DE91663C - - Google Patents

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DE91663C
DE91663C DENDAT91663D DE91663DA DE91663C DE 91663 C DE91663 C DE 91663C DE NDAT91663 D DENDAT91663 D DE NDAT91663D DE 91663D A DE91663D A DE 91663DA DE 91663 C DE91663 C DE 91663C
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    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08BSIGNALLING SYSTEMS, e.g. PERSONAL CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
    • G08B5/00Visible signalling systems, e.g. visible personal calling systems or remote indication of seats occupied
    • G08B5/22Visible signalling systems, e.g. visible personal calling systems or remote indication of seats occupied using electric transmission; using electromagnetic transmission
    • G08B5/24Visible signalling systems, e.g. visible personal calling systems or remote indication of seats occupied using electric transmission; using electromagnetic transmission with indicator element moving about a pivot, e.g. hinged flap or rotating vane

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Devices For Supply Of Signal Current (AREA)
  • Electrotherapy Devices (AREA)
  • Mobile Radio Communication Systems (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT^
Den Gegenstand der vorliegenden Neuerung bildet eine Vorrichtung, mit welcher man unter Benutzung der elektrischen Hausleitung (also nur zweier Leitungsdrähte) einen Hausinsassen von der Strafse aus durch Glockensignal anrufen kann, worauf man durch sichtbar werdende, auf einer schwingenden Scheibe befindliche Aufschriften geeignete Auskunft' erhält, ob der Angerufene zu sprechen ist oder nicht.
Diese mit den Aufschriften versehene Scheibe ist mit einer Magnetnadel fest verbunden, welche unter dem Einflufs eines sie umkreisenden Stromes, je nach der Richtung desselben, nach der einen oder anderen Seite hin ausschlägt und dadurch die entsprechenden Aufschriften sichtbar werden läfst.
In den Zeichnungen ist in Fig. 1 eine solche Anlage schematisch wiedergegeben, und zwar ist die Stromquelle daselbst mit Q. bezeichnet. A ist derjenige Theil der Anlage, welcher sich in der Wohnung des Anzurufenden befindet, L und L1 sind die Leitungsdrähte und B derjenige Theil der Anlage, welcher zweckmäfsig neben dem Eingang des Hauses von Strafsenpassanten leicht erreichbar anzubringen ist.
Fig. 2 zeigt die bei dem Anzurufenden befindliche Signalglocke mit Fortschellklinke H.
Fig. 3 zeigt die besondere Einrichtung der Fortschellklinke H.
In den Fig. 4, 5 und 6 endlich ist eine Ausführungsform des Theiles B der Anlage gezeichnet.
Der Theil A der Anlage, welcher sich in. der Wohnung des Anzurufenden befindet, enthält im wesentlichen eine Signalglocke S mit Fortschelleinrichtung, einen Stromwender W und einen Morsetaster K.
Die in den Fig. 2 und 3 gezeichnete Signalglocke mit Fortschellklinke entspricht in der Hauptanordnung elektrischen Läutewerken mit Fortschelleinrichtung, wie solche bei Haustelegraphen allgemein angewendet werden. Die Fortschelleinrichtung besteht aus einem auf dem Contactständer 1 ,drehbaren Hebel der Fortschellklinke H, welche von einer Schraubenfeder 2 derart beeinflufst wird, dafs sie sich in Richtung des Pfeiles dreht, sobald die Nase 3 freigegeben ist und sich gegen den Contactständer 4 legt.
An dem Hebel H ist ein Isolirkörper 5 angebracht, welcher, wenn der Hebel H gespannt ist, also die Nase 3 auf dem Stift 6 liegt, auf die Blattfeder 7, welche an dem Ständer 8 angeschraubt ist, drückt, so dafs die Blattfeder 7 mit dem Ständer 9 in Berührung kommt, also die beiden Ständer 8 und 9 sich in leitender Verbindung befinden.
Der Stromwender W (Fig. 1) mit Umschalter besteht aus einer Metallachse 10, über welche ein Cylinder 11 aus nicht leitendem Material gezogen ist. Ueber diesen Cylinder 11 sind zwei Metallhülsen 12 und 13 gezogen, welche, wie aus Fig. 1 ersichtlich, mit Ausschnitten versehen und von einander isolirt sind. Eine Schraube 14 führt durch den Isolircylinder 11 hindurch und ermöglicht eine leitende Verbindung zwischen den Schleiffedern c bezw. f mit der Metallachse 10 des Stromwenders W. Die Achse 10 des Stromwenders ist zwischen zwei Metallblechen gelagert. Die Metallfedern
ab c de und f schleifen am Umfange des Stromwenders derart, dafs die Federn abd und e mit den Metallhülsen 12 und 13 in Berührung stehen, während die Federn e undy auf dem Umfange des Isolircylinders 11 schleifen und durch Drehung des Stromwenders abwechselnd mit der Schraube 14 .in Berührung gebracht werden können.
