DE89788C - - Google Patents

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DE89788C
DE89788C DENDAT89788D DE89788DA DE89788C DE 89788 C DE89788 C DE 89788C DE NDAT89788 D DENDAT89788 D DE NDAT89788D DE 89788D A DE89788D A DE 89788DA DE 89788 C DE89788 C DE 89788C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60MPOWER SUPPLY LINES, AND DEVICES ALONG RAILS, FOR ELECTRICALLY- PROPELLED VEHICLES
    • B60M1/00Power supply lines for contact with collector on vehicle
    • B60M1/02Details
    • B60M1/10Arrangements for energising and de-energising power line sections using magnetic actuation by the passing vehicle
    • B60M1/106Arrangements for energising and de-energising power line sections using magnetic actuation by the passing vehicle by track-mounted magnets

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Linear Motors (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 16. August 1895 ab.
Fig. ι stellt schematisch einen Theil des Geleises für elektrischen Betrieb durch selbstthätige Vertheiler dar.
Fig. 2 ist ein verticaler Schnitt (nach Linie 1-2 der Fig. 3) eines selbsttätigen Vertheilers.
Fig. 2a zeigt in Einzelansicht einen Hemmungsmechanismus.
Fig. 3 ist eine entsprechende Draufsicht desselben Vertheilers.
Fig. 3a ist ein horizontaler Schnitt nach der Linie 5-6 der Fig. 2. .
Fig. 4 ist ein zweiter verticaler Schnitt nach der Linie 3-4 der Fig. 3.
Die Fig. 5, 5a, 5b, 6, 7, 8 und 9 sind schematische Darstellungen zur Erläuterung der Wirkungsweise der Vertheiler.
Fig. ι ο und 11 zeigen schematisch den Uebergang des Stromes von einem Vertheiler zum nächsten.
Fig. 12 bis 15 stellen Einrichtungen der Vertheilung dar, in welchen der Elektromotor der Vertheiler in continuirlicher Weise arbeitet.
Fig. 16 stellt den Lä'ngenschnitt einer besonderen Ausführungsform der Hemmung dar.
Fig. 17 endlich zeigt ebenfalls in einem Schnitte eine besondere Ausführungsform des auf der Triebachse C aufgekeilten, mit Einschnitten versehenen Rades F. .. .
Der eine Pol der Erzeugungsmaschine Y ist mit den Laufschienen oder mit einem; Rückleitungsdrahte, der andere Pol 'durch' einen Hauptleiter X mit den selbsttätigen Vertheirern X1 X2 X3 XK.. verbunden. Die Vertheiler sind die Wegstrecke entlang angeordnet. ; Von diesen Vertheilern gehen Drähte X1X2X3... aus, welche mit zwischen den Laufschienen in entsprechender Entfernung von einander angeordneten ContactstUckenj'1^2^3 . . . verbunden sind und den letzteren den Strom zuführen. Durch die Vermittelung dieser Vertheiler wird eines dieser Contactstücke nach dem andern und in dem Mafse, als der Wagen sich vorwärts bewegt, mit dem Hauptleiter in elektrische Verbindung gebracht und so dem Elektromotor in bekannter Weise Strom zugeführt.
Die selbstthätigen Vertheiler (Fig. 2, 3 und 4) bestehen aus einer Anzahl von Tasten' oder Berührungsstücken a0"20 a1 a2 as . . ., welche auf einen Ring A von letzterem isolirt aufgesetzt sind, der zu dem Kreuz A' gehört, welches den Sockel oder das Gestell des Apparates bildet; die Anzahl der Berührungsstücke a stimmt mit jener der Contactstücke y überein, mit denen sie durch die Drähte x°-20 X1X2X3... verbunden sind.
Jedes dieser Berührungsstücke besteht aus einem Kohlenblock, der in einem metallenen Träger b festgehalten wird, und zwar ist a°, welcher im vorliegenden Falle gleichzeitig auch α20 ist, kleiner als die Blöcke U1U2U3..., so dafs es nur durch die Arme nn' berührt wird, während der Arm m nur mit einem Theile desselben in Verbindung kommt, welcher ihm als Stütze dient und auf welchem kein Draht endet.
