DE76052C - Bei jedem Schliefsen zweimal schneidende Kammscheere - Google Patents
Bei jedem Schliefsen zweimal schneidende KammscheereInfo
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- DE76052C DE76052C DENDAT76052D DE76052DA DE76052C DE 76052 C DE76052 C DE 76052C DE NDAT76052 D DENDAT76052 D DE NDAT76052D DE 76052D A DE76052D A DE 76052DA DE 76052 C DE76052 C DE 76052C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B26—HAND CUTTING TOOLS; CUTTING; SEVERING
- B26B—HAND-HELD CUTTING TOOLS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B26B19/00—Clippers or shavers operating with a plurality of cutting edges, e.g. hair clippers, dry shavers
- B26B19/28—Drive layout for hair clippers or dry shavers, e.g. providing for electromotive drive
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- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTA
PATENTSCHRIFT
KLASSE 69: Schneidwerkzeuge.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 8. November l8g3 ab.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Scheere zum Abschneiden von
Menschen- und Thierhaar bezw. Wolle, bei welcher das Schliefsen der Handgriffe, von
denen der eine mit dem einen Scheerenblatt fest, der andere mit dem anderen Scheerenblatt beweglich
verbunden ist, eine doppelte Bewegung des beweglichen kammartigen Scheerenblattes
auf dem festen, ebenfalls kammartigen zur Folge hat.
Zu diesem Zweck ist das bewegliche Scheerenblatt mit dem festen durch einen Kniehebel
verbunden, der mit dem beweglichen Handgriff derart gekuppelt ist, dafs der Kniehebel
beim Einwärtsdrücken des Handgriffes zunächst gestreckt und dann eingeknickt wird.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist diese Scheere in verschiedenen Ausführungsformen
dargestellt.
Fig. ι ist ein Grundrifs einer Ausführungsform einer Pferdescheere; die das bewegliche
Scheerenblatt bedeckende Platte ist abgenommen gedacht.
Fig. 2 ist ein Schnitt nach der Linie x-x der Fig. ι.
Fig. 3 zeigt im Grundrifs eine zweite Ausführungsform
einer Pferdescheere; das Gehäuse ist theilweise im Schnitt gezeichnet.
Fig. 4 ist ein Schnitt nach der Linie y -y der Fig. 3.
Fig. 5 ist ein theilweise im Schnitt gezeichneter Grundrifs einer dritten Ausführungsform
einer Pferdescheere.
Fig. 6 ist ein Schnitt nach der Linie %- %
der Fig. 5.
Fig. 7 und 8 zeigen das Kniehebelwerk, das das bewegliche Scheerenblatt der in Fig. 5 dargestellten
Scheere bethätigt, in zwei verschiedenen Stellungen.
Fig. 9 zeigt im Grundrifs, theilweise im Schnitt nach der Linie x'-x' der Fig. 10, eine
vierte Ausführungsform, die sich namentlich für Menschenhaarscheeren eignet.
Fig. 10 ist ein Schnitt nach der Liniey'-y'
der Fig. 9.
In den Fig. 1 und 2 ist A der feste und B
der bewegliche Handgriff. An dem Griff A ist das kammartige Scheerenblatt C in irgend
einer passenden Weise befestigt und auf dem festen Blatt C ist das ebenfalls kammartige
Blatt D beweglich. In Schlitze a' des Blattes D greifen Führungsstifte α ein, die in dem Blatt C
festgemacht und mit Rollen versehen sind. Die Zähne b des beweglichen Blattes D werden
gegen die Zähne c des festen Blattes C durch eine auf das Blatt D wirkende Deckplatte E
angedrückt erhalten, die mittelst einer durch C, D und E hindurchgehenden Klemmschraube F
mehr oder weniger angezogen werden kann. Die beiden Scheerenblätter sind durch einen
Kniehebel GH mit einander verbunden, dessen einer Schenkel G bei d in dem einen, am
Blatt C festen Führungsbolzen α und dessen
anderer Schenkel H mittelst der Schraube e am beweglichen Blatt D drehbar befestigt ist.
Das Kniegelenk f steht durch einen Lenker I mit einem Arm J des beweglichen Handgriffes B
in Verbindung. Wenn der Handgriff B aus der in vollen Linien gezeichneten Mittellage
nach innen oder aufsen ' bis an die Enden seines Ausschlages bewegt wird, so kommt
der Kniehebel in die in Fig. 1 durch punktirte Linien angedeuteten Lagen. Es nimmt also
jedesmal, wenn der Griff B bis an die innere oder äufsere Grenze seines Ausschlages nach
dem Handgriff A hin oder von diesem fortbewegt ist, das Scheerenblatt D seine äufserste
Lage links ein und jedesmal, wenn der Hand-
griff B durch die Mittellage hindurchgeht, seine
äufserste Lage rechts, so dafs durch eine Bewegung des Griffes B zwei Bewegungen des
Scheerenblattes D erzeugt werden.
Bei der in Fig. 3 und 4 gezeigten Ausführungsform ist der Lenker / mit dem äufseren
Ende einer Verlängerung g' des Kniehebelschenkels G verbunden. Dieser Schenkel lagen
zwischen seinen Enden an dem festen Stift d drehbar, der hier an der Deckplatte E statt an
dem festen Scheerenblatt C befestigt ist. Durch diese abgeänderte Anordnung wird dieselbe
Wirkung erzielt, wie durch die vorhin beschriebene. · Der feste Handgriff A ist in diesem
Falle an der Deckplatte E befestigt.
