DE889201C - Lederfettungsmittel - Google Patents

Lederfettungsmittel

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Publication number
DE889201C
DE889201C DEZ729D DEZ0000729D DE889201C DE 889201 C DE889201 C DE 889201C DE Z729 D DEZ729 D DE Z729D DE Z0000729 D DEZ0000729 D DE Z0000729D DE 889201 C DE889201 C DE 889201C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
leather
oil
salts
sulfinic acids
fatliquor
Prior art date
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Expired
Application number
DEZ729D
Other languages
English (en)
Inventor
Richard Dr-Ing Huttenlocher
Rudolf Dr Phil Schiffner
August Dr Phil Sippel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Zschimmer and Schwarz GmbH and Co KG
Original Assignee
Zschimmer and Schwarz GmbH and Co KG
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Filing date
Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE889201C publication Critical patent/DE889201C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C9/00Impregnating leather for preserving, waterproofing, making resistant to heat or similar purposes
    • C14C9/02Impregnating leather for preserving, waterproofing, making resistant to heat or similar purposes using fatty or oily materials, e.g. fat liquoring

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

  • Lederfettungsmittel Es wurde gefunden, daß Sulfinsäuren und ihre Salze, wie sie durch Reduktion von sulfochlorierten höhermolekularen Kohlenwasserstoffen und ihren Gemischen, die etwa 12 C -Atome oder mehr durchschnittlich im Molekül enthalten, gewonnen werden, sich in besonderem Maß als Lederfettungsmittel eignen. Die genannten Erzeugnisse können bei allen Ledern, so bei lohgaren, chromgaren und anderen Ledern, an Stelle von bisher bekannten Fettungsmitteln treten. Insbesondere werden alle flüssigen und halbfesten Fettstoffe, wie Klauenöl, Tran, Talg, Wollfett, Mineralöl, vorteilhaft durch die erfindungsgemäßen Sulfinsäuren und ihre Salze ersetzt. Dabei können diese Stoffe auch anteilmäßig zusammen mit bekannten Fettungsmitteln Verwendung finden. Es hat sich gezeigt, daß auch die nach dem Verfahren des Patents 76,.8o7 erhältlichen Sulfinsäuren und ihre Salze, die durch Reduktion von Sulfochloridgemischen der mit Schwefeldioxyd und Chlor behandelten Kohlenwasserstoffe entstehen, in besonderem Maß sich zur Lederfettung eignen.
  • Das Leder erhält durch die Behandlung mit den erwähnten Sulfinsäuren und ihren Salzen einen angenehmen, weichen Griff und ist einwandfrei durchgefettet. Die genannten Stoffe sind durch hohe Beständigkeit gegen alle Gerbstoffe ausgezeichnet und entfalten bei ihrer Verwendung zusammen mit bekannten Fettungsmitteln eine hervorragende Treibwirkung. Sie können sulfoniertes Klauenöl oder Tran oder auch ähnliche wasserlösliche Öle ersetzen, die bei der Lickerung von Chromleder und. ähnlichen Vorgängen Verwendung finden: Die Erzeugnisse geben mit Wasser eine klare bis opaleszierende Lösung, die leicht von Leder aufgenommen wird. Infolge der hohen Emulgierwirkung können erhebliche Mengen wasserunlösliche Öle ohne weiteren Zusatz an anderen Emulgatoren emulgiert werden. Der Schmierwert der genannten Sulfinsäuren ist dem eines ansulfonierten Klauenöls gleichzusetzen, während die Emulgierwirküng einem hochsulfonierten Öl entspricht. Bei einer sauren Einstellung ist eine ausgezeichnete Bleichwirkung auf vegetabilisch und synthetisch gegerbtes Leder zu beobachten, ohne daß die Nachteile einer Säurebleiche eintreten. Bei.Zusätzen der genannten Art zu der Hand- und Faßschmiere schwerer Leder, z. B. Fahlleder, -Blankleder