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Kraftangetriebene Papierwagenaufzugsvorrichtung für Büromaschinen
Die Erfindung betrifft eine Papierwagenaufzugsvorrichtung mit motorischem Antrieb
für Schreib-, Rechen-, Buchungs- od. dgl. Maschinen, bei der die Zeilenschaltung
durch eine- längs beweglich am Papierwagen angeordnete Zahnstange beeinflußt wird
und bei der zwischen Kraftquelle und Papierwagen eine die Kraftübertragungselemente
verbindende bzw. trennende Hauptkupplung vorgesehen ist, die durch eine Feder im
Sinne des Kuppelns beeinflußt, gewöhnlich ,aber durch eine Halteklinke in entkuppelter
Lage gehalten wird, aus der sie von der Kraftquelle durch Niederdrücken der Rücklauftaste
zur Wirkung gebracht werden kann. Derartig aufgebaute Aufzugsvorrichtungen haben
den Vorteil, daß sich, trotz des motorischen Antriebes, der Papierwagen leicht vom
Maschinengestell abheben läßt bzw. gegen Wagen verschiedener Größe austauschbar
ist. Die Zeilenschaltung der Papierwagen an mit solcher Aufzugsvorrichtung versehenen
Maschinen erfolgte hierbei meistens vor dem Wagenrücklauf, und zwar durch Ausnutzung
des Beharrungsvermögens der Wagenmasse. War jedoch vor der Rüc klaufbewegung ein
größerer Zeilenabstand zu schalten, so wurde der Reibungswiderstand in der Zeilenschaltung
oft so. groß, daß ein Kräftegleichgewicht eintrat und sich der Papierwagen schon
vor der erfolgten Zeilenschaltung in Bewegung setzte. .Die gewünschte Zeilenschaltung
blieb somit aus. Bei schwergängigen Zeilenschaltungen ließ sich daher diese billig
bauende Wagenaufzugsmethode überhaupt nicht verwenden.
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Ein weiterer Nachteil der bekannten Wagenaufzugsvorrichtungen bestand
darin, daß das Entkuppeln des Krafttriebes nach erfolgtem Wagenaufzug direkt durch
den Aufprall des Wagens auf
den Randsteller erfolgte. Da der Energiebedarf
für den Auskuppelvorgang sehr groß war, ist es erforderlich gewesen, den Papierwagen
mit großer Wucht auf den Randsteller auflaufen zu lassen. Dies hatte nicht nur sehr
laute und störende Geräusche zur Folge, sondern es .trat auch ein erheblicher Materialverschleiß
.auf, der die Lebensdauer derart .ausgerüsteter Büromaschinen, sehr beeinträchtigte.
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Durch die Erfindung werden nun die :bestehenden Nachteile dadurch
vermieden, @daß einer aus verschiedenen Steuerungs-, Schalt- undAntriebsmitteln
der Pap,ierwagenaufzugsvorric'htung bestehenden Einschalt-bzw. Einkupplungsgruppe
eine Ausschalt-bzw. Auskupplungsgruppe zugeordnet ist, welche auch die Entkupplung
durch die Kraftquelle steuert, wobei die Ausschaltgruppe den Auskuppefvorgang verzögernde
Bauelemente aufweist zwecks möglicher Nachholung der zu Anfang der Aufzugsbewegung
unterbliebenen Zeilenschaltung, während eine die Antriebsachse in eine Antriebs-
und eine Abtriebsseite unterteilende Rutschkupplung am Ende der Aufzugsbewegung
in Wirkung tritt, wenn die Zeilenschaltung bereits zu Anfang erfolgte.
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Gemäß der Erfindung erfolgt nunmehr auch das Entkuppeln direkt durch
die Kraftquelle, so daß die bisher gegen Ende der Rüdklaufbewegung erforderlich
gewesene Energie für die Durchführung des Entkuppelns nicht mehr 'benötigt wird.
Die bisher Sam Maschinengestell aufgetretenen starken Erschütterungen werden durch
die erfindungsgemäß ausgehiddeteVorrichtung vermieden, so daß die Abnutzung der
hierbei zur Wirkung kommenden Maschinenteile wesentlich geringer ist als bisher.
