DE86804C - - Google Patents
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- G—PHYSICS
- G04—HOROLOGY
- G04C—ELECTROMECHANICAL CLOCKS OR WATCHES
- G04C21/00—Producing acoustic time signals by electrical means
- G04C21/16—Producing acoustic time signals by electrical means producing the signals at adjustable fixed times
- G04C21/20—Producing acoustic time signals by electrical means producing the signals at adjustable fixed times by closing a contact to ring an electromechanical alarm
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 74: Signalwesen.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein von einer Uhr beeinflufster Wecker
mit elektrischem Läutewerk, welches bei zweimaligem Umlauf der zur Stromschliefsung benutzten
Stundenzeigerwelle nur einmal ertönt, während dies bei fast allen bekannten Weckern
dieser Art zweimal geschieht.
Letztere zeigen ungefähr folgende Einrichtung:
Mit der Stundenzeigerwelle einer Uhr ist irgend ein Stromschlufsstück verbunden, welches
in einer bestimmten Lage des Stundenzeigers den Stromkreis eines elektrischen Läutewerkes
schliefst. Man kann auf diese Weise letzteres zwar als Wecker benutzen, welcher zu einer
bestimmten Zeit, beispielsweise 6 Uhr früh, ertönt, doch tritt der Uebelstand ein, dafs um
6 Uhr Abends das Läutewerk nochmals in Thätigkeit tritt, weil jetzt wiederum ein Stromschlufs
durch das auf der Stundenzeigerwelle befestigte Stromschlufsstück eintritt.
Der vorliegende Wecker vermeidet den erwähnten Uebelstand dadurch, dafs zwischen
der durch die Stundenzeigerwelle der Uhr beeinflufsten Stromschlufsvorrichtung und dem
Läutewerk ein besonderer Stromschliefser eingeschaltet ist, welcher abwechselnd bei einem
Stromschlufs durch die Uhr eine Nebenleitung zum Läutewerk für eine bestimmte Zeit schliefst,
beim nächsten Stromschlufs durch die Uhr dagegen nach momentanem Schlufs der Läutewerksleitung
dieselbe wieder öffnet, so dafs das Läutewerk nicht ertönt.
Diese eigenartige Wirkung der eingeschalteten Vorrichtung wird erreicht durch die Verbindung
eines oscillirenden Elektromagnetankers mit einem nach zwei Seiten ausschlagenden Ueberfallgewicht,
welches den Anker abwechselnd in verschiedene Ruhelagen bringt, sobald der letzteren beeinflussende Elektromagnet durch
Stromunterbrechung aufser Thätigkeit tritt. Das Ausschwingen des Ankers und des mit ihm
verbundenen Ueberfallgewichtes aus verschiedenen Lagen wird dazu benutzt, in der vorher
erwähnten Weise auf den Stromschlufs zum Läutewerk einzuwirken, und bildet dieser Aufbau
des Stromschliefsers, im Nachfolgenden Schlufsregler genannt, das Wesen der vorliegenden
Erfindung.
Die gesammte Anlage besteht aus einer gewöhnlichen Rasselglocke mit Batterie, aus einem
Apparat, welcher zur gegebenen Zeit den Stromkreis der Glocke schliefst und öffnet,
nachdem er selbst von einer an jeder gewöhnlichen Räderuhr anzubringenden Stromschlufsvorrichtung
auf elektrischem Wege in Thätigkeit versetzt ist, und aus den diese Theile verbindenden
elektrischen Leitungen. Da der genannte Apparat zugleich die eingetretene Wirkung
hörbar und sichtbar anzeigt, kann er auch Controlvorrichtung genannt werden.
Die Verbindung der aufgezählten Theile der Weckvorrichtung ist in Fig. 5 schematisch dargestellt.
