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Maschine zum Einwickeln von Packungen
Die Erfindung bezieht sich auf
eine Maschine zum Einwickeln von Packungen mit dünnem Alaterial, wie Papier, Cellulose
od. dgl., bei der die einzelnen Packung nacheinander an verschiedenen Vorrichtungen
vorbeigeführt werden, die das Umhüllen jeder Packung vorn, oben, unten und an den
Seiten bewirken, Die Erfindung betrifft insbesondere Einrichtungen für die Ausführung
der letzten Falt- und Verschließvorgänge beim Einwickeln sowie für das Abführen
der eingewickelten Packung.
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Die den Gegenstand der Erfindung bildende Maschine ist in erster
Linie dadurch gekennzeichnet, daß für das Schließen der an der Rückseite der Packung
überstehenden Umhüllung zwei in geschlossener Bahn gegeneinander bewegliche Einschlagdorne,
deren Arbeitsflächen ständig zur Rückseite der Packung parallel bleiben, vorgesehen
sind. Gemäß einem weiteren AIerkmal der Erfindung ist die Anordnung so getroffen,
daß die Dorne zur Rückseite der Packung hin längs zu dieser geneigten Bahnen und
von dieser weg längs hiervon abweichenden Bahnen bewegt werden, indem vorzugsweise
die Dorne unmittelbar nach Fertigstellung des Einschlags von der Rückseite der Packung
in einer zu dieser parallelen Richtung zurückgezogen werden.
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Weitere vorteilhafte WIerkmale der Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung der Zeichnungen, in denen die Erfindung beispielsweise
veranschaulicht ist. wobei zum besseren Nerständnis auch die nicht den Gegenstand
der
Erfindung bildenden Arbeitsgänge bzw. Vorrichtungen dargestellt
und beschrieben sind. Es zeigt Fig. I eine Seitenansicht der Maschine, Fig. 2 eine
schematische Darstellung der einzelnen Arbeitsgänge, die den ganzen Einwickelvorgang
umfassen, Fig. 3 in größerem Maßstab eine der Fig. 1 entsprechende Seitenansicht
der erfindungsgemäßen Einrichtungen am linken Ende der Maschine, Fig. 4 eine Stirnansicht
der Maschine vom Austrittsende her gesehen, Fig. 5 einen Grundriß dieses Austrittsendes,
Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie 6-6 in Fig. 5, Fig. 7 einen Schnitt nach der
Linie 7-7 in Fig. 5, Fig. 8 eine der Fig. 7 entsprechende Endansicht und Fig. g
eine Endansicht der festen Stange für die Ausführung des letzten Faltvorgangs.
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Gemäß Fig. I wird eine Reihe von Packungen I, die eingewickelt werden
sollen, auf einer abwärts geneigten Gleitbahn 2 mit gekrümmtem Auslauf 3 zugeführt.
Die letzte Packung in dem Stapel ruht auf einer Tragplatte II, die einen Teil des
Untergestells 4 der Maschine bildet oder an demselben befestigt ist, das auf senkrechten
Ständern 5 getragen wird. An dem Untergestell sind in gewissem Abstand zwei längs
verlaufende Teile 6 ausgebildet, die auch in Fig. 4 dargestellt sind.
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Zwischen den Seitenteilen 6 ist die Fördervorrichtung angeordnet.
Der Umriß der endlosen Kette 7, einige der Finger 8 und andere Bestandteile der
Fördervorrichtung sind in Fig. 3 strichpunktiert dargestellt. Die unterste Packung
I in dem Stapel wird durch einen der Finger 8 nach links bewegt und durchläuft eine
Reihe von Arbeitsgängen zwecks Einhüllens und Faltens, die der bekannten Praxis
entsprechen und noch kurz beschrieben werden, und anschließend weitere Arbeitsvorgänge
zwecks Faltens und Verschließens, die den Gegenstand der vorliegenden Erfindung
bilden. Während eine Packung I dieseArbeitsstufen durchläuft, wird die nächste Packung
durch den nächsten Finger 8 der Vorrichtung zugeführt und beginnt eine gleiche Reihe
von Arbeitsgängen zwecks Einhüllens und Faltens, so daß jederzeit mehr als eine
Packung verarbeitet wird, diese Packungen sich jedoch in verschiedenen Stufen des
Verfahrens befinden.
