DE856243C - Zitzenbecher fuer Melkmaschinen - Google Patents
Zitzenbecher fuer MelkmaschinenInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01J—MANUFACTURE OF DAIRY PRODUCTS
- A01J5/00—Milking machines or devices
- A01J5/04—Milking machines or devices with pneumatic manipulation of teats
- A01J5/06—Teat-cups with one chamber
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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- Environmental Sciences (AREA)
- External Artificial Organs (AREA)
Description
Die Erfindung l>etriitt einen Zitzenbecher für
Saugmelkmaschinen, bei denen die Zitzenbecher mittels biegsamer Schläuche mit dem Milchbehälter
oder, bei sog. Releaseranordnungen, mit der Milchleitung der Maschine verbunden sind. Bei der Verwendung
solcher Melkmaschinen kann es vorkommen, daß ein Zitzenbecher aus irgendeinem Grunde
seinen Halt um die Zitze verliert und herunterfällt. Dies hat zur Folge, daß die Außenluft in den Zitzenbecher
einströmt und dadurch die Luftverdünnung in der Saugleitung herabsetzt. Um dies zu verhindern,
hat man versucht, die Befestigungen der Zitzenibecherschläuche so einzurichten, daß beim
Herunterfallen eines Zitzenbechers der entsprechende Schlauch so scharf gebogen wird, daß die
Luftströmung durch denselben abgesperrt wird. Es hat sich aber herausgestellt, daß es schwierig ist, auf
diese Weise eine wirksame Absperrung herbeizuführen.
Die Erfindung verfolgt den Zweck, diesen Nachteil zu beseitigen, und besteht in der Hauptsache
darin, daß der Zitzenbecher an seinem oberen Ende mit einem Deckel versehen ist, der auf dem Zitzenbecher
federnd angebracht ist, derart, daß erbestrebt
ist, den Becher zu verschließen·, so daß der Zitzenbecher selbsttätig verschlossen wird, falls er von der
Zitze herabfällt. Bei Zitzenbechern, welche in bekannter Weise aus einem äußeren Zitzenbecherrohr
und einer elastischen Innenhülse, dem sog. Zitzengummi, bestellen, kann diese Anordnung, zweckmäßig
so ausgeführt werden, daß der Deckel aus einem Stück mit diesem Zitzengummi ausgeführt wird' und
an einem kleinen Teil seines Umfanges mit ihm zusammenhängt, wobei dieser Teil dann ein. federndes
Gelenk bildet, welches bestrebt ist, den Deckel in der
Schließlage zu halten. Dadurch, daß der Deckel auf diese Weise sofort geschlossen wirdi, wenn ein
Zitzenbecher Von der Zitze herabfällt, werden sowohl Luft als auf dem Fußboden des Kuhstalles
etwa vorhandene Verunreinigungen daran gehindert, in den Zitzenibecher zu gelangen.
In der Zeichnung sind als Beispiel zwei Ausführungsformen
der Erfindung dargestellt. Fig. ι ist ein Schnitt durch den oberen Teil eines
gemäß der Erfindung ausgebildeten Zitzenbechers; Fig. 2 zeigt den Zitzenbecher von oben;
Fig. 3 und 4 zeigen in denselben Projektionen eine andere Ausführungsform.
Bei den beiden dargestellten Ausführungsformen bezeichnet 1 den oberen Teil des äußeren Zitzen.-becherrohres,
welches aus Metall oder einem anderen festen Stoff, z. B. Kunstharz, ausgeführt ist, und 2 den oberen Teil der elastischen Innemhülse,
die aus Gummi besteht. Das obere Ende dieser Hülse ist in Form eines Kopfes 3 ausgebildet, der
mit einer äußeren herabragenden Kante 4 versehen ist, die um das obere Ende des Zitzenbecherrohres 1
greift.