Der Schlufsregler (Fig. 1 und 2) besteht aus einem auf einer Grundplatte angeordneten
Elektromagneten E, vor dessen Polen ein als Anker dienendes Stückchen weichen Eisens A
um eine Achse schwingen kann, und zwar um
einen Winkel 2 α, welcher durch die Anschläge <z und Ci1 begrenzt ist. Auf derselben
Achse, aber leicht um dieselbe drehbar, sitzt neben dem Anker ein Ueberfallgewicht G. Nach
der Zeichnung besteht dasselbe aus einem Kreissector starken Bleches, es kann aber auch
eine beliebige andere Form erhalten. Wesentlich ist nur, dafs das Ueberfallgewicht bei der
Drehung um die Ankerachse solche Begrenzungen findet, dafs es sich nur um einen bestimmten
Winkel gegen den Anker drehen kann. In Fig. ι und 2 ist diese Begrenzung in der Weise
dargestellt, dafs ein in den Anker eingeschraubter Stift 5 in den Schlitz S1 des Blechsectors
eingreift und so die Bewegung von G gegen A durch Anlegen an das eine oder andere Ende
des Schlitzes begrenzt. Die ganze Vorrichtung ist von einem hölzernen Schutzgehäuse umgeben.
Die Wirkungsweise des Schlufsreelers beruht darauf, dafs sich der Anker, so lange der
Elektromagnet stromlos ist, in der Ruhelage I oder in der Ruhelage II (s. Fig. 2) befinden
mufs, je nachdem das Ueberfallgewicht aus der Mittelstellung nach rechts oder nach links
übergefallen ist.
Nehmen wir an, der Anker befinde sich in der Ruhelage I und es werde nun (durch die
weiter unten zu beschreibende Stromschlufsvorrichtung C, Fig. 5) für kurze Zeit ein Strom
durch die Magnetspulen geschickt. Dann wird der Elektromagnet E magnetisch und dreht
den Anker A um den Winkel α (Fig. 2) in die Mittellage, wo er ihn festhält, so lange der
Strom geschlossen ist. Das Ueberfallgewicht G hat die Bewegung des Ankers mitgemacht;
infolge der ihm innewohnenden lebendigen Kraft macht es aber nicht Halt, nachdem es
den Drehwinkel α beschrieben hat, sondern schwingt über diese Lage hinaus, soweit es
der Stift s gestattet, bis es also in die in Fig. 2 gezeichnete Stellung kommt. In dieser Stellung
berührt ein auf dem Sector G befestigtes Stromschlufsstück c ein ebensolches, an einer Feder/
sitzendes Stromschlufsstück C1.
Durch diese Berührung wird folgender Stromkreis geschlossen (Fig. 5): vom + - Pol der
Batterie!? durch die elektrische Klingel, durch Leitung
3, den Unterbrecher U zur Klemmschraube III des Schlufsreglers zur Feder f (welche von
der Grundplatte der Vorrichtung isolirt ist), durch Cc1 und G zur Grundplatte, von hier
durch die Spulen des Elektromagneten zur
Klemme I und durch Leitung 1 zum Pol der
Batterie. Die Klingel beginnt zu ertönen und veranlafst dabei rasch auf einander folgende
Stromunterbrechungen; letztere sind indefs von zu kurzer Dauer, als dafs E völlig unmagnetisch
werden und den Anker A fahren lassen könnte. Begünstigt wird das Verbleiben von A in der
Mittellage durch die Trägheit des Ankers; wenn also eine verhältnifsmäfsig langsam
schlagende Klingel aus irgend einem Grunde Verwendung finden soll, so kann man der
Gefahr, dafs A durch G während der Stromunterbrechungen in die Ruhelage II hinübergezogen
werden könnte, durch Vermehrung der Masse vorbeugen, welche von G in
Drehung zu versetzen ist. Dies kann z. B. durch Anbringung einer kreisförmigen Metall-(Blei-)scheibe,
wie sie in Fig. ia im Schnitt dargestellt ist, auf der Ankerachse geschehen.
Die gleiche Figur zeigt, wie der Anker (welcher hier aus einem C-förmig gebogenen Streifen
Eisenblech gebildet ist) zwischen statt vor den Polen des Elektromagneten angeordnet werden
kann, was den Vortheil hat, dafs der bei der Anordnung nach Fig. 1 in der Achsrichtung
auftretende Zug der magnetischen Kraft ganz oder zum gröfseren Theile vermieden wird.
Endlich ist in Fig. 1 a eine etwas andere Lagerung der Achse dargestellt.