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Ferner wird die Zeilenschaltung, wenn diese auf Grund der Kräfteverhältnisse
zwischen' dieser und dem Papierwagen nicht zu Anfang .der Rücklaufbewegung möglich
ist, auf jeden Fäll am Ende derselben durchgeführt. Die erfindungsgemäß ausgebildete
Aufzugsvorrichtung hat also .den Vorteil, daß sie für jeden Maschinentyp, unabhängig
von der Gängigkeit der Zeilenschaltung, verwendbar ist und daß sowohl die Anzahl
der auf einmal zu schaltenden Zeilen als auch die zu verwendende Wagengröße keine
Rolle mehr spielt. Desgleichen wird eine vor. der Rücklaufbewegung nur teilweise
durchgeführte Zeilenschaltung durch die erfindungsgemäß ausgebildete Vorrichtung
selbsttätig am Ende der Rücklaufbewegung nachgeholt und zu Ende geführt. Die bei
derartigen Wagenaufzugsvorrichtungen als besonders vorteilhaft anzusehende leichte
Auswechselbarkeit des Papierwagens, was dadurch ermöglicht wird, .daß nur ein kraftgetriebenes
Zahnrad mit der Zahnstange des Wagens im Eingriff steht, ist auch bei der Ausbildung
nach vorliegender Erfindung .durch Beibehaltung dieses Konstruktionsmerkmales vollauf
gewährleistet.
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Neben dieser vorteilhaften !konstruktiven Lösung wird die Erfindung
,auch noch darin gesehen, daß die Vorrichtung als ein in sieh geschlossenes, leicht
auswechselbares und aus dichtgedrängt auf kleinstem Raum um die Antriebsachse angeordneten
Bauelementen bestehendes Aggregat nussgebildet ist. Selbstverständlich kann die
Wagenaufzugsvorrichtung nach der Erfindung sowohl für vollelektrische Maschinen,
bei denen die Antriebsquelle während des Schreibvorganges dauernd in Betrieb .ist,
als .auch für teilelektrisch angetriebene Maschinen Verwendung finden, bei denen
die Antriebsquelle erst durch einen mit der Rücklauftaste in Verbindung stehenden
Kontaktgeber für jeden Wagenrücklauf in. Betrieb gesetzt wird.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
an einer Schreibmaschine dargestellt, bei welcher die Antriebsquelle erst durch
Niederdrücken der Rücklauftaste in Betrieb gesetzt wird. Es zeigt Feg. i die Gesamtansicht
.des Erfindungsgegenstandes in Ruhelage, Fig. 2 den Erfindungsgegenstand im eingeschalteten
Zustand bei eingekuppelter Hauptkupplung, Fig. 3 die Einschaltgruppe der Vorrichtung,
Fig. q. eine weitere Ausführungsform einer Klinkensteuerung der Einschaltgruppe,
Fig. 5 die Ausschaltgruppe .der Vorrichtung, Fig. 6 eine Einzelheit der Fig. 5.
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Mit i ist die Motorwelle bezeichnet, .die 'beispielsweise über einen
Schneckentrieb 2 die Antriebswelle 3 .der Aufzugs orrichtung ,antreibt. Durch eine
Rutschkupplung q. wird die Antriebswelle 3 in eine Antriebs- und Abtriebsseite unterteilt.
Auf der Abtriebsseite sitzt am freien Ende der Welle 3 lose ein Zahnritzel 5, das
mit der Zahnstange 6 des Papierwagens in dauerndem Eingriff steht. Eine Hauptkupplung,
beispielsweise eine Klauenkupplung 7, stellt die kraftübertragendeVerbindung zwischen
Ritzel und Antriebswelle her bzw. unterbricht sie.
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Auf der Antriebsseite der Antriebswelle 3 sind mit Abstand voneinander
zwei Z.ahnsehelben 8 und 9 befestigt; die mit aus Schalt- und Steuerungselementen
gebildeten Einschalt- und Ausschaltgruppen in Wirkungsverbindung stehen.