Der Zitzenibecher ist mit einem Deckel 5 versehen, der in diesem Fall mit einem aus Gummi ausgeführten
Kopf 3 aus einem Stück hergestellt1 ist und mit diesem Kopf nur an einem kleinen Teil seines Umfanges,
nämlich zwischen den beiden gestrichelten Linien 6 (Fig. 2) zusammenhängt. Dieser Teil bildet
hierbei ein federndes Gelenk, welches bestrebt ist, den Deckel 5 gewöhnlich in der in Fig. 1 dargestellten
schließenden Lage zu halten. Wenn der Zitzen^·
becher auf der Zitze angebracht werden soll, hat man den Deckel 5 nach links (in Fig. 1) aufwärts zu
schwenken, worauf der Deckel während des Melkens an dem Euter anliegt. Falls der Zitzenbecher
während des Melkens aus irgendeinem Grunde seinen Halt um die Zitze verliert und herabfällt,
wird der Deckel durch die Einwirkung des genannten federnden Gelenkes sofort geschlossen, wobei
auch die Luftverdünnung natürlich dazu beiträgt, den Deckel zu schließen und ihn dann geschlossen
hält. Auf diese Weise werden, sowohl Luft als auf dem Fußboden des Kuhstalles vorhandene Verunreinigungen
daran gehindert, in den Zitzenbecher zu gelangen. In dem dargestellten Fall ist der
Deckel 5 mit einem sich rings um ihn herum erstreckenden erhöhten Rand 7 versehen, der dazu
dient, dem aus Gummi ausgeführten Deckel die erforderliche Festigkeit zu geben, so daß er nicht in
den Zitzenbecher hineingesaugt werden kann.
Bei der in Fig. 3 und 4 dargestellten Ausführungsform ist der Zitzenbecherdeckel 8, der aus Blech
oder anderem geeigneten Material bestehen kann, als ein Teil für sich ausgeführt und mit einem
winkelförmig gebogenen Arm 9 versehen, welcher an einem Metalldraht 10 gelenkig befestigt ist, der sich
rings um den Kopf 3 erstreckt und in eine an diesem vorgesehene Rille eingelegt ist. Der Arm 9 ist zu
diesem Zweck zu einer Hülse 11 ausgebildet, die den Metalldraht umfaßt und in welcher eine nicht dargestellte
Schraubenfeder angebracht ist, die bestrebt ist, den Deckel 8 in der in Fig. 3 dargestellten
schließenden Lage zu halten. Hierdurch wirkt diese Ausführungsform in derselben Weise wie die oben
beschriebene und in Fig. 1 und 2 dargestellte Ausführungsform.
Unter den wichtigen Vorteilen, welche durch die Erfindung erzielt werden, seien noch folgende erwähnt:
Bei den bisher bekannten Zitzenibechern muß vor deren Anbringen auf den Zitzen ein
zwischen den Zitzenbechern und der Saugleitung vorhandenes gemeinsames Ventil oder ein gemeinsamer
Hahn geöffnet werden. Dabei besteht die große Gefahr, daß Staub, Schmutz u. dgl. durch die Zitzenr
becher hindurch in den Milchbehälter oder in die
Milchleitung eingesaugt werden, bevor die Zitzenbecher auf den Zitzen angebracht werden können.
Durch die Erfindung wird praktisch vollständig verhindert, daß Schmutz od. dgl. durch die Zitzenbecher eingesaugt wird, weil der Deckel jedes
Zitzenbechers bis zu dem Augenblick geschlossen gehalten wird, in dem der Zitzenbecher auf die Zitze
angebracht wird. In der Praxis kommt es: nicht
selten vor, daß man nur zwei oder drei Zitzen einer Kuh melken kann. Dabei muß verhindert werden,
daß Luft durch den oder die Zitzenbecher eingesaugt wird, die nicht zur Verwendung gelangen. Bei den
bisher bekannten Zitzenbechern geschieht dies gewohnlich dadurch, daß man den oder die Schläuche
umbiegt oder sie mittels Schlauchklemmen absperrt und den oder die nicht verwendeten Zitzenbecher
aufbindet. Durch die Erfindung wird diese zeitraubende Arbeit überflüssig, weil die Deckel der
Zitzenibecher immer geschlossen sind mit Ausnahme nur davon, wenn, die Zitzenibecher auf den Zitzen
angebracht sind.
