DE577384C - Melkvorrichtung - Google Patents

Melkvorrichtung

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DE577384C
DE577384C DEM106037D DEM0106037D DE577384C DE 577384 C DE577384 C DE 577384C DE M106037 D DEM106037 D DE M106037D DE M0106037 D DEM0106037 D DE M0106037D DE 577384 C DE577384 C DE 577384C
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Germany
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bucket
pulsator
milking
lid
milk
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01JMANUFACTURE OF DAIRY PRODUCTS
    • A01J5/00Milking machines or devices
    • A01J5/04Milking machines or devices with pneumatic manipulation of teats

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • External Artificial Organs (AREA)
  • Dairy Products (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine an einem Traggurt in ihrer Längsrichtung seitlich ihres Schwerpunktes aufhängbare, mit einem Pulsator starr verbundene Melkvorrichtung, deren Milchsammelbehälter durch kurze, einseitig oberhalb an ihm befestigte Verbindungsleitungen an die Melkbecher angeschlossen ist. Solche Aufhängevorrichtungen wirken so, daß das Gewicht des Eimers teilweise von den Zitzenbechern getragen wird und einen Zug nach unten und vorn auf die Zitzenbecher ausübt.
Die Erfindung besteht darin, daß eine weitere Vorrichtung zum regelmäßigen Schwingen des Eimers vorgesehen ist, die auf das Euter einwirkt und mit dem Schwingen, das durch die Zitzenbecher verursacht wird, übereinstimmt. Diese als Hilfspulsator -ausgebildete Vorrichtung ist so beschaffen, daß das Schwingen auch durch Verschieben des Milcheimerträgers auf dem Rücken der Kuh in bekannter Weise vergrößert oder verkleinert werden kann.
In der Zeichnung veranschaulichen:
Abb. ι eine Seitenansicht der Melkvorrichtung nach der Erfindung,
Abb. 2 eine Draufsicht auf den Oberteil des Milcheimers und die damit verbundenen Schwingvorrichtungen,
Abb. 3 eine Seitenansicht des Milcheimers und der Schwingvorrichtung, teilweise im Schnitt und teilweise in Ansicht.
Der Milcheimer 1 wird am Körper der Kuh mittels eines verstellbaren Riemens oder Gürtels 2 und eines metallischen Bügels 3 aufgehängt. Der Eimer wird an dem Metallbügel 3 mittels eines hakenförmigen Armes 4 aufgehängt, der an dem Eimerhandgriff 5 drehbar befestigt ist und frei nach dem hinteren Teil des Eimers schwingen kann, aber in seinem 'Vorwärtsschwingen nach der Stellung in Abb. ι durch Auflegen seines unteren Teiles auf den Handgriff 5 begrenzt wird. Der drehbare Arm 4 ist so angebracht, daß der Schwerpunkt des Eimers mit der Milch — vom Kopfe der Kuh gesehen — hinter der Stelle liegt, an. der der Eimer von dem Bügel 3 getragen wird, so daß ein wesentlicher Teil des Eimergewichts über die biegsamen Milchröhren 5« und die Zitzenbecher 6 auf das Euter übertragen wird. An dem hinteren Teil des Eimers ist eine sich nach oben öffnende Schnauze 7 vorgesehen, die durch einen kreisförmigen, gebördelten Deckel 8 geschlossen wird. Der Deckel wird auf "dem Eimer durch die Saugwirkung- und die Schwere gehalten, wobei ein dichter Abschluß durch einen vom Deckel an seinem inneren
Rand getragenen Dichtungsring 9 erzielt wird, der auf einem umgewalzten oberen Rand 10 der Schnauze aufliegt. Der Deckel 8 trägt die übliche Pulsatorvorrichtung 11, die mit einer Saugpumpe über eine Schlauchverbindung 12 verbunden ist. Das Innere des Eimers steht unter beständigem Vakuum infolge Anschlusses an die Saugleitung über eine Öffnung 13 im Deckel des Eimers. Von to hier aus besteht über die Nippel 14 und Röhren 5a eine Verbindung mit den inneren Kammern der Zitzenbecher. Der Durchgang 13, der den Eimer mit der Saugleitung verbindet, verläuft durch einen nach oben vorspringenden Kegelstutzen 14« auf dem Eimerdeckel und wird oben durch ein Ventil 15 geschlossen, das auf dem Stutzen 14" aufsitzt und in seinem Sitz durch ein glockenförmiges herabhängendes Gewicht 16 gehalten wird, das von so dem Schaft des Ventils getragen wird. Das Gewicht 16 ist an seinem unteren Ende so groß, daß es die Öffnung am unteren Ende des Kegelstutzens 14° im wesentlichen abdeckt und sie schützt. Der Pulsator 11 ist durch die Röhren 16« mit den Außenkammern der Zitzenbecher verbunden und bewirkt in der üblichen Weise das abwechselnde Saugen in den genannten Kammern, so daß die Zitzen abwechselnd durch die Zitzendruckmäntel zusammengedrückt und teilweise losgelassen werden.
Damit ein genaues und bestimmtes Schwingen des Eimers gewährleistet wird, ist gemäß der Erfindung ein Pulsator 17 vorgesehen. Dieser besteht aus einem festen Mantel oder einer Kapsel 18, die einen Schaft 19 mit hakenförmigem Ende trägt, der in den abgerundeten hinteren Teil des Handgriffs 20 in eine Rinne eingreift, die sich längs des genannten Handgriffs erstreckt. Der Pulsator besitzt ferner eine Gummimembran 21 mit einem am Rand einwärts gebogenen Flansch 22, der einen umgewalzten oder gebördelten Rand 23 der Kapsel r6 umgreift. Die Membran 21 bildet in Verbindung mit der Kapsel 18 eine ausdehnbare und zusammenziehbare Kammer. Die Gummimembran 21 ist in der Mitte mit einem sich nach vorwärts erstreckenden Schaft 24 versehen, der an seinem vorderen Ende einen Haken 25 hat, der in den Haken 26 an dem drehbaren Arm 4 eingreift. Die Pulsatorkapsel steht über eine Schlauchverbindung 27 mit dem Pulsator in Verbindung, so daß die Kapsel abwechselnd aufgebläht wird und hierdurch den Eimer um den Zapfen am unteren Ende des Hakenstückes 4 hin und her schwenkt.
Diese neue Anordnung soll ein im wesentlichen gleichförmiges Schwingen des Eimers gewährleisten, und zwar unbeachtet des Gewichtes der angesammelten Milch, der Zahl der in Betrieb befindlichen Zitzenbecher und der Eigentümlichkeit der Beschaffenheit und der Gestalt des Euters der einzelnen Kühe. Die Weite dieser Schwingungen kann nach Belieben durch einfaches Verlegen des Gürtels 2 längs des Rückens der Kuh vergrößert oder verkleinert werden.
Es ist erwünscht und beabsichtigt, daß die Zitzenbecher selbsttätig von den Zitzen nacheinander, sowie die entsprechenden Zitzen ausgemolken sind, abfallen, so daß jeder Zitzenbecher selbsttätig in eine Stellung fallen kann, in welcher das Vakuum von ihm abgesperrt wird. Durch die Einrichtung des regelmäßigen Schwingens des Eimers werden die Zitzenbecher veranlaßt, selbsttätig die günstigste Lage auf den Zitzen zu suchen und im wesentlichen beizubehalten, wobei sie aber keinen Teil des Euters einschließen oder gegen das Euter mit nicht einwandfreier Kraft pressen..
Das Vakuum in dem Eimer kann auch zum sichereren Befestigen der Milchrohre 5B an dem Deckel des Eimers benutzt werden, und zwar dadurch, daß eine umlaufende Nut 28 auf der äußeren Fläche eines jeden Nippels 14 und eine oder mehrere Öffnungen 29, die die Nut mit dem Inneren des Nippels verbinden, vorgesehen werden, so daß durch das Saugen in den Nippeln der Gummi oder ein anderer biegsamer Stoff, aus welchem das Rohr 5" hergestellt ist, in die Nut gezogen werden kann, wodurch das Rohr 5" fest in Stellung gehalten wird.
Diese Ausbildung wird auch im Pulsatornippel 12° zur besseren Befestigung des Schlauches 12 an dem Nippel benutzt.
Ein Vorteil der Erfindung liegt darin, daß durch den Hilfspulsator 18, 21 der Eimer in regelmäßige Schwingungen versetzt und hierdurch die Reizung des Euters gründlicher durchgeführt wird. Die regelmäßigen Schwingungen bewirken ein völliges Abscheiden und Abfließen der Milch und gewährleisten ein schnelles und vollständiges Ausmelken der Kuh.
Neben diesem regelmäßigen Schwingen des Eimers um den Zapfen am unteren Ende des hakenförmigen Armes 4, das durch den Pulsator 18, 21 herbeigeführt wird, kann der Eimer zusammen mit dem hakenförmigen Arm in bekannter Weise auch frei um die Aufhängung des Armes 4 am Metallbügel 3 schwingen.
Wenn der Eimer von der Kuh abgenommen wird, fällt der hakenförmige Arm 4 flach auf den Handgriff 5 und legt sich hier in die obere riemenförmige Fläche, so daß er aus dem Wege ist und beim bequemen Tragen und iao der Handhabung des Eimers am Griff 5 nicht stört.

