DE616341C - Einrichtung zum Auswerten von nach verschiedenen Lochschriftsystemen gelochten Karten o. dgl. in derselben Maschine - Google Patents

Einrichtung zum Auswerten von nach verschiedenen Lochschriftsystemen gelochten Karten o. dgl. in derselben Maschine

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DE616341C
DE616341C DE1930616341D DE616341DD DE616341C DE 616341 C DE616341 C DE 616341C DE 1930616341 D DE1930616341 D DE 1930616341D DE 616341D D DE616341D D DE 616341DD DE 616341 C DE616341 C DE 616341C
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DE
Germany
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cards
hole
sensing
perforated
systems
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Expired
Application number
DE1930616341D
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Inventor
Paul Mansel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
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Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM !.AUGUST 1935
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 43 a GRUPPE 41 os
Siemens & Halske Akt.-Ges. in Berlin-Siemensstadt*)
Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. Juni 19.30 ab
Um zu vermeiden, daß bei Benutzung von Karten verschiedener Lochschriftsysteme für jede Kartenart besondere Auswertmaschinen vorgesehen werden müssen, hat man vorgeschlagen, Lochkartenauswertungsmaschinen, und zwar Tabelliermaschinen, so einzurichten, daß sie wahlweise für die Auswertung von Karten verwendet werden können, die entweder nach dem Einzellochsystem oder nach einem Kombinationslochsystem gelocht sind. Die Verwendung von Lochkombinationen zur Darstellung der Zeichen bedingt für die Auswerteinrichtungen die Verwendung von Übersetzern, welche die vondenLochkombinationen erzeugten Impul se in einen einzigen, dem Kombinationswert entsprechenden Steuerimpuls verwandeln. Nach dem älteren Vorschlag sollte die Übersetzereinrichtung umgangen werden, wenn nach dem Einzellochsystem gelochte Karten ausgewertet werden sollten. Zu diesem Zweck wurde eine Schalteinrichtung vorgesehen, die dazu diente, den Übersetzer unwirksam zu machen und die Abfühlorgane unmittelbar unter dessen Umgehung an die Auswerteinrichtungen, z.B. die Zählwerksmagnete, anzuschließen. Sind jedoch die Auswerteinrichtungen mit den Übersetzereinrichtungen zu einer geschlossenen konstruktiven Einheit vereinigt, die eine unmittelbare Steuerung der Auswerteinrichtungen von den Kartenab'fühlorganen aus erschwert, oder ist es erwünscht, die Auswertung von Karten weiterer Systeme, z. B. des Mehrlochsystems, zu ermöglichen, so führt das Unwirksammachen des Übersetzers nicht zum Ziel.
Erfindungsgemäß wird nun die Aufgabe, Karten o. dgl. verschiedener Lochschriftsysteme in derselben Maschine auswerten zu können, durch eine solche Ausbildung einer zwischen den Abfühlmitteln und dem Übersetzef eingefügten Schalteinrichtung gelöst, daß die Teile des Übersetzers beim Abfühlen von gleichen, aber in verschiedenen Lochschriften gelochten Werten in stets gleicher Kombination beeinflußt werden und daß die Einstellung der Einrichtung auf die jeweils abzuführende Lochschriftart durch einfaches Betätigen einer Umschalteinrichtung erfolgt. Demgemäß dient zum Auswerten von Karten verschiedener Systeme stets derselbe Übersetzer. Dies führt dazu, daß der Übersetzer in der bei Lochkombinationen üblichen Weise auch dann gesteuert wird, wenn Karten des Einlochsystems .abgefühlt werden.
In dieser Hinsicht lehnt sich die vorliegende Erfindung an einen anderen bekannten Vor-' schlag an, der dahin ging, zur Auswertung von Karten des Einlochsystems einen Über-
*) Von diiin Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Paul Mansel in Berlin-Siemensstadt.
