DE879C - Apparate zur Herstellung von Kiepen und Körben - Google Patents
Apparate zur Herstellung von Kiepen und KörbenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B27—WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
- B27J—MECHANICAL WORKING OF CANE, CORK, OR SIMILAR MATERIALS
- B27J1/00—Mechanical working of cane or the like
- B27J1/02—Braiding, e.g. basket-making
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Description
1877.
Klasse 43.
W. ILLINGWORTH und KARL ZEIDLER in BRADFORD (England). Apparate zur Herstellung von Kiepen und Körben.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 31. October ·Ι$77 ab. , ' '. '
Fig. ι, BlattI, zeigt den Aufrifs eines Apparates
zur Anfertigung runder Körbe oder Kiepen, Fig. 2 einen Querschnitt, Fig. 3 den Grundrifs
desselben. ■
Fig. 4, Blatt Π, stellt den Verticalschnitt eines
Apparates zur Anfertigung viereckiger Körbe dar, Fig. 5 eine Seitenansicht und Fig. 6 einen Grundrifs
desselben.
Auf Blatt I ist A ein Fufsgestell, welches eine Säule B trägt; in derselben sind Büchsen von
Metall C (Fig. 2) angebracht, welche die Lager für die Betriebswelle D der Scheiben bilden.
Das untere Ende dieser Welle ist in einem Fufse E gelagert. Oberhalb der Säule ist eine
runde Platte oder Scheibe F an der Welle D befestigt. In der Nähe des Randes der Scheibe
ist eine Anzahl Messingbüchsen G angebracht, durch welche lange Stangen von Stahl H hindurchgehen.
Diese Stangen sind mit Nuthen versehen, in welchen Federn gleiten, die mit den Getrieben J verbunden sind. Durch letztere
werden die Stangen H in Bewegung gesetzt. Die Zähne K der Getriebe j sind so eingerichtet,
dafs sich jedes frei bewegen kann. Die Getriebe werden durch eine oberhalb derselben
angebrachte und mittelst Bolzen an die Scheibe F befestigte runde Platte L in ihrer Läge erhalten.
Oberhalb der Scheibe F, am oberen Ende der Welle £>, befindet sich eine andere runde
Scheibe M, welche einen gröfseren Durchmesser hat, wie die Scheibe F; auch in dieser Scheibe
ist eine Anzahl Messingbüchsen JV angebracht, welche einen gröfseren Kreis bilden, wie diejenigen
in der Scheibe F. Die Stahlstangen, die auch durch diese Büchsen gehen, bilden infolge
dessen einen Kegel. Die Getriebe J werden durch einen oder mehrere Sperrriegel in
Betrieb gesetzt, welche auf einer Platte P angebracht sind. Letztere ist auf einer Säule Q
(Fig. 1) befestigt, die anf der Basis der Säulei?
steht. Der Sperrriegel ist mit zwei Stiften R versehen, welche in den Platten .S befestigt sind.
Diese sind oben auf der Platte P festgenietet oder festgeschraubt. Die mit der Welle D
rotirenden Scheiben F und M bringen die Getriebe, welche die Stahlstangen bewegen, nach
einander mit dem Sperrriegel O in Berührung, wodurch sie eine rotirende Bewegung erhalten.
Hierdurch werden die Finger T, die am oberen Ende der Stahlstangen festgeschraubt sind, in
Betrieb gesetzt. Dieselben sind mit rauhem -'Ger winde U und Führungen V Versehen. Ihr Kreis;
erweitert sich bei der steigenden und' verengt
sich bei der abwärts gerichteten Bewegung der Stangen, wodurch den Korbwandungen die
schräge Neigung - gegeben "wird. Durch den Sperrriegel erhalten die Stählstangen H und
Finger T jedesmal eine halbe Umdrehung während einer ganzen Umdrehung der Scheiben F
und M. Am unteren Ende der Welle D ist
ein Kegelrad W angebracht, in welches ein anderes Kegelrad greift, das auf der Welle X
befestigt ist. Letztere liegt in dem Lager Y und kann durch Hand- oder Maschinenkraft gedreht
werden. Das Kegelrad kann mit einer Ausrückvorrichtung versehen sein. Auch kann
die Welle D durch einen Riemen betrieben werden.