Ueber diese Berührungsstücke, welche im Kreise und in derselben Ebene angeordnet sind, ■ gleitet mit sanfter Reibung der Arm m, der
aus einer Anzahl von biegsamen, übereinander angeordneten Metallstreifen besteht, die an einem Metallring B festgemacht sind, welcher mit der Welle C in fester unlösbarer Verbindung steht. Bei seiner Drehung kann dieser Arm m alle Stücke α berühren, von α0"20 jedoch nur den inneren Theil, welcher von dem Geleise vollkommen isolirt ist. Dieser Arm ist überdies breit genug, dafs er beim Uebergange von einem der Stücke- α auf das nächste beide Stücke gleichzeitig berühren kann.
Auf denselben Stücken gleiten nun noch zwei andere Arme η η1, die zum grofsen Arm m symmetrisch angeordnet und in gleicher Weise wie dieser gebildet und auf einem Kreuz B' mit Nabe B montirt sind, welche sie mit der Welle C verbindet. Diese entsprechend isolirten Arme können bei ihrer Drehung alle Stücke a, von a°~2° jedoch nur den äufseren Theil berühren.
Diese Arme sind durch Drähte mit den Ringen cc1 elektrisch verbunden, welche auf der Welle C aufgekeilt und unter sich sowie gegen die Welle C entsprechend isolirt sind.
Auf dem Ringe B gleitet ein Finger d (Fig. 2), welcher mit einem vom Haüptleiter X abgezweigten Pol D verbunden ist.
Auf den Ringen cc' gleiten ebenfalls Finger, welche jedoch in den Zeichnungen nicht dargestellt sind, die mit den Polen e e' verbunden sind, von welchen Drähte, die über die Elektromagnete E bezw. E' gewickelt sind, ausgehen.
Das vorerwähnte Kreuz B' trägt den Ring B; auf der Nabe ß2 desselben, welche auf der Welle C festgekeilt ist, ist ein Rad mit Einschnitten F befestigt, dessen Verbindung mittelst Kautschukpfropfen erhalten wird, um diesem Rade F eine gewisse Elasticität zu geben. In dieses Rad F greifen hemmend zwei Arme g g' ein, welche die Anker der zwei Elektromagnete EE' bilden, deren Kerne auf den verticalen Theilen des Kreuzes A' befestigt sind. Im Zustande der Ruhe werden die Anker g g' von Gegenfedern angezogen.
Jeder dieser Elektromagnete besitzt zwei von einander vollkommen unabhängige Wickelungen hi; die Wickelungen h h' kommen von den Klemmen e e' bezw. von den auf den Ringen cc' gleitenden Fingern und gehen zum Rückleitungsdrahte oder zur Rückleitungsschiene; die Wickelungen i i' kommen von den Contacten jj\ welche symmetrisch zu beiden Seiten einer Hemmung/ angeordnet sind, und gehen zu einem Elektromotor, der vorn am Kreuze A' befestigt ist,- und dessen beweglicher Theil G auf der Welle C festgemacht ist, welche die ganze bewegliche Einrichtung des Vertheilers trägt und oben und unten durch Kugellager uu1 getragen wird. Die Wickelungen ti' •gehen zu den unbeweglichen Theilen (Feldspulen) / /' des Vertheiler-Elektromotors (vergl.
z. B. Fig. 5) und dann zum Anker G, der andererseits mit dem Rückleitungsdrahte oder der Rückleitungsschiene verbunden ist.
Dieser elektrische Motor hat die Aufgabe, der Welle C eine rotirende Bewegung in der einen oder anderen Richtung zu geben, sobald die Anker gg' aus dem Rade F ausgerückt sind.
Ist der Vertheiler in Ruhe, so hat der elektrische Motor gar keine Spannung. Anstatt die Wickelungen ii' mit den Feldspulen JJ' hinter einander zu schalten, kann man sie auch in einen Zweigstromkreis legen (s. die Ausführungsformen der Fig. 5a und 5b).
Die vorerwähnte Hemmung / besteht aus zwei Platten, welche um eine horizontale, in einem Lager (Fig. 2 a) sich drehende Achse / montirt und mit zwei Röllchen 00', sowie mit einem Streifen mit Contacten tV versehen sind, welcher Streifen (isolirt) auf der Achse /' aufgekeilt und in der Ebene der Contactstücke_/_/' angeordnet ist, die sich symmetrisch zu beiden Seiten der Hemmung befinden; ferner sind zwei mit den Ankern gg' verbundene Arme pp' vorgesehen. Aufser den Contactstücken^'j' sind noch zwei andere q q' vorhanden, welche durch einen Draht mit dem Pol D verbunden sind (Fig. 5 bis 9).