setzer vorzusehen, dessen Elemente durch eine vorgeordnete Schalteinrichtung in der bei Lochkombinationen üblichen Weise nach Maßgabe eines Kombinationsschlüssels gesteuert werden. Diese Einrichtung diente jedoch nicht dem Zweck, in ein und derselben Maschine wahlweise Karten des Einlochsystems oder Karten des Kombinationslochsystems verarbeiten zu können, sondern vielmehr dem ίο Zweck, die nach dem Einlochsystem in den Karten dargestellten Werte auf dem Umweg über den Kombinationsschlüssel in ihre Komplementwerte umzuwandeln.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung,
An Hand der Abb. 1 bis 9 werden zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgedankens erläutert. Es zeigen die Abb. 1 bis 3 nach drei verschiedenen Lochungssystemen gelochte Karten, Abb. 4 und 5 als Beispiel einer Auswertmaschine, die durch die Erfindung verbessert werden kann, eine Sortiermaschine in Seitenansicht und Draufsicht, und die Abb. 6 bis 8 die Anordnung einer Gruppe von Abfühlmitteln, während in Abb. 9 eine Schaltungsanordnung dargestellt ist, welche gemäß der Erfindung die gleiche Gruppe von Auswerteinrichtungen mit mehreren Gruppen von Abfühlorganen verbindet, und in Abb. 10 eine noch weiter verbesserte Schaltungsanordnung, nach welcher nur eine Gruppe von Abfühlorganen erforderlich wird.
In Abb. ι ist eine Lochkarte dargestellt, welche nach einem Kombinationssystem gelochte Zahlenwerte enthält; jeder Zahlenstelle ist eine in vier Lochstellen eingeteilte vertikale Spalte zugeordnet, von denen die erste Lochstelle für den Kombinationsgrundwert 1, die zweite für den Wert 2, die dritte für den Wert 4 und die vierte für den Wert 8 vorgesehen ist. Für die Übertragung des Ziffernwertes 1 ist die oberste Lochstelle gelocht, während für die Übertragung der Ziffernwerte 2,4, 8 die zweite bzw. dritte bzw. vierte Lochstelle gelocht wird. Für die Übertragung der Ziffernwerte 3,5 oder 9 ist' außer einerLochung in der obersten Lochstelle noch eine weitere in der zweiten, dritten bzw. vierten Lochstelle vorhanden. Der Ziffernwert 6 wird durch Lochungen in der zweiten und dritten Lochstelle dargestellt, während für die Übertragung des Ziffernwertes 7 die drei obersten Lochstellen gelocht werden. In der ersten Lochspalte der Abb. i, von links aus gerechnet, ist der Ziffernwert 2, in der zweiten der Ziffernwert S, in der dritten der.Ziffernwert 7 durch Lochkombinationen dargestellt.
Die in den Abb. 2 und 3 gezeigten Lochkarten besitzen für jede Zahlenstelle eine vertikale Spalte mit zehn Lochstellen. Bei der ebenfalls die Werte 2, S und 7 in Lochform enthaltenden Lochkarte nach Abb. 3 wird eine Grundzahl durch eine ihr entsprechende Zahl von Lochungen dargestellt, während bei der in Abb. 2 gezeigten Karte für jede Grundzahl nur eine durch ihre Lage in der vertikalen Spalte gekennzeichnete Lochung ausgeführt wird. Auch hier sind der Reihe nach die den Zahlen 2, 5 und 7 entsprechenden Lochungen ausgeführt.
Als Auswertmaschine ist in den Abb. 4 und 5 eine Sortiermaschine dargestellt, durch welche die nach einem Kombinationssystem gemäß Abb. ι gelochten Karten sortiert werden sollen. Zum Abfühlen der vier Lochstellen einer Kartenspalte sind vier Fühlorgane Fa bis Fd vorgesehen,, die über je einen unter dem Einfluß einer Feder 2 stehenden Hebel 1 vier Arbeitskontakte Ka bis Kd schalten können. In der Ruhestellung werden die um die Achse 3 drehbaren Hebel 1 durch eine am Hebel 4 befestigte Stange 5 gehalten, die fest mit einer bei jedem Sortiervorgang eine schwingende Bewegung ausführenden Welle 6 verbunden ist.
