DE863186C - Verfahren zur Umarbeitung von gebrauchten sogenannten Eisenschmelzkatalysatoren - Google Patents

Verfahren zur Umarbeitung von gebrauchten sogenannten Eisenschmelzkatalysatoren

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DE863186C
DE863186C DEB7501D DEB0007501D DE863186C DE 863186 C DE863186 C DE 863186C DE B7501 D DEB7501 D DE B7501D DE B0007501 D DEB0007501 D DE B0007501D DE 863186 C DE863186 C DE 863186C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J23/00Catalysts comprising metals or metal oxides or hydroxides, not provided for in group B01J21/00
    • B01J23/90Regeneration or reactivation
    • B01J23/94Regeneration or reactivation of catalysts comprising metals, oxides or hydroxides of the iron group metals or copper

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Umarbeitung von gebrauchten sogenannten Eisenschmelzkatalysatoren Es wurde bereits vorgeschlagens für die Umsetzung von. Kohlenoxid mit Wasserstoff zu mehrgliedrigen Kohlenwasserstoffen, gegebenenfalls neben mehr oder minder großen Mengen sauerstoffhaltiger Verbindungen, als Katalysator im Sauerstoffstrom geschmolzenes und nach dem Erstarren im Wasserstoffstrom reduziertes Eisen zu verwenden, das gegebenenfalls noch Zusatze enthalten kann. Wenn nach längerer Verwendung eines solchen Katalysators seine Wirksamkeit nachläßt, muß er durch einen neuen ersetzt werden.
  • Man hatten annehmen sollen, daß man aus diesen sog. Eisenschmelzkatalysatoren einfach durch neues Schmelzen im Sauerstoffstrom wirksame Katalysatoren herstellen kann. Der praktischen Durchbführung dieser Maßnahme stellen sich jedoch erhebliche Schwierigkeiten entgegen. Versucht man nämlich, den. aus dem Ofen entfernten mit dem Umsetzungsprodukt vollgesaugten Katalysator im Sauerstoffstrom zu schmelzen, so treten hierbei sehr lästige Verpuffungserscheinungen auf; außerdem bedeutet diese Behandlung einen Verlust an (aufgesaugtem) Umsetzungsprodukt. Extrahiert man das aufgesaugte Umsetzungsprodukt aus dem Katalysator, so entzündet er sich sehr leicht an der Luft. Noch mehr ist das der Fall, wenn der Katalystator zur Entfernung von. aufgesaugtem Syntheseprodukt mit Wasserstoff oder einem wasserstoffreichen Gas behandelt wird. Bei Berührung mit der Luft glüht er dann leicht auf und wird dabei sehr weitgehend oxydiert. Will man ihn nun im Sauer stoffstrom schmelzen, sol zeigt sich, daß der Gehalt an freiem Metall zu gering geworden ist, um die für das Durchschmelzen der Masse erforderliche Wärme aufzubringen. Will. man Eisenschmelzkatalysatoren aufbereiten, die für die Ammoniaksynthese verwendet wurden, so treten zwar keine Verpuffungserscheinungen auf, es findet aber unter Aufnahme von' Sauerstoff aus der Luft eine starke Erhitzung bis zum Glühen statt, die das Umschmelzen zu hochwertigen Katalysatoren unmöglich machen.
  • Es wurde nun gefunden, daß man bei der Aufbereitung von gebrauchten Eisenschmelzkatalysatoren durch Schmelzen im Sauerstoffstrom diese Nachteile vermeiden kann, wenn man den Katalysator mit einem nur geringe Sauerstoffmengen enthaltenden oder einem anderen schwach oxydieren wirkenden Gas, z. B. Kohlendioxyd, vorzugsweise bei niedriger Temperatur so lange behandelt, bis er, an die Luft gebracht, sich nicht mehr entzündet, und ihn dann im Sauerstoffstrom schmilzt. Mit der Behandlung mit dem geringe. Mengen Sauerstoff enthaltenden oder schiwaoh oxydierenden Gas kann die Entfernung von. Umsetzungsprodukten, die in dem Katalysator noch vorhanden sind, einhergehen.
  • Man kann diese Produkte aber auch vorher, z. B. durch Behandlung .des Katalysators mit einem Lösungsmittel oder mit Wasserstoff bei erhöhter Temtemperatur, z. B. bei der Umsetzungstemperatur oder noch etwas höher, entfernen. Zum Schmelzen im Sauerstoffstrom verwendet man zweckmäßig ein mindestens 80 %, vorteilhaft etwa 95 % Sauerstoff enthaltendes Gas.