Die Contactstücke q q' können auch weggelassen werden, wenn man den Contactstreifen tt' mit dem Pol D elektrisch verbindet. Der Streifen 11' der Hemmung kann unter dem Einflüsse der Schwingung des Stückes / die Berührung zwischen den Contactspitzen j und q oder zwischen jenen j' und q' herstellen. Das Stück / wird durch Federn, welche auf ein daumenartiges, auf der Achse / aufgekeiltes Stück wirken, oder durch ein Gegengewicht beständig in verticaler Lage erhalten.
Schliefslich ist an dem oberen Theile der verticalen Welle C oberhalb des die Polklemmen D, e und e' tragenden Querstückes mittelst eines Ringes eine Flachfeder L' befestigt (Fig. 2 und. 3), welche in der Ebene der drei Pole e2 e3 und e4 sich bewegt, die im Kreise auf dem erwähnten Querstück angeordnet sind.
Der Pol e2 ist mit dem Drahte χ (Fig. 1,10 und 11) und demzufolge mit dem correspondirenden Berührungsstück λ0"20 verbunden; der Pol e3 ist durch einen Draht x° (Fig. 1, 10 und 11) mit dem Schienencontactstück ΐο,'-ο verbunden, welches seinerseits mit dem Berührungsstück α19' jenes Vertheilers verbunden ist, der dem in Betrachtung stehenden vorangeht; der Pol e4 ist durch einen Draht x20 (Fig. i, 10 und 11) mit dem Schienencontactstück 2o'-i und dieses selbst mit-dem Berührungsstück a1 jenes Vertheilers verbunden, der dem in Betrachtung stehenden folgt.'
Die Flach- oder Commutationsfeder L' nimmt an allen Bewegungen der Welle C (und daher
auch die Arme mnn') Theil und stellt in einem gegebenen Momente die Verbindung entweder zwischen den Polen e2 und e3 oder zwischen den Polen e2 und e* her, um dann die verschiedenen auf einander folgenden Vertheiler aus der Leitung auszuschalten, gleichgültig, in welcher Richtung sich der Wagen bewegt,
Die Wirkungsweise des Vertheilers ist nun folgende:
Angenommen, der Vertheiler befinde sich in Ruhe, welcher Zustand nur dann eintritt, wenn gar kein Wagen auf dem Geleise sich befindet oder wenn ein Wagen V seinen Stromabnehmer nur auf einer Contactschiene des Geleises hat, wie aus Fig. 5 ersichtlich.
In diesem Falle ist das Sperrrad F durch die Anker g g' festgelegt. Der Streifen tt' des Hemmungsstückes I befindet sich in einer solchen Stellung, dafs die Stücke jq und j' q' nicht mit einander in Verbindung sind; der breite Arm m befindet sich entweder auf der Taste a°~20 (Fig. 1, Vertheiler II), in welchem Falle kein Wagen auf der Strecke sich ber findet, oder auf einer jener Tasten, welche mit jenem Contactschienenstück des Geleises, auf welchem sich ein Wagen befindet, correspondirt (Fig. 1, Vertheiler I).
Für die folgende Erklärung wird ange^ nommen, dafs sich ein Wagen auf dem Contactschienenstück y15 und dementsprechend der breite Arm m sich auf der Taste α15, befindet. In diesem Falle steht der Motor des Wagens V mit dem Hauptleiter X durch das Contactstück D, den Finger d, den Ring B, den grofsen Arm m, die Taste a15, auf welcher sich letzterer befindet, den zugehörigen Drahtx15, das mit diesem Drahte verbundene Contactschienenstück y 15 und den Stromzuführer \ des Wagens V in Verbindung. Der so mit Strom gespeiste Motor kann je nach dem Belieben des Wagenführers in der einen oder anderen Richtung sich drehen und es wird für das Folgende angenommen, dafs der Wagen V sich in der Richtung des Pfeiles (Fig. 5) bewege. Zufolge dieser Bewegung wird der Stromabnehmer ^ in einem bestimmten Augenblicke eine Brücke über zwei benachbarte Contactstücke, z. B. über jene y15 und yu (Fig. 6) herstellen. Diese Brücke bewirkt in diesem Momente, wo sie sich bildet, dafs ein Zweigstrom in das Contactstück j'14 und durch den Draht x14, Taste ali und Arm η in den Elektromagneten E (Wickelung h) entsendet wird. Unter der Wirkung dieses Zweigstromes wird der Anker g aus dem Rade F ausgerückt und gleichzeitig bringt der Armj> dadurch, dafs er auf das Röllchen 0 der Hemmung wirkt, die Streifen tt' der letzteren mit den Contactstücken j' q' in Berührung, und ein anderer, durch D zugeführter Zweigstrom gelangt durch die Wickelung V des Elektromagneten E'.
