DE84582C - - Google Patents

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DE84582C
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    • G04HOROLOGY
    • G04BMECHANICALLY-DRIVEN CLOCKS OR WATCHES; MECHANICAL PARTS OF CLOCKS OR WATCHES IN GENERAL; TIME PIECES USING THE POSITION OF THE SUN, MOON OR STARS
    • G04B15/00Escapements
    • G04B15/06Free escapements

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
In dem Haupt - Patente (s. Seite 2, Spalte 1 letzter Absatz) ist mit Bezug auf die Fig. 6 und 7 der zugehörigen Zeichnung eine·Ausführungsform der durch das genannte Patent geschützten freien Drehpendelhemmung beschrieben, bei welcher ein Winkelhebel a3, der bei 0 drehbar gelagert ist, an dem freien Ende seines inneren Armes die Ruhesteine a?5 und de und am anderen Arm den waagrecht beweglichen Zahn oder Kegel d trägt. Dieser Kegel wird von einer an dem Hebel ds angebrachten Feder d1 an einen Stift d1 des Winkelhebels d3 angedrückt, nachdem er von dem mit der Drehfeder verbundenen Auslösezahn a* bei dessen Einwä'rtsschwingung entgegen der Wirkung der Feder d1 gedreht und dann freigegeben worden war. Während dieser Drehung des Kegels d bleibt der Winkelhebel da in seiner Ruhelage, indem ihn eine Feder h an einen Stift j?1 der Platte ρ angedrückt erhält. Diese Feder mufs verhältnifsmäfsig schwach sein, damit bei der Auswärtsschwingung des Hebels ds durch den Auslösezahn dl nur wenig Kraft verzehrt wird.
Die beschriebene Anordnung des Winkelhebels d3 und des Kegels d bietet folgende Nächtheile dar.
Der Winkelhebel d3 übt, da er nicht ausbalancirt ist, auf die Zapfen seiner Achse ο einen seitlichen Druck aus, so dafs ein Klemmen dieser Zapfen in ihren .Lagern nicht vermieden werden kann. Ferner dreht sich dieser Hebel bei nach hinten geneigter Aufhängung des Werkes von selbst um seine Achse 0 nach aufsen, da er infolge seines verhältnifsmäfsig grofsen Eigengewichtes den geringen Gegendruck der Feder h überwindet. Der Hebel zieht dann den Ruhestein unter dem aufliegenden Gangradzahn weg, so dafs das Gangrad unzeitig ausgelöst wird und folglich ein unregelmäfsiger Gang entsteht.
Was den Kegel d anbetrifft, so mufs für diesen — wegen seiner waagrechten Anordnung — die erwähnte Feder dl vorgesehen sein, welche ihn in seine Anfangslage zurückzuführen hat. Diese Feder setzt dem Auslösezahn bei seiner Einwärtsschwingung, bei welcher der Zahn den Kegel zurückdrücken mufs, einen gewissen Widerstand entgegen, den das Drehpendel natürlich nur unter Verlust eines entsprechenden Theiles seiner lebendigen Kraft überwindan kann.
Diese Nachtheile werden durch die Abänderungen, welche den Gegenstand dieses Zusatz-Patentes bilden, beseitigt. Die Abänderungen bestehen darin, dafs der Winkelhebel d3 ausbalancirt und der Kegel d, statt waagrecht, senkrecht drehbar so angeordnet ist, dafs er stets durch sein Eigengewicht in seine Anfangslage zurückfällt.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist eine derartig abgeänderte Hemmung dargestellt.
Fig. ι giebt eine Oberansicht,
Fig. 2 eine Hinteransicht und
Fig. 3 eine von rechts nach links gesehene Seitenansicht, die Hemmung in der Stellung zeigend, bei der ein Gangradzahn auf dem Ruhestein aufliegt.
Fig. 4 und 5 zeigen in Oberansicht und Hinteransicht jene Stellung der Hemmung, bei welcher der Auslösezahn den Ruhestein unter dem aufliegenden Gangradzahn weggezogen hat und das Antriebsmesser von dem folgenden Gangradzahn einen Antrieb empfängt.
