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Befestigungseinrichtung für Schirmbezüge Gegenstand der Erfindung
ist eine Befestigungseinrichtung für Schirmbezüge an Dachstangen, die aus drei oder
mehr zusammenschiebbaren Teilen bestehen, von denen wenigstens zwei z. B. durch
einwärts gewandte Seitenkanten gebildete Längsschlitze aufweisen und der im Durchmesser
schwächste Teil das äußere Ende der Dachstange bildet.
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Bei einem Schirm dieser Art ist bisher der Bezug außer an den beiden
Enden der Dachstange wohl noch an einem der oberen Dachstangenteile, aber nicht
an dem inneren Ende des äußeren Dachstangenteils befestigt, weil dieses Ende beim
Verkürzen des ,Schirmes in dem Hohlraum des oberen stärksten Dachstangenteils eingeschoben
werden muß. Hieraus folgt, daß sich der Bezug beim Verkürzen des Schirmes am unteren
Schirmende in Falten legt. Hier trägt er aber sehr zur Vergrößerung des größten
Durchmessers des Schirmes bei, einerseits weil an diesem Schirmende der Durchmesser
schon durch den Griff besonders groß ist, andererseits aber auch 'aus folgendem
Grunde: Beim aufgespannten Schirm liegt nämlich die Masse des Bezugsstoffes am äußeren
Teil der Dachstange, da hier ja das Schirmdach den großen Umfang hat, im Gegensatz
zu dem nur ganz geringen Umfang in der Nähe der Schirmkrone. Die Falten, die sich
durch die ,.Schirmverkürzung bilden, können also auch schon aus diesem Grunde nicht
gut an dem äußeren Dachstangenende untergebracht werden, wo sich sowieso schon der
Bezugsstoff anhäuft. Sonst würde auch hierdurch das Format des verkürzten Schirmes
zu groß und zu unförmig werden. Dies ist insbesondere auch noch dadurch der Fall,
daß die an äußeren Dachstangenteilen sich bildenden Falten über die Dachstangenenden
und
über den Griff nach unten hinaus überhängen können, also auch hierdurch der Schirm
unhandlich würde.
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Zur Vermeidung dieser überaus großen Nachteile soll nun erfindungsgemäß
das innere Ende des äußeren Dachstangenteils mit dem Schirmbezuge verbunden sein;
so daß der Bezug beim Einschieben des äußeren Dachstangenteils durch dessen inneres
Ende mitgenommen wird, und soll ferner eine hier-. bei zur Verbindung dienende Nase
bei der Verkürzung des Schirmes in einen Schlitz am oberen Dachstangenteil einschiebbar
angeordnet sein. Auf diese Weise läßt also die Verbindung des inneren Endes des
äußeren Dachstangenteils mit dem Bezug ein Einschieben des äußeren Dachstangenteils
in den oberen Dachstangenteil zu. Diese Verbindung desBezuges mit dem äußerenDachstangenteil
ergibt aber den Vorteil, daß sich beim Verkürzen des Schirmes die Falten am oberen
Ende des Schirmes bilden, also dort, wo in der Nähe der ,Schirmkrone zu ihrer Unterbringung
ausreichend Platz vorhanden ist. Somit erhält der verkürzte Schirm trotz seiner
starken Gliederung und trotz der Anordnung der stärksten Dachstangenteile an der
Schirmkrone ein kleines handliches Format.
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,Sind die Schlitze der mittleren und innerenDachstangenteile dem Bezug
abgewandt, so dient zur Herstellung der Verbindung zwischen dem Bezug und dem inneren
Ende des äußeren Dachstangenteils vorteilhaft ein ring- oder hülsenartiger Körper,
an dem .der Bezug einen Halt findet und der mit dem äußeren Dachstangenteil, durch
die Nase, in Verbindung steht. Beim Verkürzen des Schirmes schiebt sich dann der
ring- oder hülsenartige Teil über den oberen Dachstangenteil hinüber, während die
Nase in dem Schlitz dieses Dachstangenteils gleitet.
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Das überschieben des Hülsenkörpers über den oberen Dachstangenteil
wird vorteilhaft dadurch erleichtert, daß am äußeren Ende dieses D.achstangenteils
eine Schrägfläche und an derjenigen ,Stelle der Hülse, an der der Dachstangenteil
mit der Hülse zusammenstößt, eine geringe Auf"veitung der Hülse vorgesehen ist.
Durch diese nur stellenweise Auf-,veitung der Hülse wird beim verkürzten Schirm
das nahe Aneinanderlegen der Dachstangen nicht beeinträchtigt. Um aus demselben
Grunde den Durchmesser der Hülse möglichst klein zu halten und um ein glattes überschieben
der Hülse über den oberen Dachstangenteil zu ermöglichen, wird zweckmäßig der an
diesem Dachstangenteil vorgesehene Einführungsschlitz durch die einwärts gebogenen
Seitenkanten des als Hohlschiene ausgebildeten Dachstangenteils .gebildet, anstatt
durch eine zusätzlich angebrachte geschlitzte Hülse.
