DE85201C - - Google Patents

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DE85201C
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D23/00Single parts for pulling-over or lasting machines
    • A43D23/06Devices for cutting-off superfluous material on the uppers or linings

Landscapes

  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 71:
Beim Aufzwicken ist es gebräuchlich, das Oberleder an dem Zehentheil zu falten oder zu kräuseln. Ist das Material dick, hart und schwer zu verarbeiten, so pflegt man den Rand desselben dort, wo die Falten gebildet werden sollen, einzuschneiden und die geschlitzten Theile des Oberleders über einander zu legen, wobei das Material· leichter und gleichmäfsiger auf die innere Sohle gelegt werden kann und eine Fläche erhalten wird, welche ein besseres Auflegen der äufseren Sohle gestattet.
Dieses Schlitzen des Oberleders bei mit einer Zange arbeitenden Aufzwickmaschinen selbstthätig auszuführen, ist der Zweck der den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildenden Vorrichtung. Bei der der Zeichnung zu Grunde gelegten Aufzwickmaschine, welche den Gegenstand eines besonderen Patentes bildet, wird der Zwickzange zum Falten des Leders von der Hauptmaschinenwelle aus eine seitlich aufschwingende Bewegung ertheilt, und zwar wird je nach dem Ausschwingen der Zange nach der einen oder anderen Seite das Leder nach der einen oder anderen Seite gefaltet.
Auf der beiliegenden Zeichnung bedeutet:
Fig. ι eine perspectivische Darstellung einer Ausführungsform der Vorrichtung in Verbindung mit der Zwickzange der erwähnten Aufzwickmaschine,
Fig. 2 eine Seitenansicht der Vorrichtung.
Fig. 3 bis 8 sind Einzeldarstellungen.
Die Zwickzange, welche mit dieser Vorrichtung ausgestattet ist, besteht aus einer nur mit der ganzen Zange seitwärts bewegbaren, von einem Schaft 13 getragenen Backe 14 und einer beweglichen, von einem Schaft 15 getragenen Backe 16. Der Schaft 15 kann in der Muffe 17 auf- und abgleiten und hierbei das Oeffnen der Zange besorgen.
Von der Hauptmaschinenwelle wird eine Scheibe A getragen, welche auf einen um die Achse b drehbaren Hebel c einwirkt, indem ihr abgeschrägter, in der Pfeilrichtung der Fig. 2 gemeinsam mit der Scheibe A sich drehender Finger e gegen einen ebenfalls abgeschrägten Finger d des Hebels c schlägt. Bei jeder Umdrehung der Scheibe A wird der Hebel c eine hin- und herschwingende Bewegung ausführen. Das andere Ende des Hebels c steht mit einer Stange f in Verbindung, welche in dem Maschinengestell M gelagert ist und von einer Feder g stets nach rechts (Fig. 2) gedrückt wird, wenn dies durch die Stellung der Scheibe A möglich ist. Das linksseitige Ende der Stange f trägt eine Gabel h, zwischen deren Zinken das verticale Ende i1 eines an Muffe 17 drehbar befestigten Messerklingenträgers i zu liegen kommt, sobald die Stange /, durch die Scheibe A veranlafst, die Gabel h nach links drückt. Am unteren Ende des Trägers i sitzt die Messerklinge k, welche, so lange der Träger i nicht bewegt wird, auch in Ruhe verbleibt. Findet jedoch zwecks Falteniegens des Leders ein seitliches
Ausschwingen der Zwickzange nach der einen oder anderen Seite statt (Fig. 5 ,·■ punktirte Linie), so kommt der Arm ζ1 (Fig. 3) entweder mit der rechter Hand oder mit der linker Hand liegenden Zinke der Gabel h in Berührung. Bei einer der beiden Stellungen der Zwickzange und der entsprechenden Stellung des Armes z1 wird sich bei jedem Drehen der Scheibe A die Messerklinge k in die Zangenbacken 14, 16. hineinschieben und hierbei den von den Backen festgehaltenen Oberlederrand mit einem Schlitz versehen. Sobald die Stange f, der Feder g folgend, wieder in ihre Anfangsstellung zurückgeht, gelangt auch eine Feder 4 (Fig. 4) in Wirkung und bringt die Messerklinge k ebenfalls wieder in die Anfangsstellung zurück.
Zeitweilig mufs das Schneiden unterbrochen werden, während das Falten des Oberleders vor sich geht. Zu diesem Zwecke sind folgende Einrichtungen getroffen: Die Gabel h kann an der Welle f in verticaler Richtung auf- und niedergleiten und wird aus diesem Grunde am Ende der Welle f mit Schwalbenschwanz geführt (Fig. 1); auch sind an der Seitenwandung der Gabel Zähne vorgesehen, welche in ein Zahnsegment 8 eines Hebels 7 eingreifen. Der letztere ist an einer Welle 10 befestigt, welche mit einem Hebel 12 ausgestattet ist. Durch Bewegen dieses Hebels 12 (Fig. 6 bis 8) wird die Welle 10 und ebenfalls der Hebel 7 und das Segment 8 gedreht, wobei eine federnde Klinke 5 die Endstellung des Hebels 12 durch Einspringen in einen von der Welle 10 getragenen gezahnten Arm 6 (Fig. 8) sichert. Bewegt man den Hebel 12 (Fig. 8) in die punktirte Lage, so wird auch der Hebel 7 mit seinem Zahnsegment 8 gehoben und veranlafst ein Heben der Gabel h in der Weise, dafs die Zinken dieser Gabel bei dem Bewegen der Stange f nach links (Fig. ι und 2) einfach über den Arm ζ1 fortgleiten. Die Folge davon ist, dafs, falls der Hebel 12 in der in Fig. 8 punktirt angegebenen Lage sich befindet, auch beim seitlichen Ausschwingen der Zwickzange und demzufolge Falten des Lederrandes ein Schneiden des Leders nicht bewirkt wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Vorrichtung für Aufzwickmaschinen zum Schlitzen der über einander zu faltenden Oberledertheile, gekennzeichnet durch ein mit seinen Trägern (i il) am Zangenkopf drehbares und nach Belieben in und aufser Wirkung zu setzendes Messer (k), welches beim Faltenlegen zwischen die entsprechend ausgearbeiteten Zangenbacken eintritt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT85201D Active DE85201C (de)

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