DE487306C - Verfahren zur Herstellung eines Katalysators, namentlich fuer die Ammoniaksynthese aus seinen Elementen, unter Verwendung von Oxyden des Eisens - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Katalysators, namentlich fuer die Ammoniaksynthese aus seinen Elementen, unter Verwendung von Oxyden des Eisens

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DE487306C
DE487306C DEC33994D DEC0033994D DE487306C DE 487306 C DE487306 C DE 487306C DE C33994 D DEC33994 D DE C33994D DE C0033994 D DEC0033994 D DE C0033994D DE 487306 C DE487306 C DE 487306C
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    • C01INORGANIC CHEMISTRY
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    • C01C1/00Ammonia; Compounds thereof
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Description

  • Verfahren zur Herstellung eines Katalysators, namentlich für die Ammoniaksynthese aus seinen Elementen, unter Verwendung von Oxyden des Eisens Für die Herstellung von Eisenkatalysatoren für die Synthese des Ammoniaks aus seinen Elementen benutzte man bisher als Ausgangsmaterial reines oder Handelseisen. Es wurde auch vorgeschlagen, Eisenoxyde, beispielsweise Magnetit, zu verwenden, welche zuvor auf etwa iooo° C zu erhitzen waren, weil: es sich ergeben haben soll, daß das Magnetft nach dem Erhitzen einen besseren Katalysator lieferte.
  • Die Eisenkatalysatoren, welche aus den in dieser Weise behandelten Eisenoxyden oder aus dein Magnetft bereitet worden sind, haben bei ihrer technischen Anwendung Nachteile gezeigt, weil, wie sich herausgestellt hat, die Oxyde durch eine einfache Erhitzung auf gegen tooo° nicht genügend gereinigt wurden.
  • Es wurde nun gefunden, daß, ein sehr guter Katalysator erhalten wird, wenn man Eisenoxyde, gegebenenfalls zusammen mit Oxyden verwandter Metalle, mit bestimmten Mengen von anderen Stoffen, welche eine höhere Verbrennungswärme haben als Eisen., in Sauerstoff erhitzt, so daß die Masse durch die bei der Oxydation frei werdende Wärme auf eine Temperatur sehr nahe der Siedetemperatur gebracht wird. Bei dieser sehr hohen Temperatur werden die in den verwendeten Oxyden anwesenden und für die Ammoniaksynthese schädlichen Verunreinigungen. nebst einer gewissen Menge Eisenoxyd verflüchtigt, während gleichzeitig die dünnflüssige oxydische Masse vollkommen homogen wird. Die zu verwendenden Oxyde können natürliche oder künstliche Eisenoxyde sein, welche mit natürlichen oder künstlichen Oxyden anderer geeigneter Metalle. vermischt -sein können, wie z. B. manganhal'tige Eisenoxyde, Titanhämatit, Chromeisenstein, Wolframit USW.
  • Als Stoffe, welche durch ihre hohe Verbrennungswärme die Schmelzung und die starke Erhitzung der Massen herbeiführen sollen, und welche deshalb als Heizstoffe zu betrachten sind, kann man Magnesium, Aluminium, Calci'um, Silicium', gegebenenfalls!ih Mischung mit Kohle, ,außerdem die Silicide des Calciums, des Magnesiums, des Mangans und endlich auch einige Ferrolegierungen, wie hochprozentiges Ferrosilicium, Ferrotitan, Ferromangan, anwenden. Man wird gewöhnlich nicht bloß den einen oder den anderen der angeführten Heizstoffe benutzen, sondern gleichzeitig einige derselben, und zwar wird dhie Wahl auch dadurch geleitet, daß man durch das hier beschriebene Verfahren nicht bloß eine Reinigung der Masse erreichen, sondern auch in die geschmolzene Masse des Eisenoxyduloxydes eine gewisse Menge von Oxyden homogen einverleiben will, welche durch Wasserstoff nicht reduziert werden, und welche, wahrscheinlich durch Vergrößerung der Eisenoberfläche, die katalytische Wirkung des Eisens vermehren.
