DE914478C - Plattenbandfoerderer - Google Patents
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Description
- Plattenbandförderer Die Erfindung bezieht sich auf einen endlosen Plattenbandförderer, der insbesondere zur Verwendung im bergmännischen Untertagebetrieb bestimmt ist. Sie bezweckt, einen solchen Förderer von einfachster Bauart zu schaffen, welcher bei sehr niedriger Bauhöhe der Gesamtkonstruktion das Verlegen des Förderers in beliebigen Kurven und die Benutzung sowohl des vor- wie des rücklaufenden Trums für die Förderung ermöglicht, indem die fördernde Fläche im Gegentrum ebenfalls obenliegend zurückgeführt wird.
- Endlose Förderer, die beliebig kurvengängig sind und bei denen Vor- und Rücktrum in dieser Weise laufen, sind bereits bekannt. Bei diesen wird die Umkehr aus der einen in die andere Richtung durch vorübergehende Verwindung der fördernden Fläche in die Vertikale oder annähernd Vertikale erzielt, Dies bedingt, insbesondere an den Umkehrstellen, eine erhebliche Bauhöhe der Tragkonstruktion und zwingt dazu, an den Umkehrstellen das Fördergut abzuwerfen, so daß die Verwendbarkeit solcher Förderer im wesentlichen auf die Fälle beschränkt ist, in denen große Leistungen in Betracht kommen und insbesondere die räumlichen Verhältnisse dies zulassen.
- Der Förderer nach der Erfindung ist demgegenüber unter besonderer Berücksichtigung der Forderungen entwickelt worden, die sich für die Verwendung eines solchen in den Abbaubetrieben ergeben, insbesondere der niedrigen Bauhöhe, bei einfachster Ausgestaltung seiner Elemente, insbesondere der Führungen und der Antriebe, um derart die Verwendung eines solchen Förderers nicht nur in verhältnismäßig mächtigen, sondern auch in den geringstmächtigen, noch bauwürdigen Flözen zuzulassen.
- Es ist bei endlosen Plattenbandförderern mitübereinandergeführtem Ober- und Untertrum bekannt, die einzelnen Tragbleche nur an einem Ende mit dem Zugmittel zu verbinden, so daß sich eine gewisse Gelenkigkeit sowohl in horizontaler wie in senkrechter Ebene ergibt. Diese Gelenkigkeit wird aber durch die Führungen der Tragbleche begrenzt. Das Verschwenken der Tragbleche gegenüber den Zugmitteln und gegeneinander soll hierbei nur ermöglichen, daß sie den Führungen in den Kurven und an der Umkehrstelle folgen können.
- Der neue Förderer ist demgegenüber dadurch gekennzeichnet, daß die Platten im Bereich von Umkehr- bzw. Entladestellen (unter Vermeidung von Zwangs führungen) in waagerechter oder schräger Lage gegenüber dem Zugmittel unbegrenzt nach der Seite ausgeschwenkt werden.
- Durch an den Antriebsscheiben und Führungsrollen vorgesehene, an sich bekannte Führungskränze, ferner durch einseitig mit den Führungsbahnen fest verbundene Auflaufschienen wird zusätzlich ein sicheres und geordnetes Aneinanderreihen der Tragbleche beim Wiedereinlaufen in die Führungsbahnen gewährleistet.
- An den Umkehrstellen ergeben sich zwar gewisse vorübergebende Unterbrechungen der fördernden Fläche, die aber in ihrem wesentlichen Teil erhalten bleibt. Schwierigkeiten für die Weiterförderung des Gutes ergeben sich dadurch aber nicht, weil etwa in die Zwischenräume zwischen den Tragblechen abgefallenes Fördergut durch die jeweils folgenden Tragbleche von dem Unterlegblech wieder aufgeschaufelt und derart weiter mitgenommen wird.
- Der neue Förderer ist nicht nur für die söhlige und die Förderung in schwach geneigter Lage, sondern auch bei steilerem Einfallen, beispielsweise in der halbsteilen Lagerung, verwendbar. In diesem Fall werden die Tragbleche in an sich bekannter Weise mit Winkeleisen versehen.
- Die einfache Bauart des neuen Förderers ermöglicht seine beliebige Verlängerung und Verkürzung durch Ein- oder Ausbau von zusätzlichen Trag blechen, ebenso wie den schnellen Ersatz etwa beschädigter Elemente mit geringstem Zeitaufwand.
- Die Tragbleche können auch unmittelbar über das Liegende gezogen werden, wie dies bei Gummibändern schon bekannt ist.
- In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele nach der Erfindung dargestellt.
