DE92084A - - Google Patents

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DE92084A
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benzylaniline
nitrobenzylaniline
nitrobenzylxylidine
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KAISERLICHES
PATENTAMT.
In dem Patent Nr. 91 503, betreffend ein Verfahren zur Darstellung aromatischer Aldehyde, wurde gezeigt, dafs das Benzylanilin und dessen Homologe und Substitutionsproducte der allgemeinen Formel ,
R1 NH-
unter der Einwirkung saurer Oxydationsmittel in die correspondirenden Benzal- (Benzyliden-) Verbindungen der allgemeinen Formel
R1 N: CHR"
übergehen, welch letztere unter der Einwirkung der vorhandenen freien Mineralsäure durch Aufnahme von 1 Mol. Wasser sofort in Anilinbasis und Aldehyd zerfallen, im Sinne der bekannten Gleichung:
R1 N: CHR11 + H2O
= R1NH2 + HOCR11.
Bei der Weiterbearbeitung dieses neu erschlossenen Gebietes hat sich nun ergeben, dafs es unter Umständen zweckmäfsig erscheint, die Oxydation in neutraler oder schwach alkalischer Lösung auszuführen, z. B. mit den Alkali- oder Erdalkali-Manganaten oder Permanganaten; hierbei wird dann die zunächst entstehende Benzylidenverbindung isolirt und erst in einer zweiten, besonderen Operation durch Einwirkung von verdünnten Mineralsäuren in Anilinbasis und Aldehyd zerlegt.
Zu diesem Zweck galt es zunächst, ein geeignetes "Lösungsmittel für die zu oxydirende Benzylanilinbasis zu finden, welches folgende Bedingungen erfüllt: Es mufs die Benzylanilinbasis in reichlichen Mengen in. der Kälte lösen, es mufs mit Wasser bezw. mit der bei der Oxydation anzuwendenden Manganatsalzlösung mischbar sein, und endlich mufs es gegen die oxydirende Wirkung der letzteren möglichst unempfindlich sein. Das nächstliegende technische Lösungsmittel, der Alkohol, war natürlich ausgeschlossen, da er die letzterwähnte Bedingung nicht erfüllt. Dagegen wurde im Aceton eine Substanz gefunden, welche alle gewünschten Eigenschaften in sich vereinigt.
Zur Darstellung des o-Nitrobenzaldehyds wird z. B. in folgender Weise verfahren:
23 kg o-Nitrobenzylanilin (oder die äquivalente Menge o-Nitrobenzyltoluidin oder o-Nitrobenzylxylidin) werden in Aceton gelöst; hierauf läfst man unter raschem Rühren und Abkühlen auf etwa io° eine kalt gesättigte, wässerige Lösung von 12Y2 kg Kaliumpermanganat (oder die äquivalente Menge eines anderen Permanganate oder Manganats) langsam einfliefsen. Die violette Farbe des Permanganate verschwindet rasch; man trennt nun die fast farblose Flüssigkeit durch ein Druckfilter von Braunstein, bringt sie in ein geeignetes Destillirgefäfs und destillirt das Aceton ab. In der Retorte verbleibt ein Gemenge von o-Nitrobenzylidenanilin und Wasser; man fügt etwa 15 kg Salzsäure (oder die äquivalente Menge einer
anderen Mineralsäure) hinzu und mischt durch kräftiges Umrühren. Nach wenigen Minuten erstarrt das Reactionsgemisch zu einem Krystallbrei von ο - Nitrobenzaldehyd , während salzsaures Anilin in Lösung geht. Der Aldehyd wird abfiltrirt, mit Wasser gewaschen, und, wenn nöthig, durch Destillation im Wasserdampfstrome gereinigt.
Im obigen Beispiele kann man das o-Nitrobenzylanilin ersetzen durch die äquivalente Menge Benzylanilin, Benzyltoluidin oder Benzylxylidin, um so zum Benzaldehyd zu gelangen; oder man kann das o-Nitrobenzylanilin ersetzen durch p-Nitrobenzylanilin, p-Nitrobenzyltoluidin oder p-Nitrobenzylxylidin und erhält auf diese Weise p-Nitrobenzaldehyd.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Abänderung des in Patent Nr. 91503
    g
    schützten Verfahrens zur Darstellung aromatischer Aldehyde durch Oxydation von aromatischen Benzylanilinbasen, darin bestehend, dafs man die Oxydation in Acetonlösung mit alkalischen oder neutralen Oxydationsmitteln ausführt und die. hierbei entstehende Benzylidenverbindung in einer besonderen Operation mit verdünnten Mineralsäuren in Aldehyd und Basis spaltet.
    Die besondere Ausführung des durch Patent-Anspruch ι geschützten Verfahrens:
    a) mit den Manganaten und Perman-. . ganaten der Alkalien und Erdalkalien als Oxydationsmittel in Anwendung auf:
    b) folgende Benzylanilinbasen:
    Benzylanilin, Benzyl - ο - oder - ptoluidin, Benzylxylidin, o-Nitrobenzylanilin, o-Nitrobenzyl-o- oder -p-toluidin, o-Nitrobenzylxylidin, p-Nitrobenzylanilin, p-Nitrobenzylo- oder -p-toluidin, p-Nitrobenzylxylidin.

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