DE79208C - Verfahren zur Erzeugung von violettschwarzen bis schwarzen Färbungen und Drucken auf der Faser - Google Patents
Verfahren zur Erzeugung von violettschwarzen bis schwarzen Färbungen und Drucken auf der FaserInfo
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- DE79208C DE79208C DENDAT79208D DE79208DA DE79208C DE 79208 C DE79208 C DE 79208C DE NDAT79208 D DENDAT79208 D DE NDAT79208D DE 79208D A DE79208D A DE 79208DA DE 79208 C DE79208 C DE 79208C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- C09B—ORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
- C09B13/00—Oxyketone dyes
- C09B13/02—Oxyketone dyes of the naphthalene series, e.g. naphthazarin
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
der Faser.
Beim Nitriren von Naphtalin unter Einführung zweier Nitrogruppen entsteht bekanntlich ein Gemisch
zweier Isomeren, des U1 a3- und des H1 a4-Dinitronaphtalins.
Schon in den ersten Jahren der Entwickelung der Theerfarbenindustrie ist vonTroost,
Roussin, Carey-Lea, Kopp u. A. versucht worden, das Gemisch dieser Verbindungen —
in ähnlicher Weise wie Nitrobenzol etc. — nutzbringend zu verwenden. Ein technisches
Resultat hat sich hierbei indefs nicht ergeben. • Während es nun seitdem gelungen ist, das
A1 a3- (oder α-) Dinitronaphtalin in der Technik
in grofsem Mafsstabe zur Darstellung des Naphtazarins (Patentschrift Nr. 41518), des
U1 a3-Naphtylendiamins etc. zur Anwendung zu
bringen, hat sich für das, gleichzeitig gebildete
C1 a4-Product seither keine Verwendung finden
lassen, so dafs es ein werthloses und lästiges Nebenproduct bei der Fabrikation der oben
genannten Verbindungen gebildet hat.
Es ist nun gelungen, auch für das Ci1 Ct4-Dinitronaphtalin
eine für die Färberei bedeutungsvolle Anwendung zu finden.
Die Erfindung bezweckt die Erzeugung von violettschwarzen bis schwarzen Färbungen auf
der vegetabilischen Faser durch Einwirkung von Traubenzucker, Milchzucker und ähnlichen
Reductionsmitteln in alkalischer Lösung (von Natriumhydrat, Natriumcarbonat etc.) auf Dinitronaphtaline.
Reducirt man Ct1 ai - Dinitronaphtalin mit
Traubenzucker in alkalischer Lösung bei Siedetemperatur, so geht dasselbe allmälig mit grünlicher,
dann brauner bis violetter Farbe in Lösung und es scheidet sich alsdann ein unlöslicher
violetter, metallglänzender Körper aus, der aus Alkohol gereinigt werden kann. Derselbe
bildet in Teigform eine blaue Paste, welche beim Eintrocknen Metallglanz annimmt.
In Natronlauge, Natriumcarbonat und Kalkwasser ist er unlöslich, in Schwefelnatrium fast
unlöslich. In 66 procentiger Schwefelsäure löst er sich mit blauer Farbe und starker grüner
Fluorescenz, Alkohol löst ihn mit rother Farbe. Beim Erhitzen mit Lösungen von Natronhydrat
bezw. Natriumcarbonat und Traubenzucker wird er kaum verändert.
Dieser Körper läfst sich auf Baumwolle mit violettschwarzer bis schwarzer Farbe fixiren,
indem man seine Darstellung mit dem Färben, Drucken etc. zu einer einzigen Operation vereinigt.
In Substanz gestattet derselbe infolge seiner Unlöslichkeit die gewerbliche Verwerthung
nicht.
Zu seiner Darstellung kann auch ein Gemisch von S1A4- und A1 α 3-Dinitronaphtalin
verwendet werden; in diesem Falle mischt sich der aus der Ci1 ci3-Verbindung entstehende ähnliche,
aber minder gute Farbstoff dem Einwirkungsproduct bei.
i. Färbeverfahren:
Es werden 50 kg calcinirte Soda in 500 1 heifsem Wasser gelöst, dann 1 kg Dinitronaphtalin
in Form fein vertheilter Paste und 2 kg Traubenzucker zugegeben und in diesem Bad 10 kg Baumwolle (Stoff, Garn etc.) 1 Stunde
kochend ausgefärbt, dann gewaschen und geseift. Auf diese Weise wird ein schönes tiefes
Schwarz erhalten. Bei Anwendung gröfserer Mengen Traubenzucker werden blaustichigere
Töne erzielt.
2. Druckverfahren:
400 g 20 procentige Dinitronaphtalinpaste,
280 g Wasser,
200 g Verdickung (Leiogomme, Gummi,
400 g 20 procentige Dinitronaphtalinpaste,
280 g Wasser,
200 g Verdickung (Leiogomme, Gummi,
Stärke etc.),
70 g calcinirte Soda,
50 g Traubenzucker
1000 g Druckfarbe
werden innig gemengt, auf Baumwollstoff aufgedruckt, getrocknet und letzterer ca. 1J1 Stunde ohne Druck gedämpft, gewaschen und geseift.
70 g calcinirte Soda,
50 g Traubenzucker
1000 g Druckfarbe
werden innig gemengt, auf Baumwollstoff aufgedruckt, getrocknet und letzterer ca. 1J1 Stunde ohne Druck gedämpft, gewaschen und geseift.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Herstellung violettschwarzer bis schwarzer Färbungen und Drucke auf Baumwolle, Jute, Leinen etc., darin bestehend, dafs durch Färben, Drucken, Klotzen etc. mittelst eines Gemisches von Ct1 a4- oder αχ a4- und Ct1 ttg-Dinitronaphtalin und Traubenzucker (Milchzucker etc.) und Natriumcarbonat (Potasche, Kali-,' Natrorihydrat, Wasserglas oder ähnlich wirkenden Substanzen) die Färbungen bezw. Drucke auf der Faser direct erzeugt werden.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE79208C true DE79208C (de) |
Family
ID=351859
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT79208D Expired - Lifetime DE79208C (de) | Verfahren zur Erzeugung von violettschwarzen bis schwarzen Färbungen und Drucken auf der Faser |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE79208C (de) |
-
0
- DE DENDAT79208D patent/DE79208C/de not_active Expired - Lifetime
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