Die Wirkungsweise des Apparates ist folgende: Sind die Stahlstangen des Apparates gesenkt,
so hebt der Arbeiter dieselben genügend, um den Ansatz für den Korb zu bilden, indem er
den Hebel Z zurückzieht. Dieser Hebel ist mit einer Gabel A1 versehen und diese mit Einschnitten
2? Y welche zu den Stiften C passen. Letztere sind unter einer Scheibe D1 angebracht,
auf welcher das untere Ende der Stahlstangen H ruht. So wird die Scheibe D' mit den Stahlstangen
gehoben und während der Dauer des Ansatzes durch den Haken E1 festgehalten.
Der Hebel Z ist in dem Arm F1 gelagert, welcher
an der unteren Flantsche der Säule angebracht ist. Der Arbeiter bringt dann Weidenzweige,
welche den Ansatz bilden sollen, innerhalb und aufserhalb auf die Stahlstangen, wobei
die unteren Zweige auf einem Ring H1 anfliegen.
Nun wird der Apparat in Betrieb gesetzt und führt der Arbeiter einen Zweig durch einen
Führer P, welcher sich über den Fingern T
und in der Nähe des Anfangspunktes befindet. Der Zweig wird alsdann in die rauhe Schraubenwindung
der Finger gebracht und im Kreise aufsen und innen herumgeführt. Ist dieser Zweig
eingearbeitet, so geschieht dasselbe mit einem anderen Zweige u. s. f., bis der Korb vollendet
ist. Beim Fortschreiten der Arbeit breiten sich die Stahlstangen allmälig aus, indem die Zweige
allmälig die Stahlstangen heben, und bleibt der Apparat in Arbeit, bis die gewünschte Höhe des
Korbes erreicht ist. Die Maschine wird alsdann
angehalten, die Finger werden yon \den Stahlstangen
abgenommen,-die S^ängeii. gesenkt und
Stabe in die so gebildeten Qeffnüngen getrieben, und abgeschnitten. V . . <'-;' : ; .XJ·";
Zur Anfertigung viereckiger. Körbe ,bedienen
·.:sich die Erfinder des in ΐ den Fig. 4,: 5 * und 6,
Blatt II, dargestellten· 'Apparates., .'.;..,
Auf einer Bodenplatte'^1 befinden sich Metaliblöcke ~Kl, auf welchen die: Flantschenplatte L1
einer mit einer .· Messingbüchse C versehenen Säule M\ aufgesetzt ist. In: der Bodenplatte ist
ein Fufslager E angebracht. In diesem und in der Büchse C ist eine Betriebswelle D gelagert,
welche durch eine Scheibe N1 nebst Riemen in· Bewegung gesetzt wird. Es kann diese Bewegung
auch durch Zahnräder vermittelt werden.
Unter dem oberen Ende der Säule M1 ist
an der Welle D eine Scheibe O' angebracht,
welche in der Mitte einen vorspringenden viereckigen Theil P1 enthält, der mit einer Flantsche
bezw. einem Rande Q versehen ist. Durch diese Flantsche ist eine Anzahl Löcher gebohrt, durch
welche lange Stahlstangen H gehen. Diese werden von einer Anzahl Messingbüchsen G,
die in einer viereckigen Platte S' eingesetzt
sind, gehalten. Die Platte S1 ist an der Welle D
oberhalb des Theiles P1 befestigt. Ueber derselben ist ein viereckiges Gestell T1 angebracht,
welches mittelst Bolzen und Muttern an der Platte 51 befestigt ist. Die Stahlstangen H
haben Nuthen / und werden durch konische Räder F1 bewegt, welche an graduirten Wellen W1
angebracht sind. Diese bewegen sich in graduirten Lagern X1, die auf dem runden Tisch Ol
befestigt sind. Die Getriebe, welche auf den Stahlstangen sitzen, sind mit Ansätzen versehen,
welche in die Nuthen der Stahlstangen passen. Diese sind hier nur unter einem kleinen Winkel
gegen die Verticale geneigt. In der Nähe des Randes des runden Tisches Oi sind Platten Zf
auf den Säulen Y1 befestigt, welche auf der Fufsplatte /' stehen. Auf diesen Platten Zx
sind Sperrriegel O angebracht, ähnlich den oben beschriebenen, aber mit der oberen Seite nach
unten gekehrt. Der runde Tisch O1 bewirkt beim Drehen, dafs die Getriebe J, welche am
Ende der graduirten Wellen JV1 angebracht sind, mit den Sperrriegeln in Berührung kommen,
wodurch die Wellen und die konischen Räder gedreht werden und die Stahlstangen eine nach
innen oder aufsen gerichtete Rotation annehmen. Auf den Stahlstangen sind die Finger T befestigt,
wie oben beschrieben. Der Ansatz des viereckigen Korbes wird in ähnlicher Weise bewirkt,
wie derjenige des runden. Der untere Theil der Stahlstangen ruht auf einer viereckigen
Gestellplatte D\ welche durch einen Hebel Z
(Fig. 5) in ähnlicher Weise, wie beim Apparat für runde Körbe, gehoben werden kann.
