AT158187B - Glühverfahren. - Google Patents

Glühverfahren.

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AT158187B
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Austria
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annealing
annealing process
gas
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Inventor
Josef Ing Ebner
Original Assignee
Siemens Schuckertwerke Wien
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Glühverfahren. 



   Es ist ein bei   Glüh- und Temperöfen bekannter Ubelstand. dass   die   Einsatzbehälter für das  
Glüh-oder Tempergut sehr stark der Verzunderung unterworfen sind. Die Einsatzbehälter   müssen   daher, um sie doch für eine grössere Anzahl von Chargen verwendbar zu machen, dickwandig ausgeführt werden, was nicht nur das mechanische Arbeiten mit ihnen wesentlich erschwert, sondern auch thermische Nachteile mit sich bringt, da die stark ausgeführten Behälter ebenfalls eine bedeutende Wärmemenge zu ihrer Aufheizung brauchen. Die zur Vermeidung dieser   Übelstände   verwendeten Einsatzbehälter aus nicht-oder schweroxydierbaren Speziallegierungen haben in vielen Fällen ebenfalls keine wesentliche Verbesserung gebracht. 



   Durch die Erfindung wird es   möglich,   mit einfachen Mitteln diese Schwierigkeiten vollständig zu beseitigen. Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass das beim Glühen oder Tempern sich entwickelnde Kohlenmonoxyd selbst in vorteilhafter Weise die Möglichkeit gibt, das Verzundern der Einsatzbehälter hintanzuhalten. Als unmittelbare Folge ergeben sich dünnwandige   Einsatzbehälter   aus gewöhnlichem Blech, die billig in der Anschaffung und für eine ziemlich grosse Anzahl von Chargen verwendbar sind und weder durch ihr Gewicht noch durch ihre Wärmeaufnahme lästig fallen. 



   Nach der Erfindung werden diese Vorteile dadurch erzielt, dass die aus dem Einsatzgut sich entwickelnden Gase, die im allgemeinen leichter sind als Luft, zur Entfernung der Luft bzw. des Sauerstoffes (chemische Bindung oder   Verdrängung)   aus dem Innern des Ofens benutzt werden, der zu diesem Zwecke mit Vorteil so gebaut ist, dass in der Hauptsache nur in seinem unteren Teil ein Austritt von Gasen möglich ist. Es wurde erkannt, dass sich beim Arbeiten von   Glüh- und Temperöfen   aus dem Einsatzgut selbst derartige Mengen von   Kohlenmonoxid   entwickeln, dass diese in der Regel grösser sind als zur Herstellung der Schutzgasatmosphäre im Ofen notwendig ist.

   Das Kohlenoxyd sammelt sich in dem in bekannter Weise nach oben gasdicht abgeschlossenen Ofengehäuse an, während die Luft bzw. der Sauerstoff chemisch gebunden oder als solcher entfernt wird und   durch Austrittsöffnungen   oder durch entsprechend ausgeführte Dichtungen im unteren Ofenteil entweicht. Ein Ofen, der günstige Verhältnisse bezüglich Bedienung (Ein-und Ausbringen des Materials) ergibt, wird dadurch erhalten, dass der Ofen eine gasdichte Haube bildet, die in eine   Sand-od. dgl.-dichtung   greift, durch welche der Austritt der Luft aus dem Ofeninneren erfolgt. 



   Ein Ausführungsbeispiel einer Anordnung zur   Durchführung   des patentgemässen Verfahrens zeigt die Zeichnung. 1 ist die Ofenhaube, die beispielsweise mit einer vollkommen geschlossenen, gasundurchlässigen   Bleehverschalung 2 versehen   ist und nur über die   Sanddichtung J einen   Gasaustritt aus dem Ofeninneren zulässt. Mit 4 sind die Heizwicklungen des Ofens,   mit'5 und   6 die das Glüh-oder Tempergut enthaltenden Einsatzgefässe bezeichnet. 



   Sobald sich bei Erwärmung in den Einsatzgefässen aus dem Kohlenstoff des Eisens der zu glühenden Gegenstände und aus dem Sauerstoff des vorhandenen Eisenoxydes (Tempermittel, Zunderschicht auf Glühgut) Kohlenmonoxyd in grösserer Menge bildet, dringt dieses aus den Gefässen in den Ofenraum, den es wegen seines geringen spezifischen Gewichtes von oben her unter Verdrängung der Luft füllt, die durch die   Sanddichtung J entweicht. tberschiisse   an Kohlenoxyd können ebenfalls durch diese Dichtung entweichen. Es hat sich gezeigt, dass der   Ofenraum   in kurzer Zeit von Kohlenoxyd erfüllt ist, so dass ein Oxydieren der   Einsatxgefässe wirksam   verhindert ist.

   Das Kohlenoxyd hat nicht nur den   Vorteil, dass es sieh hieb t um ein beim Arheitsgang selbst anfallendes Erzeugnis   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 handelt, sondern dass dieses auch zugleich ein ideales neutrales Gas darstellt, das weder das Einsatzgut noch die Heizwicklungen des Ofens in irgendeiner Weise schädlich beeinflusst. 



   In Fällen, in denen gegebenenfalls die Gasentwicklung aus dem Einsatzgut zur Ofenfüllung nicht voll hinreicht, ist es auch ohne weiteres möglich, entsprechende Stoffe oder Stoffgemische, z. B. Eisen-Eisenoxydgemische in den Ofen einzubringen, die bei den in Betracht kommenden Temperaturen zusätzliches Kohlenoxyd entwickeln. Um gegebenenfalls im Überschuss entwickeltes Kohlenoxyd für andere Zwecke auffangen und sammeln zu können, kann statt einer Sanddichtung der sonst vollkommen gasdicht abgeschlossene Ofen (unten) mit einem   Rohranschluss   versehen sein, durch den das Kohlenoxyd an weitere Verwendungsstellen geleitet werden kann.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Glrthverfahren, welches in einem gasdicht abgeschlossenen Ofengehäuse unter Entfernung der Luft und Bildung einer Sehutzgasatmosphäre vor sich geht, dadurch gekennzeichnet, dass als Schutzgase, die während des Temper-oder Gluhprozesses aus dem Einsatzgut sieh bildenden und aus den nicht dicht abgeschlossenen Einsatzbehältern entweichenden Gase verwendet werden, um das Verzundern der Einsatzbehälter in elektrischen Temper-oder Glühöfen zu verhüten, EMI2.1
AT158187D 1937-11-29 1937-11-29 Glühverfahren. AT158187B (de)

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AT (1) AT158187B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE753786C (de) * 1938-01-14 1952-11-24 Bergische Stahlindustrie Verfahren zum Gluehfrischen von Temperrohguss

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE753786C (de) * 1938-01-14 1952-11-24 Bergische Stahlindustrie Verfahren zum Gluehfrischen von Temperrohguss

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