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lichtvorrichtungen mit selbsttätigen Unterbrechern verwendet, d. i. periodisch ein-und ausgeschaltete Glühbirnen. Dies hat verschiedene Nachteile, insbesondere jenen, dass durch das beständige Ein-und Ausschalten die Glühbirnen stark leiden, bald zerstört werden und sodann keine Kontrolle bezüglich des Ortes, Zustandes und der Tätigkeit der Signalvorrichtung besteht.
Die dabei verwendeten Unterbrecher wiesen wiederum eine Reihe von Mängeln auf, insbesondere : 1. den Mangel einer Geschwindigkeitsänderung des Blinkens, d. h. einer Änderung der Zeitdauer der Periode des Blinkens, 2. die Nichtregulierbarkeit des Verhältnisses der Dauer des vollständigen Abblendens zur Leuchtdauer, 3. die Verwendung schnellaufender Motoren und der damit verbundenen notwendigen, Lärm verursachenden Zahngetriebe, die eine beträchtliche Abnutzung sämtlicher Bestandteile zur Folge haben und ein öfteres Schmieren benötigen. Im ersteren Falle blinkt das Licht, d. h. leuchtet auf und verlöscht, in einer gewissen Zeitperiode, z. B. immer in je einer Sekunde, welche Periode im vorhinein eingestellt wird und nicht mehr geändert werden kann.
Im zweiten Falle kann das Verhältnis der Dauer des vollständigen Abblendens zur Leuchtdauer in einer gewissen Zeitperiode ebenfalls nicht geregelt werden, denn die bekannten Unterbrecher sind für ein ganz bestimmtes, nicht regelbares Verhältnis der Dauer vollkommener Abblendung zur Leuchtdauer konstruiert (z. B. immer 1% 3 Sekunde Licht, Sekunde vollkommene Abblendung oder Dunkelheit).
Vordem waren einige mechanische Einrichtungen zum Unterbrechen oder Verdecken des Signallichtes bekannt, die jedoch, abgesehen von unsicherer, unregelbarer und kurzzeitiger Wirkung und schwerfälliger, ausserhalb der Laterne angebrachter, daher den Witterungseinflüssen unterliegender Konstruktion, überhaupt kein richtiges Blinklicht, d. i. augenblicklich verdecktes und augenblicklich freigegebenes Licht geliefert haben, welches Licht so ausdrucksvoll ist.
Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung einer an und für sich bekannten Jalousie, die in einem einfachen Rahmen gelagert und in die Signallaterne vor die Lichtquelle (z. B. anstatt des
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magneten infolge der Stromimpulse des Unterbrechers geschlossen und bei Stromunterbrechung ebenfalls augenblicklich mittels Federkraft geöffnet wird, wodurch ein richtiges'Blinken des Lichtes entsteht. Bei Stromstörung hält die Feder die Jalousie in der geöffneten Lage, so dass das Signal während der Störung in der Stellung auf "Frei" volles weisses Licht zeigt, daher wenigstens als nichtblinkendes Signal wirkt. Die ganze Vorrichtung ist so klein, dass sie in normale Signallaternen passt und derart empfindlich und leicht betätigbar, dass zum Antrieb ein elektrischer Schwachstrom von wenigen Volt, z.
B. aus trockener Taschenbatterie, genügt.
Die Erfindung ermöglicht die Verwendung normaler Dauerlichter verschiedener Art, daher ausser den elektrischen Glühlampen, z. B. gewöhnliche Petroleumlampen, Azetylen, Gas usw. Ausserdem wird
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für den Unterbrecher statt schnellaufender Motoren (Kollektor-, Asynchronmotoren) das Antriebsystem nach Ferraris benutzt, dessen man sich bis jetzt hauptsächlich nur bei Elektrizitätszählern bediente. Mit dieser Antriebseinrichtung können auf einfache Weise niedrige Drehzahlen erreicht werden, wodurch die Übersetzungen überflüssig werden und ausserdem sämtliche abnutzbare Bestandteile, wie der Kollektor usw. wegfallen.
Bei dem Ferraris-Antriebssytem kann fernerhin auf sehr einfache Weise eine für die Änderung der Zeitperiode nötige Drehzahländerung erzielt werden, u. zw. durch Einbau oder Einschaltung eines Widerstandes in die Antriebsmagnete, oder in einer andern bekannten Art und Weise.
Was die zweite Anforderung anbelangt, d. i. die Regulierbarkeit des Verhältnisses der Dauer des vollständigen Abblendens zu jener des Leuchtens in einer gewissen Zeitperiode, so wird dieselbe bei dem erfindungsgemässen Unterbrecher auf zweifache Weise erzielt : entweder durch das Verstellen der einen (beweglichen) Bürste in bezug auf die Zuleitungsbürste (feste), s. Fig. 2, oder durch das Ändern der Gleitlänge der Daumenscheibe, auf welcher der Schalthebel des federnden Kontaktunterbreehers läuft (Fig. 3).
