DE840979C - Dosiervorrichtung fuer Chemikalien fuer die Speisewasseraufbereitung - Google Patents
Dosiervorrichtung fuer Chemikalien fuer die SpeisewasseraufbereitungInfo
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Description
- Dosiervorrichtung für Chemikalien für die Speisewasseraufbereitung Bei einer guten und zuverlässigen Enthärtungsanlage ist eine sehr genau arbeitende Dosierung der chemischen Fä llinittel, wie z. B. Soda, Ätznatron, Natriumphosphat, von großer Wichtigkeit. Es sind bereits viele Dosierungseinrichtungen, wie Regelventile, einstellbare Hähne, mit Schwimmern und Schöpfern arbeitende Kippschalen usw., bekanntgeworden, welche die chemischen Fällmittel gleichm<il3ig an <las Speisewasser abgeben sollen. Alle diese I,'iiiriclittiiigeii sind jedoch entweder sehr ungenau oder arbeiten finit mechanisch bewegten Teilen, die starkem Verschleiß, Verschmutzung oder ähnlichen Störungen unterworfen sind und st'indiger Wartung bedürfen. Auch setzen sie sich leicht durch Kesselwasserablagerungen oder Rost fest, wodurch eine genaue Dosierung nicht mehr niliglicli ist, also der Zweck der Einrichtung in Frage -(-stellt wird. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun eine Dosierungsvorrichtung, deren Eigenart darin liegt, daß sich die zur Dosierung dienende, auf zwei Schneiden ruhende und kippende Zuteilschale außerhalb, und zwar unter den mit gelösten chemischen Fällmitteln gefüllten Behältern befindet. Die Gesamtanlage ist also besonders leicht übersichtlich angeordnet.
- Erfindungsgemäß wird außerdem die Zuteilschale mit einer Ringwaage oder einem sonst auf Durchflußmenge und dadurch erzeugten Differenzdrücken reagierenden- Gerät verbunden, die an eine NTeßblende, Düse oder Venturirohr angeschlossen ist. (e nach Wasserentnahme und somit abhängig von der Druckdifferenz vor und hinter dem MeB-organ wird die mit zwei Schläuchen an die Rohrleitung angeschlossene Ringwaage od. dgl. und somit die kippbare Dosierschale mehr oder weniger verdreht, so daß seitlich aus den verstellbaren Schlitzen eine dem-jeweiligen Rohwasserdurchsatz entsprechende Chemikalienmenge dem Speisewasserfang zuläuft. Ist der Wasserdurchfluß in der Zuflußleitung gering, wird auch der Differenzdruck in der Meßblende klein und somit die Verdrehung der Dosierschale durch die Ringwaage gering, dagegen bei großem Rohwasserdurchfluß und höheren Differenzdrücken in der Meßblende auch die Verdrehung der Dosierschale entsprechend größer sein.
- Erfindungsgemäß erfolgt die Zuteilung der chemischen Lösung aus luftdicht geschlossenen Behältern, welche durch ein unten angebrachtes Rohr und dessen untere Austrittsöffnung nur etwas in den Flüssigkeitsspiegel der Dosierschale taucht und nur so viel der flüssigen Lösung in die Dosierschale austreten läßt, als jeweils daraus abfließt, so daß der Flüssigkeitsstand in der Dosierschale konstant bleibt und hierdurch die Dosiergenauigkeit nicht durch unterschiedliche Flüssigkeitshöhen beeinträchtigt wird.
- Wird durch den Differenzdruck der Meßblende die lZingwaage und somit die Dosierschale verdreht, fließt die Flüssigkeit aus den seitlichen Sclilitzeti heraus, der Flüssigkeitsspiegel sinkt, bis die untere Öffnung des Behälterrohres aus der Flüssigkeit herausragt und Luftblasen durch dieses lZohr und durch die Flüssigkeit oben in den Behälter gelangen und hierdurch die Flüssigkeit wieder ausfließt, bis der steigende Flüssigkeitsspiegel dc°r Dosierschale die untere Öffnung des Rohres %\-ieder lidriilirt und somit der Zufluß aus dem luft-(licht geschlossenen Behälter sofort wieder aufhört.
- Da außerdem die Härte des Rohwassers je nach den Bodenverhältnissen verschieden ist, müssen auch die erforderlichen chemischen Füllmittel entsprechend zugesetzt werden. Dieses erfolgt ertIndungsgemäß in der Weise, daß die Dosierschale seitlich verstellbare Schlitze erhält, deren Austrittsquerschnitte über den ganzen Leistungsbereich, d. h. zwischen dem kleinsten und größten Verdrehungswinkel der Dosierschale, eine derartige Norm besitzen, daß der Chemikalienzusatz proportional dem Rohwasserdurchsatz bleibt.
- Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes.
- Abb. i zeigt die zwei mit aufgelösten chemischen Füllmitteln (Soda, Atznatron, Natriumphosphat od. dgl.) zu befüllenden Behälter in Ansicht und die Dosierungsschale mit Ringwaage im Längsschnitt: Abb. i a gibt einen Querschnitt durch die Dosierschale und Ringwaage und die mit auswechselbarer Meßblende versehenen Rohwasserleitungen und Speisetanks sowie die Anordnung der mit Fälltnitteln befi.illten Behälter in Seitenansicht an; Abb.2 zeigt den Speisewassertank mit dem Wasserablaufstutzen in Ansicht; Abb. 3 zeigt einen Querschnitt durch die gekippte Dosierschale und Meßblende mit der Differenzdruckleitung der durch Schläuche angeschlossenen Ringwaage; Abb. d zeigt die seitlich verstellbaren Auslaufschlitze der Zuteilschale.
- Bei der Ausführungsform nach Abb. i sind erfindungsgemäß die zwei luftdicht geschlossenen Behälter i und 2 durch Winkeleisen 3 an den Flanschen ,I der auswechselbaren Meßblende 5 der Rohwasserspeiseleitung 6 befestigt. Am Boden der Behälter sind je eine Stütze 7 mit einer Pfanne 8 für die schneidenartige Lagerung der kippbaren Dosierschale 9 angebracht. Außerdem ist noch unter jedem Behälter eine Rohrleitung mit Absperrventilen io und i i vorgesehen, die bei Neufüllung der Vorratsbehälter geschlossen werden. Die beiden Füllmittel in dem Behälter fließen also frei in die kippbare Dosierschale 9, wo sich die genau eingestellte Lösung sammelt, bis die Unterkanten der verstellbaren Auslaufschlitze 13 erreicht sind. Bei beginnendem Rohwasserdurchsatz verstellt die entstehende Druckdifferenz die Ringwaage 14 und somit die Kippschale 12 so weit, daß durch die Schlitze 13 eine bestimmte, der Rohwasserhärte entsprechende Menge von Lösungsflüssigkeit über die Trichter 18 und i9 in den Speisewassertank 2o fließt. Dieses wird dadurch erreicht, daß die Ringwaage 14 durch die Rohrleitung und Schläuche 15 an die Ein- und Austrittsseite 16 und 17 der ausivechselbaren Meßblende 5 angeschlossen ist. Unter der Dosierschale ist nach Abb.2 außerhalb der Mitte noch ein verstellbares Gegengewicht 21 angebracht, das die Trägheit der Ringwaage gegen veränderte Druckdifferenzen verringern soll.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Dosierungsvorrichtung für Chemikalien für die Speisewasseraufbereitung, bei der die Dosierung in Abhängigkeit vom Rohwasserdurchsatz erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb eines oder mehrerer luftdicht verschlossener Reagenzbehälter (1, 2) eine mit schlitzförmigen Austrittsöffnungen (13) versehene Kippschale (9) angeordnet ist, in welcher durch die Reagenzzuleitungsrohre (io° und i i°) ein gleichbleibender Flüssigkeitsstand erzielt wird, und in welcher in Abhängigkeit von dem durch eine Blende (5), eine Düse oder ein Venturirohr gebildeten Differenzdruck über eine Ringwaage (1q) durch Neigung der Kippschale (9) die schlitzförmigen Ausflußöffnungen (13) freigegeben werden.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die schlitzförmigen Austrittsöffnungen (13) zur Veränderung der Zusatzmenge regelbar angeordnet sind. '
- 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kippschale (9) entsprechend den erforderlichen Chemikalienlösungen in mehrere Abteilungen unterteilt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEG778A DE840979C (de) | 1950-01-06 | 1950-01-06 | Dosiervorrichtung fuer Chemikalien fuer die Speisewasseraufbereitung |
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| DE840979C true DE840979C (de) | 1952-06-09 |
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| DEG778A Expired DE840979C (de) | 1950-01-06 | 1950-01-06 | Dosiervorrichtung fuer Chemikalien fuer die Speisewasseraufbereitung |
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1950
- 1950-01-06 DE DEG778A patent/DE840979C/de not_active Expired
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