DE844451C - Verfahren zur Herstellung von Halogenaminoanthrachinonen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Halogenaminoanthrachinonen

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DE844451C
DE844451C DEB8437A DEB0008437A DE844451C DE 844451 C DE844451 C DE 844451C DE B8437 A DEB8437 A DE B8437A DE B0008437 A DEB0008437 A DE B0008437A DE 844451 C DE844451 C DE 844451C
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bromine
aluminum chloride
haloaminoanthraquinones
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DEB8437A
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Willy Dr Braun
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BASF SE
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BASF SE
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B1/00Dyes with anthracene nucleus not condensed with any other ring
    • C09B1/16Amino-anthraquinones
    • C09B1/20Preparation from starting materials already containing the anthracene nucleus
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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    • C09B1/16Amino-anthraquinones
    • C09B1/20Preparation from starting materials already containing the anthracene nucleus
    • C09B1/22Dyes with unsubstituted amino groups

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Halogenaminoanthrachinonen Es v#urde gefunden, daß man in einfacher Weise Halogenaminoanthrachinone erhält, wenn man Aminoanthrachinone oder deren Abkömmlinge, in geschmolzenem, wasserfreiem Aluminiumchlorid gelöst, mit Halogenen behandelt.
  • Als Ausgangsstoffe können alle Mono- oder Polvaminoanthrachinone verwendet werden, insoweit noch freie Stellen zur Aufnahme von Halogen vorhanden sind. Die Aminoanthrachinone können sowohl am Stickstoff als auch im Kern substituiert sein, z. B. durch Oxy-, Alkoxy-, Alkyl- oder Acylgruppen. Von den Halogenen eignen sich am besten Chlor oder Brom. Die Umsetzungen werden beispielsweise so vorgenommen, daß man zunächst das wasserfreie Aluminiumchlorid, zweckmäßig zusammen mit einer schmelzpunkterniedrigenden Verbindung, wie Natriumchlorid, Kaliumchlorid, Natriumsulfit oderGemischen dieser, erhitzt, bis eine gleichmäßige, dünnflüssige Schmelze entstanden ist. Hierauf wird das Aminoanthrachinon langsam unter Rühren eingetragen und schließlich in die Schmelze das Halogen bei der zur Umsetzung nötigen Temperatur eingebracht. Die Umsetzungstemperaturen liegen im allgemeinen zwischen 6o und 130'. Nach erfolgter Umsetzung werden die Schmelzen in üblicherWeise mit- Wasser # zerlegt und das dabei sich ausscheidedde Hälogehierungsprodukt abgesaugt und durch Waschen mit Wasser gereinigt..
  • Die nach vorliegendem Verfahre n hergestellten Halogenaminoanthrachinone fallen meist -in berechneter Ausbeute und ausgezeichneter Reinheit an; sie können gewünschtenfalls in bekannter Weise, z. B. durch Umkristallisieren oder durch fraktionierte Fällung ihrer Salze, weiter gereinigt werden. iSie sind zum Teil selbst Farbstoffe, zum Teil sind sie wertvolle Zwischenprodukte zur Herstellung -von Farbstoffen.
  • Bei der Halogenierung von Aminoanthrachinon ist man bisher meist so verfahren, daß man die Aminoanthrachinone, in organischen Mitteln oder auch in Schwefelsäure gelöst, mit Halogenen behandelte. Diesen bekannten Verfahren gegenüber,hat das neue Verfahren den Vorteil, daß man mit weit weniger Lösungsmittel auskommt, das überdies wegen seiner Wohlfeilheit nicht wiedergewonnen zu werden braucht, daß man meist bei niedriger Temperatur arbeiten kann und daß man obendrein noch Halogenaminoanthrachinone erhalten kann, die mit d-en bisherigen Halogenierungsverfahren nicht erhältlich sind, während man bekannte Halogenaminoanthrachiiidrie sofort in großer Reinheit und meist der berechneten Menge erhält. So erhält man beispielsweise aus 2-Aminoanthrachinon durch Bromieren bei 125 bis QO' unmittelbar ein reines 2-Amino-3-bromanthrachinon mit sehr guter Ausbeute, während man bei derBromierung in Schwefelsäure einen großen Überschuß dieser Säure verwenden und eine Temperatur von i6o bis 18o' anwenden muß; aus 1, 4- oder i, 2-Diaminoanthrachinon erhält man bisher unbekannte Mono- und Dibrom-I, 4- bzw. r,-2#diaminoanthrachinone.
  • Die in folgenden Beispielen genannten Teile sind Gewichtsteile. Beispiel i Ein Gemisch aus 4oo Teilen wasserfreiem Aluminiumchlorid und 6o Teilen wasserfreiem Natriumsulfit wird unter Rühren erwärmt, bis eine gleichmäßige, dünnflüssige Schmelze entstanden ist. Nach dem Abkühlen auf 8o bis 85' werden langsam 5o Teile 1, 4-D.iaminoanthrachinon eingerührt und schließlich im Verlauf von einigen #Stunden 37 Teile Brom eingetragen und bei der gleichen Temperatur weiter gerührt, bis kein Brom mehr nachweisbar ist, was nach etwa i bis 2 Stunden der Fall ist, Die Schmelze wird hierauf in Wasser gegossen, der ausgeschiedene Niederschlag abgesaugt, mit Wasser gewaschen, bis er keine anorganischen Bestandteile mehr enthält, und getrocknet. Man erhält 66,6 Teile eines dunkelvioletten Pulvers vom iSchmelzpunkt 264 bis 266', der sich auch nach dem Umkristallisieren aus o-Dichlorbenzol nicht weiter ändert. Das Produkt, das wahrscheinlich das bisher unbekannte 1, 4-Diamino-6-bromanthrachinon darstellt, löst sich in starker Schwefelsäure mit gelber, in heißem o-Dichlorbenzöl mit violetter Farbe. Die Farbe der Küpenlösung ist rotbraun. Acetatkunstseide wird von- dieser Verbindung in starken blauvioletten Tönen gefärbt. Ihr Dibenzoylderivat schmilzt bei 300'.