Bei der dargestellten Hemmung ist gegenüber der genannten Ausführungsform des Haupt-Patentes noch eine weitere Abänderung getroffen, die aber nicht mit Gegenstand dieser Erfindung bildet. Diese Abänderung besteht darin, dafs der Auslösezahn und das Antriebsmesser von der Drehfeder abgenommen und für sich an einer besonders gelagerten Welle angebracht sind, die mit der Drehfeder gekuppelt ist.
Zur Klarstellung des Ganzen sei zunächst diese Abänderung beschrieben.
Die flache Drehfeder α (Fig. 2 und 3), die an ihrem unteren Ende den Pendelkörper a1 trägt, ist oben zwischen zwei zusammengenieteten flachen Platten b eingeklemmt. Die Klemme b wird in dem Einschnitt eines Cylinders bl durch einen durch Cylinder und Klemme hindurchgesteckten Stift b'2 gehalten, so dafs die Drehfeder α sich unabhängig von der Lage des Werkes stets lothrecht einstellen mufs. Der Cylinder b1 hat nahe seinem oberen Ende einen Flantsch 63 und einen von diesem vorspringenden Arm b4. Der Flantsch wird von zwei Schrauben c-, die von unten in die Platte c1 der Rückwand r des Werkes eingeschraubt sind, mit der Platte c1 in Berührung erhalten. Oberhalb des Flantsches ragt der Cylinder b1 noch ein kurzes Stück vor und dieses Stück greift in eine runde Vertiefung der Platte cl ein. Die Schrauben c2 sind nur so weit angezogen, dafs man den Cylinder bl mittelst seines Armes &4 in der einen oder der anderen Richtung drehen kann, wie dies zur genauen Einstellung des Drehpendels nöthig ist.
In der oberen Verlängerung der Drehfeder ist eine kurze Welle mit ihrem unteren Zapfen in der Platte c1 und mit ihrem oberen Zapfen in der Platte c3 gelagert. Der untere Zapfen läuft auf einem Stein, der von dem Cylinder b1 in der Platte c1 gehalten wird. Auf dem unteren Ende dieser Welle ist der Auslösezahn a4 so befestigt, dafs seine Höhenlage genau geregelt werden kann. Diese Welle trägt ferner an einem sich waagrecht nach innen erstreckenden Arm ä2 mittelst Schrauben verstellbar das Antriebsmesser α5. Jenseits der Welle hat der Arm α? einen Fortsatz a6, von dessen freiem Ende (Fig. 2) sich . ein Stift a1 senkrecht abwärts erstreckt. Dieser Stift greift unten in eine Gabel a8, die an der Drehfeder α festgemacht ist, und überträgt die dem Messer α5 von dem Gangrade g ertheilte Schwingung auf die Drehfeder.
