DE91105C - - Google Patents

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DE91105C
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clockwork
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    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08BSIGNALLING SYSTEMS, e.g. PERSONAL CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
    • G08B17/00Fire alarms; Alarms responsive to explosion
    • G08B17/06Electric actuation of the alarm, e.g. using a thermally-operated switch

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  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Fire Alarms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 74: Signalwesen.
EMIL ENGELHARDT in DRESDEN. Elektrischer Feuermelder.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom li. April 1896 ab.
Dieser Feuermelder gehört zu jener Art derartiger Apparate, bei welchen im Falle eines Brandes durch die Hitze oder die Flammen ein den elektrischen Stromläuf bisher offen haltendes Mittel zerstört, der Stromlauf alsdann hergestellt und ein Signalapparat betrieben wird.
Nach der vorliegenden Einrichtung sollen mehrere solcher Stromschliefser in dem betreffenden Raum vertheilt werden, so dais ein an irgend einer Stelle entstehendes Feuer sofort zur Meldung gelangt.
In der beiliegenden Zeichnung stellt Fig. 1 den Signalapparat in Vorderansicht und Fig. 2 im Längenschnitt dar, während die Fig. 3 und 4 zwei Ausführungsformen der ihrem Wesen nach bekannten Stromschlufsvorrichtungen zeigen. Eine besondere Ausführung des Meldeapparates ist in Fig. 5 veranschaulicht.
Ein Uhrwerk A von beliebiger Construction hat auf der Hauptachse B eine Scheibe C, deren Umfang gleichzeitig als Zahnkranz für die Anker-Pendelhemmung D E ausgebildet ist. Die Achse B, in den Gehäuseplatten FF1 gelagert, trägt vorn einen zeigerartigen Hebel G, der durch eine Schnur oder einen leicht schmelzbaren Draht g mit dem Hebel H verbunden ist, der, um den Punkt h beweglich, den Anker eines Elektromagneten J bildet.
Um das Uhrwerk A aufzuziehen, zieht man den Knopf d der Ankerachse so weit zurück, dafs der Anker D aufser Eingriff mit den Zähnen der Scheibe C kommt, und dreht den Zeigerhebel G und mit ihm die Achse B; alsdann wird der Faden oder Draht g an G und H angeschlossen und dadurch ein Ablaufen des Uhrwerkes verhindert. Auf der Kreisfläche der Scheibe C ist eine Anzahl Stifte c in ungleichmäfsiger Eintheilung, aber auf demselben Kreisumfang liegend angebracht, ebenso ist noch ein einzelner Stift c1 aufserhalb dieses Kreises vorhanden. Der. von einer Batterie kommende Strom tritt durch die Klemme k in den Draht a, umkreist den Elektromagneten J und geht von da in den Metallstreifen /, in die Achse B und in die Stifte c des Uhrwerkes; die andere Polklemme kl steht durch den Metallstreifen k'2 mit dem Stifte k3 in Verbindung. Letzterer liegt dem Theilkreise der Stifte c gegenüber und berühren diese bei Drehung der Scheibe C den Kopf von ks.
Wird also bei einem ausbrechenden Feuer der Faden g zerstört, hierdurch das Uhrwerk ausgelöst und die Scheibe C in Umdrehung versetzt, so streifen die Stifte c an ks vorbei; der von k, a, J kommende Strom tritt dann durch den Streifen I in die Achse B, in die Scheibe C und durch den gerade dem Stift kB vorbeipassirenden Stift c in die Schiene &2, um durch die Klemme k1 nach der Batterie zurückzukehren. Werden daher die Zuleitungsdrähte k k1 zu einer Fernleitung nach einer Beobachtungsstation ausgedehnt und eine Alarmglocke eingeschaltet, so wird bei der Auslösung des Uhrwerkes jedesmal der Elektromagnet der Alarmglocke bethätigt werden, sobald ein Stift c an k3 vorbeigleitet und hierdurch der Strom geschlossen wird; es könnte die zu Anfang erwähnte ungleichmäfsige Vertheilung der Stifte c auch dazu benutzt werden, um bei einem Morse-Telegraphen Schriftzeichen hervorzubringen, die den Herd des Feuers ablesen lassen, welche Einrichtung namentlich sich da empBehlt, wo mehrere solcher Apparate aus verschiedenen Gebäuden oder Räumen ein und demselben Wachlocal leitend angeschlossen sind.