Unter der Wirkung dieses Stromes wird auch der Anker g' aus dem Rade F ausgerückt, wie in Fig. 7 dargestellt; da überdies die Wickelung V mit der Wickelung des kleinen Elektromotors J J' G hinter einander verbunden ist, so setzt letzterer, hierdurch in Betrieb gesetzt, die Welle C und mit dieser alle auf letzterer befindlichen Organe, nämlich das Rad F und die drei Arme m und nn' in Drehung.
Unter dem Einflüsse der Drehung der Welle C verschieben sich die Arme m und η η' auf den Tasten λ. In dem durch die Fig. 8 dargestellten Augenblicke, in welchem der Arm m gleichzeitig die Tasten ä15 und au bedeckt, wird der Strom des Hauptleiters X sowohl in das Contactstück y15 als auch in yu geführt, und der Arm η befindet sich zwischen den Tasten α13 und au. Dieser Arm erhält somit keinen Strom und der Elektromagnet E giebt seinen Anker g frei, welcher sich gegen das Rad F anlegt, bereit, in den zunächst kommenden Einschnitt sich einzulegen.
Die Bewegung der Arme setzt sich fort, bis der Anker g wieder das elastische Rad einrückt. In diesem Momente (Fig. 9) drückt der Arm ρ des Ankers g nicht mehr auf das Röllchen 0 der Hemmung /, welch' letztere unter der Wirkung ihrer Gegenfeder das Bestreben hat, die Ruhestellung wieder einzunehmen, in welche sie jedoch nicht vollkommen gelangen kann, weil ihr Röllchen 0' (Fig. 9) an den Arm p' des Ankers g' anstöfst. In diesem Augenblicke wird auch die Berührung zwischen den Stücken j' und q' unterbrochen, und der Elektromagnet E' lä'fst seinen Anker g' los, welcher, auf das Röllchen o' drückend, die Hemmung / leicht zu sich dreht und unter dieses Röllchen 0' schlüpft. Der so frei gewordene Anker g' fällt nun auch in eine Kerbe des elastischen Rades F ein. Es ist ersichtlich, dafs selbst dann, wenn die Berührung zwischen den Stücken j' und q' wieder zeitweilig hergestellt' und der Strom neuerlich in den Elektromagneten E' und in den kleinen Motor J J' G gelangen würde, dies keinerlei Nachtheil brächte, weil das elastisch gelagerte Rad F durch den Anker g festgehalten wird. Das Rad F ist also so wie in Fig. 5 festgehalten, nur mit dem Unterschiede, dafs es einen Theil einer Umdrehung gemacht hat und dafs die Arme mn und n' sich gegenüber den Tasten ali und bezw. ais und α15 befinden. Unter diesen Verhältnissen läuft der Strom des Hauptleiters X durch das Schienencontact- siückyu und gestattet hierdurch dem Wagen, seine Vorwärtsbewegung fortzusetzen, bis sich . die Brücke zwischen den ContactelementenJ^14 und jriz bildet, in welchem Falle sich die vorhergehenden Erscheinungen in derselben Reihenfolge wiederholen, bis das Contactstückyli in
Wirksamkeit gesetzt wird u. s. f. bis zum Anhalten des Wagens, wodurch gleichzeitig auch die Bewegung des Vertheilers ihr Ende erreicht. Diese Bewegung· ist, wie ersichtlich, von jener des Wagens abhängig, obwohl dieselbe nur ruckweise sich vollzieht, während die Bewegung des Wagens eine ununterbrochene, mehr oder weniger schnelle ist. Sobald der Wagenführer den Wagen nach rückwärts gehen läfst, d. h. entgegengesetzt zur Richtung des Pfeiles in den Fig. 5 bis 9, ergeben sich die ganz gleichen Wirkungen, nur mit dem Unterschiede, dafs die Rollen, welche die Arme nn' und die verschiedenen zugehörigen Theile in dem Vertheiler spielen, vertauscht sind. Das Rad F und alle mit der Welle C verbundenen Theile drehen sich in entgegengesetzter Richtung, weil nun die anderen Wickelungen des kleinen Motors J J' G wirken, welche entgegengesetzt den ersteren verlaufen.