usw.; wird ein tiefes Eindringen der Gesamtschmiere undeine gute Verteilung des Fettes gewährleistet. Durch die weichmachende Wirkung des Produktes ist eine erhebliche Einsparung, in manchen Fällen bis zu 25 0/0, an sonst üblichen Fettstoffen möglich. Beispiel i In üblicher Weise hergestellte Chromkalbleder werden nach dem Färben mit 1,751/o eines in der Hauptsache das Ammoniumsalz der Oktadecansulfinsäure enthaltenden Erzeugnisses und o,511/0 Spindelöl gelickert. Das Fettungsmittel wurde erhalten durch Reduktion von Sulfochloriden, die durch Behandeln von hauptsächlich aus Oktadecan bestehenden Kohlenwasserstoffen mit Sulfurylchlorid entstanden sind. Die fertiggestellten Leder zeigen einen guten Griff, Fülle und Geschmeidigkeit.
  • Beispiel e Kalbfelle, kombiniert mit Chrom- und Aluminiumsalzen gegerbt. Die Leder werden mit 3,25'10 eines nach dem Verfahren des Patents 7648o7 hergestellten Sulfinsäuregemisches gefettet. Sie zeigen den gewünschten weichen Griff und günstige Festigkeit. Der besondere Vorteil der Fettung besteht darin, daß das obengenannte Mittel mit den Aluminiumsalzen keine Verbindung eingeht, wodurch die fettende Wirkung herabgesetzt wird und Ausschläge auf dem fertigen Leder entstehen. Das genannte Fettungsmittel wird erhalten durch Reduktion von Sulfochloriden, die durch Einwirkung von Schwefeldioxyd und Chlor auf ein Kohlenwasserstoffgemisch erhalten werden,- das Bestandteile von 12 bis 18 Kohlenstoffatomen im Molekül aufweist und das mit Ammoniak neutralisiert wurde.
  • Beispiel 3 Vacheleder (4o Coupons = 300 kg Abwelkgewicht = 200 kg Fertigledergewicht) wird mit i o/o des in Beispiel i genannten Produktes im normalen Arbeitsgang- gefettet und nach dem Stoßen mit dem sauer eigestellten Fettungsprodukt in betriebsüblicher _ Weise abgeölt. Es ergibt sich eine genügende Bleichwirkung durch das Fettungsmittel, ohne daß die Nachteile einer Säurebleiche beobachtet werden, -und -außerdem weist das Leder eine normale Biegsamkeit und Festigkeit auf.
  • Beispiel 4 Schwarzes Bekleidungsleder aus Schaffellen. Die Leder werden mit 2,590 des in Beispiel 2 genannten Produktes und i °/o Tran in betriebsüblicher Weise nach dem Färben gelickert. Die Beschaffenheit der Leder ist einwandfrei. Sie sind geschmeidig und elastisch, zeigen auch beim scharfen Umbiegen keinerlei Narbenplatzen und lassen eine einwandfreie Färbbarkeit erkennen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. -Verwendung von Sulfinsäuren und ihren Salzen, die durch Reduktion von sulfochlorierten höhermolekularen Kohlenwasserstoffen und deren Gemischen erhältlich -sind, als Lederfettungsmittel, gegebenenfalls zusammen mit fetten Ölen, Tran, Talg, Wollfett, Mineralöl u. dgl.
  2. 2. Verwendung gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man auch solche Sulfinsäuren und ihre Salze verwendet, die durch Reduktion von Sulfonsäurechloridgemischen, entstanden durch Behandlung von Kohlenwasserstoffen mit Schwefeldioxyd und Chlor, gemäß dem Verfahren des Patents 764 807 erhalten werden. Angezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 2 174 5o7.
DEZ729D 1944-02-22 1944-02-22 Lederfettungsmittel Expired DE889201C (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2174507A (en) * 1938-06-30 1939-09-26 Du Pont Reaction of liquid n-alkanes with sulphur dioxide and chlorine and products thereof

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2174507A (en) * 1938-06-30 1939-09-26 Du Pont Reaction of liquid n-alkanes with sulphur dioxide and chlorine and products thereof

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