Bei der Einstellung des Apparates wird die Scheibe C so gestellt, dafs kein Contact zwischen
einem der Stifte c und ks stattfindet, wohl aber der Stift cl die Warze ft4 berührt; alsdann kann der Strom trotz dieses Contactes nicht von k nach kl gelangen, weil keine Verbindung zwischen C und A:2 besteht. Der Contact zwischen c1 und kl dient vielmehr für die Bethätigung des Apparates durch die oben erwähnten Nebencontacte, welche in den gegen Feuersgefahr zu sichernden Räumen an verschiedenen Stellen anzubringen sind und von denen zwei Ausführungsformen in Fig. 3 und 4 dargestellt sind; nach Fig. 3 besteht der Contact aus zwei Metallstreifen η nl, die oben durch einen isolirenden Steg «4 mit einander verbunden und mit Polschrauben zur Aufnahme der Drähte m m1 versehen sind, welche Drähte nach den Klemmschrauben k1 und k* des Hauptapparates Fig. 2 führen; oben in ra4 ist an einem verbrennbaren Faden n2 (oder einem leicht schmelzbaren Draht) ein Körper O aus stromleitendem Material aufgehängt, welcher beim Zerstören von n2 herabfällt und den Contact zwischen η und nl herstellt; bei der Anordnung nach Fig. 4 ist der Faden η am Fufse eines aus isolirender Masse bestehenden Winkelstückes n1 befestigt und wird durch die Schraubenfeder η3 gespannt und nach oben gezogen; die Poldrähte m m sind hier zwei Platten MM1 angeschlossen, zwischen welchen die an der Feder n3 befestigte Metallplatte η2 den Contact herstellt, wenn der Faden η zerstört wird. An Stelle der zur Erläuterung der Wirkung gewählten Contactanordnungen könnten jedoch auch andere, z. B. durch Ausdehnung etc. wirkende oder sonstige bekannte Contacte gewählt werden; der Strom nimmt den Weg (Fig. 2) durch k, a, die Wickelung des Magneten J1 den Streifen /, geht durch das Uhrwerk und den Stift cl in die Klemme A:4 und den Draht m1 nach dem Contact Fig. 3 bezw. Fig. 4 und von da durch den Draht m nach der Polklemme kl. Die nächste Folge des Stromschlusses ist, dafs der Elektromagnet / den Anker H anzieht, wodurch der Faden g von ersterem abgestreift und nun das Uhrwerk A ausgelöst wird; bei der nun erfolgenden Drehung der Scheibe C wird der Contact zwischen c1 und A:4 aufgehoben, der Stromschlufs wird nur zeitweilig, wie oben beschrieben, durch die Stifte c bewirkt und die Nebenleitungen treten nicht weiter in Thätigkeit.
Bei der geänderten Ausführungsform des Meldeapparates nach Fig. 5 ist ein Uhrwerk N an dem Haken r aufgehängt; es ist r1 der zu zerstörende Faden, nach dessen Auslösung das Uhrwerk in Schlitzführungen des Gehäuses JV1 nach unten gleitet, wobei sich das Rad s an der Wand des Gehäuses iV1 abwickelt und seine Zähne mit den Stiften sl nach einander in Berührung kommen, welche Stifte s1 genau wie jene c auf der Scheibe C wirken; der Strom tritt bei r2 ein, geht durch den Draht t und den Schleifcontact t1 in das Uhrwerk N und vom Rade s in die Stifte s\ die Leitung s2 entlang nach der Klemme r3 zurück. Eine Ankerhemmung regulirt in bekannter Weise die Geschwindigkeit beim Heruntergleiten des Uhrwerkes N.
Um diesen Apparat durch Nebenschaltungen zu betreiben, dient auch hier ein Elektromagnet T, sowie die zu den Nebenschaltungen führenden Drähte ν ν1; wird ein solcher Nebencontact hergestellt, so geht der Strom von r2 und t aus in das Uhrwerk iV, durch den Contact χ in den Elektromagneten T und durch die Leitung V1V nach der Klemme r3; hierdurch wird der Elektromagnet angeregt, der Anker r angezogen und das Uhrwerk freigegeben.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Elektrische Feuermelder mit einem Uhrwerk, welches für gewöhnlich dadurch in seiner Bewegung gehemmt ist, dafs ein von der Feder oder dem' Gewicht beein^ flufster Theil durch einen Faden oder leicht schmelzbaren Draht mit einem festen Punkt so verbunden ist, dafs durch das Feuer diese Verbindung aufgehoben und das Uhrwerk in Gang gesetzt wird, gekennzeichnet durch die Anordnung einer elektrischen, die Warnglocke enthaltenden Leitung, die einestheils in einem Schleifcontact am Uhrwerkgehäuse endigt, anderentheils mit einer Scheibe des Uhrwerks verbunden ist, die auf ihrer Fläche hervorstehende Stifte oder auf ihrem Umfange Zähne besitzt, die bei der Drehung der Scheibe mit dem anderen Polende in Berührung kommen und so zeitweilig die Warnglocke in Thätigkeit setzen.
2. Die durch Anspruch 1 gekennzeichnete Anordnung dahin abgeändert, dafs in die zum Uhrwerk führende Stromleitung ein Elektromagnet eingeschaltet ist, dessen Anker den festen Punkt zur Befestigung des in Anspruch ι erwähnten, das Uhrwerk hemmenden Fadens oder Drahtes abgiebt, wobei vom Uhrwerk sowohl wie vom Schleifcontact Nebenleitungen zu einer oder mehreren Stromschlufsstellen führen, die in ihrer Wirkung den Stromkreis schliefsen und, den Elektromagneten zur Wirkung bringen, so dafs dieser durch Anziehung des Ankers das Uhrwerk auslöst.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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