DE69522C - Vorrichtung zum Anzeigen eines versuchten Einbruchs an Geldschränken u. dergl - Google Patents

Vorrichtung zum Anzeigen eines versuchten Einbruchs an Geldschränken u. dergl

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DE69522C
DE69522C DENDAT69522D DE69522DA DE69522C DE 69522 C DE69522 C DE 69522C DE NDAT69522 D DENDAT69522 D DE NDAT69522D DE 69522D A DE69522D A DE 69522DA DE 69522 C DE69522 C DE 69522C
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DE
Germany
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magnet
spring
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electromagnet
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Application number
DENDAT69522D
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J. HOLTSCHNEIDER in Tilburg, Holland; Vertreter : G. A. HARDT in Köln
Publication of DE69522C publication Critical patent/DE69522C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H35/00Switches operated by change of a physical condition
    • H01H35/14Switches operated by change of acceleration, e.g. by shock or vibration, inertia switch
    • H01H35/144Switches operated by change of acceleration, e.g. by shock or vibration, inertia switch operated by vibration

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  • Breakers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 74: Signalwesen.
Diese Vorrichtung hat den Zweck, beliebige Gegenstände, als Geldschränke und dergl, gegen Einbruch zu schützen, dadurch, dafs bei der geringsten Erschütterung des gesicherten1 Gegenstandes eine an einem beliebigen Ort anzubringende elektrische Glocke ertönt. Neu ist bei dieser Vorrichtung der in oder an dem gesicherten Gegenstand angebrachte Stromschliefser, der nach Verschlufs des betreffenden Gegenstandes vom Controlort erst in Thätigkeit gebracht wird. Dieser Stromschliefser läfst sich in zweierlei Abänderungen, und zwar entweder für zwei oder drei Leitungen ausführen.
Fig. ι der beiliegenden Zeichnung veranschaulicht den Stromschliefser für drei Leitungen in Vorderansicht; Fig. 2 ist eine Seiten- und Fig. 3 eine Oberansicht desselben.
Fig. 7 stellt den dazu nöthigen Stromwender,
Fig. 9 das Leitungsschema einer vollständigen Anlage dar.
Die Fig. 4, 5 und 6 zeigen denselben in seiner Einrichtung für zwei Leitungen, während Fig. 8 den Stromwender bezw. Stromwechsler und Fig. 10 das betreffende Leitungsschema veranschaulicht.
Der Aufbau der Vorrichtung für drei Leitungen ist bedeutend einfacher wie der für zwei Leitungen, jedoch wird eine Anlage mit langer Leitung, besonders beim Gebrauch von einem Erdkabel, bei letzterem sich viel billiger stellen.
Zuvörderst soll nun der Stromschliefser für drei Leitungen beschrieben werden. Auf einem rechtwinklig umgebogenen Ansatz der in einem Gehäuse angebrachten Grundplatte A ist die mit einem Eisenkern K versehene Magnetisirungsspule D befestigt.
Durch das auf A isolirt angebrachte Messingstück B weiden der auf ihm befestigte Messingstab J und Draht X1 leitend verbunden. Letztere Leitung ist bei X auf B befestigt. Der permanente Magnet C sitzt mit der Feder C1 auf derselben Achse C2, deren eines Ende in A und deren anderes Ende in einem auf A aufgeschraubten Winkelarm A J drehbar ist. Die Spirale F verbindet die Leitung F1 mit der. Magnetisirungsspule -D, deren oberes Ende bei Y auf A befestigt ist; letztere Platte A ist bei H mit der Leitung H1 verbunden. Durch die Regulirungsschraube S kann das Festhalten des Magneten C an dem Eisenkern K nach Bedarf geregelt werden.
Der bei diesem Stromschliefser zur Verwendung kommende Stromwender und Ausschalter (Fig. 7) besteht aus dem verlegbaren Hebel a, der durch die Feder b immer gegen die Feder d gedrückt wird und über den Ausschalter g mit dem +Pol verbunden ist.