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Jeder Finger 8 bewegt eine Packung I vorwärts, bis dieselbe auf ein
Stück des Packmaterials g trifft, das senkrecht angeordnet ist, und zwar ist in
diesem Augenblick bereits eine geeignete Länge von dem in Streifenform zugeführten
Packmaterial mit Hilfe der Vorrichtung IO abgetrennt. Die Streifenzuschnitte werden
bei ihrer Bewegung durch die Maschine Faltvorgängen bekannter Art unterworfen, die
schematisch in Fig. 2 dargestellt sind, wobei die Bewegungsrichtung der Packungen
durch Pfeile angegeben ist.
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Gemäß Fig. 2 werden die Packungen zwischen zwei Reihen von besonders
geformten senkrechten Platten I3, I4, I6 hindurchgeführt, die in geeigneter Weise
(nicht dargestellt) auf oder etwas über der Arbeitsplatte II gehalten werden, die
sich zwischen den Seitenplatten 6 der Maschine erstreckt.
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Zwischen den Seitenplatten ist ferner eine gestrichelt angedeutete
Oberplatte 12 in einer Höhe angeordnet, die von der Dicke der Packungen in der senkrechten
Richtung abhängt. Die Eintrittsenden I7 und I8 der Arbeitsplatte II bzw. der Oberplatte
12 sind vorzugsweise mit einem Radius nach unten bzw. oben umgebogen. Die Eintrittsenden
19 der Seitenplatten I3 sind nach außen umgebogen. Ein nicht dargestellter mittlerer
Längsschlitz in der Arbeitsplatte II ermöglicht die Bewegung der Finger 8.
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Stellung zeigt eine Packung, die als erstes mit dem Einwickelmaterial
in Berührung gebracht wird, das in dieser Weise gehalten und dann abgeschnitten
wird.
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In Stellung B ist die Packung mit dem Einwickelmaterial auf eine
kurze Entfernung zwischen die Eintrittsenden der Seitenplatten 13 sowie der Oberplatte
I2 und der Unterplatte II vorwärtsbewegt worden. Hierbei ist das Einwickelmaterial
zurückgebogen worden, so daß es teilweise unter und teilweise über die Packung geschlagen
worden ist, während es an den Seiten durch die Enden 19 der Platten I3 eingeschlagen
worden ist.
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Die Packung wird alsdann zwischen den Faltplatten I3 und 14 hindurchgeführt.
Die abwärts geneigten Schlitze zwischen den Platten I3 und 14 zu jeder Seite dienen
dazu, die oberen Ränder des Einschlagmaterials nach unten umzubiegen, wie dies in
Stellung C dargestellt ist.
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Anschließend gelangt die Packung zwischen die Seitenplatten I6, und
da die Schlitze zwischen den Seitenplatten 14 und I6 zu jeder Seite aufwärts geneigt
sind, werden die unteren Ränder des Einschlagmaterials nach oben umgefaltet; das
Ergebnis ist in Stellung D dargestellt.
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Die gefalteten Seitenränder können verklebt werden, indem die Packungen
zwischen Heizvorrichtungen 19 (Fig. I und 3) hindurchlaufen, wenn dazu geeignetes
Einschlagmaterial verwendet worden ist.
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Alle vorstehend angegebenen Arbeitsvorgänge stehen im Einklang mit
der üblichen Praxis. Dagegen bildet die Durchführung der weiteren Arbeitsstufen
den Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
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Der Finger 8 der Fördervorrichtung schiebt die Packung schließlich
über das Ende der Unterplatte hinaus, so daß sie auf zwei gelenkig angeordneten
Haltern 2I ruht, wie aus Fig. 7 ersichtlich ist. Der Finger 8 verweilt für kurze
Zeit in dieser Stellung und wird dann zurückgezogen und nach rückwärts und abwärts
weiterbewegt, so daß er für die nächstfolgende Packung den Weg freigibt.
