DE379784C - Melkvorrichtung - Google Patents

Melkvorrichtung

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DE379784C
DE379784C DEE28284D DEE0028284D DE379784C DE 379784 C DE379784 C DE 379784C DE E28284 D DEE28284 D DE E28284D DE E0028284 D DEE0028284 D DE E0028284D DE 379784 C DE379784 C DE 379784C
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milking
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cow
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01JMANUFACTURE OF DAIRY PRODUCTS
    • A01J5/00Milking machines or devices
    • A01J5/04Milking machines or devices with pneumatic manipulation of teats

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • External Artificial Organs (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 28. AUGUST 1923
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
- M 379784 KLASSE 45 g GRUPPE 3
(E 28284 IHl4sg)
Max Eickemeyer in Berlin.
Melkvorrichtung. Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. Juli 1922 ab.
Es ist bereits bekannt, Milchsammeigefäße j oder sonstigen Kraftleitung einerseits wie auch für Melkmaschinen, die unter dem Bauch der j der von den Melkbechern kommenden Milch-Kuh an einem Gurt aufgehängt werden, in der | leitungen anderseits auf dem Deckel dieser bei Milchtransportkannen üblichen Form aus- | Melkkannen zu vereinigen. Im praktischen zuführen und alle Anschlüsse der Vakuum- i Gebrauch haben sich bei dieser Anordnung
viele Nachteile ergeben, die dann auch zu einer ganz besonderen Ausbildung des neuen Melkkannendeckels sowie zu gelenkigen Verbindungen der Melkbecher mit dem .schnauzenartigen Deckel geführt haben. Aber auch die verbesserte Sonderausführung besitzt mancherlei Nachteile, deren wichtigster in der sehr kostspieligen Herstellung besteht.
Durch die vorliegende Erfindung wird nun ίο die Lösung der Aufgabe in einer anderen neuartigen Weise angestrebt: die Anschlüsse für die Kraftleitung und die Melkbecher sind hier nicht am Deckel der Melkkanne vereinigt, sondern an der Kanne selbst angebracht. Für dii Melkkanne wurde dabei die übliche Form der Milchtransportkannen beibehalten, um eine einfache Reinigung zu gewährleisten. Die Vorzüge der Neuerung gegenüber den bekannten Ausführungen sind folgende:
a) Besserer Schutz der eigentlichen Melkvorrichtung vor dem Verschmutzen beim Gebrauch. Bei der neuen Ausführung ist es nicht möglich, daß z. B. während der Entleerung der gefüllten Melkkanne der bisher übliche schwere Deckel mit den daran befindlichen Teilen (Vakuumleitung, Melkbecher usw.) irgendwo auf der schmutzigen Stallgasse oder in den k itigen Kuhständen abgestellt und dadurch mit den Bechern usw. verunreinigt oder beschädigt wird. Der Deckel der Melkkanne gemäß der vorliegenden Erfindung ist dagegen ganz leicht und kann bei der Entleerung der Kanne bequem in der Hand gehalten werden:
b) bei der bisherigen Ausführung wurde die ganze Melkvorrichtung ziemlich lang und etwas unhandlich: auch konnte deshalb nur ein Milchsammeigefäß mit verhältnismäßig kleinem Fassungsvermögen (10 1 Inhalt) verwendet werden, während bei der vorliegenden neuen Ausführung anstandslos ein erheblich größeres Milchsammeigefäß von etwa 15 1 Inhalt benutzt werden kann;
c) wesentlich billigere Herstellung infolge bedeutender A'ereinfachung der Bauart, wobei auch viel.: Teile wegfallen, deren Reinhaltung und Pflege mit allerlei Umständen verknüpft war:
d) geringeres Gesamtgewicht der ganzen Melkvorrichtung, wodurch sich für die Be-'Henung eine wesentliche Erleichterung ergibt.
In ursächlichem Zusammenhang mit einer
geänderten Anordnung der Kraftanschlüsse (für Vakuum o. dgl.) sowie der Melkbecher an dem Milchsammeigefäß gemäß der vorliegenilen Neuerung steht dann auch eine entsprechende neue Anordnung dieser Anschlüsse bzw. eine Neugestaltung der Melkbecher und ihrer inneren Einrichtung, deren Befestigungsmöglichkeiten und Zusammensetzbarkeit dem neuartigen Anschluß an das Milchsammeigefäß besonders angepaßt werden mußte.