In den Zeichnungen stellt die Fig. 1 eine schaubildliche Ansicht der Blinklichtvorrichtung, Fig. 2 und 3 zeigen den dazugehörigen Unterbrecher in zwei verschiedenen Ausführungen.
Vor einer konstanten Lichtquelle irgendwelcher Eisenbahnsignalvorrichtung (z. B. eines Semaphors) wird eine im Prinzip bekannte Jalousieblende (Fig. 1), bestehend aus drehbaren Jalousien C, angeordnet. Auf der Zeichnung sind diese Jalousien in geöffneter Lage dargestellt, d. i. parallel mit der Richtung des hervorströmenden Signallichtes, so dass sie dieses Licht nicht verdecken. Die Zwischenräume zwischen den einzelnen geöffneten Jalousien entsprechen z. B. der Breite der Jalousien, so dass sie beim Schliessen in Richtung der in der Zeichnung dargestellten Pfeile die Lichtquelle des Eisenbahnsignals verdecken.
Die Zapfen dieser Jalousien sind fest mit den untereinander gleichlaufenden Armen R verbunden, deren Zapfen in den Öffnungen der Zugstange T gelagert sind, die durch ihre hin und hergehende Bewegung alle Jalousien auf einmal öffnet oder schliesst. Diese Bewegung geht z. B. von dem Zapfen der äussersten Jalousie aus, die durch den Hebel P auf die mit dem Solenoidkern in Verbindung stehende Kuppelstange V wirkt.
Dieser Kern J ist in der elektromagnetischen Spule S beweglich gelagert und wird aus ihr durch die Feder Z herausgedrückt, so dass bei ausgeschaltetem elektrischem Strom die Jalousien geöffnet
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wunden, der Kern J in das Solenoid S gezogen und die'Jalousien geschlossen. Bei Unterbrechung des Stromes öffnet die Feder die Jalousien. Der in entsprechend kurzen Zeitabständen ein-und ausgeschaltete elektrische Strom verursacht ein Öffnen und Schliessen der Jalousien und somit den Eindruck des blinkenden Signallichtes.
An Stelle der Jalousieblende könnte z. B. ein Jalousieband verwendet werden, dessen Zwischenräume das Licht abdecken würden und das z. B. durch einen Motor bewegt würde.
Der elektrische Strom wird durch einen selbsttätigen Unterbrecher ein-und ausgeschaltet, in dessen Stromkreis, ausserdem ein Blocktmterbrecher liegt, der bei der Stellung"Halt"des Semaphors ausgeschaltet wird. Dadurch wird die Blende geöffnet und überschattet nicht das rote Licht, das nach Internationaler Vereinbarung nicht blinken darf.
In den Fig. 2 und 3 ist schematisch der selbsttätige Unterbrecher bloss mit den Wellen des Antriebsmechanismus, daher ohne Ferraris-Scheibe (Motor), und mit den zugehörigen Kontaktunterbrechern gezeichnet. Fig. 2 stellt die erste Ausführungsform für die Verstellung des Unterbrechers zwecks Änderung des Verhältnisses der Dauer vollkommener Abblendung (Dunkelheit) zu jener des Leuchtens durch Änderung der elektrisch eingeschalteten Weglänge dar, während Fig. 3 die zweite Ausführungsform versinnbildlicht, bei welcher die Ändenmg der eingeschalteten Weglänge der Kontaktscheibe mechanisch erfolgt.
Der in Fig. 2 angenommene Ferraris-oder ähnliche Motor dreht die Isolierscheibe K, die am
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Lage 1, wird der Strom nur auf sehr kurze Zeit eingeschaltet, u. zw. so lange als sich das Segment nicht um einen der Breite der Bürste entsprechenden Bogen verdreht. Es ist somit z. B. bei einem Segment von 1800 die Schaltdauer von Y2 bis 1/100 Sekunde oder auf eine noch kürzere Zeit regulierbar.
Bei der zweiten in Fig. 3 angeführten Ausführungsform des Unterbrechers trägt die Motorwelle
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sind gegeneinander verstellbar, so dass der Sattel b der Daumenscheibe beliebig verbreitert oder verengt werden kann ; in die Einschnitte b fällt die Rolle L des Schalthebels B ein. Diese drückt beim Einfallen in den Sattel b mittels der Isolationsstücke i auf die Federn Y1 F, welche durch ihre Kontakte auf die Federn Xi, xi treffen und hiemit den Strom zuleiten. Wird der Sattel auf eine grössere Breite eingestellt, ist die Schaltdauer länger, ist er jedoch enger, ist die Schaltdauer kürzer.