Anstatt die Feldmagnete JJ' mit den zwei vorerwähnten Wickelungen zu versehen, um die Drehung des Ankers C in der einen oder anderen Richtung zu erreichen, kann man JJ' auch mit nur nach einer Richtung gehenden Wickelungen versehen und die Bewegung des Ankers nach vor- oder rückwärts erhalten, indem man den Strom entweder in den Elektromagneten oder im Anker umkehrt. Zu diesem Behufe ordnet man an der Achse / der Hemmung / einen Commutator anstatt des Streifens tt' an, der dazu bestimmt ist, die Berührung zwischen den Stücken j und q und jenen j' und q' herzustellen.
Die vorbeschriebene Einrichtung benöthigt augenscheinlich nur einen einzigen Vertheiler; man mufs jedoch den viel häufigeren Fall ins Auge fassen, wo mit Rücksicht auf die Länge der Strecke mehrere Vertheiler nothwendig werden, und in diesem Falle mufs für den Uebergang des Stromes von einem Vertheiler auf den nächsten Vorsorge getroffen werden. Zu diesem Behufe (Fig. i) übergreifen sich die äufsersten Contactelemente derart, dafs zwei derselben sozusagen über einander gelagert und mit zwei Vertheilern verbunden sind. Aus Fig. ι ist ein Contactelement, bezeichnet 20'-1, und ein anderes, bezeichnet ig'-o, ersichtlich, was besagen will, dafs das Schienencontactelement y20''1, verbunden mit der Taste al des Vertheilers I, gleichzeitig auch mit der Taste α0'20' des Vertheilers II und dafs das Schienencontactstückj^9'-° gleichzeitig mit der Taste α0"20 des Vertheilers I und mit a19' des Vertheilers II verbunden sein kann.
Die Taste a0'20 eines jeden Vertheilers kann infolge ihrer Theilung (durch eine isolirende Schicht) und weil der Arm m ihren äufseren Theil nicht berührt, die Contactelementeyl9'-° und y20''1 nicht mit Strom speisen, wogegen letzterwähnte Contactelemente zufolge der vorbeschriebenen Uebergreifung durch die benachbarten Vertheiler mit Strom gespeist werden können. Jedoch kann die Taste a°~2° im Augenblicke der Bildung der mehrmals genannten Brücke den Zweigstrom empfangen und ihn auf die Elektromagnete E oder E' durch die Arme η oder n' je · nach der Bewegungsrichtung übertragen. Es ist aufserdem ersichtlich, dafs, wie vorher erwähnt, das Berührungsstück a0'20 nicht direct mit den Drähten und x20 verbunden ist, die zu den Schienencontactstücken 19-0 und bezw. 20-1 gehen (Fig. 1, 10 und 11), sondern dafs diese Verbindung entweder mit den Drähten x° oder mit x20 durch die Vermittelung der metallischen Feder L1 bewirkt wird, die, wie früher angegeben, an der Drehbewegung der Arme mnn' theilnimmt. Das Berührungsstück α0"20 ist somit nur dann mit dem Drahte x° verbunden, sobald sich der Arm η auf a0'20 und m sich auf a' befindet, andererseits ist dasselbe Berührungsstück a°'20 nur dann mit dem Drahte x20 verbunden, sobald der Arm η' sich auf a0'20 befindet, in welchem Momente der Arm rri auf aw aufliegt; diese Einrichtung gestattet dem Vertheiler, sich aus dem Stromkreise auszuschalten, sobald der Wagen auf den folgenden Vertheiler übergeht. Es ist richtig, dafs bezüglich des Ganges des Vertheilers Alles in gleicher Weise sich abspielen würde, wenn das Berührungsstück a°'2° direct mit x° und mit x20 verbunden wäre, aber es würde hieraus der momentane Anschlufs eines vom Wagen nicht bedeckten Schienencontactstückes resultiren. Um eben diesen zeitweiligen Anschlufs zu vermeiden, ist die mit den Polen e2 e3 und e4 vereint wirkende Feder L' an der verticalen Welle C angeordnet worden.