Der Erfindungsgegenstand wird an einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht durch die Abb. ι bis 3".
Abb. ι gibt eine Zusammenstellung der voll- ; tändigen Melkvorrichtung in der Arbeitslage, wobei die Kuh sowie die Kraftzuführungsleitiing' (z. B. Vakuum- oder Druckluftschlauch) der besseren Übersichtlichkeit wegen weggelassen sind.
Abb. 2 veranschaulicht einen teihveisen Querschnitt durch das Milchsammeigefäß an der Stelle, wo die Meikbecher mit dem Gefäß verbunden sind.
Abb. 3 stellt endlich den teihveisen Längsschnitt durch einen Melkbecher nebst seiner Verbindung mit der Melkkanne dar.
Die in Form einer gewöhnlichen handelsüblichen kegeligen Milchtransportkanne ausgebildete Melkkanne α besitzt einen ganz einfachen, allgemein gebräuchlichen Deckel b, der — ebenfalls in der üblichen Art — luftdicht auf die Melkkanne aufgesetzt wird. Zum Aufhängen dieser Melkkanne mit dem Gurt d unter dem Bauch der Kuh sind — ebenfalls in bekannter Weise — zu beiden Seiten der Kanne an dieser Lochleisten ;- befestigt, in deren verschiedene Löcher dieGurthaksn von </ ganz nach Bedarf eingehakt werden.
An der in der Arbeitslage höchsten Stelle des Milchsammeigefäßes, am oberen Teil des Kannenhaisringes ist ein Rohrstutzen e angebracht, dessen äußeres Ende gsgen den Fußring der Melkkanne gerichtet ist. Dieser Rohrbzw. Schlauchstutzen dient zum Aufstecken des Schlauches, der das Kraftmittel (Vakuum oder Druckluft o. dgl.) zunächst dem Pulsator (Unterbrecher) g und dann der Melkkanne und den Melkbechern zuführt.
Die vier Melkbecher /, deren besondere Zusammenstellung später beschrieben wird, sind so auf die Melkkanne nahe dem höchstgelegenen Punkt am Kannenhaisring aufgesetzt, daß sie mit der Melkkanne luftdicht verbunden sind, aber dennoch einige Bewegungsmöglichkeit gegeneinander besitzen, damit sie sich ohne weiteres den jeweiligen Zitzenabständen der Kühe, die bekanntlich wechseln, anpassen können. Dieses Ergebnis wird in neuartiger und besonders'einfacher Weise dadurch erreicht, daß jeder Melkbecher an seinem unteren Ende fest mit einer kreisförmigen, ovalen oder sonst in geeigneter Form gestalteten elastischen Platte i aus milchbeständigem Gummi, Leder, Zelluloid, imprägniertem Leinengewebe o. dgl. Substanzen verbunden ist. Diese Verbindung ist aus Abb. 2 zu ersehen. Diese elastische Platte i wird nun zusammen mit dem daran befestigten Melkbecher auf ein Loch von entsprechender Form in der Melkkanne aufgesetzt und dort mit'einem Deckring, Schrauben und Muttern oder auch Nieten luft-
dicht befestigt. Das dergestalt überdeckte Loch in der Melkkanne ist erheblich größer als die Stelle, auf welcher der Melkbecher mit der elastischen Platte i verbunden ist. Dadurch gewinnt aber der Melkbecher den für die Einstellung auf die jeweiligen Zitzenabstände erforderlichen Spielraum und wird zudem bei richtiger exzentrischer Lage der Melkbecherbefestigung zum Kannenloch ganz selbsttätig ίο bei Einführung des Kraftstromes (z. B. von Vakuum) in die Melkkanne in die richtige Arbeitslage kommen. Dies ist in Abb. 2 angedeutet. Dort sieht man zunächst den Melkbecher f in der Lage zum Mittelpunkt der Melkkanne dargestellt, die'er einnimmt, wenn die Melkkanne kraftstromfrei ist. Daneben ist jedoch punktiert der Melkbecher/^ angegeben in der Stellung zum Kannenmittelpunkt, die er bei Beschickung der Melkkanne z. B. mit Vakuum einnimmt. Sobald nämlich die Melkkanne evakuiert wird, wird durch den von außen auf die Kanne und natürlich auch auf die elastische Plattet einwirkenden äußeren atmosphärischen Luftdruck diese elastische Platte nach dem Innern der Kanne eingedrückt. 1st nun der Melkbecher, wie vorher erwähnt, in richtiger Weise exzentrisch zum Mittelpunkt der Platte { auf dieser befestigt, so wird er durch das vom äußeren Luftdruck bewirkte Einbeulen der Platte I1 mit seiner Längsachse in eine andere (die richtige) Stellung zum Mittelpunkt bzw. Umfang der Kanne gebracht. Vorher stand er (im Querschnitt betrachtet) radial zum Kannenquerschnitt; nach dem Evakuieren der Kanne aber kommt er in die richtige tangentiale Stellung bzw. paralleltangentiale Stellung zum Kannenquerschnitt.