Nach Vorstehendem führt der Anker A, so lange die von der Klingel hervorgerufenen,
rasch auf einander folgenden Stromstöfse den Elektromagneten umkreisen, zwar kleine Bewegungen
aus, welche ein rasselndes Geräusch hervorrufen, er bewirkt aber keine Trennung von c und C1 ; demnach läutet die Klingel so
lange fort, bis durch eine äufsere Einwirkung der Elektromagnet für etwas längere Zeit stromlos
wird. Dies geschieht durch die zu weckende Person nach dem Erwachen durch einen Druck
auf den Unterbrecher U (Fig. 5), welcher im gleichen Raum wie die Klingel angebracht
ist. Er besteht aus einer Feder, welche im Ruhezustande an einem Stromschlufsstück anliegt
und die Leitung 3 schliefst, dieselbe aber unterbricht, sobald sie niedergedrückt wird.
Nach eingetretener Stroinunterbrechung bei U fällt A infolge der Einwirkung von G in die
Ruhelage II, wobei c und C1 aufser Berührung kommen; demnach hört das Klingeln auf.
Wenn nach Verlauf von 12 Stunden die Stromschlufsvorrichtung C von neuem einen
Strom durch E sendet, so wird A aus der Ruhelage II nach rechts in die Mittellage bewegt,
wobei G, soweit s und ,J1 es zulassen,
nach rechts hinüberschwingt. Da sich hierbei c und C1 nur einen Augenblick berühren, und
zwar während der Strom noch durch die Leitungen 2 und 4 geht (deren Widerstand erheblich geringer als der der Klingel ist), so
ertönt die Klingel hierbei nicht und der Anker fällt, sobald die Leitung 2 durch G unterbrochen
wird, in die Ruhestellung I. Es wird hierdurch der Zweck erreicht, die Klingel in
24 Stunden nur einmal ertönen zu lassen, obgleich der Strom an der Uhr während dieser
Zeit zweimal geschlossen wird. Aufserdem er-
möglicht diese Eigenschaft der Vorrichtung eine Controle, indem man aus der Stellung von A
(in Ruhelage I oder II) nachträglich ersehen kann, ob ein Stromschlufs, also auch ein
Wecken zur gegebenen Zeit stattgefunden hat. Ferner giebt das Rasseln des Ankers, welches
so lange anhält wie das Klingeln, ein Mittel der Controle.
Die Stromschlufsvorrichtung an der Uhr (Fig. 3 und 4) besteht aus einem langsam
schwingenden Pendel P, einer Stromschlufsfeder/1
und einem Hebelarm H, welcher mit Reibung auf die Welle des Stundenzeigers
einer gewöhnlichen Uhr derart aufgesetzt ist, dafs man ihn in einen beliebigen Winkel zu
dem Stundenzeiger einstellen kann, um so die Stunde des Weckens beliebig zu bestimmen.
Das Pendel ist als volle Scheibe P mit kleinem Uebergewicht g ausgeführt gedacht. Dasselbe
dreht sich um eine feststehende (an der vorderen Platine der Uhr befestigte) Welle. Auf
der Nabe der Scheibe P schleift die Feder fv und zwar während eines Theiles der Drehung
auf einem mit nichtleitendem Ueberzug versehenen Theil des Nabenumfanges. Bei der
Drehung der Achse des Stundenzeigers stöfst H gegen einen zweckentsprechend geformten Ansatz
a2 des Pendels P und bringt bei fortschreitender
Drehung das Pendel immer weiter aus seiner Ruhelage, bis der Ansatz a2 in einer
ganz bestimmten Stellung, wenn also die Uhr eine ganz bestimmte Zeit anzeigt, von H abgleitet.
P schwingt nun (in der Richtung des Pfeiles) in seine Ruhelage zurück und über
dieselbe hinaus, wobei die Feder ^1, welche
übrigens von der Platine isolirt ist, den isolirenden Ueberzug der Nabe verläfst und auf
dem leitenden Theil des Umfanges gleitet. Infolge der aus Fig. 5 ersichtlichen Leitungsverbindung
der einzelnen Theile sind mithin für kurze Zeit Leitung 2 und 4 in Berührung, und
es fliefst der positive Strom über 4, 2,11, E, I, 1
zur Batterie zurück; der Schlufsregler tritt also in Thätigkeit.
Die Spannung der Feder J1 ist durch eine
Schraube regelbar, um die an dem Nebenumfange auftretende Reibung so bemessen zu
können, dafs zwar die Amplitude der ersten Pendelschwingung genügend grofs ist, um
einen sicheren Stromschlufs zu bewirken, dafs aber andererseits bei der zweiten Schwingung
der leitende Theil des Nabenumfanges mit der Feder ^1 mit Sicherheit nicht mehr in Berührung
kommt.