Führt unter dein Einfluß der schwmgenden Bewegungen der Welle 6 der Hebel 4 und damit die Stange 5 eine Bewegung nach unten aus, so bewegen sich die Fühlorgane Fa bis Fd unter dem Einfluß der Federn 2 ebenfalls nach unten und treffen auf die durch Transportrollen 7 bewegte, in einem Rahmen 8 gehaltene Lochkarte. Enthält die Karte eine Lochung entsprechend einem der Ziffernwerte 1, 2, 4 oder 8, so findet das entsprechende Abfühlorgan Fa, Fb, Fc oder Fd ein Loch in der von ihm abgefühlten Stelle und tritt durch dieses hindurch, so daß über den entsprechenden Hebel 1 der Kontakt Ka, Kb, Kc oder Kd ge- ' schlossen wird. Ist die Karte entsprechend einem der Ziffernwerte 3, 5 oder 9 gelocht worden, so wird außer dem Kontakt K" noch einer der Kontakte Kb,Kc oder Ka geschlossen. Bei Übertragung der Ziffernwerte 6 und 7 werden die Kontakte KP, Kc bzw. Ka, K", Kc geschlossen,
Durch jeden der Kontakte Ka bis Kd wird je ein Elektromagnet A bis D erregt, der dabei durch seinen Anker Za bis Zd je eine von vier Steuerschienen ^bis.S1'' in Längsrichtung verschiebt.
Die Steuerschienen tragen eine Verzahnung, die so ausgebildet ist, daß bei einer Verschiebung einer oder mehrerer Schienen einer von zwölf Hebeln H1 bis H12 in die lediglich unter ihm in einer Geraden liegenden Zahnlücken einfallen kann. Bei der Erregung des Elektromagneten A wird über den Anker Z" die SteuerschieneS" verstellt, und zwar derart, daß dann eine Zahnlücke der Schiene S'1 in einer Flucht mit den Zahnlücken der drei anderen Steuerschienen Sb } Sc, Sd liegt, ?o daß der Hebel H1 einfallen kann. Bei Erregung
des Elektromagneten B kann in entsprechender Weise der Hebel H2 in die Zahnlücke der Steuerschienen Sa bis Sd einfallen, während bei erregtem Magnet C bzw. D der Hebel /i4 bzw. Ji8 gesteuert wird.
Ist außer dem Magneten A noch der Magnet B, C oder D (entsprechend den zu übertragenden Zififernwerten 3, S oder 9) erregt, so ist außer der Steuerschiene 5"° noch die Schiene Sb, Sc oder Sd in Längsrichtung bewegt worden, so daß nunmehr der Hebel H3, H5 oder H9 freigegeben wird.
In der Ruhelage wird jeder der um die Achse 9 drehbaren Hebel Hx bis H12 über eine Rolle 10 entgegen der Spannung einer Feder 11 durch eine auf der Welle 13 befestigte Kurvenscheibe 12 gehalten, die während eines Teiles einer Umdrehung den zugeordneten Hebel freigibt, so daß 'dieser unter dem Einfluß der Feder 11 eine Bewegung links herum auszuführen bestrebt ist. Der Federspannung folgen kann nur der Hebel, der die in einer Geraden angeordneten Zahnlücken der vier Steuerschienen 6"° bis Sd vorfindet. Dieser Hebel bewegt über einen ihm zugeordneten auf der Achse 14 drehbar gelagerten einarmigen Hebel 15 eine Zunge 16 derart, de-ß die von rechts nach links bewegte Lochkarte zwischen diejenigen der als Führungsmittel vorgesehenen Drähte oder Bänder 17 eingeführt wird, welche die zwischen den Führungsdrähten oder Bändern weiterbewegte Karte dem dem abgefühlten Wert entsprechen*- den Sortierfach zuführen. Enthält beispiels*- weise die Karte den Wert 2, so werden über den Hebel H2 eine oder mehrere Zungen 16 derart bewegt, daß -die zu den Fächern 1 und 2 führenden Drähte unterhalb, die übrigen I'iihrungsdrähte oberhalb der zu den Sortierfächern bewegten Lochkarte sich befinden.
Wie in Abb. 5 dargestellt, kann die Fühlhebelgruppe Fa bis Fd quer zur Kartentransporteinrichtung durch eine Spindel 18 verstellt werden, so daß irgendeine der in Abb. 1 gezeigten, je einer Zahlenstelle zugeordneten Spalten der Lochkarte abgefühlt werden kann.