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Die nächste Arbeitsstufe ist in Stellung E der Fig. 2 dargestellt.
Zwei Einschlagdorne 22 und 23 bewegen sich von den beiden Seiten her zueinander,
derart, daß sie das Einwickelmaterial an den beiden rückwärtigen Ecken der Packung
nach innen einschlagen. Der linke Dorn 22 in Fig.2 folgt dabei einer geschlossenen
Bahn, die beispielsweise die Form des dargestellten Dreiecks 24 besitzt,
während
der rechte Dorn 23 die gleiche, aber umgekehrte Bahn beschreibt. Die durch den Pfeil
25 angegebene Bewegung entspricht dem Zurückziehen des Dorns, Pfeil 35 gibt die
Bewegungsrichtung al, die den Dorn in die vorbereitende Stellung für die Bearbeitung
der nächsten Packung bringt, und Pfeil 36 gibt die Einschlagbewegnnz an.
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In der nächsten Arbeitsstufe F bewegt sich eine obere Faltplatte
37 senkrecht abwärts und legt sich dabei auf die Oberseite der Packung, und während
dieser Bewegung wird durch den herabhängenden Flansch 38 an dem einen Ende der Platte
37 der obere rückwärtige Rand des Einwickelmaterials nach unten umgebogen.
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Die Platte 37 setzt dann ihre Abwärtsbewegung fort und nimmt hierbei
die Packung mit. ÄVährend des ersten Teils der Abwärtsbewegung wird der untere rückwärtige
Rand des Einwickelmaterials nach oben umgebogen durch die Einwirkung einer festen
Platte oder Stange 39 amEndederbiaschine, wodurch das Eirvickeln der Packung vollendet
wird, wie aus Fig. 2 in Stellung G ersichtlich ist.
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Die senkrechte Abwärtsbewegung wird weiter fortgesetzt, bis Linie
eingewickelte Packung zwischen Bürsten gelangt, die in Fig. 3 und 4 dargestellt
sind. Diese Bürsten halten die Packung, die die oberste Pacl;1mg auf einem Stapel
von zuvor fertiggewordenen Packungen bildet, lose in ihrer Stellung fest, nachdem
der Stapel sich zuvor um die Dicke einer Packung nach unten bewegt hat, veranlaßt
durch die senkrechte Bewegung der Faltplatte 37. Die untersten Packungen werden
jeweils durch ein Förderband oder eine andere geeignete Einrichtung abgeführt.
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Die einzelnen Arbeitsgänge werden von einer Querwelle 41 aus gesteuert,
die im Rahmen der Maschine gelagert ist, und diese Anordnung ist im einzelnen in
Fig. 3, 4 und 5 dargestellt. Die Enden der Welle 41 laufen in Lagern, die durch
Ausleger 33 an der Außenseite der Seitenrahmen 6 gehalten werden. Die Welle 41 kann
von einem Elektromotor über ein geeignetes Getriebe angetrieben werden. Eine in
der Längsrichtung der ilfaschine angeordnete Welle 43 wird durch ein lZegelradgetriebe
42 angetrieben und dient dazu, die Schneidvorrichtung für das Streifenmaterial zu
betätigen.
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Die Querwelle 41 trägt an jedem Ende eine Nockenanordnung, die die
erforderlichen Bewegungen der Einschlagdorne 22 und 23 steuert. Ein Kettengetriebe
44 einschließlich einer Spannrolle 48 dient dazu. eine zweite Querwelle 45 von der
erster Querwelle 41 aus anzutreiben. Durch diese zweite Querwelle 45 wird das senkrechte
Arbeiten der oberen Faltplatte 37 mit ihrem Flansch 38 betätigt, um den obenerwähnten
letzten Faltvorgang sowie die senkrechten Bewegungsvorgänge auszuführen. Die Querwelle
45 läuft in Lagern in den Hauptseitenrahmen 6. Sie ragt an einer Seite aus der Maschine
hervor und trägt hier ein Handrad 32 für die Einstellung und Betätigung von Hand,
falls dies erforderlich ist.