Wenn der Milchbehälter der Maschine geleert werden soll, muß zuerst der Deckel dieses Behälters no
abgenommen werden. Da der Behälter unter Unterdruck steht, kann dies nicht erfolgen, ohne daß Luft
iniden Behälter eingelassen wird. Bei den bisher bekannten
Melkmaschinen geschieht dies dadurch, daß das obengenannte gemeinsame Ventil geöffnet wird,
so daß Luft durch die Zitzenbecher in den Behälter eingesaugt wird. Da diese gewöhnlich von der Maschine
herabhängen und sich sehr nahe am Fußboden befinden, entsteht hierbei die Gefahr, daß Schmutz
od. dgl. durch die Zitzenbecher in den Behälter eingesaugt wird. Um dies zu verhindern, könnte man
natürlich mit der einen Hand sämtliche Zitzenbechei
von dem Fußboden hochheben, während man mit der anderen Hand das Ventil öffnet. Da dies aber unbequem ist, wird ein solches Verfahren fast nie ange-
wandt. Durch die Erfindung wird aber das gemein-
schaftliche Ventil überflüssig. Die Luft wird am leichtesten und bequemsten in den Behälter dadurch
eingelassen, daß man die Zitzenbecher oder eventuell nur einen derselben, von der Nähe des Fußbodens
hochhebt und den Zitzenbecherdeckel öffnet, so daß die Luft in den Behälter einströmt, ohne Gefahr,
daß Staub und Schmutz von dem Fußboden mitgesaugt werden. Da es für den Maschinenwärter
unbequem sein würde, einen Deckel eines Zitzenbechers zu öffnen und die Luft einzulassen, während
der Zitzenbecher gegen den Fußboden herabhängt, so wird es gemäß der Erfindung am bequemsten, die
Luft einzulassen, während der Zitzenbecher von dem Fußboden hochgehoben gehalten wird. Dieser Umstand
hat große hygienische Bedeutung.
Die beschriebenen und in der Zeichnung dargestellten Ausführungsformen sind nur als Beispiele
zu betrachten und können natürlich bezüglich ihrer Einzelheiten in verschiedener Weise abgeändert
werden, ohne von dem Grundgedanken der Erfindung abzuweichen.
Claims (2)
1. Zitzenbecher für Melkmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß der Zitzenbecher an seinem
oberen Ende mit einem Deckel versehen ist, der auf dem Zitzenbecher federnd angebracht ist,
derart, daß er bestrebt ist, den Becher zu verschließen,
so daß der Zitzenbecher selbsttätig verschlossen wird, falls er von der Zitze herabfällt.
2. Zitzenbecher nach Anspruch 1, welcher aus einem äußeren Zitzenbecherrohr und einer elastischen
Innenhülse, dem sog. Zitzengummi, besteht, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel
aus einem Stück mit dem Zitzengummi ausgeführt ist und mit diesem an einem kleinen Teil
seines Umfanges zusammenhängt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
5489 11.52
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE856243X | 1945-04-26 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE856243C true DE856243C (de) | 1952-11-20 |
Family
ID=20362840
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA3343A Expired DE856243C (de) | 1945-04-26 | 1950-08-31 | Zitzenbecher fuer Melkmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE856243C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1036562B (de) * | 1956-11-08 | 1958-08-14 | Utina Elektrowerk Gmbh | Zitzengummi fuer Melkbecher von Melkmaschinen |
| US3149609A (en) * | 1963-02-12 | 1964-09-22 | Dairy Equipment Co | Teat cup washing assembly and check valve therefor |
-
1950
- 1950-08-31 DE DEA3343A patent/DE856243C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1036562B (de) * | 1956-11-08 | 1958-08-14 | Utina Elektrowerk Gmbh | Zitzengummi fuer Melkbecher von Melkmaschinen |
| US3149609A (en) * | 1963-02-12 | 1964-09-22 | Dairy Equipment Co | Teat cup washing assembly and check valve therefor |
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