DE591549C - Verfahren zur Herstellung von wasserunloeslichen Azofarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von wasserunloeslichen Azofarbstoffen

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DE591549C
DE591549C DEI44696D DEI0044696D DE591549C DE 591549 C DE591549 C DE 591549C DE I44696 D DEI44696 D DE I44696D DE I0044696 D DEI0044696 D DE I0044696D DE 591549 C DE591549 C DE 591549C
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oxynaphthoylamino
water
same
brown
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DEI44696D
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English (en)
Inventor
Dipl-Ing Wilhelm Koch
Dr Karl Schnitzspahn
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B29/00Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling
    • C09B29/10Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling from coupling components containing hydroxy as the only directing group
    • C09B29/18Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling from coupling components containing hydroxy as the only directing group ortho-Hydroxy carbonamides
    • C09B29/20Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling from coupling components containing hydroxy as the only directing group ortho-Hydroxy carbonamides of the naphthalene series
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/02General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using azo dyes

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Description

Es wurde gefunden, daß wertvolle wasserunlösliche Azofarbstoffe dadurch gewonnen werden können, daß in der 4-Stellung monodiazotierte 2, 6-Dihalogen-i, 4-diaminobenzolc mit Aryliden der 2, 3-Oxynaphthoesäure oder ihren im Naphthalinrest substituierten Abkömmlingen gekuppelt werden, wobei beide. Farbstoffkomponenten keine Sulfonsäure- oder Carboxylgruppen enthalten sollen.
Man erhält so Farbstoffe von guten Echtheitseigenschaften. Die neuen Farbstoffe können zur Bereitung von Pigmenten und auch zur Herstellung echter Färbungen und Drucke auf der vegetabilischen und tierisehen Faser Verwendung finden.
Von den in den französischen Patenten 698 995 und 724 906 beschriebenen Farbstoffen aus diazotierten 2, 5-Dihalogenmonoacidyl-i, 4-diaminobenzolen und 2, 3-Oxynaphthoesäurearyliden unterscheiden sich die nach vorliegendem Verfahren erhältlichen Farbstoffe, abgesehen von der Verschiedenheit in der Stellung der Halogenatome in der Diazokomponente, konstitutionell wesentlich insofern, als sich hier eine freie Aminogruppe in para-Steilung zur Azogruppe befindet, deren auxochrome Wirkung sich in einer starken Vertiefung der Nuancen sowie vielfach in der Verschiebung der Nuancen nach Braun hin geltend macht, während in den erwähnten französischen Patenten lediglich rote Farbstoffe beschrieben sind. Die Anwesenheit der Halogenatome in den beiden bewirkt, daß die freie
ortho-Stellungen
Aminogruppe keine nachteiligen Folgen für die Echtheit der Farbstoffe hervorruft. Besonders bemerkenswert ist die Säureechtheit der Färbungen und auch ihre Widerstandsfähigkeit in der Superoxydbleiche, welche in vielen Fällen die der nach dem Verfahren der beiden französischen Patente erhältlichen Farbstoffe übertrifft.
Diese neue und eigenartige Wirkung der bestimmten Konstitution der hier benutzten Diazoverbindungen ist bisher noch nicht beschrieben worden und konnte auch nicht vorausgesehen werden.
Von besonderem technischem Interesse ist das vorliegende Verfahren insofern, als es ermöglicht, braune Nuancen im Direktdruck neben anderen Tönen, wie z.B. Orange-, Rot-, Blau- und Schwarztönen, auf ein und derselben Grundierung vermittels einer einheitlichen Diazoverbindung herzustellen, was bisher nur mit Hilfe von Mischungen möglich war.
Bei der Herstellung der neuen Farbstoffe auf der Faser verwendet man die 4-Monodiazoverbindungen der 2, 6-Dihalogen-i, 4-diaminobenzole vorteilhaft in Form der stabilisierten Diazosalze, wie z. B. Diazoniumsulfate, Diazoniumarylsulfonate, Chlorzinkdoppelsalze der Diazoniumsalze.
Beispiel 1
177 Teile 2, 6-Dichlor-i, 4-diaminobenzol werden in eine Mischung von 305 Teilen' Salzsäure 20° Be und 3540 Teilen Wasser
*) Von dem Patentsucher sind als die Erfinder angegeben zvorden:
Dr. Karl Schiitsspahn und Dipl.-Ing. Wilhelm Koch in Offenbach a. M.
