DE837280C - Verfahren zur Herstellung eines Katalysators zum Ausscheiden von Kohlensaeure aus Industriegasen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Katalysators zum Ausscheiden von Kohlensaeure aus IndustriegasenInfo
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Classifications
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- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
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Description
- Verfahren zur Herstellung eines Katalysators zum Ausscheiden von Kohlensäure aus Industriegasen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Katalysators, mit dessen Hilfe Kohlensäure, Sauerstoff und schwefelhaltige Gase aus Industriegasen entfernt werden können.
- Es ist bekannt, daß Salze der Erdalkalimetalle, die von hitzeheständigem Niaterial und Kohlenstoffträgern getragen werden, Kohlendioxyd und Sauerstoff aus den erwähntell Industriegasen entfernen. Jedoch macht die Anwendung eines solchen Katalysators in der Industrie erhel)liche Schwierigkeiten, und zwar sowohl bei seiner Anwendung als auch hei seiner Regenerierung.
- Gemäß der Erfindung wird ein Katalysator hergestellt, der aus einem wasserunlösliclien Erdalkalimetallsalz oder aus einer Mischung solcher Salze besteht, die auf faserigem, im wesentlichen eisenfreiem Asbest aufgetragen sind.
- Vorzugsweise ist das Gewichtsverhältnis von alkalischem Erdmetallsalz zu Asbest in der Größenordnung von 2 : 1.
- Der Katalysator gemäß der Erfindung ist besonders wirksam zum Entfernen von Kohlendioxyd und Sauerstoff; er entfernt aber auch den größeren Teil schwefelhaltiger Gase, die in Industriegasen enthalten sind.
- Der Katalysator hat eine sehr lange Wirksamkeit und kann leicht dadurch regeneriert werden, daß Luft über den erschöpften Katalysator geleitet wird.
- Gemäß der Erfindung wird ein wasserunlösliches Erdalkalimetallsalz mit Wasser, das ein Bindemittel enthält, zu einem Brei angerührt und im wesentlichen eisenfreier Asbest in den Brei eingebracht, dann das Wasser daraus entfernt. z. B. durch Erwärmen auf etwa I00° C, und dann die Rlischung in Luft auf eine solche Temperatur erhitzt, daß ein Sintern oder beginnendes Sintern des Erdalkalimetallsalzes eintritt. Die Erhitzung erfolgt vorzugsweise auf 9000 C.
- Im folgenden wird als ein Beispiel ein Verfahren gemäß der Erfindung geschildert: 3 Teile Bariumcarbonat guter Handelsqualität in Form eines feinen Pulvers werden mit einer wäßrigen Leimlösung zu einem Brei angerührt.
- 11/2 Teile Gooch-Asbest werden mit diesem Brei gründlich getränkt und der so behandelte Asbest zu dünnen Flocken in der Größe von 15 bis 25 mm und einer so geringen Dicke ausgekämmt, wie sie noch notwendig ist, daß die Flocken ihre Form behalten. Die Flocken werden dann in einem Luftstrom von etwa 1000 C getrocknet und dann in Luft auf eine Temperatur von 900°'C erhitzt, so daß ein leichtes Vorsintern des Bariumcarbonats erfolgt.
- Nach dieser Erhitzung läßt man den Katalysator in Luft abkühlen. Die Flocken werden dann voneinander getrennt und in einem Behälter leicht aufeinandergepackt. Der Behälter soll aus einem nicht oder schwer aufkohlbaren hitzebeständigen Stoff bestehen.
- Ein anderes Verfahren, den Katalysator herzustellen, besteht darin, daß man ll/2 Teile Gooch-Asbest mit einer wäßrigen Leimlösung tränkt. Der getränkte Asbest wird dann zu den ohen beschriebenen dünnen Flocken ausgekämmt und diese Flocken dann mit 3 Teilen trockenem pulverförmigem Bariumcarbonat vermischt und gründlich mit der feuchten Asbestmasse verarbeitet. Die weitere Behandlung des Katalysators erfolgt in der gleichen Weise wie oben beschrieben.
- Das Verhältnis des Erdalkalimetallsalzes zum Asbest kann in weiten Grenzen geändert werden.
- Es ist jedoch zweckmäßig, so viel Erdalkalimetallsalz in den Katalysator aufzunehmen, wie dies möglich ist, ohne daß das Katalysatorsalz beginnt während des Gebrauchs von dem Asbest abzublättern. Ein solches Abblättern des Katalysatorsalzes kann zur Verstopfung des Katalysatorbehälters führen und damit zu einer unerwünschten Vergrößerung des Durchfluß widerstandes.
Claims (7)
- PATENTANSPRUCHE Ì. Katalysator für Verfahren zur Entfernung von Kohlendioxyd aus kohlenstoffhaltigen Gasen, gekennzeichnet durch ein wasserunlösliches Erdalkalimetallsalz auf faserigem, im wesentlichen eisenfreiem Asbest.
- 2. Katalysator nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewichtsverhältnis von Erdalkalimetallsalz zu Asbest in der Größenordnung von 2 : 1 liegt.
- 3. Katalysator nach Anspruch I oder 2, gekennzeichnet durch Bariumcarbonat auf Gooch-Asbest.
- 4. Verfahren zur Herstellung eines Katalysators nach einem der Ansprüche I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß im wesentlichen eisenfreier Asbest mit Wasser, einem Bindemittel und einem wasserunlöslichen Erdalkalimetall salz gemischt, dann das Wasser entfernt und die Mischung bis zur Verbrennung des Bindemittels erhitzt wird.
- 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Erhitzung auf eine solche Temperatur erfolgt, daß mindestens eine beginnende Sinterung des Erdalkalimetallsalzes eintritt, vorzugsweise auf etwa goo0 C.
- 6.'Verfahren nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Salz Bariumcarbonat benutzt wird.
- 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß als Bindemittel Leim benutzt wird.
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