DE503972C - Verfahren und Vorrichtung zur Dosierung von Fluessigkeiten - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Dosierung von FluessigkeitenInfo
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Description
Bei der Dosierung einer kleinen Flüssigkeitsmenge, beispielsweise Chemikalienlösungen,
werden die üblichen Dosierungsvorrichtungen, die etwa auf dem Durchlauf der Flüssigkeit durch Einstellvorrichtungen von
veränderlichem Querschnitt basieren, ungenau, da sich der üfrnungsquerschnitt durch
die geringsten Veränderungen- an den angrenzenden Oberflächen oder durch kleine in der
Flüssigkeit enthaltene Schwebeteilchen verengen oder zusetzen kanu.
Nachstehend soll ein Verfahren beschrieben werden, bei dem dieser Übelstand vermieden
wird, und bei welchem außerdem noch eine Meßvorrichtung die jederzeitige Ablesung
der Durchflußmenge gestattet.
Das Verfahren beruht auf dem bekannten Verdrängungsprinzip, gemäß welchem Flüssigkeit
aus einem Behälter dadurch zum Ausfluß gebracht wird, daß man .feste, in der Flüssigkeit
unlösliche Körper und von höherem spezifischen Gewicht als diese in sie einführt,
indem man beispielsweise mittels eines Pendelwerks Kugeln aus Metall, Glas, Porzellan
o. dgl. von gleicher Größe in gewissen Zeitzwischenräumen
in die zu verdrängende Flüssigkeit hineinfallen läßt, oder indem man mittels eines Uhrwerks einen Verdrängungsbehälter,
der spezifisch schwerer ist als die Flüssigkeit, allmählich in diese einsenkt.
In beiden Fällen hängt die Genauigkeit des Dosierungsvorganges von dem einwandfreien
Arbeiten einer feinmechanischen, bewegten Vorrichtung ab, die, da es sich beim Dosieren
von Chemikalienlösungen oft um aggressive Flüssigkeit handelt, durch diese oder von
ihnen entwackelte Dämpfe, wie beispielsweise bei Verwendung von Chlorwasser, Ammoniak,
Hypochloridlösungen o. dgl., angegriffen und damit in ihrer Betriebssicherheit gestört werden
können.
Bei dem Verfahren der Erfindung ist nicht nur diese Schwierigkeit, sondern überhaupt
die Verwendung mechanisch bewegter Regelvorrichtungen vermieden.
Nach dem Verfahren wird die zu dosierende
Flüssigkeit aus einem Zylinder durch einen zweiten unten geschlossenen Zylinder,
dessen Außendurchmesser etwas kleiner ist als der Innendurchmesser des ersten Zylinders,
dadurch verdrängt, daß in den zweiten Zylinder eine andere Flüssigkeit, vorzugsweise
Wasser, in meßbarer Weise eingeleitet wird. Hierdurch wird der zweite oder Innenzylinder
dauernd schwerer, sinkt in dem Außenzylinder herab und verdrängt dabei eine entsprechende Flüssigkeitsmenge aus diesem,
die durch einen Überlauf o. dgl. abfließt.
Nachstehend wird eine Vorrichtung zur praktischen Ausübung des Verfahrens beschrieben:
Fig. ι: ι stellt den Außenzylinder dar, in
welchem sieh die zu dosierende Flüssigkeit befindet. 2 stellt den Innenzylinder dar. Er
wird durch die Rollen 3, Schnur 4 und Gegengewicht 5 in senkrechter Stellung gehalten.
Durch eine Zuleitung 6 wird dem inneren Zylinder Wasser zugeleitet, das ihn ständig
schwerer macht, so daß aus dem Außenzylinder eine dem zunehmenden Gewicht entsprechende
Flüssigkeitsmenge verdrängt wird. 7 stellt eine Meßvorrichtung dar, etwa eine
Meßdiise mit einem Flüssigkeitsmanometer, so daß die Durahflußmenge jederzeit ablesbar
ist. Die Höhe der Durchflußmenge wird durch ίο das Einstellventil 8 geregelt, während g ein
Druckregulierventil darstellt, um auch bei schwankendem Druck in der Wasserleitung
dem Einstellventil 8 stets gleichbleibenden Druck zuzuführen.