Bei der in den Fig. 5, 6, 7 und 8 gezeigten Ausführungsform ist der Bolzen d, um den
sich der Kniehebelschenkel G dreht, ebenfalls an der Deckplatte E befestigt. Der andere
Kniehebelschenkel H greift an dem beweglichen Scheerenblatt D bei e an, während beide
Schenkel wie zuvor bei f gelenkig verbunden sind. Der Schenkel G ist mit einem Segment G'
versehen, das einen radialen Schlitz k hat, in welchen ein einziger Zahn j eingreift, der an
dem Segment B' des Griffes B gebildet ist. Es werden ebenso, wie mit Bezug auf Fig. 1
beschrieben, doppelte Bewegungen erzielt. Zur Begrenzung dieser Bewegungen dienen die
Schultern i z, die an dem Segment B gebildet sind. Der Punkt, wo der kreisförmige Zahn_/
die Seiten des Schlitzes k des Segments G' berührt, wird während der Bewegung der
Theile verlegt. Bei der in Fig. 7 gezeigten Lage hat dieser Punkt den radialen Abstand 1-3
von dem Mittelpunkt des Segmentes G, bei der in Fig. 3 gezeigten Lage den Abstand 1-2.
Diese Verlegung des Berührungspunktes erfolgt mithin gemäfs dem sich ändernden Winkel des
Kniehebels, so dafs die lineare Geschwindigkeit des beweglichen Scheerenblattes D gleichmäfsig
wird.
Bei der in den Fig. 9 und 10 gezeigten Ausführungsform ist der Kniehebelschenkel G,
der sich auch hier um einen an der Deckplatte E festgemachten Bolzen d dreht, mit
einem gezahnten Segment G" versehen, in dessen Zähne m die Zähne η des Segmentes B"
des Griffes B eingreifen.
Der unbewegbare Griff A ist an der Deckplatte E befestigt und die letztere wird gegen
die Scheerenblätter C und D durch die Klemmschraube F angedrückt erhalten. Auf eine
von der Deckplatte E nach innen vorspringende Warze ρ ist eine Schraubenfeder K aufgesteckt,
deren eines Ende in dem Ende einer Spannschraube r steckt, die tangential zu den Windungen
der Feder verstellbar ist, das andere Ende der Feder stützt sich auf den beweglichen
Griff B, um diesen auswärts zu drücken, wenn der Druck der Finger auf den beweglichen
Griff aufhört oder nachläfst, wie dies zur Erzielung des Schneidens erforderlich ist.
Claims (8)
- Patent-Ansprüche: .
ι. Eine Scheere, bei welcher die beiden kammartigen Scheerenblätter durch einen Kniehebel mit einander verbunden sind, dessen einer Schenkel an dem einen und dessen anderer Schenkel an dem anderen Scheerenblatt oder dem Scheerengehäuse angreift, während das Kniegelenk mit dem einen beweglichen Handgriff durch einen Lenker gekuppelt ist, derart, dafs die Scheere bei jedem Schliefsen der Hangriffe zweimal schneidet. - 2. Eine Scheere der unter 1. bezeichneten Art, bei welcher an dem einen Blatt befestigte Stifte durch Schlitze des anderen Blattes hindurchgehen und um einen dieser Stifte der eine Schenkel des Kniehebels drehbar ist.
- 3. Eine Scheere der unter 1. und 2. bezeich- ' neten Art, bei welcher die das eine hin- und hergehende Scheerenblatt auf dem anderen festen führenden Stifte mit Rollen versehen sind, die in die Schlitze des beweglichen Blattes eingreifen.
- 4. Eine Scheere der unter 1. bezeichneten Art dahin abgeändert, dafs der den Kniehebel mit dem beweglichen Handgriff verbindende Lenker nicht am Kniegelenk, sondern an einer Verlängerung desjenigen Kniehebelschenkels angreift, der sich um einen festen Punkt dreht.
- 5. Eine Scheere der unter 1. bezeichneten Art dahin abgeändert, dafs der am Scheerengehäuse drehbar befestigte Schenkel des Kniehebels ein radial geschlitztes Segment hat, in das ein am beweglichen Handgriff angebrachter Zahn eingreift.
- 6. Eine Scheere der unter 1. bezeichneten, nach 5. abgeänderten Art, bei welcher der unter 5. genannte Zahn an einem Segment sitzt, dessen Form so gewählt ist, dafs es in Gemeinschaft mit dem geschlitzten Segment die Bewegungen der Scheere begrenzt.
- 7. Eine Scheere der unter 1. bezeichneten Art dahin abgeändert, dafs der um einen festen Stift drehbare Schenkel des Kniehebels ein gezahntes Segment hat, in das ein am beweglichen Handgriff angebrachtes oder gebildetes Zahnsegment eingreift.
- 8. Eine Scheere der unter 1. bezeichneten Art, bei welcher die unter 8. genannte Feder, deren eines Ende gegen den' beweglichen Handgriff liegt, mit ihrem anderen Ende in einer Spannschraube steckt, die tangential zu den Windungen der Feder verstellbar ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE76052C true DE76052C (de) |
Family
ID=348971
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT76052D Expired - Lifetime DE76052C (de) | Bei jedem Schliefsen zweimal schneidende Kammscheere |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE76052C (de) |
-
0
- DE DENDAT76052D patent/DE76052C/de not_active Expired - Lifetime
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