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Die Einschlagdorne 22 und 23 sind mittels einer Bajonett- und Federverbindung
in Doruhaltern 46 angebracht. Der Schaft 47 jedes Dorns besitzt eine lange Lagerfläche
in seinem Halter 46 und wird durch eine Feder 51 vorgedrückt. Auf diese Weise ist
es möglich, die Dorne im Betrieb rasch gegen Dorne anderer Form oder anderer Abmessungen
auszuwechseln, um die Maschine für die Verarbeitung von Packungen verschiedener
Größen einzurichten.
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Jeder Dornhalter 46 wird an seinem rückwärtigen Ende durch ein Drehgelenk
49 gehalten und ruht auf einer Rolle 50. Der Drehzapfen sitzt quer in einer Führung
55 von rillenförmigem Querschnitt, in die der Dornhalter eingepaßt ist, der um ein
Drehgelenk 49 frei beweglich ist. Das rinnenförmige Teil ist starr befestigt an
oder aus einem Stück bestehend mit einem im wesentlichen senkrechten Arm 56, der
durch einen etwa in der Längsrichtung der Maschine verlaufenden Drehzapfen 57 mit
einem Teil 58 verbunden ist, das drehbar an einem festen Lager oder einer Spindel
59 angebracht ist, die aus dem Seitenrahmen 6 herausragt und an derselben starr
befestigt ist. Diese Anordnung ermöglicht, daß die Einschlagdorne und die Dornhalter
durch die n'ockenanordnung auf eine kurze Entfernung sowohl in der ouerrichtung
als auch in der Längsrichtung der Maschine bewegt werden. Ein im wesentlichen beweglicher
Steuerarm 60, der starr an dem Teil 58 befestigt ist oder mit diesem aus einem Stück
besteht, erstreckt sich aufwärts und ist mit einem Fortsatz 6I versehen, der die
Rolle 50 trägt, auf der das innere Ende des Dornhalters 46 in der zuvor beschriebenen
Weise ruht.
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Um das Auswechseln der Dorne gegen andere Dorne von abweichender
Form oder abweichenden Abmessungen zu erleichtern, kann jeder Dornhalter 46 um seinen
Drehzapfen 49 nach oben geschwellkt werden, -wie in Fig. 4 angedeutet ist. Während
des Arbeitens der Maschine wird der Dornhalter 46 mit der Rolle So durch eine Zugfeder
34 in Berührung gehalten, die zwischen dem Dornhalter 46 und dem Hauptarm 56 ausgespannt
ist. Das obere Ende der Feder 34 kann vermöge eines Hakens 32 leicht von dem Dornhalter
46 gelöst werden.
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Die Dorne ändern sich in zwei Hauptabmessungen, in Abhängigkeit von
den Abmessungen der Packung. Die Breite des Dorns in der senkrechten Richtung hängt
von der Tiefe der Packung, und die Länge vom Ende des Dornhalters hängt von der
Breite der Packung ab.
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Die erforderliche Bewegung wird den beiden Dornhaltern mit Hilfe
von zwei Nocken 62 und 63 erteilt, die auf der Querwelle 41 angebracht sind und
sich mit dieser drehen. Der äußere radiale Nocken 62 greift an einer Rolle 54 an,
die auf einer Spindel sitzt, die durch einen Ansatz 64 an der Seite des Steuerarms
60 gehalten wird. Dieser Nocken dient somit dazu, allen durch den Steuerarm 6o und
das Organ 58 gehaltenen Teilen eine kleine Schwingbewegung in der Längsrichtung
der Maschine zu erteilen. Federn 65 halten die Rolle 54
und die
damit beweglichen Teile gegen den Nocken 62.
