DE197285C - - Google Patents
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- DE197285C DE197285C DENDAT197285D DE197285DA DE197285C DE 197285 C DE197285 C DE 197285C DE NDAT197285 D DENDAT197285 D DE NDAT197285D DE 197285D A DE197285D A DE 197285DA DE 197285 C DE197285 C DE 197285C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H3/00—Mechanisms for operating contacts
- H01H3/32—Driving mechanisms, i.e. for transmitting driving force to the contacts
- H01H3/50—Driving mechanisms, i.e. for transmitting driving force to the contacts with indexing or locating means, e.g. indexing by ball and spring
- H01H3/503—Driving mechanisms, i.e. for transmitting driving force to the contacts with indexing or locating means, e.g. indexing by ball and spring making use of electromagnets
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- Physics & Mathematics (AREA)
- Electromagnetism (AREA)
- Push-Button Switches (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-.Ml97285 KLASSE
2\a. GRUPPE
Druckknopfschalter für Fernsprechzwecke. Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. November 1906 ab.
Die Erfindung betrifft einen zur Herstellung von Fernsprechverbindungen dienenden
Druckknopfschalter, bei welchem die Schäfte der Druckknöpfe bei ihrer Niederbewegung
die Kontaktfedern der zugehörigen Sprechstromkreise umlegen und in ihrer Arbeitslage
■ magnetisch festgehalten werden, und besteht darin, daß die Auslösung der Druckknopfschäfte
nicht —.wie sonst üblich — durch
ίο mechanische Mittel, wie Auslöseschienen o. dgl.,
bewirkt wird, sondern auf rein elektrischem bzw. magnetischem Wege erfolgt. Es sind
bereits Signalanlagen bekannt, bei welchen derart sich auslösende elektrische Schalter verwendet
sind, und zwar arbeiten diese Schalter in der Weise, daß beim Niederdrücken eines
Schalters der zum Festhalten eines in der Arbeitsstellung befindlichen anderen Schalters
erforderliche Magnetismus vorübergehend geschwächt wird. Dies hat zur Folge, daß der
letztgenannte Schalter losgelassen wird und in seine Ruhelage zurückgeht, während der
erste Schalter nach Schließen seines Signalstromkreises durch den in diesem Stromkreise
liegenden Magneten so lange in der Arbeitsstellung festgehalten wird, bis beim Schließen
eines anderen Signalstromkreises wiederum seine Auslösung eintritt.
Gegenüber diesen älteren Einrichtungen kennzeichnet sich die Erfindung dadurch, daß
die Wicklungen der Festhaltemagnete für die Schäfte der Druckknöpfe nicht im .Stromkreise
der einzuschaltenden Vorrichtungen (Signale, Relais o. dgl.), sondern in einem besonderen
Erregerstromkreise für sich liegen. Diese Anordnung bringt eine größere Betriebssicherheit
mit sich und ermöglicht es zugleich, die Magnetwicklungen entweder in Reihen- oder Parallelschaltung miteinander zu
verbinden. Die erstgenannte Schaltungsweise bietet dabei den Vorteil, daß die Haltemagnete
der Druckknöpfe zu einem einzigen Magneten vereinigt werden können. Der neue Schalter
eignet sich besonders für solche Anlagen, in denen eine große Anzahl sich gegenseitig auslösender
Druckknöpfe zur Verwendung kommt und die sich mechanisch auslösenden Schalter infolge der dann sehr lang ausfallenden Auslöseschienen
o. dgl. unzuverlässig arbeiten.
Auf der Zeichnung sind verschiedene Ausführungsformen des neuen Schalters mit sich
gegenseitig auslösenden Druckknöpfen veranschaulicht, und zwar sind die
Fig. ι bis 4 schematische Darstellungen von vier verschieden eingerichteten Schaltern, während
die
Fig. 5 bis 8 die Vorder-, Rück- und Seitenansicht sowie ein Schnitt
dem Schema der Fig. 1
sind.
dem Schema der Fig. 1
sind.
In den Figuren sind die einander entsprechenden Teile mit gleichen Bezeichnungen
versehen.
Die nebeneinander angeordneten Druckknöpfe d weisen einen Schaft h auf, welcher
durch die über alle- Druckknöpfe sich erstreckende Schiene s hindurchgeführt ist und
an seinem unteren Ende ein flaches Eisen-
durch einen nach gebauten Schalter
stück α trägt. Dieses Eisenstück α legt sich,
wenn der Druckknopf entgegen der Kraft der Feder g niedergedrückt wird, gegen den
Polschuh ρ des Festhaltemagneten ot und wird von diesem so lange festgehalten, bis der
Elektromagnet m so geschwächt wird, daß die Feder g das Übergewicht erhält und den
Schaft h in die Ruhestellung zurückzieht. Bei den Ausführungsformen nach den Fig. i, 3
und 4 ist außerdem noch an dem Schaft h ein Kontakt c angebracht, welcher beim
Niederdrücken des Druckknopfes d vorübergehend
mit der Feder/" in Berührung kommt. Die Arbeitsweise der Schalter ist die folgende:
Wird bei dem Schalter nach Fig. 1 ein Druckknopf, ζ. B. d1, niedergedrückt, so wird,
wenn sich das Eisenstück al gegen den Polschuh
pl legt, ein Strom der Batterie b geschlossen,
welcher von der Batterie b über den Vorschaltewiderstand w, die Leitung 2,
die hintereinandergeschalteten Wicklungen der Festhaltemagnete ot1, m2, ot3 und ot4, den Polschuh
pl, das Eisenstück al, den Schaft h\
die Feder g1, die Schiene s und von hier über Leitung 4 zurück zur Batterie b fließt.
