DE525626C - Verfahren zum Dosieren von Fluessigkeiten und Gasen - Google Patents
Verfahren zum Dosieren von Fluessigkeiten und GasenInfo
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- C02—TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
- C02F—TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
- C02F1/00—Treatment of water, waste water, or sewage
- C02F1/68—Treatment of water, waste water, or sewage by addition of specified substances, e.g. trace elements, for ameliorating potable water
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Description
Die Dosierung kleiner Mengen von Flüssigkeiten und Gasen gestaltet sich mit den
üblichen Verfahren und Vorrichtungen, die zur Dosierung dienen, im praktischen Betriebe
gewöhnlich dadurch schwierig, daß die sehr feinen Einstell- und Meßvorrichtungen,
insbesondere die engen Querschnitte an den Einstellventilen und Meßvorrichtungen, durch
die geringsten Unreinigkeiten in Unordnung geraten und sich verengen oder verstopfen.
In nachstehendem soll ein Verfahren beschrieben werden, das durch derartige Übelstände
nicht beeinträchtigt wird, ohne Einbuße der Genauigkeit.
Das Verfahren beruht auf einer Vereinigung der Wirkungen eines Hebers und eines
Injektors und arbeitet dergestalt, daß man einem Flüssigkeitsbehälter, in welchem sich
der Heber befindet, einen einregulierten Wasserstrahl zulaufen läßt, der das Gefäß so
lange anfüllt, bis der Heber zum Überschlagen kommt. In der Auslaufleitung des Hebers
befindet sich ein Injektor, dessen Saugstutzen mit der zu dosierenden Flüssigkeits- oder
Gasquelle verbunden ist, so daß jedesmal beim Überschlagen des Hebers der Injektor
in Tätigkeit gesetzt wird und eine bestimmte einstellbare Flüssigkeits- oder Gasmenge ansaugt,
die dann ihrerseits der zu behandelnden Hauptflüssigkeitsmenge, gewöhnlich
einem Wasser- oder Abwasserstrom, zugeführt wird.
Die angesaugte Menge hängt somit ausschließlich von der dem Hebergefäß zugeführten
Wassermenge ab. Je größer diese Menge ist, um so öfter wird der Heber in der Zeiteinheit überschlagen, und damit wird sich
auch die jeweils angesaugte Flüssigkeitsoder Gasmenge in direktem Verhältnis verändern.
In den beiliegenden Zeichnungen 1, 2 und 3 sind mehrere Anordnungsbeispiele gegeben.
ι bezeichnet eine Wasserleitung, die mit dem Regelventil 2 und einer Druckregelvorrichtung
3 versehen ist. Die letztere kann aus einer beliebigen der bekannten Einrichtungen,
etwa einem Membranreduzierventil, einem Schwimmerkasten o. dgl. bestehen.
Unter der Wasserleitung 1 befindet sich der Heberkasten 4 mit dem Heber 5. Die Ablaufleitung
des Hebers enthält einen Injektor 6, dessen Saugstutzen 7 mit dem Behälter für die zu dosierende Flüssigkeit oder Gas
durch die Leitung 8 verbunden ist.
Das Niveau oder der Druck der zu dosierenden Flüssigkeiten oder Gase wird durch
eine Niveauvorrichtung 9, wie Schwimmerkasten, Niveauflasche o. dgl., konstant gehalten.
In Fig. ι ist mit dem Schwimmerkasten 9 ein kleiner Behälter 10 verbunden, der mit
der Flüssigkeit im Schwimmerkasten durch eine Anzahl von Öffnungen 11 in Verbindung
steht.