An Stelle des Druckregulierventils 9 kann zur Erfüllung des gleichen Zweckes auch ein
über der Vorrichtung aufgestellter Schwimmerkasten dienen.
Die verdrängte Flüssigkeit fließt durch den Überlauf ia ab und kann in beliebiger Weise
der Verwendungsstelle zugeleitet werden.
Bei besonders kleinen Flüssigkeitsmengen wird der Überlauf mit dem Saugstutzen 10
eines Injektors 11 verbunden, um auf diese Weise auch Flüssigkeitsmengen von weniger
als Tropfengröße, die sonst wegen ihrer Adhäsion zunächst an dem überlauf bis ■ zu
voller Tropfenbildung hängenbleiben würden, abzusaugen' oder fortzureißen.
Fig. 2 zeigt eine Vorrichtung, vermittels deren eine automatische Neufüllung nach
Entleerung des Zylinders 1 ermöglicht wird. Außer der beschriebenen Einrichtung ist Zylinder
ι mit einem Niveaugefäß 12, das durch Schwimmerventil stete auf gleicher Höhe aus
einem Vorratsbehälter gefüllt bleibt, verbunden. Der Innenzylinder 2 enthält einen Heber
13, der die zugelaufene Flüssigkeit aus ihm entleert, sobald deren -Stand den höchsten
Punkt des Hebers überschreitet. Der Zylinder 2 wird dann durch das Gegengewicht 5
in die Höhe gezogen, und der Flüssigkeitsspiegel im Zylinder 1 sinkt herab, so daß aus
dem Niveaugefäß 12 neue Flüssigkeit nachdringen kann; sobald die Flüssigkeit im Zylinder
ι den Stand im Niveaugefäß 12 erreicht, hört der Zulauf auf, so daß das aus
der Rohrleitung 6 in den Zylinder 2 dauernd einlaufende Wasser außen wieder allmählich
zum Absinken und damit zum Verdrängen der in Zylinder 1 enthaltenen Flüssigkeit gebracht
werden kann.
Auch kann eine Alarmvorrichtung vorgesehen werden, welche .selbsttätig in Betrieb
gesetzt wird, wenn der Zylinder 2 einen gewissen Tiefstand im Zylinder 1 erreicht, so
daß nach Wunsch auch von Hand eine Neufüllung des Zylinders 1 vorgenommen werden
kann.
Auf dem Gebiete der Wasserreinigung und anderen Gebieten ist es oft erforderlich,
fließende Wassermengen mit bestimmten Mengen von Chemikalienlösungen zum Zwecke der Entkeimung, Entsäuerung, Klärung o. dgl.
zu versetzen. Sind die zu behandelnden Durchflußmengen einigermaßen konstant, so
kann das Verfahren mit den vorbeschriebenen Einrichtungen ohne weiteres angewendet
werden. Schwanken diese Mengen jedoch stark und unkontrollierbar, so ist das Verfahren
so auszugestalten, daß auch die dem Zylinder 2 zufließende Wassermenge sich im gleichen Verhältnis ändert. Zu diesem Zweck
werden in an sich bekannter Weise die Druckänderungen, die beim Durchfluß des Wassers
durch die Rohrleitungen, durch ein Venturirohr, Drosselscheibe o. dgl, auftreten, auf das
Druckregulierorgan 9 der Wasserleitung 6 übertragen.
In Fig. 3 ist eine beispielsweise Anordnung einer solchen Vorrichtung wiedergegeben.