  • Verwendet man an Stelle der 37 Teile Brom die doppelte Menge und verfährt im übrigen wie in Ab- satz i, dann erhält man- 83,2 Teile einer gleichfalls tiefviolett gefärbten Verbindung, die nach dem Umkristallisieren aus Nitrobenzol bei 29o' schmilzt. Das neue 1, 4-Diaminodibromanthrachinon löst sich in starker Schwefelsäure mit orangegelber, in o-Dichlorbenzol mit violettroter, in alkalischer Hydrosulfitlösung mit orangeroter Farbe. Auf Acetatkunstseide zieht die neue Verbindung mit blauer Farbe.
  • Verwendet man an Stelle von 1, 4-Di,aminoanthrachinon 5oTeile J, 2-Diaminoanthrachinon, so erhält man in berechneter Ausbeute ein bisher unbekanntes I, 2-Diaminomonobromanthrachinon vom Fp. 263'. Beispiel 2 In eine Lösung von 25 Teilen 2-Aminoanthra- * chinon in einer Schmelze aus 2oo Teilen wasserfreiem Aluminiumchlorid und 3o Teilen wasserfreiem Natriunisulfit läßt man bei 125 bis 130' unter Rühren 19,7 Teile Brom im Verlauf einiger Stunden eintropfen und rührt weiter, bis alles Brom verschwunden ist. Dann arbeitet man in der in Beispiel i beschriebenen Weise auf und erhält in der berechneten Ausbeute 2-Amino-3-bromanthrachinon.
  • Aus i-Aminoanthrachinon erhält man bei 8o bis 85' in sonst gleicherWeise i-Amin0-2-bromanthrachinon. Beispiel 3 # Zu einer Lösung von 25 Teilen I,4-Dimethylaminoanthrachinon in einer Schmelze aus 2oo Teilen wasserfreiem Aluminiumchlorid und 3o Teilen Natriumsulfit läßt man bei 95 bis 100' unter Rühren 33 Teile Brom zutropfen und rührt bei der gleichen Temperatur weiter, bis kein Brom mehr vorhanden ist. Nach dem üblichen Aufarbeiten-erhält man in der berechneten Ausbeute ein I, 4-Dimethylaminodibromanthrac'hinon. Beispiel 4 Zu einer Lösung von 25 Teilen i-Amino-4-benzoylarninoanthrachitic)ii in einer Schmelze aus 2oo Teilen wasserfreiern Alunliniuinchlorid und 3o Teilen Natriumsulfit läßt man bei 8o bis 85' unter Rühren 13 Teile Brom zutropfen und rührt weiter, bis alles Brom verbraucht ist. Nach der üblichen Aufarbeitung erhält man 3o,8 Teile einer bei 2io' schmelzenden Monobromverbindung des i-Amin0-4-1)enzoylaminoanthrachinons. Beispiel 5 . Läßt man auf 25 Teile 1, 5-Dianlinoanthrachinon, die in einer geschmolzenen Mischung aus 2ooTeilen wasserfreiem Aluminiumchlorid und 4o Teilen Natriumsulfit gelöst sind, bei 80 bis 90' 37 Teile Brom einwirken, so erhält man in der berechneten Menge i, 5-Diamin0-2, 6-dibromanthrachinon (Fp. -274') - Auf die gleiche Weise wird aus i, 8-Diaminoantlirachinon eine Dibromverbindung vom Fp. 223' erhalten.
  • B e i s p i e 1 6 Zu einem Gemisch aus 2oo Teilen wasserfreiem Aluminiumchlorid, 4o Teilen Natriumsulfit und 25 Teilen i-Am]n0-4-Oxyaiithrachinon läßt man bei go bis 95' unter Rühren langsam 18,4 Teile Brom zutropfen und rührt bei dieser Temperatur weiter, bis alles Brom verbraucht ist. Nach dein üblichen Aufarbeiten erhält man in der berechneten Menge ein Monobrom-i-amino-4-oxyantlirachinon, das Acetatseide in klaren, violettroten Tönen färbt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Halogenaminoanthrachinonen, dadurch gekennzeichnet, daß man Aminoanthrachinone oder deren Ab- kömmlinge, in geschmolzenem, wasserfreiem Aluminiumchlorid gelöst, mit Halogen behandelt.
DEB8437A 1950-07-31 1950-08-01 Verfahren zur Herstellung von Halogenaminoanthrachinonen Expired DE844451C (de)

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DEB8437A DE844451C (de) 1950-07-31 1950-08-01 Verfahren zur Herstellung von Halogenaminoanthrachinonen

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2965653A (en) * 1958-12-23 1960-12-20 Gen Aniline & Film Corp Acylation of aminoanthraquinones
DE1104644B (de) * 1957-09-27 1961-04-13 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen fuer synthetische Fasern
DE1217009B (de) * 1962-12-18 1966-05-18 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von chlorierten 1-Amino- oder 1, 4-Diaminoanthrachinonen

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1104644B (de) * 1957-09-27 1961-04-13 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen fuer synthetische Fasern
US2965653A (en) * 1958-12-23 1960-12-20 Gen Aniline & Film Corp Acylation of aminoanthraquinones
DE1217009B (de) * 1962-12-18 1966-05-18 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von chlorierten 1-Amino- oder 1, 4-Diaminoanthrachinonen

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