- Fig. I zeigt eine Aufsicht auf einen Förderer nach der Erfindung. Der vorlaufende Trum a und der rücklaufende Trum b sind im seitlichen Abstand voneinander geführt, wobei beispielsweise der eine Trum am Kohlenstoß eines Strebs verlegt sein kann, während der andere durch das Versatzfeld oder durch eine Begleitstrecke Iäuft und hier beispielsweise für das Einbringen des Versatzes oder die Materialförderung verwendet werden kann.
- Der Förderer besteht aus einer Vielzahl von sich schuppenartig überlappen, den Tragblechen c, deren leders an einer Seite, bei d, mit dem mittleren Zugmittel e, beispielsweise einer Kette, in horizontaler und vertikaler Richtung schwenkbar verbunden ist.
- Die einzelnen Tragbleche sind so ausgebildet, daß ihr rückwärtiges Ende, welches auf das vordere Ende des folgenden Tragbleches zu liegen kommt, etwas eingeschnürt ist, wie bei c' dargestellt. Der Antrieb erfolgt mittels horizontal gelagerter Kettenräder f, von denen nach dem Ausführungsbeispiel je eines am oberen und je eines am unteren Ende, beispielsweise eines Strebs, angeordnet ist, wobei an den schematisch angedeuteten Kurvenstellen außerdem horizontale Führungsrollen g vorgesehen sein können. Für die seitliche Führung der Tragbleche sind die Führungen h von an sich üblicher Ausbildung vorgesehen, die im einzelnen aus den Fig. 2 bis 2b ersichtlich sind, die Querschnitte durch einen Trum des Förderers mit verschiedenen Ausführungsmöglichkeiten der Führungen zeigen.
- Die seitlichen Führungen 4 werden nur dort vorgesehen, wo sie unbedingt notwendig sind; an den Umkehrstellen kommen sie ganz in Fortfall, bzw. sie werden hier, soweit erforderlich, durch die aus Fig. 3 ersichtlichen Auflaufschienen m ersetzt.
- Unter Umständen kann auch auf den gerade verlaufenden Abschnitten des Förderers auf Führungen ganz verzichtet werden.
- In Fig. I ist gezeigt, wie an den Umkehrstellen die einzelnen Tragbleche c nach außen ausgeschwenkt werden, wobei sich Zwischenräume zwischen ihnen bilden, um anschließend automatisch wieder in ihre alte Lage zurückzuschwenken.
- Nach dem Ausführungsbeispiel ist angenommen, daß sich beispielsweise bei i eine Austragsstelle befindet, die, wie Fig. 3 erkennen läßt, durch eine sich an das Bodenblech k anschließende geneigte, sich nach unten verjüngende Schurre 1 von entsprechender Breite, aus welcher das Fördergut, beispielsweise in Förderwagen, abgezogen wird, gebildet wird.
- Fig. 3 läßt auch die Anordnung einer horizontalen Antriebsscheibe f erkennen. Vorzugsweise werden die Scheiben an beiden Umkehrstellen angetrieben, wobei außerdem noch, um eine beliebige (lesamtlänge des Förderers zu ermöglichen, weitere, grundsätzlich ebenso ausgebildete Antriebsscheiben an verschiedenen Stellen längs des Förderers verteilt vorgesehen werden können. Selbstverständlich können auch statt unmittelbar angetriebener Scheiben solche verwendet werden, auf die die Antriebsenergie von einem im Abstand davon angeordneten Motor od. dgl. übertragen wird.
- Gemäß Fig. 2 laufen die Tragbleche c auf von den seitlichen Schienen h getragenen Laufrollen, während gemäß Fig. 2 a Rollen o, die sich an den Seitenwangen der Führungen 4 führen, an den Tragblechen selbst befestigt sind. Fig. 2 b zeigt die Ausbildung einer solchen Führung als Zwangsführung dadurch, daß die Rollen o mit Spurkränzen o' versehen sind.
- Fig. 2, 2 a und 2b lassen ferner erkennen, wie auf den Führungen 4 zusätzliche Führungen für eine auf dem Förderer in üblicher Weise verfahrbare Gewinnungsmaschine aufgesetzt werden können. Mit q (Fig. 2) ist ein übliches Aufsatzblech zum Schutz des Förderers gegen darauffallendes Gestein, Kohle od. dgl. bezeichnet. Mit r ist die mittlere, jeweils an einer Stelle jedes der Tragbleche befestigte, das Zugmittel darstellende Kette od. dgl. bezeichnet.
- Fig. 4 zeigt im Längsschnitt die Ausbildung der vorzugsweise um einen Gelenkpunkt u in beliebiger Neigung einstellbaren Austragsschurre l sowie den Verlauf der Auflaufschiene m im Bereich der Umkehr- bzw. Abwurfstelle.