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Die Einschaltgruppe, die hierbei mit der Zahnscheibe 8 in Wirkungsverbindung
gebracht wird, ist mit einem bei io drehbeweglich gelagerten, in Form eines liegenden
T .ausgebildeten .dreiarmigen Steuerhebel ii versehen, an dessen Arm ia die Rücklauftaste
mit ihrer Verbindungsstange 13 angreift und dessen Arm 1q. über eine unter der Wirkung
einer Feder 15 stehenden Auslöseklinke 16 auf eine Schaltklinke 17 einwirkt. Die
Schaltklinke 17 steht unter der Wirkung einer Feder i8 und wird beim Niederdrücken
der Rücklauf taste :in die Zahnscheibe 8 eingeklinkt. Bei ig ist die Schaltklinke
an einem Arm 2o eines ebenfalls bei io gelagerten Winkelhebels- 21 drehbeweglich
befestigt. Der andere Arm des Winkelhebels 2i ist mit 22 be@ zeichnet--und steht
über eine in Langlöchern 23, 2¢ längs- verschieblich geführte Schubstange 25 mit
der die Hauptkupplung 7 beeinflussenden Sperrklinke 26 ,in Wirkungsverbindung. Der
dritte Hebelarm des Steuerhebels ii ist mit 27 bezeichnet und betätigt gemäß vorliegendem
Ausführungsbeispiel ,der Erfindung den 'Kontaktgeber 28 über eine federnd angeordnete
Schubstange 29, so daß beim
Niederdrücken der Rücklauftaste sofort
der Motor eingeschaltet wird und danach mit zeitlichem Abstand über die iSchaltklinke
17 die Auslösung der Kupplung 7 erfolgt.
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Die mit der Schaltklinke 17 über den Winkelhebel 21 in Verbindung
stehende Schubstange 25 steht unter der Wirkung einer Feder 30, welche die Schubstange
25 und den Hebel 2i in der Ruhelage 'hält. Die Sperrklinke 26 für .die Kupplung
ist als ein bei 31 schwenkbar gelagerter zweiarmiger Hebelausgebildet, dessen
Arm 32 in den Schaltweg einer an der Schubstange 25 beweglich befestigten und unter
der Wirkung einer Feder 33 stehenden Abgleitklinke 34 hineinragt. Der zweite, die
eigentliche Klinkennase 35 aufweisende Arm 36 steht mit der Kupplungsstange 37 'in
Klinkverbindung, wobei sich die Klinkennase 35 der unter der Wirkung einer Feder
38 stehenden Sperrklinke in der Ruhestellung vor einen abgewinkelten Arm 39 der
Kupplungsstange 37 legt. Eine an die Kupplungsstange 37 angreifende Feder 40 ist
bestrebt, die Kupplung 7 stets .in die eingekuppelte Lage zu bringen.
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Die Ausschaltgruppe, die mit der Zahnscheibe 9 in Wirkungsverbindung
gebracht wird, weist einen bei 41 schwenkbar gelagerten zweiarmigen Winkelheb.el
42 auf, dessen Arm 43 bei 44 mit der Kupplungsstange 37 ,gelenkig verbunden ist
und dessen zweiter Arm 45 mit einem bei 46 gelenkig befestigten, eine Schaltklinke
47 tragenden Klinkenträger 48 verbunden ist. Die Schaltklinke 47 ist auf ihrem Träger
48 vermittels Langlöcher 49 längs verschieblich geführt, wobei eine beide Teile
verbindende Feder 5o bestrebt ist, die Schaltklinke in der äußersten Endlage der
Langlochführung in Richtung zurAntriebswelle3 zuhalten. Durch diese Langlochführung
wird in der Schubrichtung der Schaltklinke 47 ein eine .Sehlaltverzägerung bewirkender
Leerlauf erzielt, der erforderlich ist, um am Ende der Rücklaufbewegung des Papierwagens
nicht sofort den Krafttrieb durch Auskuppeln zu unterbrechen, da die Antriebskraft
noch für eine zu Anfang der Rücklaufbewegiing eventuell unterbliebene Zeilenschaltung
benötigt wird. Durch eine an .den Klinkenträger 48 -,außerhalb seines Drehpunktes
46 angreifende Feder 5 i wird die Schaltklinke 47 in der Ruhestellung außer Eingriff
mit der Zahnscheibe 9 gehalten.
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Zur Einleitung des Ausschaltvorganges schlägt der in der Zeichnung
nur durch einen Pfeil dargestellte Randsteller auf einen in senkrechter Richtung
zur Längsachse der Schaltklinke 47 beweglich angeordneten Schieber 52, der eine
Auslöseklinke 53 trägt, die mit der Schaltklinke 47 bzw. dem Klinkenträger 48 über
eine Schaltnase 54 in kraftschlüssig.-. Verbindung kommt. Eine Feder 55 hält die
Auslöseklinke in Arbeitsstellung, während eine weitere an dem Schieber 52 angreifende
Feder 56 denselben in der Ruhelage außer Wirkstellung hält.