Der Morsetaster K ist bekannt und eine Neuerung an demselben nicht angebracht.
Der in den Fig. 4, 5 und 6 dargestellte Apparat besteht im wesentlichen aus einem Taster T zum Anrufen der Hausinsassen und aus einer Rückmeldescheibe R.
Der Taster T besteht aus einer Metallfeder 15,' welche an ihrem freien Ende ein keilförmiges Isolirstück 16 trägt. Dieses Isolirstück 16 ist durchbohrt und diese Bohrung mit einer Metalleinlage 17 ausgefüllt. Gegen ' das keilförmige Isolirstück 16 legen sich zu beiden Seiten die Metallfedern u und v, welche beim Niederdrücken des Kopfes 18 und der Feder 15 durch Vermittelung der Metalleinlage 17 verbunden werden. In Fig. 1 sind die Schleiffedern u und ν der Deutlichkeit wegen in die Ebene der Zeichnung gelegt. Unterhalb der Feder 15 ist ein Metallwinkel 19 angebracht, welcher mit der Feder 15 in leitende Verbindung kommt, sobald dieselbe durch den Knopf 18 tief heruntergedrückt wird. In diesem Falle sind die Federn u nnd ν nach Passiren der Metalleinlage 17 durch das Isolirstück 16 aufser Berührung.
Die Rückmeldescheibe R ist mit einer Magnetnadel M fest verbunden, welche zwischen zwei Spulen Sp aus besponnenem Metalldraht angeordnet ist. Wird nun durch die Spulen Sp ein Strom geschickt, dann schlägt die Nadel je nach der Richtung des Stromes in bekannter Weise nach der einen oder anderen Seite aus. Die Rückmeldescheibe R macht diese Bewegung mit, d. h. sie dreht sich um den Punkt 20. Die auf der Rückmeldescheibe R angebrachten, Auskunft gebenden Aufschriften werden . hierbei durch die OefF-nung F, welche auf dem Verschlufsdeckel des Apparates B angebracht ist, von aufsen sichtbar. Man kann die Aufschriften vielleicht derart wählen, dais bei einem Ausschlag der Nadel » zu Haus « , bei dem entgegengesetzten Ausschlag »nicht zu Haus« durch die Oeffnung F sichtbar wird.
Bei Benutzung des Apparates können nun zwei Fälle eintreten.
I. Der Hausbewohner ist gewillt, den Anrufenden zu empfangen.
In diesem Falle bringt der Hausbewohner den Stromwender W in die in Fig. 1 gezeichnete Lage und spannt die Fortschellklinke H durch Ziehen an einem Faden Str.
Drückt nun ein Strafsenpassant auf den Knopf 18 des Apparates B, so kommen zunächst die Federn u und ν (Fig. 1 und 4) durch Vermittelung der Metalleinlage 17 in leitende Verbindung, und der Stromlauf ist in diesem Augenblick folgender:
Q.+, Klemme 21, Feder a, Metallhülse 12, Federt, 22, Klemme 23, LeitungLl, Klemme 24, 45, «, '7> v, 51, 52, 53, 25, Leitung L, Klemme 26, 27, Ständer 8, Blattfeder 7, Ständer 9, Ständer 1, 3, 28, S, 29, 30, 31, Feder 32, Leitung 33, 34, 35, 36, nachFederc, Schraube 14, Metallachse 10, Leitung 37, 38, Feder d, Metallhülse ι 3. Federe, Leitung 39,40, 41, Klemme42, Leitung 43, 44, Batterie—Q-
Da der Strom durch die Signalglocke S geht, ertönt dieselbe. Die hierbei auftretenden Schwingungen der Ankerfeder 28 bewirken eine Freigabe der Nase 3 der Fortschellklinke H, welche durch Vermittelung der Schraubenfeder 2 mit dem Ständer 4 in Contact kommt. Der Isolirkörper 5 verläfst hierbei die Blattfeder 7, so dafs letztere aufser Contact mit dem Ständer 9 kommt. Inzwischen hat der Strafsenpassant den Kopf 18 so tief heruntergedrückt, dafs der Isolirkörper 16 die Federn u und ν nach Passiren der Metalleinlage 17 aufser Berührung gebracht hat. Die Metallfeder 15 kommt schliefslich mit dem Metallwinkel 19 in Contact und es ist der Stromlauf hierbei folgender:
Batterie Q.+ , Klemme 21, Feder α, Metallhülse 12, Feder b, 22, Contactständer 4, Fortschellklinke H, Ständer 1, Ankerfeder 28, S, 29, 30) 31, Feder 32> Leitung 33, 34, 35, 36, Feder c, Schraube 14, Metallachse 10, Leitung 37, 38, Feder d, Metallhülse 13, Feder e, Leitung 39, 40, 41, Klemme 42, Leitung 43, 44, Batterie — Q..