In den eine Gruppe von 12 Abfühlorganen
F1 bis F12 darstellenden Abbildungen 6 bis 8 ist ebenfalls 18 die mit der Kurbel 19 fest verbundene Transportspindel, welche den die Abfühlorgane enthaltenden Schlitten 20 quer zur Kartentransportrichtung verstellen kann. Die Stellung des Schlittens 20 zu den Kartenspalten wird durch einen über einer Skala 22 spielenden Zeiger 21 angezeigt. In einer den Abb. 4 und 5 entsprechenden Weise wirken die
Abfühlorgane P1 bis F12 mittels den unter dem
' Einfluß von Federn 2 stehenden Hebeln 1 auf Kontakte K1 bis K12 ein. In der Ruhesteilung werden die Hebel 1 durch einen der Stange 5 (Abb. 4) entsprechenden Bügel 23, der über einen fest mit der Welle 6 verbundenen einarmigen Hebel 4 gesteuert'wird, festgehalten. Die Welle 6 führt, wie bereits erwähnt, während eines S or tier Vorganges eine schwingende Drehbewegung aus, so daß über den Bügel 23 die Kontakthebel 1 und damit die Fühl organe Fx bis F12 freigegeben werden, die sich nach unten bewegen und in ebenfalls beschriebener Weise die nach den Abb. 2 oder 3 ausgeführte Lochkarte abfühlen.
Abb. 9 zeigt eine Schaltungsanordnung, durch welche die Abfühlorgangruppen für nach verschiedenen Systemen gelochte Karten mit den gleichen Gruppen von Auswerteinriehtungen verbunden werden können. Als Auswertorgane sind lediglich die in Abb. 4 gezeigten vier Steuermagnete A bis D dargestellt, welche in der vorbeschriebenen Weise nach dem Kombinationssystem einzeln oder mehrere gleichzeitig erregt werden.
In· der Mittelstellung des Schalters Sch mit drei Schaltstellungen,.der vorteilhaft nach Art eines Sprechumschalters ausgebildet ist, werden diese Steuermagnete A bis D mit den vier ebenfalls in der Abb. 4 bereits gezeigten Abfühlorganen K" bis Kd verbunden. Da einerseits die Elektromagnete am Minuspol einer Batterie angeschlossen sind, anderseits Kontakte Ka bis Ka mit dem Pluspol bzw. Erde in Verbindung stehen, kann in der Mittelstellung des Schalters Sch eine Lochkarte nach Abb. ι in der beschriebenen Weise ausgewertet werden.
Wird der Schalter Sch nach links umgelegt, so stehen mit den Elektromagneten A bis D die Kontakte K1 bis K10 in Verbindung, durch welche Lochkarten nach Abb. 2 abgefühlt werden können.
Enthält die Lochkarte nach Abb. 2 eine Lochung in der obersten Lochstelle der senkrechten Spalte, so wird der Kontakt K1 geschlossen und infolgedessen der dem Wert 1 entsprechende Steuermagnet A erregt. Enthält die Lochkarte nach Abb. 2, wie in der linken Spalte dargestellt, den Lochwert 2, so wird der Kontakt K2 geschlossen und dadurch der dem Wert 2 zugeordnete Steuermagnet B erregt. Durch einen Lochwert 3 im dritten Feld der Lochwertspalte wird der Doppel-Arbeitskontakt Ka geschlossen, so daß die Steuermagnete A und B erregt werden, während durch eine der Zahl 4 entsprechende Lochung im vierten Feld der Lochwertgruppe der Steuermagnet C betätigt wird. Bei Übertragung des Wertes 5 bzw. 6 werden durch den Kontakt K5 bzw. K6 die Steuermagnete A3 C bzw. B, C erregt, während durch den dem Wert 7 entsprechenden Kontakt K7 gleichzeitig die Steuermagnete A, B und C eingeschaltet werden. Durch den Kontakt K6 wird der Magnet D erregt, durch den Kon-