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Eine zur Ausschaltgruppe gehörige, am Maschinengestell einstellbar
befestigte Anschlagschraube 57 steht mit einer iam Klinkenträger 48 vorgesehenen
Auflauffläche 58 in Wirkungsverbindung und dient zum Auswerfen der Schaltklinke
47 aus der Zahnscherbe g, während eine zur Einschaltgruppe gehörige, einstellbar
am Maschinengestell befestigte Anschlagschraube 59 mit einer abgewinkelten Fläche
6o der Schaltklinke 17 in Wirkungsverbindung steht und zum Auswerfen der Schaltklinke
17 ,aus der Zahnscheibe 8 dient. Durch Verstellen der Anschlagschrauben 57 und 59
läßt sich die Einklinkdauer der Schaltklinken 17 und 47 ändern.
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Um den Kontaktgeber 28 auch nach dem Loslassen der Rücklauftaste während
des Wagenaufzugsgeschlossen zu halten, ist an dem Arm 45 des Winkelhebels 42 ein
unter der Wirkung einer Federbi stehender, bei 62 schwenkbar angeordneter Mitnehmer
63 vorgesehen, der den Kontaktgeber nach dem Einschalten durch. die Einschaltgruppe
für die Dauer des Wagenrücklaufes und Zeilenschaltvorgangesgeschlossen hält. Eine
Feder 64 ist bestrebt, den Kontaktgeber 28 stets in der ausgeschalteten Ruhelage
zu halten.
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In der Fig.4 ist eine weitere Ausführungsform der Schaltklinkensteuerung
für die Einschaltgruppe gezeigt, bei welcher Mittel zur Erhöhung der Ein.-fallgeschwind:iglteit
.der Schaltklinke 17 in: die Zahnscheibe 8 vorgesehen sind. Zu diesem Zweck ist
eine die Schaltklinke 17 sperrende Klinke 65 vorgesehen, die durch einen zusätzlichen,
von der Rücklauftaste über den Hebel 14 beeinflußbaren, ebenfalls bei ig ,an dem
Hebelarm 2o drehbeweglich angeordneten Steuerhebel 66 ausklinkbar ist. Die
Sperrklinke 65 ist am unteren freien verlängerten Ende des Hebelarmes 2o bei 67
schwenkbar befestigt und steht unter der Wirkung einer an einem Vierkantstift 68
der Schaltklinke 17 befestigten Zugfeder 69. Der Stift 68 dient zugleich als Widerlag-er
für die eine der Vierkantform des Stiftes angepaßte Ausnehmung aufweisende Sperrklinke
65. Der Steuerhebel 66 ist an seiner unteren Kante mit einer Umbiegung
70 versehen, die sich unter die Schaltklinke 17 legt und diese nach dem Ausklinken
wieder in die Ausgangslage zurücknimmt. Ein an einer Nase 71 des Steuerhebels angeordneter
Stift 72 legt sich vor die Sperrklinke 65 und bringt diese beim Niederdrücken des
Steuerhebels 66 zum Ausklinken zwecks Freigabe der Schaltklinke 17.
Eine Feder
73 zieht den Steuerhebel in die Ausgangslage zurück.
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Um jedoch zu verhindern, daß am Ende der Wagenrücklaufbewegung eine
unbeabsichtigte, sich dauernd wiederholende endlose erfolgt, wirkt die Abgleitklinke
34 mit einer Arbeitskurve des Armes 32 der Sperrklinke 26 derart zusammen, daß stets
sofort nach Freigabe des Haltearmes 39 .der Kupplungsstange 37 die Abgleitklinke
34 entgegen der Wirkung der Feder 33 nach außen geschwenkt wird und somit die Sperrklinke
26 sofort wieder bereit ist, sich mit ihrer Nase 35 sperrend vor den zurückkehrenden
Haltearm 39 zu legen. Hierdurch ist ge-vvährleistet, daß auch, beispielsweise durch
auftretende Fehler in der Einschaltgruppe, stets nur eine Zeilenschaltung bei einmaliger
Bedienung der Rücklauftaste möglich ist (s. Fig.2). (Selbstverständlich können,
gemäß der
Erfindung, beliebig viele Zeilenschaltungen hintereinander
durchgeführt werden, was jedoch für jede Zeilenschaltung ein erneutes Herabdrücken
der Rücklauftaste erforderlich macht.) Die Wirkungsweise -des Erfindungsgegenstandes
ist nun folgende: Beim Niederdrücken der Rücklauf taste wird die Verbindungsstange
13 angezogen, so daß der mit ihr verbundene dreiarmige Steuerhebel i i um seinen
mit dem Hebel 21 gemeinsamen Drehpunkt io verschwenkt wird. Bevor jedoch der Arm
14 des Steuerhebels mit der Auslöseklinke 16 die Schaltklinke 17 berührt, wird über
den Arm 27 des Steuerhebels der Kontaktgeber 28 vermittels .der Schubstange 29 geschlossen,
so daß sich der Motor in Betrieb setzt. Da der Motor über den Schneckentrieb die
Antriebswelle 3 antreibt, befinden sich somit auch die Zahnscheiben 8 und 9 in Drehbewegung
(s. Fig. 3). Erst nach weiterem Niederdrücken der Rücklauftaste trifft die Auslöseklinke
16 .des Armes 14 auf .die Schaltklinke 17 und drückt diese gegen die Zahnscheibe
8, wodurch die Arbeitsverbindung für .den Einkuppelvorgang hergestellt ist.