Dies vorausgeschickt, wird angenommen, dafs der Arm m eines Vertheilers I gegenüber dem Berührungsstück a1 (Fig. 10) angekommen sei, welches das Schienencontactstück yl mit Strom speist, und welches gleichzeitig das Schienencontactstück y 20' des nächstfolgenden Vertheilers II ist, sowie dafs der Wagen in der Richtung des Pfeiles sich bewegt. Man sieht, dafs die Brücke sich zwischen dem Schienencontactstück y20'1 und jenem y1^-0 bilden wird, welches gleichzeitig das Contactstück des Vertheilers I und jenes j'19'. des folgenden Vertheilers II ist.
Unter diesen Verhältnissen wird der Zweigstrom zufolge der zwischen den Polen e2 und e3 durch die Feder L' hergestellten Berührung gleichzeitig zum Berührungsstück a0'20 des Vertheilers I und zu jenem α19' des Vertheilers II gehen. Unter dem Einflüsse dieses Zweigstromes wirken die zwei Vertheiler I und II gleichzeitig; hinsichtlich der Wirkungsweise selbst gilt das früher Gesagte, d. h. die Arme m und nn' der zwei Vertheiler werden gleich-
zeitig in Gang gesetzt und nehmen die in Fig. 11 angegebene Stellung ein. Die Arme des Vertheilers I werden in ihre Ausgangsstellung und jene des Vertheilers II den Berührungsstücken aw a1% a°~20 gegenüber gebracht, so dafs der Arm m des Vertheilers II den Strom in das Schienencontactstückj^'-0 sendet und der Wagen seinen Weg in der Richtung des Pfeiles fortsetzen kann. Betreffs der Stillsetzung des Vertheilers ist zu bemerken, dafs, obwohl die Feder L'. die Verbindung zwischen den Polen e% und e3 vor der vollständigen Stillsetzung unterbrochen hat, die Bewegung dieses Vertheilers bis zu dieser Stillsetzung sich in dem Sinne fortsetzt, dafs der Elektromotor JJ' G immer den Strom durch D und die Contacte q' und j' "erhält, bis der Anker g wieder in das Rad F eingerückt ist.
Was die Ingangsetzung des Vertheilers II anbelangt, der den Strom durch das Berührungsstück a19 erhalt, so wiederholen sich bezüglich desselben die gleichen Wirkungen, wie vorher für die normale Wirkungsweise angegeben.
Es erscheint überflüssig, die Rückwärtsbewegung des Wagens näher zu beschreiben, da sich Alles in der vorbeschriebenen Weise abspielt; denn die Rückwärtsbewegung stellt die Brücke zwischen den Contactelementen ig'-o und 20'-1 derart her, dafs ein Zweigstrom gleichzeitig durch den Draht x20, das Metallplättchen L\ die Taste a°-20 des Vertheilers II und die Taste a' des Vertheilers I geht. Der Vertheiler II kommt in die Ruhestellung, d. h. seine Arme mn n' nehmen wieder die Stellungen m über α°, η über α19 und n' über a' des Vertheilers II einj während der Vertheiler I die Speisung des Wagens mit Elektricität wieder aufnimmt ^ da sein Arm η wieder auf die Taste a' dieses Vertheilers zurückgekommen ist.
In den Fig. 5, 5a, 5b, 6, 7, 8 und 9 ist die Einrichtung dargestellt, bei welcher der kleine Motor J J' G nur während des Ganges des Veriheilers mit Strom gespeist wird,, d. h. nur während des Ueberganges des Armes m von einer der Tasten auf die nächstfolgende.
Die Fig. 12 bis 1 5 stellen dagegen jene Einrichtung dar, bei welcher der Motor JJ' G beständig mit Strom gespeist wird. " Dieser Fall wird besonders dann wichtig, wenn man die Motoren mehrerer Vertheiler in Hintereinanderschaltung mit Strom speisen will.