In dem Kasten ίο befindet sich ein kleiner
Heber 12, der so eingestellt ist, daß sein
oberer Teil oberhalb des Flüssigkeitsniveaus liegt, so daß er nicht von selbst überschlagen
kann. Sobald jedoch der Heber 5 überschlägt und in dem Injektor 6 ein Vakuum
erzeugt, wird dieses auf den Heber 12 übertragen und damit die in dem Behälter io
stehende Flüssigkeit übergesätigt. Dieser Vorgang wiederholt sich beim jedesmaligen
überschlagen des Hebers 5, und die Löcher 11 sind so dimensioniert, daß einerseits der
Heber 12 nach einmal erfolgtem Überschlagen lediglich die einmalige Füllung des Gefäßes
10 absaugen kann, anderseits muß der Zulauf aus dem Schwimmerkasten 9 zur Wiederfüllung
des Kastens schnell genug geschehen, so daß die Füllung des Gefäßes 10
vollendet ist, ehe der Heber 5 das nächste Mal überschlägt. Mittels einer Stellvorrichtung
13 läßt sich die Höhe des Hebers 12 und damit
die jedesmal angesaugte Flüssigkeitsmenge verändern. Die aus dem Gefäß 10 angesaugte
Flüssigkeit mischt sich im Injektor 6 mit dem aus dem Heberkasten 4 und
dem Heber 5 zufließenden Wasser, dem sogenannten Triebwasser, und fließt gemeinsam
mit diesem der zu behandelnden Hauptflüssigkeit, beispielsweise einem in der Rohrleitung
14 (siehe Fig. 1 und 3) fließenden
Wasser- oder Abwasserstrome, zu.
In Fig. 2 taucht einfach das Rohr 8 in die Flüssigkeit, deren Stand durch die Niveauflasche
9 konstant gehalten wird, ein, und die durch den Injektor 6 angesaugte Menge läßt
sich durch Veränderung der Eintauchtiefe des Rohres 8 in die in der Niveauflasche 9
enthaltene Flüssigkeit variieren. In der Abbildung ist eine Vorrichtung 13 angedeutet,
vermittels deren die Nhreauvorrichtung selbst
zur Veränderung der Eintauchtiefe des Rohres 8 auf und nieder bewegt werden kann.
In Fig. 3 ist die Dosierung von Gasen nach dem gleichen Verfahren dargestellt.
Das Rohr 8 ist unter Zwischenschaltung eines Flüssigkeitsverschlusses 10 mit einem
Schwimmergefäß verbunden, in welchem das Gas unter einem gleichbleibenden Druck gehalten
wird. Beim Überschlagen des Hebers 5 wird durch den Injektor 6 durch den Flüssigkeitsverschluß
10 hindurch eine gewisse Menge Gas angesaugt. Durch Veränderung der Schenkellänge des Flüssigkeitsverschlusses
10 oder durch andere Maßnahmen läßt sich die jedesmal übergesaugte Gasmenge variieren.
Eine zwischen Flüssigkeitsverschluß und Saugstutzen des Injektors angebrachte Erweiterung
verhütet ein Leersaugen des Flüssigkeitsverschlusses.
Die Dosierung eines Gases kann auch durch eine Vorrichtung, die der in Fig. 1 gegebenen
Darstellung ganz ähnlich ist, bei welcher nur der Heber, da es sich um ein Gas handelt, umgekehrt, d.-h, mit beiden Schenkelöffnungen
nach oben gelagert ist, ausgeführt werden.
Für die Druckregelvorrichtung 3 in der Wasserzuleitung kann an Stelle eines Druckregelventils,
Schwimmerkastens oder einer sonstigen Vorrichtung, welche einen konstanten, gleichmäßigen Druck erzeugt, auch eine
solche benutzt werden, vermittels deren der Druck in einem bestimmten Verhältnis veränderlich
gestaltet werden kann. Derartige Vorrichtungen sind besonders in solchen Fällen von Vorteil, wenn die zu dosierenden
Flüssigkeits- oder Gasmengen in ein bestimmtes Verhältnis zu der durch sie zu behandelnden
Hauptflüssigkeitsmenge gebracht werden sollen.
Hierzu können beispielsweise Vorrichtungen dienen, die durch ein Venturirohr (siehe
Fig. 2, 14"), Stauscheibe o. dgl., die in die
Leitung der zu behandelnden Flüssigkeit eingebaut werden, betätigt werden, oder es kann
die Betätigung von einem Schwimmer erfolgen, der sich in einem Durchflußbehälter
befindet, in welchem der Flüssigkeitsstand je nach der Durchflußmenge wechselt, und andere
Vorrichtungen mehr.
Eine besonders einfache Vorrichtung beruht auf den Erscheinungen, die in Steigrohren,
die in der Flüssigkeitsleitung, z. B. einer Wasserleitung, angebracht sind, auftreten.