takt K9 noch zusätzlich der Steuermagnet A1 während durch den dem "Wert Null entsprechenden Kontakt K10 die Elektromagnete B und D unter Strom kommen, die die dem NuIlwert entsprechenden Schaltvorgänge auslösen. Die Abfühlkontakte K1 bis K10 bestehen aus einem oder mehreren Arbeitskontakten, welche je durch zwei Blattfedern gebildet werden. Die eine der beiden Blattfedern steht mit einem ίο der Magnete A bis D in Verbindung, während die andere Blattfeder entweder ständig an Erde bzw. Pluspotential liegt oder angeschaltet werden kann. Zu diesem Zweck ist noch ein Schalter S mit zwei Schaltstellungen I, II vorgesehen, der bei den zuvor erwähnten Steuervorgängen die Schaltstellung I einnimmt, bei welcher sämtliche Blattfedern der einen Art an Erde gelegt sind. Wird dieser Schalter geöffnet, nimmt er also die Schaltstellung II ein, so liegen nur vier Blattfedern an Erde, nämlich die obere Blattfeder der Kontakte /C5, K6, K8 und die fünfte Blattfeder des Kontaktes K7*
Da alle übrigen Kontakte nicht an Erdpotential liegen, sind bei geöffnetem Schalter S nur die oberen Arbeitskontakte bei K5, KCj, Ka und der untere Arbeitskontakt bei /C7 wirksam, so daß eine Lochkarte mit Kombinations-. lochungen (Abb. 1), deren vier'den Kombinationsgrundwerten 1, 2, 4 und 8 zugeordnete Lochfelder von den Kontakten /C5 bis /C8 abgegriffen werden, die gleiche Steuerwirkung auslöst, als wenn sie auf die in Abb. 9 in der Mitte unten dargestellten Abfühlkontakte Ka bis Kd einwirken würde. Die gleichen Abfühlmittel F in den Abb. 4 bis 8 können daher, und zwar über die gleichen Kontakte Ki, Lochkarten, die nach verschiedenen Systemen gelocht sind, abfühlen und dabei stets den gleichen Steuervorgang den Magneten A bis D übermitteln.
Durch die rechts dargestellte Kontaktfolge K1 bis /C10' können Lochkarten nach Abb. 3 ausgewertet werden. Bei dieser Schaltungsanordnung sind außer den links dargestellten Kontakten K1 bis /C10 noch Trennkontakte vorgesehen, von denen jeder die Schaltwirkung des vorangehenden aufhebt. Der dem Wert 1 entsprechende Kontakt /C1' kann daher nur den ebenfalls dem Wert 1 zugeordneten Steuermagnet A erregen, solange nicht der dem Wert 2 zugeordnete Kontakt /C2' ebenfalls betätigt ist, der durch seinen oberen Trennkontakt den Stromkreis für den Kontakt /C1' S5 unterbricht. Die zum Betätigen einer oder mehrerer Steuermagnete A bis D vorgesehenen Arbeitskontakte sind in der gleichen Weise wie die den Lochkarten nach Abb. 2 zugeordneten links dargestellten Kontakte ausgebildet; so werden beispielsweise durch den dem Wert 7 entsprechenden Kontakt K.{ die Steuermagnete A, B, C erregt; während die gleichzeitige Schließung der Kontakte K1 bis /C6' unwirksam bleibt, da die Arbeitskontakte von K6' durch den Ruhekontakt von K1', die Arbeitskontakte von K5' durch den Ruhekontakt von /C6' usw, abgeschaltet worden sind.
Wie ersichtlich, kann die für die Lochkarten nach Abb. 3 gewählte Kontaktanordnung auch zum Auswerten von Lochkarten nach Abb. 2 benutzt werden, so daß für die in den Abb. 1 bis 3 gezeigten drei Lochungssysteme nur zwei Gruppen von Abfühlorganen vorgesehen werden müssen. Ein weiterer Kontaktsatz kann dadurch eingespart werden, daß für die in Abb. 9 unten .dargestellten, der Lochkarte nach Abb. ι entsprechenden vier Kontakte KahisKd vier Arbeitskontakte der Kontaktgruppe /C1' bis K10' verwendet werden, so daß die für die erwähnten ,drei Lochungssysteme eingerichtete Auswertmaschine nur einen einzigen Satz von Abfühlorganen aufweisen würde, wobei die Anzahl der Abfühlorgane gleich der Höchstzahl der nach den verschiedenen Systemen einer Wertgruppe zugeordneten Felder, in vorliegendem Beispiel zehn, ist. Zugleich mit der Anschaltung der den Abfühlkontakten /Cß bis Kd entsprechenden vier Arbeitskontakte der Gruppe K1 bis K10 unmittelbar an die Steuermagneten A bis D können die restlichen sechs Abfühlkontakte der erwähnten Gruppe abgeschaltet werden.