Durch diese ziemlich unmittelbare Verbindung der Melkbecher mit der Melkkanne wird nun naturgemäß eine damit in ursächlichem engsten Zusammenhang stehende neue Zusammensetzung der einzelnen Melkbecherteile er-' forderlich. Das äußere Gerippe der Melkbecher muß als einheitliches Ganzes ausgeführt werden, weil dieverhältnismäßig starreBefestigung auf der Melkkanne eine Zerlegbarkeit des ganzen Melkbechers nicht mehr gut zuläßt. Trotzdem aber muß es möglichjsein, leicht verschmutzende und deshalb in gewissen Zeitabschnitten besonders intensiv zu reinigende Teile, wie z. B. die Gummistrümpfe im oberen Melkbecherteil, in denen die Zitzen stecken, ferner die Kücken für die Absperrhahnen im unteren Melkbedherteil, ohne große Umstände rasch und einfach aus den Melkbechern herausnehmen zu können. Die dünnwandige äußere Melkbecherhülse f ist mit dem unteren, das Hahngehäuse bildenden Melkbecherteil m dauerhaft durch Aufwalzen verbunden. Der im Inneren der Melkbecherhülse f steckende Gummistrumpf k wird durch den unten mit Außengewinde versehenen, 'außen kegelig gestalteten Rohrstutzen I gegen die kegelig gestaltete Bohrung des Hahnkörpers m luftdicht angepreßt. Der Anzug des Rohrstutzens I im Gewinde erfolgt von oben durch einen entsprechend langen, breiten Schraubenzieher,· der in den durchgehenden Schlitz t eingesetzt wird. Die Befestigung des Melkbechers in der Gummi- bzw. elastischen Platte i erfolgt in ganz ähnlicher Weise durch den Rohrstutzen r mit dem Schraubenzieherschlitz t.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Melkvorrichtung, die während des Melkens an einem Gurt so unter dem Bauch der Kuh hängt, daß die in der üblichen Milchkaiinenform ausgeführte Melkkanne nahezu wagerecht hängt und mit ihrem Deckel den Hinterbeinen der Kuh zugewendet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlüsse für die Melkbecher und die Kraftleitung für den Betriebsmittelstrom am oberen, dem Halsring der Melkkanne zunächst liegenden Ende der Melkkanne angebracht sind.
2. Melkvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Melkbecher (/) unter Zwischenschaltung einer oder mehrerer elastischer Platten (i) auf eine oder mehrere entsprechende Aussparungen (Löcher) des Melkkannenmantels luftdicht aufgesetzt sind.
3. Melkvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigung der elastischen Platte (i) auf dem unteren Teil im) des Melkbechers einerseits und die Befestigung des Gummistrumpfes (k) am Melkbecherteil (m) anderseits durch außen entsprechend kegelig geformte Rohrnippel (I, r) erfolgt.
4. Melkvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Schlauchanschlußrohrstück (e) zum Anschluß der Kraftleitung für den Betriebsmittelstrom an der (in der Arbeitslage) obersten Stelle des Halsrandes - der Melkkanne angebracht und in der Richtung nach dem Sockelring der Melkkanne gebogen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEE28284D 1922-07-08 1922-07-08 Melkvorrichtung Expired DE379784C (de)

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