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Die in Drehung befindliche Zahnscheibe 8 verschiebt nunmehr die eingeklinkte,
am Winkelhebel 21 bei i9 beweglich befestigte Schaltklinke 17 derart, daß -derWinkefhebel2i
in seinemDrehpunkt io verschwenkt wird. Der Arm 22 .des Winkelhebels wird hierdurch
in Richtung auf die Zahnscheibe 8 zu bewegt und verschiebt die mit ihm gelenkig
verbundene Schubstange 25 entgegen .der Wirkung der Zugfeder 30 soweit, wie
es die Langlöcher 23 und 24 der Schubstange 25 zulassen. Die an der Schubstange
25 befestigte Abgleitklinke 34 drückt hierbei gegen den in ihren Bewegungsbereich
hineinragenden Arm 32 der Sperrklinke 26 und bringt diesen zum Ausweichen, wobei
die Klinke 2,6 in ihremDrehpunkt 31 verschwenkt wird, derart, daß die Klinkennase
35 den abgewinkelten Haltearm 39 der Kupplungsstange 37 freigibt und die Kupplung
7 durch die Feder 4o in Einkuppelstellung gebracht wird (s. Fig. 2).
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Das mit .der am Papierwagen längs beweglich angeordneten Zahnstange
6 in ständigem Eingriff befindliche Zahnrad 5 ist nun kraftschlüssig mit dem Antrieb
verbunden und beginnt sich zu drehen. Die mit der Zeilensch.altvorrichtung gekuppelte
Zahnstange 6 macht hierbei anfangs eine Relativbewegung zu dem Papierwagen, falls
der Reibungswiderstand der Zeilenschaltung geringer ist als das Beharrungsvermögen
des Papierwagens. Während dieser Relativbewegung erfolgt nun in bekannter Weise
die Zeilenschaltung vor der Rücklaufbewegung .des Papierwagens. Falls nun aus irgendeinem
Grunde die Zeilenschaltung nicht erfolgt, z. B. dadurch, weil der Reibungswiderstand
in der Zeilenschaltung beim Schalten eines größeren Zeilenabstandes bzw. durch Verschmutzung
gegenüber dem Beharrungsvermögen des Papierwagens zu groß ist, wird der Papierwagen
sofort bis zum Randstelleranschlag mitgenommen. Der Randstelleranschlag hält den
Papierwagen in der Aufzugsendstellungfest, so daß die Zahnstange jetzt gegenüber
dem blockierten Papiervagen ihre die Zeilenschaltung bewirkendeRelativbewegungdurchführen
kann und somit die zu Beginn der Rücklaufbewegung unterbliebene Zeilenschaltung
nunmehr am Ende des Wagenrücklaufes zwangsläufig erfolgt.