Die Glocke läutet nun so lange, bis dieser Zustand aufgehoben wird. Dies geschieht dadurch, dafs der Hausinsasse auf den Knopf K drückt. Da nun der Strafsenpassant infolge einer angebrachten Aufschrift den Knopf so lange herunterdrückt, bis eine Antwort erscheint, so ist der Stromlauf nunmehr folgender:
Batterie Q. +, Klemme 21, Feder a, Metallhülse 12, Feder b, 22, Klemme 23, Leitung L1, Klemme 24, 45, 46, Feder 15, Metallwinkel 19, Leitung 47, 48, 49, Spulen Sp, Leitung 50, 51J 52i 53j Klemme 25, Leitung L, Klemme 26, 27, 54, 55, 56, 57, 32, 33,34.35, 36, c, Schraube 14, Metallachse 10, Leitung 37, 38, Feder d, Metallhülse 13, Feder e, Leitung 39, 40, 41, Klemme 42, Leitung 43, 44, Batterie — Q..
Die Magnetnadel wird hierdurch derartig abgelenkt, dafs die Aufschrift »zu Haus« sichtbar wird. Der Strafsenpassant und der Hausinsasse lassen hierauf die Druckknöpfe los, worauf die Nadel wieder in die Ruhelage zurückkommt. Gleichzeitig spannt der Haus-
insasse wiederum die Feder der Fortschellklinke H durch Ziehen an dem Faden Str.
II. Der Hausbewohner ist nicht gewillt, sich sprechen zu lassen.
In diesem Falle dreht er den Stromwender W
derart, dafs die Federn α und d auf der Metallhülse 12, die Federn b und e auf der ■ Metallhülse 13 schleifen und die Schraube 14 mit der Feder f in Contact kommt.
Drückt nun ein Strafsenpassant auf den Knopf 18, so kommen wie vorher die Federn u und ν vorübergehend in leitende Verbindung, wodurch ein augenblicklicher Kurzschlufs eintritt, der keinen Einflufs ausübt, da die Bewegung der Feder 15 in Wirklichkeit sehr schnell vor sich geht. Es kommt beim Niederdrücken des Knopfes 18 die Feder 15 mit dem Metallwinkel 19 in Contact, wobei der Stromlauf wiederum folgender ist:
Batterie Q+, Klemme 21, Feder a, Metallhülse 12, Feder d, Leitung 38, 37, Metallachse 10, Schraube 14, Feder f, Leitung 59, 58, 57, 56, 55, 54, Klemme 26, Leitung L, Klemme 25, Leitung 53, 52, 51, 50, Spulen Sp, Leitung 49, 48,47, Metallwinkel 19, Feder 15, Leitung 46, 45, Klemme 24, Leitung L1, Klemme
22, Feder b, Metallhülse
Feder e, Leitung 39, 40, 41, Klemme 42, Leitung 43, 44, Batterie —Q.
Da hierbei der Strom in umgekehrter Richtung durch die Spulen Sp geht als im ersten Falle, so wird auch die Nadel in umgekehrtem Sinne ausschlagen und hierbei dem auf den Knopf 18 drückenden Strafsenpassanten die Aufschrift »nicht zu Haus« sichtbar werden. Der Strafsenpassant läfst darauf den Knopf los, worauf die Nadel in ihre Ruhelage zurückkehrt.
In diesem Falle ist die Glocke überhaupt ausgeschaltet und es erfolgt eine Aenderung des Stromlaufes so lange nicht, bis der Hausbewohner den Stromwender in die ursprüngliche Lage gebracht hat.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Vorrichtung zur Verständigung zwischen Strafsenpassanten und Hausinsassen, bei welcher die Anwendung nur zweier Leitungsdrähte dadurch ermöglicht wird, dafs ein für den Strafsenpassanten zugänglicher Taster (T) während des Niederdrückens zunächst eine beim Hausinsassen befindliche Signalglocke (S) mit Fortschelleinrichtung in Thätigkeit setzt, worauf nach erfolgtem vollständigen Niederdrücken des Tasters unter Ausschaltung der Signalglocke der zum Umkreisen einer Magnetnadel veranlafste elektrische Strom eine Ablenkung der Magnetnadel bewirkt, wodurch auf einer mit der Magnetnadel fest verbundenen Scheibe durch Aufschrift die Anwesenheit des Hausinsassen angezeigt wird, während bei derselben Stellung des Tasters (T) eine entgegengesetzte Ablenkung der Magnetnadel in "entsprechender Weise die, Abwesenheit des Hausinsassen zu erkennen giebt, wenn letzterer vorher einen Stromwender entsprechend umgestellt hatte.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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