In Bezug auf die Leistung des Motors JJ' G werden zwei Fälle unterschieden, von denen ersterer durch die Fig. 12, der zweite durch die Fig. 13, 14 und 15 dargestellt ist.
In Fig. 12 verschiebt die Hemmung / durch ihre Schwingung aufser den Contactplättchen tt1 noch ein zweites i2, welche beide mit der Achse / der Hemmung in starrer Verbindung stehen, z. B. durch ein und dieselbe Stange.
Im Ruhestande des Apparates überträgt das Plättchen ί2 einen Strom, welchen es von der Hauptleitung X1 entnimmt, von deren Punkten ^1 ^2 die zwei Wickelungen ausgehen, welche sich in entgegengesetzter Richtung um die Feldmagnete JJ' des Motors legen. Ihre vereinigten Enden stehen wie früher mit einer der Bürsten des Ankers G in Verbindung, während die andere Bürste mit einem Austrittsdrahte T' verbunden ist. Unter diesen Bedingungen ist die motorische Leistung sowohl in der einen wie in der anderen Richtung gleich Null. Damit aber der Wagen, wie mit Bezug auf die Fig. 6, 7 und 8 beschrieben, eine Brücke bilde, mufs die Stange die Contactplättchen tff2 mitnehmen; t2 verläfst ^1 und legt sich voll auf ^2; der Motor J J' G beginnt sich in der gewünschten Richtung zu drehen, da tl den Contact mit j1 hergestellt hat, welcher das Rad F vollkommen freigegeben hat. In den Fig. 13 bis 16 hängt die Commutationsplatte t'2 nur relativ von den Schwingungen der Hemmung I ab. Anstatt in starrer Weise mit der Achse / der Hemmung I verbunden zu sein, ist t'2 (Fig. 16) an einer Muffe ν befestigt, welche mit.sanfter Rei-' bung auf / aufgesteckt ist; die Muffe ν ist mit einem Ausschnitte versehen, in welchen ein Vorsteckstift ο2, der mit der Hemmung / aus einem Stück hergestellt ist, eingreift.
Der Ausschnitt der Muffe ν ist gröfser als der Stift o2; f2 ist derart auf der Muffe ν festgekeilt, dafs, sobald i2 gleichzeitig den Contact mit \l \2 herstellt, die Symmetrielage des Ausschnittes der Muffe ν mit dem Stift o2 hergestellt ist, wie aus Fig. 13 ersichtlich. Wenn nun der Wagen V die Brücke zwischen zwei auf einander folgenden Contactelementen, z. B. ylh undjru (Fig. 14), herstellt, so wird die Hemmung / mit ihrem Stift 0 durch den Anker g mit dem Arm ρ des Elektromagneten E mitgezogen; im ersten Theile dieser Verschiebung ist t'2 an Ort und Stelle verblieben und nur o2 ist mit dem Ausschnitte der Muffe ν in Eingriff gekommen; im zweiten Theile der Verschiebung nimmt o2 die Muffe ν mit, und das Plättchen t'2 hat sich ganz auf ^2 gelegt; i1, welches, wie in den vorbeschriebenen Fällen, stets mit der Hemmung / in Verbindung ist, hat den Contact mit J' hergestellt und einen Strom in die Wickelung V entsendet, der Anker g' des Elektromagneten E' wird angezogen und das Rad F freigegeben. Der Anker G dreht sich und zieht die Arme mnn' in diese Bewegung mit, welche bezw. auf die Taste α14 α13 und α15 gekommen sind, und der seine Bewegung fortsetzende Wagen erhält seine Elektricität nur durch a14 (Fig. 15). Die beiden Anker g g' sind wieder in die Ausschnitte des Rades F eingefallen, während die Hemmung / mit Contactplatten t tl wieder ihre symmetrische Stellung zu den Armen pp1
der Anker g g' und den Contacten jj' der Wickelungen ii' eingenommen hat; if2 ist auf ζ2 verblieben, weil der mit der.Hemmung / fest verbundene Stift o2 sich nur in dem Ausschnitte der Muffe ν verschoben hat.