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'Die Erfindung' zeigt noch ein zweites Ausführungsbeispiel. Bei diesem
kann die über den oberen Dachstarngenteil überschiebbare Hülse fortgelassen werden,
weil hier der Bezug unmittelbar an; dem Verbindungsglied, der Nase, befestigt ist,
das am äußeren Dachstangenteil angeordnet und in den Schlitz am oberen Dachstangenteil
einschiebbar ist. Herbei ist das Verbindungsglied an dem äußeren Dachstangenteil
an der dem Bezuge zugekehrten Dachstangenseite angebracht und sind ferner die offenen
Seiten der als Hohlschienen ausgebildeten oberen und mittleren Dachstangenteile
ebenfalls dem Bezuge zugekehrt. Auch hierdurch wird eine freie Bahn für das Einschieben
des Verbindungsgliedes bis in den oberen Dachstangenteil hinein geschaffen, doch
erfordert bei dieser Ausführungsform das Einschieben eine gewisse Vorsicht, um nicht
den an der Oberseite der Dachstange anliegenden Bezug zu gefährden.
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An Stelle einer dreiteiligen Dachstange kann man natürlich auch eine
noch stärker -gegliederte Dachstange verwenden, wenn man hierbei die oberen Teile
der Dachstange mit einem solchen Schlitz versieht.
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In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung :dargestellt,
und zwar zeigt Fig. i eine Teilansicht des entspannten Schirmes, Fig.2 in Seitenansicht
eine verkürzteDachstange, ferner in größerem Maßstab Fig. 3 einen Längsschnitt durch
eine ausgezogene Dachstange, Fig. 4 hiervon einen Querschnitt nach der Linie IV-IV,
Fig. 5 eine ,Seitenansicht des äußeren Endes des oberen Dachstangenteils, . Fig.
6 einen Längsschnitt durch die ausgezogene Dachstange eines zweiten Ausführungsbeispiels.
Der Stock des Schirmes besteht aus den drei zusammenschiebbaren Teilen i, a und
3. Der obere Teil ii trägt .die Schirmkrone 4. An der Schirmkrone 4 sind die Dachstangen
angelenkt, die aus den drei fernrohrartig ineinanderschiebbaren und als Hohlschienen
ausgebildeten Teilen 6, 7 und 8 bestehen, von denen der im Durchmesser stärkste
Teil 6 an der Schirmkrone angeordnet ist. Zur Führung ist an dem äußeren Ende des
mittleren Teils 7 eine Führungshülse i i angebracht. Der äußere Dachstangenteil
8 ist in dem mittleren Teil 7 so angeordnet, daß er mit seiner offenen Längsseite
der Rückenwand i2 (Fig. 4) des mittleren Teils 7 zugekehrt ist.
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An dem inneren Ende des mittleren Dachstangenteils 7 ist mittels eines
Gelenkbolzens die Strebe angebracht, die mit ihrem inneren Ende an den Hauptschieber
angeschlossen ist. An der Strebe ist eine Hilfsstrebe aasgelenkt, die mit ihrem
oberen Ende gemeinsam mit den anderen Hilfsstreben an einen Hilfsschieber angeschlossen
ist.
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Der Bezug 24 ist außer an den beiden Enden --_5 und 26 der Dachstange
noch an dem inneren Ende 28 des äußeren Dach stangenteils 8 befestigt) damit sich
beim Verkürzen des Schirmes die Falten a7
(F ig. 2) aus den oben dargelegten
Gründen am oberen ,Schirmende bilden. Um nun trotz dieser Verbindung zwischen dem
Bezuge 24 und dem inneren Ende des äußeren Dachstangenteils 8 diesen Dachstangenteil
beim Verkürzen des Schirmes in den oberen Teil 6 einschieben zu können, ist der
Bezug 24 an der Befestigungsstelle 28 mit einem Hülsenkörper 2g verbunden, der durch
eine Nase 3o an dem inneren Ende des äußeren Dachstangenteils
8
befestigt ist. Hierbei wird der Hülsenk6rper über dem oberen Dachstängenteil6 (Fig.2)
übergeschoben, während die Nase 30 sich am oberen Dachstangenteil in einen
Einführungsschlitz 31
(Fig. 5) einschiebt, der durch die einwärts gebogenen
Seitenkanten 9 dieses Dachstangenteils gebildet wird.
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Zur Erleichterung desMerschiebens des Hülsenkörpers 29 über das äußere
Ende 23 des oberen Dachstangenteils ist das Ende mit einer Schrägfläche 32 und der
Hülsenkörper .29 an der Stelle des Zusammenstoßens mit dem oberen Dachstangenteil
6 mit einer Aufweitung 33 versehen. Auch wird zu demselbenZweck derEinführungsschlitz
31 (Fig. 5) am oberen Dachstangenteil 6 durch die einwärts gebogenen Kanten
9 dieses Dachstangenteils gebildet.
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Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 unterscheidet sich im wesentlichen
von dem ersten Ausführungsbeispiel nur dadurch, daß der Bezug 2+ (Fig.6) unmittelbar
mit der Nase verbunden ist, die am inneren Ende des äußerenDachstangentei.ls 8 angeordnet
und in den Einführungsschlitz gi, ani oberen Dachstangenteil 6 einschiebbar ist.
Die Nase 34 besteht aus einer Öse, die an der Rückseite des äußeren Dachstangenteils
8 hervorsteht. Das Einschieben der öse bis in den oberen Dachstangenteil 6 wird
dadurch ermöglicht, daß die offenen Längsseiten des oberen und des mittleren Dachstangenteils
und der Einführungsschlitz 31 am oberen Dachstangenteil dem Bezug 24 (Fig. 6) zugekehrt
sind.