Diese Ausführung der Auswerteinrichtung zeigt die Abb. 10, Der Unterschied gegenüber der Abb, 9 besteht lediglich darin, daß die Kontaktgruppe K1 bis /C10 für dekadische Einzellochungen in Wegfall gekommen und die Kontakte Ka bis Kd zum Abfühlen von Kombinationslochungen den Kontaktgruppen K1 bis Kl hinzugefügt worden sind.

Claims (4)

  1. Patentansprüche:
    i. Einrichtung zum Auswerten von nach verschiedenen Lochschriftsystemen (z.B. Kombinations- oder dekadischem System) gelochten Karten o. dgl. in derselben Maschine mit einem Übersetzer, welcher die auf seine Elemente nach einem Kombinationsschlüssel übertragenen Steuervorgänge in den dekadischen Grundzahlen entsprechende Auswertvorgänge (z. B. 1, 2 bis 9, bzw. a3 b bis g) umwandelt, und einer zwischen den Lochstellenabfühlmitteln und den Übersetzern eingefügten Schalteinrichtung, gekennzeichnet durch eine solche Ausbildung der Schalteinrichtung, daß die Teile des Übersetzers (Magnete A bis D) beim Abfühlen von gleichen, aber in verschiedenen Lochschriften gelochten Werten in stets gleicher Kombination beeinflußt werden, und daß die Einstellung der Einrichtung auf die jeweils abzufühlende
    Lochschriftart durch einfaches Betätigen einer Unischalteinrichtung (Schalter Sch) erfolgt.
  2. 2. Steuereinrichtung nach Anspruch i, bei der zum Abfühlen der Lochstellen der verschiedenen Lochschriftarten die gleichen Abfühlmittel dienen, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung der Übersetzerelemente durch den Abfühlmitteln
    ίο zugeordnete Sätze von Blattfederkontakten erfolgt, von denen je nach der eingestellten Lochschriftart bestimmte Kontakte über einen Umschalter (Sch) mit den Übersetzerelementen (A bis D) in Verbindung stehen.
  3. 3. Steuereinrichtung nach Anspruch 1 und 2 für Maschinen, bei welchen nach drei verschiedenen Systemen gelochte Karten oder Bänder ausgewertet werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Umschaltung der mit der Gruppe der Auswertvorrichtungen (A bis D) verbundenen Abfühlorgangruppen (K" bis Kd, K1 bis JC10, K1 bis K10') durch eine nach Art eines Sprechumschalters ausgebildete Schalteinrichtung (Sch) mit drei Schaltstellungen erfolgt.
  4. 4. Steuereinrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die die nach verschiedenen Systemen gelochten Karten oder Bänder abfühlenden Einrichtungen, welche gleichzeitig alle Lochstellen abfühlen, in einer Anzahl vorgesehen sind, die der Höchstzahl (nach Abb. 2 und 3 gleich 10) der nach den verschiedenen Systemen einer Wertgruppe zugeordneten Lochfelder entspricht, wobei für nach anderen Systemen (Abb. 1) gelochte Karten oder Bänder nur ein Teil der Abfühleinrichtungen (K5 bis Ka) verwendet wird.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
DE1930616341D 1930-06-03 1930-06-03 Einrichtung zum Auswerten von nach verschiedenen Lochschriftsystemen gelochten Karten o. dgl. in derselben Maschine Expired DE616341C (de)

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DE (1) DE616341C (de)
FR (1) FR717684A (de)
GB (1) GB378970A (de)
NL (1) NL33766C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1151139B (de) * 1958-10-20 1963-07-04 Cumminsi Chicago Corp Vorrichtung zur Abtastung von Zeichen, die in ein- oder mehrspaltiger Kodierung oder n beiden Kodierungsarten auf einem Aufzeichnungstraeger aufgezeichnet sind

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1151139B (de) * 1958-10-20 1963-07-04 Cumminsi Chicago Corp Vorrichtung zur Abtastung von Zeichen, die in ein- oder mehrspaltiger Kodierung oder n beiden Kodierungsarten auf einem Aufzeichnungstraeger aufgezeichnet sind

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GB378970A (en) 1932-08-22
FR717684A (fr) 1932-01-12
NL33766C (de)
AT134840B (de) 1933-10-10

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