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Während des Ein cuppelvorganges wurde auch der Mitnehmer 63 über den
Winkelhebel 42 gegen den Kontaktgeber 28 gedrückt und hält diesen während des ganzen
Zeilenschalt- und Rücklaufvorganges geschlossen, so daß die Rücklauftaste an sich
nur anschlagmäßig für die Einleitung der Schaltvorgänge niedergedrückt zu werden
braucht. Sofort nach .dem Loslassen der Rücklauftaste bewegt sich der Steuerhebel
ii unabhängig von den anderen Schaltbewegungen in ,seine Ausgangslage zurück. I
Nach der Beendigung -des Einkuppelvorganges hat .auch die Schaltklinke 17 ihren,
Schaltweg beendet und schlägt mit ihrer abgewinkelten Fläche 6o gegen die Anschlagschraube
59. Hierdurch wird die Klinke 17 um ihren Drehpunkt i9 verschwenkt und paus der
Zahnscheibe 8 herausgedrückt, so daß sie, durch die Kraft der Feder 1.8 bewegt,
wieder in ihre Ausgangslage zurückkehrt. Der die Schaltklinke 17 tragende Winkelhebel
2i wird hierbei gemeinsam mit der Schubstange 25 durch die Feder 30 in .die
Ausgangslage zurückgezogen. Der Einschalt- und Einkuppedvorgang ist nunmehr beendet.
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Um der Schaltklinke 17, .die einer sehr schnellen Schaltbewegung unterliegt,
die Rückkehr in ihre Ausgangsstellung zu ermöglichen, bevor die Rücklauftaste von
der bedienenden Person freigegeben wurde, sich also der Steuerhebel 14 noch in der
unteren Schaltstellung befindet, ist die beweglich angeordnete Auslöseklinke 16
vorgesehen. Die Schaltklinke 17 .drückt bei der Rückkehrbewegung die in ihren Bewegungsbereich
hineinragende Auslöseklinke 16 entgegen der Wirkung der Feder 15 zur Seite und nimmt
so die Ausgangslage wieder ein. Erst ein Loslassen der Rücklauftaste, wodurch der
Steuerhebel 14 nach oben ausweicht und die Auslöseklinke 16 in ihre Ruhelage zurückkehrt,
gestattet eine erneute Auslösung .des Einsöhaltvorganges.
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Durch.den-Eifnküppelvorgang wird dieAusschaltgruppe bereits auf den
Ausschaltvorgang vorbereitet. Dies geschieht dadurch, daß beim Einschaltvorgang
mit der Freigabe der Kupplung 7 durch die Sperrklinke 26 zugleich auch der an .der
Kupplungsstange 37 bei 44 angelenkte Winkelhebel 42 der Ausschaltgruppe um seinen
Drehpunkt 41 mit verschwenkt wird. Hierbei macht der Hebelarm 45 eine Schwenkbewegung
in Richtung zur Antriebsachse 3 und nimmt einmal den an ihm befestigten Mitnehmer
63 für den Kontaktgeber 28 zwecks Aufrechterhaltung des Kontaktschlusses, auch nach
Rückkehr der Bauelemente der Einschaltgruppe in ihre Ruhelage, sowie den Klinkenträger
48 mit der Schaltklinke 47 mit. Hierbei kommt die Nase 54 des Klinkenträgers direkt
unter die Ausdöseklinke 53 des Schiebers 52 zu liegen, der durch .den nicht näher
dargestellten Randsteller betätigt wird. Die Schaltklinke 47 wird durch die
Feder
51 bis zum Ende des Wagenrücklaufes-außer Eingriff mit der Zahnscheibe 9 gehalten.
Die bewegliche Anordnung der Auslöseklinke 53 ist erforderlich, um genau wie bei
der Schaltklinke 17 und Auslöseklinke 16 die ungehinderte Rückkehr der Schaltklinke
47 in die Ausgangsstellung zu ermöglichen, auch wenn .der Schieber 52 durch den
Randstelleranschlag noch in herabgedrückter Lage ist.
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Der Wagenrücklaufbewegung ist durch den Randstelleranschlag ein Ende
gesetzt. Beim Auflaufen des Papierwagens auf den Randstelleranschlag wird der Auslöseschieber
52 mit seiner Klinke 53 in Richtung auf den Klinkenträger 48 bewegt, wobei die kleine
Klinke 53 auf die Schaltnase 54 aufsetzt und dieSchaltklinke47 in dieZahnscheibe
9 zum Einklinken bringt. Hiernach wird die Klinke 47 durch die Zahnscheibe 9 in
Richtung zum Hebelarm 45 verschoben, so daß der Winkelhebel 42 um seinen Drehpunkt
41 verschwenkt wird und somit die Kupplung 7 außer Wirkstellung bringt (Fig. 5).
