, 0,5 % Pankreastryptase, 0,5 % eines aus Bakterien gewonnenen Carbohydrasenpräparates bei 28 bis 30° 3 bis 6 Stunden bei p$ 4 gebeizt. An-.schließerid werden die Felle geschleudert und entfleischt und dann wie üblich gepickelt. Bei stark saurer Angerbung können die Felle auch ohne Pickel direkt in die .Gerbbrühe eingebracht werden.
- Beispiel 3 Trockene Schaffelle werden zunächst wie üblich geweicht, dann gestreckt, ausgewaschen- und in eine Beizbrühe aus 5000/, Wasser vom Weichgewicht, 2o.0/, Kochsalz, 1,5 % Ammbnsulfat, 1-0% Ameisensäure, 85%ig, 0,5'/, eines au's Schimmelpilzen gewonnenen Carbohydrasenpräparates eingebracht. Nach 2 bis 4 Stunden setzt man 1% Schünrnelpilztryptase zu. Nach weiteren i bis 2 Tagen Beize bei pg 4 bis 4,5 werden die Felle aus diesem Enzympickel herausgeschleudert und entfleischt, dann wie üblich weiterverarbeitet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Vorbehandlung von geweichten. Pelzfellen für die Gerbung durch Behandlung mit einer` Pickelbrühe mit 'einem Gehalt an 'eiweißspaltenden Enzymen, dadurch gekennzeichnet, daß die Pickelbrühe einen weiteren Gehalt an kobleeydratspaltenden Enzymen, insbesondere aus Bakterien oder aus Schimmelpilzen gewonnenen Carbohydrasen, aufweist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER14030A DE941680C (de) | 1954-04-17 | 1954-04-17 | Verfahren zur Vorbehandlung von geweichten Pelzfellen fuer die Gerbung |
| FR1133849D FR1133849A (fr) | 1954-04-17 | 1955-04-15 | Produit enzymatique pour peaux à fourrure |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER14030A DE941680C (de) | 1954-04-17 | 1954-04-17 | Verfahren zur Vorbehandlung von geweichten Pelzfellen fuer die Gerbung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE941680C true DE941680C (de) | 1956-04-19 |
Family
ID=7399181
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER14030A Expired DE941680C (de) | 1954-04-17 | 1954-04-17 | Verfahren zur Vorbehandlung von geweichten Pelzfellen fuer die Gerbung |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE941680C (de) |
| FR (1) | FR1133849A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5102422A (en) * | 1987-02-13 | 1992-04-07 | Rohm Gmbh | Methods for leather processing including liquid enzyme formulation |
-
1954
- 1954-04-17 DE DER14030A patent/DE941680C/de not_active Expired
-
1955
- 1955-04-15 FR FR1133849D patent/FR1133849A/fr not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5102422A (en) * | 1987-02-13 | 1992-04-07 | Rohm Gmbh | Methods for leather processing including liquid enzyme formulation |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR1133849A (fr) | 1957-04-02 |
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