Während der ganzen Dauer der Speisung des Wagens mit Elektricitä't durch das Contactelement yu hat der Anker G das Bestreben, sich in der Richtung der eben vollzogenen Drehung weiter zu drehen, was er jedoch nicht kann, weil das Rad F durch die Anker g g' festgehalten wird.
Bewegt sich der Wagen in der Richtung des Pfeiles weiter, so stellt er der Reihe nach die Brücken zwischeny 14^K13, yn-yl<2i y^-y11 her; während jeder Brückenbildung nimmt die Hemmung / wieder die durch die Fig. 14 angedeutete Stellung ein und jedesmal stellt ttl den Contact j derart her, dafs der Anker g' ausgerückt wird.
Jedesmal, wenn keine Brücke mehr besteht, gelangt die Hemmung / wieder in die durch Fig. 15 angedeutete Stellung, während t- stets auf if2 verbleibt.
Geht der .Wagen nach rückwärts, so wiederholen sich dieselben Erscheinungen, nur zieht in diesem Falle der Anker g' mit Armp' des Elektromagneten E' die Hemmung / mit. i2 geht auf ^1 über und kehrt die Bewegungsrichtung des kleinen Motors JJ' G um.
Aus dem Vorhergehenden ist ersichtlich, dafs die Aufgabe der Wickelungen i' i' darin besteht, die Anker g g' jedesmal auszurücken, wenn dies nicht schon durch die Wickelungen h h' geschehen ist.
In allen früheren Figuren ist nur ein einziges Rad F dargestellt; wenn die beiden Ankergg' nicht die Ausschnitte dieses Rades verlassen hätten, so wäre die Drehung des Ankers G und aller Theile, welche mit letzterem verbunden sind, unmöglich gewesen. Es ist möglich, diese Wickelungen i i' durch mechanische Einrichtungen zu ersetzen, indem man sich nun der Anziehungskräfte von h und h' bedient,, um das Rad F freizugeben.
In der Fig. 17 sind nun zwei Räder FF' dargestellt, in weiche die Anker g g' eingreifen. Diese beiden Räder stecken mit sanfter Reibung auf der Welle C und werden durch je ein auf derselben Welle C festgekeiltes Sperrrad w mitgenommen; eines dieser Sperrräder ist linksgängig, das andere rechtsgängig. In diesem Falle werden die Wickelungen i V überflüssig; denn wenn auch der Anker g das Rad F freigiebt, so bleibt doch g' in Eingriff mit dem Rade F', bietet aber der Drehung des Ankers G in der gewünschten Richtung und dem Vorschreiten der Arme mn n' keinen Widerstand.

Claims (2)

  1. Pa tent-Ansprüche:
    ι. Elektrischer Eisenbahnbetrieb mit selbstthätigen Stromvertheilern, gekennzeichnet durch ein auf der Vertheilerachse befestigtes Hemmrad (F), welches durch elektromagnetische Sperrung so lange an Drehung verhindert ist, bis ein vom letzten zurückliegenden Theilleiter ausgesendeter Zweigstrom den einen Sperranker (g) aushebt, was andererseits durch Herstellung eines zweiten Zweigstromes zur Folge hat, dafs auch der andere Sperranker aus dem Rade (F). ausgehoben und zugleich der Betriebsmotor (G) des betreffenden Vertheilers in Gang gesetzt wird, so dafs der Hauptstrom Anschlufs an den nächsten Theilleiter erhält.
  2. 2. Bei selbsttätigen Stromvertheilern nach Anspruch ι das Uebergreifen der zwei äufsersten, von zwei benachbarten Stromvertheilern mit Strom gespeisten Theilleiter mit Unterbrechung in den Drähten (x° und x'20), welche diese Theilleiter mit dem doppelten Berührungsstück (a°-2°) jedes Verlheilers verbinden, zwecks Verhinderung des Anschlusses eines vom im Gange befindlichen Wagen nicht bedeckten Theilleiters an die Speiseleitung, diese Strom-Unterbrechung in Zusammenwirkung mit einer Flachfeder (L'), welche auf der Welle (C) der Contactarme (m η η') befestigt ist und mit Hülfe der Contactstücke (e2e3 e*) diese Unterbrechung derart schliefst, dafs der Uebergang des Stromes von einem Vertheiler auf den anderen stetig und unabhängig von der Bewegungsrichtung des . Wagens erfolgt.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
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