Claims (3)

  1. »77384
    Patentansprüche:
    ι. Melkvorrichtung mit Melkeimer und einseitig angeordnetem Deckel, mit einem auf dem Deckel befestigten Pulsator, mit biegsamen Verbindungen zu den Zitzenbechern und mit Lagerung des Aufhängepunktes der Melkvorrichtung oberhalb und rückwärts ihres Schwerpunktes, dadurch gekennzeichnet, daß eine weitere, pulsatorartig wirkende Vorrichtung zwischen dem Aufhängepunkt und dem Deckel zum regelmäßigen Schwingen des Melkeimers um seinen Drehpunkt nach vorwärts und rückwärts und gleichzeitig nach oben und unten vorgesehen ist, die auf das Euter einwirkt und mit dem Schwingen, das durch die Zitzenbecher verursacht wird, übereinstimmt.
  2. 2. Melkvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die pulsatorartige Einrichtung aus einem festen, durch eine Leitung (27) mit der Pulsatorleitung der Melkbecher verbundenen Mantel oder einer Kapsel (18) und einer Membran (21) besteht, die durch Zugglieder (24,19) einerseits mit dem Aufhängehaken (4, 26) und andererseits mit dem vorderen Teil des Milcheimers (Handgriff 20) verbunden sind.
  3. 3. Melkvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die ■ Milchröhren (S") mit den Stutzen am Deckel (8) des Eimers (7) über Nippel (14) verbunden sind, die auf ihrer äußeren Fläche eine umlaufende Nut (28) und eine oder mehrere Öffnungen (29), die die Nut mit dem Innern der Nippel verbinden, haben, so daß durch das Saugen in den Nippeln die biegsamen Milchröhren (5°) in die Nuten oder Einkerbungen gezogen und dicht angeschlossen werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEM106037D 1927-08-10 1928-08-10 Melkvorrichtung Expired DE577384C (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
US577384XA 1927-08-10 1927-08-10

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ID=22012453

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DEM106037D Expired DE577384C (de) 1927-08-10 1928-08-10 Melkvorrichtung

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