Zur Führung der Weidenruthen wenden die Erfinder einen Apparat an, welcher mit einer
Hebelspur A2 (Fig. 6) versehen ist und aus Stangen B2 gebildet wird. Diese sind auf den
Ansätzen C2 befestigt, welche auf der Platte S1
der Maschine angebracht sind. In der Spur A% arbeiten Hebelräder D-, welche beim Rotiren
des Apparates die Schieber E2 bewegen. Diese
Schieber sind an der Seite mit Keilnuthen versehen, in welche die Frictionsräder F2 eingreifen
und hierdurch die Schieber führen. Diese Rädert2
sind auf Ständern G2 angebracht, welche auf
die Hebel wirken, wenn die Führungen zum Speisen des Apparates in die Nähe der Finger
zur Aufnahme der Weiden kommen. Diese kleinen Ansätze veranlassen die Hebel der Speiseräder
J'1 stets rechtwinklig zu den Fingern T zu bringen. Die Hebelräder Z>2 sind an Wellen iT2
befestigt, welche an den Wellen, wo die Arme Z2 befestigt sind, ein wenig gebogen sind, um die
geneigte Lage der Stahlstangen H zu ermöglichen. Die Arme Z2 tragen die Zuführungsplatten
M2, Weidenführungen N2 und Zuführungsräder J2. Andere Arme O2, durch welche
Führungsstangen P2 gehen, sind an den Wellen K2
angebracht, am oberen Ende der Wellen K3 und
der Führungsstangen P2 sind Stege Q2 angebracht,
und über den Knöpfen i?2 befinden sich kleine excentrische Stifte ^2, um die Wellen K2
und Stangen P'1 zu befestigen und der geneigten Richtung der Stahlstangen H anzupassen. Oberhalb
der Excenter ist das eine Ende der Stege T'2 befestigt, während das andere Ende an den
Schiebern E2 befestigt ist.
Sowie die Arbeit der Anfertigung des Korbes vorschreitet, heben die Weiden die Stahlstangen,
und wenn die erforderliche Höhe erreicht ist, werden die Finger abgeschraubt, die Stangen
herabgelassen und Stäbe hineingetrieben und abgestutzt.
Bei Anfertigung oblong geformter Körbe wenden die Erfinder eine ähnliche Construction an.
Die Stahlstangen werden jedoch dann in Löchern angebracht, die in einer oblongen Form liegen;
auch werden die rotirenden vorspringenden Theile oblong, anstatt viereckig gemacht.
Die Erfinder bemerken noch, dafs sie sich nicht genau an die Details gebunden halten,
welche oben beschrieben und durch Zeichnungen erläutert sind, da dieselben verändert werden
können, ohne von dem eigenthümlichen Charakter der Erfindung abzuweichen.
Claims (2)
1. Die Einrichtung, Construction und Anwendung eines Apparates zum Herstellen und
Flechten runder, viereckiger und oblonger Körbe in der oben beschriebenen und durch
Zeichnungen erläuterten Art und Weise.
2. Die Construction und Anwendung von Fingern, welche von Stahlstangen bewegt werden
und den Weidenruthen bei Anfertigung runder, viereckiger oder oblonger Körbe eine
Bewegung nach innen und aufsen in der oben beschriebenen und durch Zeichnungen erläuterten
Weise geben.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE879T | 1877-10-30 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE879C true DE879C (de) |
Family
ID=70976546
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE879DA Expired - Lifetime DE879C (de) | 1877-10-30 | 1877-10-30 | Apparate zur Herstellung von Kiepen und Körben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE879C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2100617A2 (de) * | 1970-03-11 | 1972-03-24 | Ibm |
-
1877
- 1877-10-30 DE DE879DA patent/DE879C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2100617A2 (de) * | 1970-03-11 | 1972-03-24 | Ibm |
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