DE89833C - - Google Patents

Info

Publication number
DE89833C
DE89833C DENDAT89833D DE89833DA DE89833C DE 89833 C DE89833 C DE 89833C DE NDAT89833 D DENDAT89833 D DE NDAT89833D DE 89833D A DE89833D A DE 89833DA DE 89833 C DE89833 C DE 89833C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sheet
paper
perforations
blind
metal plate
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT89833D
Other languages
English (en)
Publication of DE89833C publication Critical patent/DE89833C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G09EDUCATION; CRYPTOGRAPHY; DISPLAY; ADVERTISING; SEALS
    • G09BEDUCATIONAL OR DEMONSTRATION APPLIANCES; APPLIANCES FOR TEACHING, OR COMMUNICATING WITH, THE BLIND, DEAF OR MUTE; MODELS; PLANETARIA; GLOBES; MAPS; DIAGRAMS
    • G09B21/00Teaching, or communicating with, the blind, deaf or mute
    • G09B21/001Teaching or communicating with blind persons
    • G09B21/003Teaching or communicating with blind persons using tactile presentation of the information, e.g. Braille displays

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Audiology, Speech & Language Pathology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Educational Administration (AREA)
  • Educational Technology (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Theoretical Computer Science (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 42: Instrumente.
An Stelle der bis jetzt gebräuchlichen Leseschrift für Blinde, welche meistens auf dem in starkes Papier eingeprefsten, erhabenen Punktschriftsystem nach Braille beruht, soll durch vorliegende Lesemaschine den Blinden in kürzerer Zeit eine gröfsere Wortzahl vorgeführt werden können, ohne dafs umfangreiche Bände entstehen. An Stelle der in starkem Cartonpapier geprefsten, erhabenen Buchstaben treten eng zusammenliegende Perforirungen in Papier von gewöhnlicher Stärke. Die Perforirungen haben den Zweck, einem über das Papier hinweggeführten Bürstencontact die Berührung einer dem Bogen Papier als Unterlage dienenden Messingplatte zu gestatten, um so einen elektrischen Stromkreis zu schliefsen, welcher eine bestimmte, der Zahl der Contacte entsprechende Anzahl Magnete erregt. Diese Magnete bringen durch Hebel eine entsprechende Anzahl Tasten zum Vorschein, durch deren Anzahl und Stellung der Blinde sich die verschiedenen Buchstaben des Systems zusammenzusetzen vermag.
Auf beiliegender Zeichnung ist die neue Lesemaschine zur bildlichen Darstellung gebracht und zeigt:
Fig. ι einen Querschnitt durch dieselbe,
Fig. 2 einen Grundrifs mit theilweisem Schnitt,
Fig. 3 und 4 den Contactmechanismus und
Fig. 5 den Arretirungsmechariismus für die Führung des Contactapparates.
In einem vollständig geschlossenen Kasten sind eine Anzahl Elemente, am besten Trockenelemente I bis VI, untergebracht und durch Bügel α so an der Wandung b des Kastens befestigt, dafs sie ihren Platz nicht verändern und nicht umfallen können. Von diesen Trockenelementen geht je eine Leitung nach einer in die Deckelplatte c eingelassenen Metallschiene, am besten einer Messingplatte d (Fig. 1). Letztere ist also mit sämmtlichen gleichwerthigen Polen sämmtlicher Stromquellen verbunden. ' Der andere Pol dieser Stromquellen führt nach Elektromagnetenpaaren und von da nach dem eigentlichen Contactapparat. Die Elektromagnetenpaare E und F sind in gleicher Anzahl wie die Elemente vorgesehen und zu einander versetzt angeordnet; doch können sie auch in gröfserer Entfernung neben einander sein. Von den einzelnen Magnetenpaaren werden Anker f auf Federn h beeinfiufst. Hierdurch werden Tasten tt' aus dem Deckel c emporgehoben, die für gewöhnlich mit ihrer Stirnfläche in gleicher Ebene mit der Deckelfläche liegen. Die Tasten tt' sind möglichst dicht gedrängt neben einander angeordnet und können von beliebiger Zahl, in der Ausführungsform z. B. sechs, sein. Von den Windungen der einzelnen Magnete gehen isolirte Leitungen.- zu einem Contactapparat K (Fig. 3 und 4). /TJieser besteht aus einem Grifft und Führungsleisten mn, die' sich zwischen einer Führung 0 0 gut schliefsend bewegen. Die einzelnen Leitungen führen zu Contactstäbchen s, welche über der Führungsplatte m hervorragen und im Stande sind, bei Bewegung in der Führung mit der Metallplatte d Contact zu geben.
Wird nun ein den Abständen der Contactstäbchen s entsprechend reihenförmig gelochtes Blatt Papier durch einen Rahmen q und
Stöpsel r so auf dem Deckel ο befestigt, dafs es sich nach keiner Richtung hin verschieben kann, so können die regelmä'fsigen Lochungen im Blatt Papier zur Bildung von Buchstaben und Silben benutzt werden. Den reihenförmigen Lochungen des Papierblattes entsprechend, sind in den Längskanten des Rahmens q Ausschnitte ν vorgesehen (Fig. 5) und eben solche Ausschnitte w im Rahmen 0, so dafs durch mit Knopf χ versehene Federn y, welche am Führungsrahmen 0 befestigt sind, dieser letztere Rahmen bei jedem Kerbschnitt ν im Rahmen q festgestellt werden kann. Die Entfernung der Kerbschnitte ν entspricht der Entfernung der reihenförmig unter einander gesetzten Lochungen im Blatt Papier. Führt man nun von links nach rechts oder von rechts nach links den Contactapparat K mit einer Hand langsam durch die Führung 0, so werden sich je nach der Anzahl der erfolgten Contacte im Tastenfelde durch Hervorkommen der einzelnen Tasten eine bestimmte Anzahl Bilder oder Punktirungen bilden. Berücksichtigt man nun, dafs diese verschiedenen Punktirungen ähnlich wie im Braille'schen System bestimmten Wort- und Satzzeichen entsprechen, so wird es je nach den auf einander folgenden Contacten und erscheinenden Bildern den Blinden möglich sein, diese zu entziffern und sich auf diese Weise eine geeignete, schnell lesbare Leetüre zu bilden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Elektrische Les'emaschine für Blinde, bei welcher durch eine Metallplatte mit darüber gespanntem durchlochten Blatt und einen über dem Blatt in verstellbaren Führungen beweglichen Contactapparat, der, durch die Lochungen des Papiers tretend, mit der Metallplatte elektrische Contacte bildet, auf elektromagnetischem Wege Tasten bewegt werden, um nach einem Punktsystem Schriftzeichen zu bilden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT89833D Active DE89833C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE89833C true DE89833C (de)