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Der andere Nocken 63 hat seine Steuerfläche an der Innenseite und
wirkt auf eine Rolle 66, die vorzugsweise am Umfang gewölbt ist und auf einer Welle
sitzt, die sich von dem Arm 56 aus zur Seite erstreckt, so daß dieser Arm um seinen
Lagerzapfen 57 in eine Schwingbewegung versetzt wird.
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Der Lagerzapfen4g in der rinnenförmigen Führung 55 erhält ebenfalls
eine Schwingbewegung quer zur Maschine, und diese Bewegung wird auf den Dornhalter46
übertragen, der hierdurch quer zur Maschine bewegt wird. Während dieser Bewegung
wird der Dornhalter 46 außerdem durch Anlage an der Rolle 50 geführt. Die Feder
67 sorgt für die Anlage 66 an der Seitenfläche des Nockens 63 und ist mit ihren
Enden zwischen dem Hauptarms6 und dem Steuerarm 60 eingespannt.
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Die Dorne 22 und 23 bewegen sich in einer im wesentlichen waagerechten
Bahn. Da die Bewegung jedes der Stifte für die Betätigung eines Dornhalters 46 bei
der dargestellten Ausführung eine senkrechte Komponente einschließt, ist es erforderlich,
der Unterseite des Dornhalters, mit der derselbe auf der Rolle 50 läuft, eine geeignete
Kurvenform zu geben. Ein entsprechendes Profil ist bei 29 in Fig. 4 dargestellt.
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Während des Einschlagvorgangs soll das Einwickelmaterial frei umgeschlagen,
jedoch nicht scharf gebogen werden. Um diesen Vorgang zu erleichtern, sind die Enden
der Dorne 22 und 23 verjüngt. Außerdem ist Vorsorge getroffen, daß das Material
sich ohne Spannung an der Ober- und Unterseite der Packungen leicht wölben kann.
Um eine Wölbung nach oben zu ermöglichen, ist das Ende der Oberplatte I2 an den
Seiten weggeschnitten, wie im Grundriß in Fig. 5 zu erkennen ist. Um ein Wölben
nach unten zu ermöglichen, kann die Querstange 39 oder eine feste Platte neben den
Dornen abwärts gekrümmt sein, wie bei 3I in Fig. 5 und 9 dargestellt ist. Diese
Vertiefungen können in dem Ende der Unterplatte II oder in einer besonderen Platte
oder Stange 39 ausgebildet sein.
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Die senkrechte Bewegung wird der oberen Faltplatte 37 durch eine
Vorrichtung erteilt, die von der unteren Welle 45 betätigt wird. Ein radialer Nocken
68 wirkt auf eine Rolle 69, die an den Enden von Armen 70 gehalten wird, die mit
einer Stange 7Ib beweglich sind. Letztere gleitet in senkrechter Richtung in zwei
Lagern 72, die durch ein senkrechtes Glied 73 gehalten wird, das an den Seitenrahmen
6 der Maschine befestigt ist. An den Rahmen 6 kann ein drittes Lager 53 angeordnet
sein. Eine Zugfeder 74 treibt die gleitende Stange 7I nach oben, derart, daß die
Rolle 69 mit dem Nocken 68 in Berührung gehalten wird. Ein Halter 75, der auf der
Stange 7I verstellbar ist, trägt die obere Faltplatte 37 mit Hilfe leicht lösbarer
Verbindungen, wie Schrauben 30, wodurch die Auswechselbarkeit von Platten verschiedener
Abmessungen erleiclltert wird. Die Drehung der Stange 71 und der damit verbundenen
Teile wird durch Rollen 76 verhindert, die voll dem Halter 75 getragen werden und
an den Seitenflächen des senkrechten Teils 73 laufen.