Der Magnet ot1 wird infolgedessen erregt und hält das Eisenstück α1 fest. Wird nunmehr
zwecks Herstellung einer neuen Verbindung ein änderer Druckknopf, z.B. d2,
niedergedrückt, so gleitet, ehe das Eisenstück a2 an den Polschuh ρ2 des Magneten ot2
zu .liegen kommt, der Kontakt c2 über die
Feder/2 und schließt hierdurch über die Leitung 3, die Feder /2, die Feder g2 und die
Schiene 5 vorübergehend einen Kurzschluß zu den Elektromagnetwicklungen ot1, ot2, mB
und ot4, so daß die Wicklung m1 nahezu
stromlos wird und der Magnet den Anker a1
losläßt. Nachdem der Kontakte2 die Feder/2
verlassen hat, wird der erwähnte Kurzschluß wieder aufgehoben und die Wicklungen ot1,
Ot2, ot3 und ot4 werden wieder erregt, so daß das Eisenstück a2, wenn es an den PoI-schuh
p2 gelangt, von diesem festgehalten wird. Der Druckknopf d2 wird in der beschriebenen
Weise wieder ausgelöst, wenn ein anderer Druckknopf, ζ. Β. d^, niedergedrückt
wird. '
Der in der Fig. 2 schematisch dargestellte Schalter unterscheidet sich von der Ausführungsform
nach Fig. 1 dadurch, daß die Wicklungen m der Festhaltemagnete nicht in
Reihe, sondern parallel geschaltet sind, und daß beim Niederdrücken eines zweiten Druckknopfes
der Festhaltemagnet des ersten Druckknopfes nicht völlig außer Wirkung gesetzt, sondern nur geschwächt wird. Ist z.B. der
Druckknopf rf1 niedergedrückt, so fließt ein
Strom aus der Batterie b über den Vorschaltewiderstand w, die Wicklung ot1, den
Polschuh ρ1, das Eisenstück α1, den Schaft Λ1,
die Feder g1, die Schiene s und von hier
zurück zur Batterie. Der Elektromagnet ot1 wird infolgedessen erregt und hält den Druckknopf
d1 in der Arbeitsstellung fest. Wenn nun ein anderer Druckknopf, ζ. B. ds, niedergedrückt
wird, so wird in dem Augenblick, in welchem das Eisenstück α3 mit dem Polschuh
pz in Berührung kommt, zu derElektromagnetwicklung
m'1 ein Nebenschluß gelegt, welcher die Elektromagnetwicklung m3 enthält.
Dies hat bei geeigneter Wahl des Widerstandes w zur Folge, daß der durch die
Wicklung ot1 fließende Strom in seiner Stärke abnimmt und dann den Magneten nicht mehr
stark genug zu erregen vermag, um den Druckknopf dl in seiner Arbeitsstellung festzuhalten.
Sowie aber beim Zurückgehen des Druckknopfes d1 der die Wicklung ot1 enthaltende
Nebenschluß geöffnet wird, steigt der die Wicklung ot3 , durchfließende Strom
wieder auf einen solchen Betrag an, daß durch den von ihm erzeugten Magnetismus
der Druckknopf ds in seiner Arbeitsstellung festgehalten wird.
Der in der Fig. 3 schematisch dargestellte Schalter ist eine Vereinigung der Ausführungsformen nach Fig. 1 und 2 und weist
gegenüber der Einrichtung nach Fig.. 2 insofern eine höhere Betriebssicherheit auf, als
die Haltewieklung eines in der Arbeitsstellung befindlichen Druckknopfes, noch ehe ihr die
Haltewicklung eines anderen Druckknopfes parallel geschaltet wird, ähnlich wie bei der
Einrichtung nach Fig. 1, vorübergehend kurzgeschlossen wird. Im übrigen ist die Wirkungsweise
dieses Schalters nach dem vorstehend Gesagten ohne weiteres zu verstehen.