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Die Schaltklinke 47, die auf ihrem Träger 48 in Langlöchern 49 längs
verschieblich geführt ist, bewirkt nun, daß die Auskupplung nicht sofort eintritt,
sondern erst, nachdem die Schaltklinke 47 den durch .die Langlöcher in seiner Länge
festgelegten Leerlaufweg zurückgelegt hat und den Klinkenträger 48 mitnimmt. Erst
nach dieser Schaltverzögerung wird die Schältklinkenbewegung unmittelbar auf den
Winkelhebel 42 übertragen und dieser im Sinne einer Auskuppelbewegung beeinflußt,
wobei auch gleichzeitig der Mitnehmer 63 gegen Ende seiner Bewegung .den Kontaktgeber
28 freigibt und somit :den Stromkreis für den Motor unterbricht. Der Winkelhebel
42, dessen Arm 43 mit der Kupplungsstange 37 gelenkig verbunden ist, verschiebt
diese entgegen der Wirkung der Feder 40 so weit nach unten, bis sich die Sperrklinke
26 mit ihrer Nase 35 vor den abgewinkelten Arm 39 der Kupplungsstange 37 legt und
somit @die Kupplung in der ausgekuppelten Lage festhält.
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Der durch die Langlochführung der Schaltklinke 47 bewirkte Leerlauf
stellt also eine Auskuppelverzögerung .dar, um nach beendetem Wagenrücklauf zwangsläufig
eine Zeilenschaltung durchführen zu können, falls .diese am Beginn der Rücklaufbewegung
nicht stattfand (Fig. 5 und 6).
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fegen Ende der Schaltbewegung schlägt nun der Schaltklinkenträger
48 mit seiner Fläche 58 gegen die Anschlagschraube 57 und bringt die Schaltklinke
47 außer Eingriff mit der Zahnscheibe 9. Die Feder 5o bewegt hierauf die Schaltklinke
in, ihren Langlöchern auf dem Klinkenträger 48 in die Ruhe-und Ausgangslage zurück,
während die Feder 51 die Schaltklinke 47 außer Wirkeingriff mit der Zahnscheibe
9 hält.
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Wurde nun die Zeilenschaltung bereits am Beginn des Wagenrücklaufes
durchgeführt, so daß am Ende des Rücklaufes keine Arbeitsleistung mehr gefordert
wird, so tritt, .da sowohl der Papierwagen als auch,die an ihm vorgesehene Zahnstange
bereits die blockierende Endlage erreicht hat, zur -Oberbrückung .der durch dieLaniglochführung
derSchaltklinke 17 herbeigeführten Verzögerungszeit die Rutschkupplung 4 in Kraft.
Diese Rutschkupplung ermöglicht die Überbrückung der Leerlaufzeit vom Beginn . des
Auf laufens des Papierwagens an den Randstelleranschlag bis zum endgültigen Auskuppeln.
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Die Wirkungs-,veise der in Fig. 4 gezeigten Klinkensteuerung der Einschaltgruppe
ist folgende: Beim Niederdrücken der Rücklauftaste drückt der Hebelarm 14 mit seiner
Auslöseklinke 16 nicht direkt auf die Schaltklinke 17, sondern auf den zwischengeschalteten
Steuerhebel 66. Dieser Hebel wird entgegen der Wirkung der Feder 73 nach unten bewegt
und ist gemeinsam mit der Schaltklinke 17 bei ig .am Hebelarm 2o des Winkelhebels
21 drehbeweglich befestigt. Der Steuerhebel 66 drückt nun mit seinem Stift 72 gegen
die Sperrklinke 65, die unter zunehmender Spannung der Feder 69 um ihren am Hebelarm
2o .befindlichen Lagerzapfen 67 so weit verschwenkt wird, bis :die den Vierkantzapfen
68 aufnehmende Ausnehmung der Klinke 65 den Vierkantzapfen und somit .die Schaltklinke
17 freigibt. Die Schaltklinke 17 fällt nun, .durch die gespannte Feder 69 gezogen,
mit großer Einfallgeschwindigkeit in die Zahnung der Zahnscheibe 8 ein. Nach dem
Auswerfen der Schaltklinke 17 aus der Zahnscheibe 8 durch Anschlag .der abgewinkelten
Fläche 6o an. die Anschlagschraube 59 zieht die Feder 73 den Steuerhebel 66 und
dieser mit seiner .die Schaltklinke 17 unterfassenden Umbiegung 7o auch die Schaltklinke
17 in ihre Ausgangslage zurück, bis sich die Klinke 65 wieder sperrend vor den Vierkantzapfen
68 legt.-