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Die Platte 37 kann somit synchron mit den Dornen 22 und 23 auf und
nieder bewegt werden, derart, daß der letzte Faltvorgang während der .4whwärtsbewegung
des Stapels der fertig eingewiclrelten Packungen bewirkt wird.
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Während der letzten Einschlag- und Faltvorgänge, die den Gegenstand
der Erfindung bilden. wird die Packung durch ein Organ gehalten, das lösbar am Ende
der Maschine befestigt ist und außerdem dazu dient, einen Stapel von vorher eingewickelten
Packungen zu führen und zu unterstützen und die untersten Packungen nacheinander
einem Förderband oder einer anderen Einrichtung zuzuführen.
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Der Hauptrahmen dieses Organs besteht aus zwei offenen, rechteckigen
Gliedern 8o, die senkrecht angeordnet und starr miteinander durch untere und obere
Ouerstäbe 8I verbunden sind. Der äußere Teil des rechten Gliedes 80 ist in Fig.
4 weggescllnitten. Der Rahmen kann an einer Endplatte am Rahmen der Maschine anliegen
und durch Zapfen od. dgl. in seiner Lage gehalten werden. Der Rahmen wird an der
Endplatte durch schnell lösbare Verbindungen gehalten. Beispielsweise können zwei
Hebel 82 drehbar an Auslegern 83 befestigt sein, die von den Hauptseitenrahmen 6
abstehen. Jeder Hebel kann einen allgemein senkrechten Arm 84 und einen waagerechten
Arm 85 aufweisen, der eine bogenförmige oder nockenartige Oberfläche besitzt, die
an der senkrechten Seitenfläche des rechteckigen Gliedes 8o anliegt.
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Das Organ kann somit schnell abgenommen und als Ganzes durch ein
anderes Organ ersetzt werden, um die Maschine für die Verarbeitung von Packungen
abweichender Größe einzurichten.
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Die oberen Enden der rechteckigen Glieder sind durch Bolzen 87 mit
Winkelstücken 86 verbunden, an denen die Stützen 21 drehbar angebracht sind, die
insbesondere in Fig. 7 und 8 dargestellt sind.
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Die Stützen 21 für die Packungen sind gemäß der Figur durch Platten
88 unterstützt, die durch Schlitze in den waagerechten Schenkeln der Winkelstücke
86 nach oben vorspringen und an den senkrechten Schenkeln befestigt sind. Federn
89 halten die Stützen 21 in ihrer gehobenen Stellung.
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Wenn eine Packung durch einen Finger 8 in ihre Endlage bewegt worden
ist, wird sie durch die Stützen 21 unterstützt, und die weitere Bewegung in der
Längsrichtung wird durch Anschläge go verhindert, die an den senkrechten Schenkeln
der VVinkelstüclçe 86 befestigt sind.
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Durch die Abwärtsbewegung der oberen Platte 37 mit Flansch 38 nach
beendetem Einsdilagen wird zunächst das obere Einwickelmaterial um--gefaltet, was
durch den Flansch 38 bewirkt wird.
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Die Platte 37 kommt dann in Berührung mit der Oberseite der Packung
und bewegt diese nach unten. Während dieser Abwärtsbewegung wird das untere Einwickelmaterial
durch Berührung mit der festen Stange oder Platte 39 nach oben umgefaltet,
und
die Bewegung hört alsdann auf. Die Packung ist damit fertig verschlossen und liegt
zuol)erst auf einem Stapel von zuvor eingewickelten Packungen.
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Während der zuletzt erwähnten Abwärtsbewegung wird der Stapel der
Packungen abwärtsgestoßen.
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In dieser Stellung wird die Packung zwischen festen Seitenbürsten
91 gehalten. einer beweglichen Endbürste 92 und einer kleinen Streifenbürste 93,
die ebenfalls in Fig. 6 dargestellt sind. Die Bürste 93 berührt das gefaltete Ende
durch Schlitze im Flansch 38. Wenn die Oberplatte 37 aufwärtsbewegt und Flansch
38 zurückggezogen wird, um für die nächste Packung bereit zu sein, wird durch die
Bürste 93 die Packung in ihrer Lage festgehalteil und eine Beschädigung des gefalteten
Endes verhindert.