In diesen stellt sich im Ruhestande der Wasserspiegel je nach dem vorhandenen
Druck nach dem Gesetz der kommunizierenden Röhren ein. Bei beginnendem Wasserdurchfluß
erhöht sich jedoch der Wasserstand in dem Durchflußbehälter oder Steigrohr,
und es ist dabei die Steighöhe für eine bestimmte Durchflußmenge von dem Öffnungsquerschnitt etwa einer Stauscheibe oder der
Reibung in der Ablauf rohrleitung abhängig, und die Steighöhen für verschiedene Durchflußmengen
ändern sich proportional dem Quadrat der Durchflußmengen.
Wenn man in dem Steigrohr, unmittelbar über dem Punkt, an welchem sich das Flüssigkeitsniveau
im Ruhestande befindet, ein Ventil anbringt, so ist die aus dem Ventil
ausfließende Wassermenge proportional der Quadratwurzel der Flüssigkeitshöhe über
dem Ventil. Da diese Steighöhen aber sich für verschiedene Durchflußmengen proportional
dem Quadrat der Durchflußmengen ändern, ist im Endergebnis die aus dem
Ventil ausfließende Flüssigkeitsmenge direkt proportional der Durchflußmenge in der
Hauptleitung, auf welcher das Steigrohr angebracht ist.
Das aus dem Ventil 2 ausfließende Wasser wird dem Heberkasten 4 zugeführt und bewirkt
seinerseits, daß der Heber mit einer Häufigkeit überschlägt, die der Durchflußmenge
in der Hauptleitung proportional ist.
Das Steigrohr kann, um seine Höhe innerhalb gewisser Grenzen zu halten, in seinem
oberen Teil als Windkessel ausgebildet werden.
Claims (4)
1. Verfahren zur Dosierung des Zusatzes von Flüssigkeiten und Gasen zu
strömenden Flüssigkeiten mit Hilfe eines in einem Sammelbecken befindlichen Hebers,
der eine Saugvorrichtung für die Zusatzflüssigkeit oder das Zusatzgas betätigt, dadurch gekennzeichnet, daß auf
diese Weise durch einen besonderen, regelbaren Flüssigkeitsstrom bestimmte Mengen Zusatzflüssigkeit oder Zusatzgas
angesaugt und dann der strömenden Flüssigkeit zugeführt werden.
2. Verfahren nach Patentanspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der benutzte Flüssigkeitsstrom von dem Hauptstrom
abgezweigt wird.
3. Verfahren nach Patentanspruch 1 und auch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der benutzte Flüssigkeitsstrom durch geeignete Vorrichtungen, beispielsweise Venturirohr oder Schwimmerkasten, in
der Durchflußmenge von diesem direkt abhängig gemacht wird.
4. Vorrichtung nach Patentanspruch 1 und auch 2 und 3 mit in einem Heberkasten
(4) befindlichem Heber (5), einem mit einer Niveauvorrichtung versehenen
Kasten für die zu dosierende Zusatzflüssigkeit oder das Zusatzgas, einer Entnahmevorrichtung
für diese, gekennzeichnet durch eine mit Druckregel- und Einstellvorrichtung versehene Wasserzuleitung
(1), einen an der Ablauf leitung des Hebers (5) befindlichen Injektor (6)
und eine Regelvorrichtung (13) zur Veränderung der jeweils anzusaugenden
Menge.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
BENLIN «enliüCKT IjJ I)IiR
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC42416D DE525626C (de) | 1928-12-23 | 1928-12-23 | Verfahren zum Dosieren von Fluessigkeiten und Gasen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC42416D DE525626C (de) | 1928-12-23 | 1928-12-23 | Verfahren zum Dosieren von Fluessigkeiten und Gasen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE525626C true DE525626C (de) | 1931-05-27 |
Family
ID=7024937
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC42416D Expired DE525626C (de) | 1928-12-23 | 1928-12-23 | Verfahren zum Dosieren von Fluessigkeiten und Gasen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE525626C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4093551A (en) * | 1975-12-11 | 1978-06-06 | Ifo Ab | Device for purifying sewer water in small sewer systems |
-
1928
- 1928-12-23 DE DEC42416D patent/DE525626C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4093551A (en) * | 1975-12-11 | 1978-06-06 | Ifo Ab | Device for purifying sewer water in small sewer systems |
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