Der in der Fig. 4 schematisch dargestellte Schalter weicht von . den bisher erwähnten
Ausführungsformen schließlich insofern ab, als er nicht mit Elektromagneten, sondern
mit Dauermagneten ausgestattet ist und nicht mit Ruhestrom, sondern mit Arbeitsstrom betrieben
wird. Wenn ein Druckknopf, ζ. B. d\ niedergedrückt wird, so bleibt das Eisenstück
a1 an dem Dauermagneten m1 bzw.
dessen Polschuh pl haften. Wird ein zweiter Druckknopf, ζ. B. J4, niedergedrückt, so
schließt der Kontakt c4, wenn er über die Feder /4 gleitet, vorübergehend einen Strom
der Batterie b, welcher die für gewöhnlich stromlosen Wicklungen der Dauermagnete m1,
ot2, ot3 und ot4 in einem solchen Sinne durchfließt,
daß die Dauermagnete vorübergehend entmagnetisiert werden. Der Druckknopf dl
wird deshalb von seinem Festhaltemagneten ot1 losgelassen, während der. Druckknopf d* an
dem Polschuh ρ4 haften bleibt, da nach
Unterbrechung des erwähnten Stromes bei c4 der alte Zustand der Dauermagnete wieder
hergestellt wird. Der in den Fig. 5 bis 8 dargestellte Schalter entspricht dem in der
Fig. ι wiedergegebenen Schema und ist hiernach ohne weiteres in seiner Einrichtung zu
verstehen. Außer den zum Anschluß der. Verbindungsleitungen dienenden Kontaktfedern i
weist der Schalter noch eine drehbar gelagerte Längsschiene η auf, welche beim
Niederdrücken der Druckknöpfe durch seitlieh an ihr und den Schäften h befestigte
Zapfen 0 gedreht wird und hierbei den Kontaktfedersatz q umlegt, welcher sonach stets
geschlossen ist, wenn einer der Druckknöpfe in der Arbeitsstellung sich befindet.
Wie aus vorstehendem hervorgeht, lösen sich die Druckknöpfe stets gegenseitig aus,
so daß immer nur ein Druckknopf in der Arbeitsstellung sein kann. Um die Möglichkeit
zu haben, auch diesen Druckknopf in die Ruhestellung zurückzuführen, wird noch
eine besondere, von der Bewegung der Druckknöpfe unabhängige Kontaktvorrichtung vorgesehen,
mittels welcher die die Schwächung des Festhaltemagneten bewirkende Verbindung hergestellt wird. Eine solche Kontaktvorrichtung
kann auch dazu dienen, gleichzeitig mehrere Druckknöpfe, welche sich nicht gegenseitig
auslösen, in die Ruhestellung zurückzuführen. Als Kontaktvorrichtung dieser Art kann u. a. eine besondere Taste (welche z. B.
bei der Vorrichtung nach Fig. 1 zwischen die Leitungen 3 und 4 geschaltet ist) oder ein
vom Schalter des Abfrageapparats der Verbindungsstelle abhängiger Kontakt oder auch
der Anker eines im geeigneten Augenblick unter Strom gesetzten oder stromlos gemachten
Relais verwendet werden.
Die Polschuhe p1, p2, p3 und j>4 können auch
zu einer Polschiene vereinigt werden; ferner könnten bei den Ausführungsbeispieleri nach
den Fig. 1 und 4 die Magnete und Wicklungen auch zu einem Magneten bzw. einer
Wicklung zusammengefaßt werden; schließlich
könnte statt der besonderen Federn f1, f'2, /3
und/4 auch eine einzige Kontaktvorrichtung verwendet werden, welche mittels eines sich
über alle Druckknöpfe erstreckenden Hebels o. dgl. beim Niederdrücken irgendeines Druckknopfes
vorübergehend geschlossen wird. »
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Druckknopfschalter für Fernsprechzwecke, bei welchem die Schäfte der Druckknöpfe bei ihrer Niederbewegung die Kontaktfedern der zugehörigen Sprechstromkreise umlegen und in ihrer Arbeitslage magnetisch festgehalten werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Wicklungen der Festhaltemagnete in Parallel- oder Reihenschaltung in einem besonderen Erregerstromkreise liegen, welcher durch eine auf dem Druckknopfschaft angebrachte Kontaktvorrichtung in an sich bekannter Weise vorübergehend kurzgeschlossen wird, • ehe er bei Erreichung der Endlage, des Schaftes in an sich ebenfalls bekannter Weise aufs neue geschlossen wird, so daß beim Niederdrücken eines Druckknopfes ein anderer in der Arbeitsstellung befindlicher Druckknopf infolge der vorübergehenden Schwächung seines Festhaltemagnetismus losgelassen wird und in die Ruhelage zurückgeht.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE197285C true DE197285C (de) |
Family
ID=460183
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT197285D Active DE197285C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE197285C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE973990C (de) * | 1948-10-19 | 1960-08-11 | Paul Firchow Nachfgr App Und U | Schaltwerk mit mehreren Einstellgliedern zur zwangsweisen Durchfuehrung von Schaltungs-Reihenfolgen |
| DE1107287B (de) * | 1959-08-19 | 1961-05-25 | Siemens Ag | Schaltungsanordnung zur wechselseitigen Ausloesung von Magnethaltetasten |
-
0
- DE DENDAT197285D patent/DE197285C/de active Active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE973990C (de) * | 1948-10-19 | 1960-08-11 | Paul Firchow Nachfgr App Und U | Schaltwerk mit mehreren Einstellgliedern zur zwangsweisen Durchfuehrung von Schaltungs-Reihenfolgen |
| DE1107287B (de) * | 1959-08-19 | 1961-05-25 | Siemens Ag | Schaltungsanordnung zur wechselseitigen Ausloesung von Magnethaltetasten |
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