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Wenn die Packung abwärtsl)ewegt wird. schwenken die Stützen 21 nach
unten und werden nach dem @ Vorbeigang der Packung durch ihre Federn Sg wieder zurückgezogen.
Um weiche Packungen nicht zu beschädigen, können die Stützen 21 durch abwärts gerichtete
Fortsätze 102 an der oberen Faltplatte 37 nach unten geschwenkt werden. wie insbesondere
aus Fig. 6 und 8 ersichtlich ist. damit die Packung bei ihrer Abwärtsbewegung keinen
Widerstand seitens der Federn 89 findet.
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Die Seitenbürsten 91, die sidl in senkrechter Richtung erstrecken,
sind in den rechteckigen Gliedern So angebracht. Die Bürsten sind mit ihrem Holzrücken
an einem Schenkel der Winkelplatten 94 angeschraubt, deren anderer Schenkel durch
Eolzen 95 an den Außenseiten der rechteckigen Rahmen So befestigt sind. Die Bolzen
95 sitzen in waagerechten Schlitzen oder Öffnungen. so daß die Bürsten verstellt
werden können uIn die Abnutzung der Borsten auszugleichen.
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Die bewegliche Bürste 92 wird von einem Arm 96 gehalten. der um den
Drehpunkt 97 zurückgeschwenkt werden kann, so daß die Bürste außer Eingriff kommt,
Eine Feder gS hält die Bürste in ihrer Arbeitsstellung. Ein verstellbarer Anschlag
99 dient dazu, die Bürste je nadl der Länge der Packung einzustellen. Der Drehpunkt
97 kann innerhalb der Grenzen des Schlitzes 100 in dem Halter IOI verstellt werden.
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Die bewegliche Bürste 92 hält den Stapel der Packungen leicht gegen
eine Platte am Ende der Maschine, die geheizt werden kann, um die zum Schluß umgefalteten
Enden zu verkleben.
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\Nenn eine Packung auf den Stapel aufgesetzt wird, wird die unterste
Packung aus dem senkrechten Schacht ausgeworfen, der von den Bürsten 91 und 92 und
der Endplatte gebildet wird, und kann durch ein Förderband oder eine andere geeignete
Einrichtung abgeführt werden.
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Die Packungen können nach dem letzten Faltvorgang auch durch andere
Hilfsmittel als die beschriebene Bürstenanordnung aus der Maschine emfernt werden.
Große Packungen beispielsweise können, sobald sie fertig verschlossen sind, nach
rückwärts oder seitwärts entfernt werden.
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I)ie obere Faltplatte 37 ist an ihren den Enden les Flansches 38
benachbarten Enden geschlitzt, wie aus Fig. 5 ersichtlich ist. um die Möglichkeit
einer zufälligen Berührung zrrischen der Faltplatte uiid den Enden der Dorne 22
und 23 auszuschalten.
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Die den Gegenstand der Erfindung bildende Einrichtung ermöglicht,
die abschließenden Einschlag-und Faltvorgänge auf äußerst einfache Weise auszuführen.
Dank der abwärts gerichteten Bewegung entfällt die Notwendigkeit, mechanische Stützmittel
zu verwenden, die in die Bewegungsbahn des Stapels der gefalteten Packungen hinein
und aus dieser heraus bewegt werden müssen. Außerdem ergibt die Abwärtsbewegung
den Vorteil. daß der senkrechte Hub der oberen Faltplatte nicht der jeweiligen Dicke
der Packungen angepaßt zu werden hraucht. Ferner ist infolge der Abwärtsbewegung
nur eine sehr geringe Kraft durch die obere Faltplatte auszuüben, um den Stapel
der Packungen nach unten zu bewegen, da die Schwerkraft die Abwärtsbewegung unterstützt,
während sie der Aufwärtsbewegung enthehenwirkt.