- Aus Fig. 3 a und 5 b, die Schnitte durch einen Trum vor und nach einer durch einseitiges Hochstellen der fördernden Fläche gebildeten Abwurfstelle zeigen, ist ersichtlich, wie die mittlere Anordnung des Zugmittels r bei der nur eintrümigen Führung des neuen Plattenbandes durch nur einseitige Erhöhung des Traggestells s unter Fortfall des Traggestells auf der anderen Seite, unter allmählichem Übergang aus dem horizontal geführten in den geneigten Teil der Förderfläche, ein Kippen derselben um 450 und mehr ermöglicht, wobei das Zugmittel r in der gleichen Höhenlage verbleibt. Dies ist davon abhängig, daß die Träger s des Traggestells normalerweise das Band in einer entsprechenden Höhe oberhalb des Liegenden führen.
- Fig. 6 a und 6 b zeigen in Aufsicht und im Vertikalschnitt eine Anordnung, die sich ergibt, wenn der rücklaufende Trum anschließend an die Umkehrstelle unterhalb des vorlaufenden Trums zurückgeführt wird, wobei die Überwindung der Höhenunterschiede wegen der Verschwenkbarkeit des Bandes in vertikaler Richtung keinerlei Schwierigkeiten macht.
- Die Fig. 7a und 7b zeigen in Aufsicht und im Schnitt eine Anwendungsmöglichkeit des neuen Förderers im Streb, wobei der eine Trum am Kohlenstoß entlang geführt ist und der zweite Trum im seitlichen Abstand davon im nächsten Feld, von dem ersten Trum durch eine Stempelreihe' getrennt, läuft und, wie bereits erwähnt, zum Einbringen von Material sowie in der Versatzschicht von Bergeversatz verwendet werden kann.
- Fig. 8 zeigt, lediglich um die vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten des neuen Förderers zu erläutern, eine Anordnung, bei welcher dieser in beispielsweise Dreiecksform geführt ist, wobei an den rechtwinkligen oder spitzwinkligen Kurven ebenso wie auch sonst über die Länge des Förderers verteilt, soweit erforderlich, Antriebsscheiben vorgesehen werden können.
- Die Konstruktion des neuen Förderers ermöglicht es, ihn sowohl in der einen als auch in der anderen Richtung zu betreiben, d. h. reversierbar auszubilden. Seine Gesamtausbildung ermöglicht sein Vorrücken und Verschwenken, beispielsweise mit dem Fortschritt des Abbaus, in einfachster Weise unter, Verwendung an sich bekannter Rückvorrichtungen. Das Auswechseln einzelner Elemente und die Verlängerung und Verkürzung des Förderers ist ebenfalls ohne Schwierigkeiten möglich.
- PATENTANSPROCHE: I. Plattenbandförderer, dessen sich überlappeode Platten an dem in Förderrichtung vorderen Ende an ein mittleres, endloses Zugmittel angelenkt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Platten im Bereich von Umkehr- bzw.
- Entladestellen (unter Vermeidung von Zwangsführungen) in waagerechter oder schräger Lage gegenüber dem Zugmittel unbegrenzt nach der Seite ausgeschwenkt werden.
Claims (1)
- 2. Plattenbandförderer nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsscheiben und gegebenenfalls Führungsrollen an sich bekannte Führungskränze aufweisen und daß an den Umkehrstellen einseitig mit den Führungsbahnen fest verbundene Auflaufschienen angeordnet sind.3. Plattenbandförderer nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Platten in an sich bekannter Weise auf einer flächenmäßig ausgebildeten Unterlage gleiten und daß die Unterlage an den Entladestellen einen derartigen Abschluß unterhalb der Platten bildet, daß das durch die Plattenzwischenräume hindurchgefallene Gut durch die nachfolgende Platte wieder mitgenommen wird.4. Plattenbandförderer nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise auf seitlichen Führungen aufsteckbare Führungsleisten für eine Gewinnungs-oder Versatzmaschine angeordnet sind.5. Plattenhandförderer nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß unter Fortfall von seitlichen Führungen die Tragbleche über das Liegende gezogen werden.Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 94 2ei5, 393 217, 506420, 507 904, 611451, 612226, 672279, 681678, 692803, 692 806, 694 98I, 699 654 ; britische Patentschriften Nr. 288954, 505 r33 ; USA.-Patentschrift Nr. 2 268 542; französische Patentschriften Nr. 742 322, 934 428 ; Zeitschrift » Colliery-Engineering«, Juni ru48, S. 186 und 187.
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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