Family

ID=361614

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT89833D Active DE89833C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE89833C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1098266B (de) * 1952-08-25 1961-01-26 Renate Schuetzenmeister Geb Ku Einrichtung zum Aufsuchen bestimmter Bezeichnungen u. dgl. aus Aufzeichnungen oder Verzeichnissen auf elektrischem Wege

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1098266B (de) * 1952-08-25 1961-01-26 Renate Schuetzenmeister Geb Ku Einrichtung zum Aufsuchen bestimmter Bezeichnungen u. dgl. aus Aufzeichnungen oder Verzeichnissen auf elektrischem Wege

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE89833C (de)
DE523698C (de) Schreibmaschine mit fuer die Bildung der Buchstaben verschiebbaren Nadeln
DE654413C (de) Auswertungsmaschine fuer Karten mit Lochkombinationen
DE917461C (de) Anordnung fuer die Abfuehlung von Aufzeichnungstraegern
DE402967C (de) Kartenlochmaschine
DE495911C (de) Kartenlochmaschine mit Einrichtung fuer Komplementaerlochung
DE1263897B (de) Steuervorrichtung zum Schliessen und OEffnen elektrischer Stromkreise
DE312912C (de)
DE150759C (de)
DE1249568B (de) Einrichtung zur Abtastung gelochter kartenförmiger Aufzeichnungsträger und zur Erzeugung von durch manuell einstellbare Stellmittel bestimmten Impulsfolgen
DE589586C (de) Tastaturzeichengeber zum Einschalten von aus einzelnen Teilflaechen eines Feldes wahlweise zusammengesetzten Leuchtzeichen
AT128523B (de) Kontakteinrichtung für elektrische Orgeln.
DE7130521U (de) Geraet fuer die entzifferung von morsezeichen
DE3342190A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur lesbaren darstellung von musikalischen schriftzeichen
DE743868C (de) Sortiermaschine fuer Registrierkarten
DE1225901B (de) Lehrhilfsmittel zum Selbstabfragen, insbesondere fuer Sprachen, mit prismenfoermigenStaeben als Schrifttraegern
DE610201C (de) Pruefmaschine fuer Lochkarten
DE616341C (de) Einrichtung zum Auswerten von nach verschiedenen Lochschriftsystemen gelochten Karten o. dgl. in derselben Maschine
DE400403C (de) Elektrische Reklame-Buchstabenschaltvorrichtung
DE506065C (de) Elektrischer Fernschreiber, bei welchem Geber und Empfaenger durch eine Vielzahl vonDraehten miteinander verbunden sind
DE844224C (de) Waagerechte und senkrechte Binaer-Lochstempel
DE721226C (de) Registriermaschine, vorzeugsweise Kartenlochmaschine
DE265800C (de)
DE583602C (de) Vorrichtung zum Lesen von Lochkarten
DE366878C (de) Vorrichtung zum wahlweisen Herstellen von Kontaktgruppen, insbesondere fuer Musikinstrumente