Die Neuerungen, welche durch dieses Zusatz-Patent geschützt sind, bestehen in Folgendem: Der eingangs genannte Winkelhebel rf3, der sich um die Achse 0 dreht und an seinem einwärts gerichteten Ende den Ruhestein rf5 und den Sicherheitsruhestein rf6 trägt, ist jetzt noch seitlich über seinen Drehpunkt hinaus verlängert, d. h. mit einem Arm rf9 versehen, der so schwer gemacht oder mit einem besonderen Gewicht dw belastet ist, dafs er den Hebel rf3 ausbalancirt. Bei genau lothrechter Lage des Werkes wird durch diesen belasteten Arm rf9 erreicht, dafs der Hebel rf3 auf die Zapfen seiner Achse 0 keinen seitlichen Druck ausüben und folglich ein Klemmen dieser Zapfen in ihren Lagern nicht eintreten kann. Den Hauptvortheil gewährt dieser Ausgleicharm rf9 aber, wenn das Werk nicht genau montirt, d. h. nach hinten geneigt aufgehängt ist; in diesem Falle würde nämlich der Hebel ds, wenn der Ausgleicharm nicht vorgesehen wäre, das Bestreben haben, sich infolge seines Eigengewichtes um seine Achse 0 nach aufsen zu drehen und den Ruhestein rf5 unter dem aufliegenden Gangradzahn wegzuziehen. Der Hebel rf3 würde zwar nach Auslösen eines Gangradzahnes durch den Sicherheitsruhestein rf6 wieder in seine Anfangslage zurückgeführt werden, aber sowie der Gangradzahn den Sicherheitsruhestein wieder freigegeben hätte, würde der Hebel sofort wieder nach aufsen fallen und der Ruhestein rf5 den nächsten Gangradzahn auslösen. Es würde das Gangrad also unnöthig oft ausgelöst und dadurch der Gang unregelmäfsig werden. Diesem Uebelstand beugt der Ausgleicharm rf9 vor, da er jedem Bestreben des Hebels rf3, von selbst nach aufsen zu fallen, entgegenwirkt. Um zu verhüten, dafs der Hebel ds durch die Erschütterungen, welche das Werk durch Stöfse oder sonstwie erleiden kann, nach aufsen geschwungen werde, ist auch hier die Feder h vorgesehen, welche gegen die Aufsenseite des Hebels d3 wirkt und bestrebt ist, diesen in seiner Innenlage (Fig. 1) zu halten.
Diese Feder wird aber im vorliegenden Falle — wegen des Ausgleicharmes —; viel schwächer gemacht als die gleiche Feder der früheren Ausführungsform, so dafs die zur Auswärtsschwingung des Hebels rf3 erforderliche Kraft, welche der Auslösezahn α4 ausüben mufs, aufserordentlich klein wird.
Ferner ist der an dem Hebel d3 vorgesehene Kegel d, auf welchen der Auslösezahn a* ein-

Claims (1)

  1. wirkt, hier an einem aufwärts gerichteten Ansatz ds des Hebels d3 so angebracht, dafs er sich nur in senkrechter Ebene bewegen läfst und stets durch sein Eigengewicht in seine Anfangslage zurückkehrt, also der bei der früheren Ausführungsform erforderlichen Federt1 nicht benöthigt.
    Die allgemeine Wirkungsweise der abgeänderten Hemmung ist dieselbe, wie sie im Haupt-Patent beschrieben wurde. Es sei hier nur kurz bemerkt, dafs bei der Drehung des Pendels in der entsprechenden Richtung der Auslösezahn cfi sich gegen den nun senkrechten Kegel d wie früher stemmt und dadurch den Hebel d3 auswärts schwingt, den Ruhestein rf5 unter dem aufliegenden Gangradzahn wegziehend, dafs aber bei der entgegengesetzten Drehung des Pendels der Auslösezahn den Kegel d nicht mehr seitlich entgegen der Wirkung einer Feder verdrängt, sondern einfach hebt und unter ihm hinweggeht, worauf der Kegel von selbst wieder herabfällt.
    Pa τ ent-An Sprüche:
    Eine Ausführungsform der durch das Haupt-Patent Nr. 57492 geschützten Drehpendelhemmung, dadurch gekennzeichnet, dafs der den Ruhestein d5 tragende Hebel d3 ausbalancirt ist, am besten durch einen belasteten' Arm d9, zum Zweck, einerseits eine seitliche Reibung der Drehachse ο des Hebels d3 in ihren Lagern zu vermeiden, andererseits bei nicht lothrechterAufhängung des Werkes das selbstthätige Auslösen des Ruhesteins zu verhüten.
    Eine Ausführungsform der durch das Haupt-Patent geschützten, gemäfs dem vorstehenden Ansprach 1 abgeänderten Drehpendelhemmung, dadurch gekennzeichnet, dafs der von dem AusJ.ösezahn α4 beeinflufste Kegel d des Hebels da so angeordnet ist, dafs dieser Kegel durch sein Eigengewicht in seine Anfangslage zurückfällt, zum Zwecke, die bisher dazu erforderlich gewesene Feder zu ersparen.
    Hierzu t Blatt Zeichnungen.
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