Fig. ι und 3 stellen den Stromschliefser mit an dem Eisenkern K angezogenen Magneten C dar. Letzterer verbleibt in dieser Lage, bis er durch eine Erschütterung den Eisenkern losläfst und in senkrechter Lage zu hängen kommt.
Ist nun der Ausschalter g geschlossen, so geht der Strom, wie durch die punktirt gezeichneten Pfeile angedeutet ist — in Fig. 1, 7 und 9 —, vom +Pol über a} g, α d, dl 2, 1 der Glocke nach X1 X B J C1 C2 AHH1 zum ■—Pol.
Verlegt man nun den Arm α gegen c, so geht der Strom, wie durch die vollausgezogenen Pfeile angegeben, vom + Pol über a1 g α c e1 F1 F D YAHH1 nach dem —Pol.
Der Magnet C hat an seinem unteren Ende den Nordpol. Der Kern von D wird durch Umkreisung des Stromes am Unteren Ende ein Südpol und zieht infolge dessen C an. Lä'fst man jetzt den Hebel ·α los, so drückt die Feder b denselben wieder gegen d; die Vorrichtung ist stromlos und der Stromkreis durch die Glocke nur bei J C1 unterbrochen.
Der durch Fig. 4, 5 und 6 dargestellte Stromschliefser für zwei Leitungen ist in allen wesentlichen Theilen der vorherbeschriebenen Einrichtung für drei Leitungen gleich; nur ist das obere Ende von Z), statt bei Y mit A, bei G mit B verbunden, und es trägt der Eisenkern K der Magnetisirungsspule D oben eine viereckige Mutter K1 aus Eisen, welche bei Stromschlufs durch D als Elektromagnet den eisernen Anker E anzieht. Dieser Anker E sitzt auf einer in A und in einem darauf befestigten Winkelarm drehbaren Achse E2 und ist mit einer Abreifsfeder und einer Feder E1 fest verbunden. Auf B ist ein Messingstück B1 befestigt, dessen vorderer flacher Theil in geringer Entfernung unter der Feder J?1, Fig. 4 und 6, liegt und mit letzterer bei Anzug des Ankers E Stromschlufs herstellt, so dafs dadurch Stromschlufs über E1 und B1 hervorgebracht wird. Aufserdem fehlt die Leitung X1.
Der bei diesem Stromschliefser zu verwendende Stromwender . oder Stromwechsler (Fig. 8) hat aufser den mit Bezug auf Fig. 7 beschriebenen Theilen noch die Feder f und die beiden Federn e e, die unter einander und über e1 mit dem —- Pol verbunden sind. Der Stromlauf ist bei senkrechter Lage von C, wie mit punkfirt gezeichneten Pfeilen angegeben, vom +Pol über a1 g α d d1 H1 H A C2 C > J B G D FF1, Glocke 1, 2 c1 c e e1 — Pol.
Beim Verlegen des Hebels a, derart, dafs derselbe die Feder c gegen f drückt, ist der Stromlauf, wie er durch vollausgezogene Pfeile angedeutet ist, vom +Pol über a1 g α c ff1 F1 F D G B J C1 σ (B1E1J AH H1 d1 dee1 —Pol.
Der Stromschlufs bei J und C1 und bei B1 und E1 findet in folgender Weise statt. Sobald der Hebel α die Feder c gegen f drückt, ist die Glocke aus dem Stromkreis geschaltet. Der Strom durchläuft die Magnetisirungsspule D in solcher Richtung, dafs. das untere Ende des Kernes K einen Südpol bildet und dadurch C an S gezogen wird. Da bei diesem Anziehen von C der Strom bei C1 J unterbrochen wird, so ist es nöthig, einen anderen Stromschlufs als Ersatz von C1 J herzustellen; dieses ist über E1 B1 geschehen.