  • Wenn man z. B. zu i kg Magnetft, 54,2g Aluminium, 24,49 Magnesium, 24,2-g Calciumsilicid mischt und in Sauerstoff verbrennt, so findet eine Wärmeentwicklung vom, rund 75o ooo Gramm-Kalorien statt. Die für die Erhitzung des Magnetits auf seine Schmelztem-1 peratur, für sein Schmelzen und für, das Schmelzen der Reaktionsprodukte nötige Wärmemenge kann auf gegen 400 ooo Gramm-Kalorien berechnet werden; die Differenz dient zur Erhöhung der Temperatur der Masse. Die geschmolzene Masse, die man so exhält, wird etwa 15 bis I6% von durch Wasserstoff nicht reduzierbaren Oxyden (Mg0, A1203, SiO2, Ca0) enthalten. Eine viel gTö-Bere Menge umreduzierbarer Oxyde. als die oben angegebene zu verwenden., ist nicht vorteilhaft, weil mit der Zunahme dieser Oxydmenge jene des Eisens abnimmt. Da die Wirkung eines Katalysators seiner Menge und seiner Oberfläche proportional ist, muß man experimentell das Optimum seiner Wirk Ling suchen.
  • Das hier beschriebene Verfahren -unterscheidet sich von dem der französischen Patentschrift 514 o46 darin, daß hier von Oxyden des Eisens oder der Metalle der Eisengruppe ausgegangen wird und die ihnen zugesetzten Metalle oder denen Verbindungien, welche eine höhere Verbrennungswärme als Eisen aufweisen, durch einen überschuB von Sauerstoff verbrannt werden.
  • Von dem Verfahren der deutschen Patentschrift 254 437 unterscheidet sich das vorliegende dadurch, daß, von Oxyden ausgegangen wird; und daß 4e Menge der zugesetzten Fremdstoffe derartig groß äst, daß durch deren Verbrennung eine Temperatur erreicht wird, bei der die Schhnelzmasse in lebhaftes Sieden gerät und ein. Teil zur Verdampfung kommt.
  • Von den beiden erwähnten Verfahren unterscheidet sich das vorliegende sowohl durch die Ausgangsstoffe als auch durch die Art und Weise, wie die Erhitzung herbeigeführt wird.
  • Das vorliegende Verfahren bietet den Vorteil., die für den Eisenkatalysator nötigen Zusätze in genau bestimmten Mengen einzuführen und dazu von Stoffen ausgehen zu können, welche die fraglichen Zusätze enthalten, wie z. B. Titanhämatit, Chromit o. dgl. Außerdem erlaubt die Art und Weise, wie,die Erhitzung der Masse erfolgt, eine sehr hohe Temperatur zu erreichen, weil die Oxydationswärme der Heizstoffe in einem sehr kleinen Zeitintervall. frei wird, so daß die Wärmeverluste durch Strahlung sehr reduziert sind.
  • Zur Ausführung vorliegenden Verfahrens verfährt man z. B. wie. folgt: Auf dem Boden eines zylindrischen feuerfesten Tiegels wird eine Schicht aus einer Mischung von pulverigem Eisenoxyd und calciniertem Dolomit gestampft. Man stellt einen Zylinder aus dünnem Metallblech lotrecht in den Tiegel und preßt obige Mischung auch in den Raum zwischen der Wand des Zylinders und jener des Tiegels ,ein. Der Zylinder wird alsdann mit der Reaktionsmischung beschickt und diese zuerst an einer Stelle durch eine Stichflamme erhitzt; darauf lläßt man .einen starken Sauerstoffstrahl einwirken. Hierdurch verbreitet sich die Reaktion durch die ganze Masse hindurch; zunächst erfolgt ein Schmelzen, dann ein heftiges Sieden und Oxyddämpfe werden aus der Masse ausgestoßen. Man läßt den Sauerstoff auf die geschmolzene Masse so lange einwirken, bis sie infolge der Abkühlung breiartig wird. Nach dem Erkalten wird die Masse in Stücke gebrochen, durch Wasserstoff oder durch die Wasserstoff-S4ckstoffinischung reduziert und als Katalysator verwendet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCII: Verfahren zur `Herstellung eines Katalysators, namentlich. für die Ammoniaksynthese aus seinen Elementen, unter Verwendung, von Oxyden des Eisens, gegebenenfalls zusammen mit Oxyden verwandter Metalle, dadurch gekennzeichnet, daß, man den Oxyden Stoffe von so hoher Verbrennungswärrne zumischt, daß sie beim Verbrennen mit überschüssigem Sauerstoff die Masse auf eine Temperatur nahe oder gleich der Siedetemperatur bringen und durch Wasserstoff nicht reduzierbare Oxyde liefern.
DEC33994D 1923-09-19 1923-09-19 Verfahren zur Herstellung eines Katalysators, namentlich fuer die Ammoniaksynthese aus seinen Elementen, unter Verwendung von Oxyden des Eisens Expired DE487306C (de)

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