Der Vortheil der beschriebenen Stromschlufseinrichtung vor anderen besteht darin, dafs sie
es ermöglicht, durch den Hebel H trotz seiner sehr langsamen Bewegung einen Stromschlufs
von beliebig kurzer Dauer herzustellen, und ferner' darin, dafs ein dauernder Stromschlufs,
welcher bei anderer Einrichtung eintreten könnte, wenn das Uhrwerk zufällig einmal
gerade in dem Augenblicke des Stromschlusses stehen bleiben sollte, ausgeschlossen ist. Durch
beide Eigenschaften wird verhindert, dafs die Batterie mehr als erforderlich beansprucht wird.
In Fig. 3 und 5 ist endlich noch eine Stromschlufsfeder /2 dargestellt, welche mit dem
negativen Pol der Batterie durch Leitung 5 verbunden ist und für gewöhnlich an einem
Stromschlufsstück c2 anliegt. C2 steht mit der
Platine in leitender Verbindung, während f2 von derselben isolirt ist. So lange f.-, C2 berührt,
kann ein unbeabsichtigt (etwa durch Erschütterung' von Uhr oder Controlapparat)
eintretender Stromschlufs bei f oder fx keine
Erregung des Elektromagneten E und damit ein unrichtiges Arbeiten des Controlapparates
zur Folge haben, da der Haupttheil des Stromes im ersten Falle den Weg von 3 über f, 2, c,,,
/2, 5, im zweiten Falle von 4 über fv c2,/2,~5
zum negativen Pol der Batterie dem Wege durch den Elektromagneten mit seinem gröfseren
Widerstände vorzieht. Zu den Zeiten jedoch, wo die Stromschliefsung bei J1 zur Wirkung
auf E gelangen soll, also kurz bevor der Ansatz a.2 von H abgleitet, stöfst H gegen einen
an /2 befestigten Ansatz as aus isolirendem
Stoff, wodurch f2 und C2 ein wenig abgehoben
wird (Fig. 3). Diese Unterbrechung der Leitung
5 hat zur Folge, dafs bei dem gleich darauf eintretenden Augenblick des Stromschlusses
bei J1 E erregt wird, wie oben beschrieben,
und gegebenenfalls die Klingel ertönt. Nach einem bestimmten Zeitraum, dessen Dauer von der Form von H und a3 abhängt,
z. B nach 5 oder 10 Minuten, legt sich f2 wieder
an C2 an und veranlafst, falls die Klingel etwa noch nicht mittelst des Unterbrechers U abgestellt
sein sollte (etwa wegen Abwesenheit der zu weckenden Person), dafs der Anker A
von E abfällt und das Klingeln aufhört. Hierdurch wird der Nachtheil vermieden, welcher
den sogenannten Fortschellklingeln stets anhaftet, dafs in einem Falle wie dem beschriebenen
die Batterie durch andauerndes Läuten erschöpft wird, und wird die Wirkung
des Apparates eine völlig selbsttätige, da er auch der Dauer des Klingeins eine beliebig zu
bestimmende obere Grenze setzt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Elektrischer Wecker, bei welchem der Stromkreis für das Läutewerk nicht unmittelbar durch eine von der Stundenzeigerwelle einer Uhr bewegte Stromschlufsvorrichtung, sondern unter Vermittelung eines Stromschlufsreglers geschlossen wird, dadurch gekennzeichnet, dafs ein von der Uhr innerhalb 24 Stunden zweimal eingeschalteter Elektromagnet (E) bei seinerErregung den vor seinen Polen schwingenden Anker (A) aus der einen Endlage in eine Mittellage bewegt und hierdurch ein auf der Ankerachse drehbares Fallgewicht (G) in eine solche Stellung bringt, dafs dieses nach Stromloswerden des Elektromagneten den Anker in die andere Endlage zieht und hierbei den Läutestromkreis das eine Mal dauernd, das andere Mal nur auf einen Augenblick schliefst, so dafs das Läutewerk bei zweimaligem Umlauf des Stundenzeigers nur einmal in Thätigkeit tritt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE86804C true DE86804C (de) |
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Country Status (1)
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| DE (1) | DE86804C (de) |
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- DE DENDAT86804D patent/DE86804C/de active Active
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