Die auf den Eisenkern K geschraubte viereckige Mutter K1 ist, so lange der Strom durch D geht, magnetisch und zieht den Anker E an, wodurch dann Stromschlufs bei E1B1 eintritt, bevor derselbe bei C1J unterbrochen wird. Das Anziehen und Festhalten des Magneten C an 5 ist gerade so, wie bei dem Stromschliefser für drei Leitungen beschrieben worden ist.
Während der Zeit, dafs die Sicherheitsvorrichtung nicht in Thätigkeit treten soll, wird dieselbe bei g ausgeschaltet. Wird nun während dieser Zeit der gesicherte Gegenstand durch Oeffnen oder dergleichen erschüttert, so tritt der Magnet in die senkrechte Lage. Soll nun die Vorrichtung in Thätigkeit gesetzt werden, so schliefst man den Ausschalter g, die Glocke ertönt sofort und dieses ist ein Beweis, dafs die ganze Anlage in Ordnung ist. Durch Verlegen des Hebels α unterbricht der in oder an dem gesicherten Gegenstand angebrachte Stromschliefser den Strom durch die Glocke durch Anziehen des Magneten C an S so lange-, bis durch eine Erschütterung C in die senkrechte Lage zurückkehrt und den Strom bei C1 J wieder schliefst.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Eine Vorrichtung zum Anzeigen eines versuchten Einbruchs an Geldschränken u. s. w., bei welcher die Lärmleitung dadurch geschlossen wird, dafs bei eintretender Erschütterung der magnetische Anker (C) eines Elektromagneten (D) abfällt, der vorher durch kurze Erregung des Elektromagneten von diesem angezogen wurde und nach Ausschalten desselben durch seinen eigenen Magnetismus am Eisenkern (K) des Elektromagneten haften blieb.
2. Eine Ausführungsform der unter 1. gekennzeichneten Sicherheitsvorrichtung, bei welcher, nach Fig. 1 und 2, der Magnet (C) ■ mit einer Feder (C1) verbunden ist, die bei angezogenem Magneten den Klingelstrom unterbricht, dagegen bei abgefallenem Magneten denselben schliefst, während nach dem System mit drei Leitungen je ein besonderer Stromzuführungsdraht für die Spule aus den Magneten, sowie ein gemeinschaftlicher Abführungsdraht für beide vorgesehen ist.
3. Eine Äusführungsform der unter 1. gekennzeichneten Sicherheitsvorrichtung, bei welcher, nach Fig. 4 und 5, der Magnet (C) mit einer Feder (C1) verbunden ist, die bei angezogenem Magneten den Klingelstrom unterbricht, dagegen bei abgefallenem Magneten denselben schliefst, während über der Spule ein Anker (E) gelagert ist, der den
Stromschlufs bei abgefallenem Magneten übernimmt, damit es nur je eines Strom-Zu- und AbfUhrungsdrahtes bedarf (Zweileitersystem).
4. Zur Einstellung der. in Anspruch 1. gekennzeichneten Vorrichtung in der Ausführungsform nach Anspruch 2. in Arbeitsbereitschaft von einem beliebig entfernten Ort aus ein Stromunterbrecher mit Umschalter, welch letzterer dadurch gekennzeichnet ist (s. Fig. 7 und 9), dafs ein unter Federwirkung stehender Hebel, sich selbst überlassen, den Klingelstrom schliefst, nach dem Umlegen jedoch die Magnetspule in den Strom einschaltet,
Zur Einstellung der in Anspruch 1. gekennzeichneten Vorrichtung in der Ausführungsform nach Anspruch 3. in Arbeitsbereitschaft von einem beliebig entfernten Ort aus ein Stromunterbrecher mit Umschalter, welch letzterer dadurch gekennzeichnet ist, dafs (s. Fig. 8 und 10) ein unter Federwirkung stehender Hebel, sich selbst überlassen, die Lärmleitung schliefst, nach dem Umlegen jedoch die Glocke aus dem Stromkreis ausschaltet und den Strom in entgegengesetzter Richtung durch die Leitung schliefst, infolge dessen der Kern (K) der Magnetspule (D) den magnetischen Anker (C) anzieht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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