Das Druokregulierventil 9 ist durch Spindelübertragung
14 mit der Membran 15 einer Membrankammer 16 verbunden. Die untere
Hälfte der Membrankammer steht mit dem Einlauf 17 des Venturirohrs, die obere Hälfte
der Membrankammer mit der Düse 18 des Venturirohrs in Verbindung, so daß die Membran
selbst einem Druck ausgesetzt ist, der der Differenz der beiden Drucke entspricht.
Dieser Differentialdruck wird durch die Spindel 14 auf das Druckregulierventil
der Wasserleitung 6 übertragen, so daß dieser in Übereinstimmung mit den im Venturirohr
auftretenden Druckänderungen beeinflußt wird.
In ähnlicher Weise wie bei einem Venturirohr können auch Druckänderungen an einer
Stauscheibe, die Änderung des Wasserstandes in einem mit einer einstellbaren Ausflußöff- 1ι>°
nung versehenen Dtirehläufsbehälter o. dgl.
für die Beeinflussung des Druckregulierorgans 9 Verwendung finden.
Bei dieser Art der Regulierung wird diese ausschließlich in dem mit Wasser in Beruhrung
stehenden Teil des Gesamtsystems bewirkt, so· daß mit den für die Regulierung
wichtigen Teilen die zu dosierende Chemikalienlösung überhaupt nicht in Berührung
kommt, und somit chemische Angriffe der oft aggressiv wirkenden Chemikalienlösungen, Ablagerungen
aus denselben in den Rohrleitungen, Ventilöffnungen usw., durch welche Verengungen
oder Verstopfungen hervorgerufen werden können, und sonstige etwa mögliche Störungen von vornherein vermieden werden.
Claims (5)
- Patentansprüche:i. Verfahren zur Dosierung von Flüssigkeiten vermittels Verdrängung der in einem Gefäß befindlichen Flüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß man in ein indiese eintauchendes Gefäß eine andere Flüssigkeit in meßbarem und regulierbarem Strom einfließen läßt.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen Zylinder (i), der mit der zu dosierenden Flüssigkeit gefüllt ist, einen Zylinder (2), der mit einer Einrichtung versehen ist, um ihn in senkrechter Lage zu halten, und eine mit Regel- und Meßorganen versehene Wasserzuflußleitung (6).
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch eine selbsttätige Entleerungs- und Füllvorrichtung, z. B. vermittels Heber (13) und Niveaugefäß (12).
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 und auch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die aus dem Überlauf (ια) austretende Flüssigkeit vermittels einer Saugvorrichtung abgesaugt wird.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Regulierorgan (9) der Zuflußwasserleitung durch die Druckschwankungen, die in einer Wasserleitung o. dgl., der die aus Zylinder (1) verdrängte Flüssigkeit zugeleitet wird, entstehen, derart beeinflußt wird, daß diie aus der Wasserleitung (6) dem Zylinder (2) zufließende Wassermenge sich im gleichen Verhältnis ändert.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEO16977D DE503972C (de) | 1927-12-06 | 1927-12-06 | Verfahren und Vorrichtung zur Dosierung von Fluessigkeiten |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DEO16977D DE503972C (de) | 1927-12-06 | 1927-12-06 | Verfahren und Vorrichtung zur Dosierung von Fluessigkeiten |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE503972C true DE503972C (de) | 1930-08-07 |
Family
ID=7354319
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEO16977D Expired DE503972C (de) | 1927-12-06 | 1927-12-06 | Verfahren und Vorrichtung zur Dosierung von Fluessigkeiten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE503972C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1980002205A1 (en) * | 1979-03-30 | 1980-10-16 | Tecator Instr Ab | Device for measuring a certain amount of liquid |
-
1927
- 1927-12-06 DE DEO16977D patent/DE503972C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1980002205A1 (en) * | 1979-03-30 | 1980-10-16 | Tecator Instr Ab | Device for measuring a certain amount of liquid |
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