  • Es wurde zwar schon vorgeschlagen, pyrophore Katalysatoren mit verdünntem Sauerstoff zu behandeln, damit sie an der Lulft nicht zum Verglimmen kommen. Hierbei kam es jedoch nur dar- -auf an, die Katalysatoren in einen für den Transport geeigneten Zustand zu bringen, worauf sie nach einer Reduktion für die beabsichtigte Umsetzung verwendet werden konnten. Hieraus ließ sich. aber nicht ableiten, daß man bei der heschriebienen Behandlung den Metallgehalt des Katalysators so weit erhalten kann; daß noch ein Verschmelzen im Sauerstoffs.trom zu einer homogenen Masse möglich ist, die nach der Reduktion praktisch die gleiche Wirksamkeit wie der ursprüngliche Katalysator besitzt.
  • Für die Behandl.ung des Katalysators nach der Erfindung verwendet man- zweckmäßig Stickstoff mit einem so geringen Glehalt an Sauerstoff, daß sich der Katalysator bei Darüberleiten des Gases nicht merklich erwärmt (im allgemeinen kommen hierfür Sauerstoffgehalte von- 0,I bis 5%, vorteilhaft von 0,5 bis I % in Betracht), oder auch andere Gase, wie 6auers.toffarme und schwefelarme Rauchgase. Man kann das Gas hierauf abblasen oder auch im Kreislauf führen und mit geringen Mengen Luft oder Sauerstoff in- dem Maße versetzen, wie Sauerstoff verbraucht wird. Man kann die Behandlung mit diesen Gasen bei gewöhnlicher oder erhöhter Temperatur, z. B. bei 40°, 60° oder höheren Temperaturen ausführen. An Stelle von sauerstoffhaltigen Gasen kann man auch Kohlendioxyd-bei höherer Temperatur, z. B. 1500, verwenden, wobei man die gleiche Wirkung erzielt. Auch Mischungen von. Stickstoff und Kohlendioxyd, gegebenenfalls zusammen mit Sauerstoff, sind für die Behandlung geeignet.
  • Die Behandlung kann auch zur Herstellung von Katalysatoren für die Ammoniaksynthese aus bei dieser Umsetzung verbrauchten Katalysatoren angewandt werden.
  • Beispiel 3 1 eines Eisenschmelzkatalysators (Korngröße 2 bis 3 mm), der durch Schmelzen von Carbonyleisen mit Zusätzen von Tonerde im Sauerstoffstrom,# Zerkleinern und anschließender Reduktion hergestellt und während einer Betriebsdauer von 100 Tagen für eine bei 195 bis 2000 und unter einem Druck von 25 at durchgeführte Synthese von mehr gliedrigen Kohlenwasserstoffen neben flüssigen und festen sauerstoffhaltigen Produkten aus Kohlenoxyd und Wasserstoff verwendet worden war, werden zur Entfernung von aufgesaugtem Syntheseprodukt 48 Stunden. lang bei 2200 unter g.ewöhnlichem Druck mit Wasserstoff behandelt. Man. läßt darauf im Wasserstoffstrom erkalten und leitet innerhalb 4 bis 5 Stunden 30001 technischen Stickstoff mit einem Sauerstoffgehalt von 0,5 0/o darüber.
  • Beim Herausnehmen des Katalysators aus dem Umsetzungsgefäß zeigt sich, daß er seine pyrophoren Eigenschaften verloren hat und sich an der Luft nicht mehr erwärmt. Im Sauerstoffstrom kann er ebenso wie das als Ausgangsstoff verwendete Carbonyleisen gezündet und zu einer homogenen Schmelze gebracht werden. Ein hieraus durch Zerkleinem und Reduktion hergestellter Katalysator zeigt dieselbe Wirksamkeit wie der ursprüngliche.
  • Läßt man dagegen zum Vergleich bei einem in gleicher Weise hergestellten un.d für die gleiche Umsetzung unter den gleichen Bedingungen verwendeten Katalysator die Behandlung mit verdünntem Sauerstoff fort, so oxydiert sich an der Luft ein so großer Teil des Katalysators, daß er nicht mehr im Sauerstoffstrom gezündet werden kann. Auch bei Zusatz von 20% eines frisch reduzierten Katalysators reicht die Reaktionswärme nicht aus, die Masse zur homogenen Schmelze zu bringen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH.
    Verfahren zur Umarbeitung von gebrauchten sog. Eisenschmelzkatalysatoren, dadurch gekennzeichnet, daß man diese, gegebenenfalls nach Entfernung der in ihnen enthaltenen Umsetzungsprodukte, durch Behandlung mit einem Lösungsmittel oder bei erhöhter Temperatur mit Wasserstoff, mit einem nur geringe Mengen Sauerstoff enthaltenden oder anderem schwach oxydierenden Gas so lange behandelt, bis sie sich an der Luft nicht mehr erwärmen, dann im Sauerstoffraum schmilzt und die Schmelze zerkleinert und reduziert.
DEB7501D 1942-07-23 1942-07-23 Verfahren zur Umarbeitung von gebrauchten sogenannten Eisenschmelzkatalysatoren Expired DE863186C (de)

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