eingetragen, und die Suspension des salzsauren Salzes wird langsam mit einer Lösung von 72 Teilen Natriumnitrit in 150 Teilen Wasser versetzt. Die entstandene Monodiazolösung wird zu einer Lösung von 276 Teilen 2, 3-Oxynaphthoylaminobenzol in verdünnter Natronlauge, die mit der zur Bindung der überschüssigen Mineralsäure hinreichenden Menge Soda sowie mit Türkischrotöl versetzt ist, zugefügt. Der ausgeschiedene Farbstoff wird abfiltriert und gut ausgewaschen. Auf übliche Weise mit ' Substraten verarbeitet, liefert er einen blaubordeauxroten Lack.
B e i s ρ i e 1 2
Gut ausgekochtes und getrocknetes Baumwollgarn wird mit einer Lösung von 4,5 g i- (2', 3'-Oxynaphthoylamino) -2,5-dimethoxybenzol, 9 ecm Natronlauge 340 Be und 10 ecm Türkischrotöl im Liter imprägniert, gut abgewunden und. mit einer neutralen bzw. schwach essigsauren Diazolösung, die 1,77 g 2, 6-Dichlor-i, 4-Diaminobenzol als 4-Monodiazoverbindung im Liter enthält, entwickelt, gespült und geseift.
Man erhält ein Bordeaux von guter Lichtechtheit.
Auf Viscosekunstseide entsteht mit der gleichen Diazoverbindung und i-(2', 3'-0xynaphthoylamino)-4-methylbenzol ein Granat.
Beispiel 3
Wie im Beispiel 2 vorbereitetes Baumwollgarn wird mit einer Lösung von 7,5 g i-(2', 3'-Oxynaphthoylamino) - 4-methoxy - 2 - methylbenzol/ 15 ecm Natronlauge 340 Be und 15 ecm Türkischrotöl im Liter imprägniert und wie im Beispiel 2 entwickelt.
Es wird ein Dunkelkorinth von sehr guter Lichtechtheit erhalten.
Beispiel 4
Gut ausgekochtes und getrocknetes Baumwollgarn wird mit einer Lösung von 6,5 g ι - (2',· 3'-Oxynaphthoylamino) - 2 - methylbenzol, 10 ecm Natronlauge 340 Be und 10 ecm Türkischrotöl im Liter imprägniert, gut abgewunden und mit einer neutralen bzw. schwach essigsauren Diazolösung, die 2,66 g 2, 6-Dibrom-1, 4-diaminobenzol als 4-Monodiazoverbindung im Liter enthält, entwickelt, gespült und geseift.
Man erhält ein Rotbraun von guter Lichtechtheit.
Beispiel 5
Wie üblich vorbereitetes Baumwollgarn wird mit einer Lösung von 4 g i-(2', 3'-0xynaphthoylamino)-4-methoxyuaphthalin, 8 ecm *6o Natronlauge 340Be und 10 ecm Türkischrotöl im Liter imprägniert, gut abgewunden und mit einer neutralen bz*v. schwach essigsauren Diazolösung", die 2,22 g 2-Chlor-6-brom-i, 4-diaminobenzol als Monodiazoverbindung im Liter enthält, entwickelt, gespült und geseift.
Es wird ein gut lichtechtes bräunliches Granat erhalten.
B e i s ρ i e 1 6
Aufdruck auf Naphtholgrundierung:
Der zu bedruckende Stoff7 wird mit einer Lösung von 20 g i-(2', 3'-Oxynaphthoylamino)-2-methoxybenzol, 30 ecm Türkischrotöl und 30 ecm Natronlauge 34s Be im Liter grundiert und getrocknet. Der so behandelte Stoff wird darauf mit den nachsiehenden beiden Mischungen nebeneinander bedruckt:
a) 23 g saures Sulfat der 4-Monodiazoverbindung von 2, 6-Dichlor-i, 4-diaminobenzol vom Reingehalt 54 °/o an Base, 450 ecm Wasser, 12 g essigsaures Natrium, 500 g neutrale Stärketraganthverdickung, 15 g Essigsäure 5oprozentig.
b) 57 S Borfluorid der Diazoverbindung von ■i-Amino-3-chlorbenzol vom Reingehalt 15,1 °/o an Base, 428 ecm Wasser, 15 g Essigsäure 5oprozentig, 500 g neutrale Stärketraganthverdickung.
Nach erfolgtem Aufdruck wird getrocknet. Dann wird mit heißer Sodalösung (2 g calcinierte Soda im Liter) gespült und kochend geseift.
Man erhält ein sattes, rotstichiges Braun neben einem leuchtenden Orange.
B e i s ρ i e 1 7
Ätzdruck:
Der wie im Beispiel 6 grundierte Stoff wird mit einer Lösung von 29 g Chlorzinkdoppelsalz der 4-Monodiazoverbindung von 2, 6-Dichlor-i, 4-diaminobenzol vom Reingehalt 43 °/o an Base und 12 g essigsaurem Natrium in 1000 ecm kaltem Wasser in üblicher Weise entwickelt und darauf kochend geseift und getrocknet. Die so gefärbte Ware wird mit nachstehender Ätzpaste bedruckt: 200g Natriumformaldehydsulfoxylat, 210 ecm Wasser, 30 g Pottasche, 30 g benzylsulfanilsaures Na- no trium, 30 g Anthrachinonteig 30°/Oig, 500 g Britishgum Verdickung.
Nun wird getrocknet, hierauf im Schnelldämpfer 5 bis 7 Minuten bei 1000C gedämpft, dann heiß gespült und kochend geseift.
Man erhält so einen Weißeffekt auf sattem rotbraunem Grunde.
Beispiels
2 g i-(2', 3'-Oxynaphtlioylamiuo)-3-nitrobenzol werden mit 3 ecm Natronlauge 340 Bc und 5 ecm Türkischrotöl unter Zusatz eines
der üblichen Schutzmittel für Seide, z. B. 2,5 g gereinigter Sulfitcelluloseablauge in Pulverform, zu ι 1 Klotz gelöst.
Entbastete Chappeseide wird in dieser Lösung grundiert, abgequetscht und sodann in einer mit Natriumacetat bis zur Kongoneutralität versetzten Lösung von 3,3 g saurem Sulfat der 4-Monodiazoverbindung von 2, 6-Dichlor-i, 4-diaminobenzol vom Reingehalt 54 °/0 an Base im Liter unter Zusatz von etwas Essigsäure entwickelt.
Nach dem Spülen, Absäuern und heißem Seifen erhält man eine rotbraune Färbung.
Beispiel 9
Wolle wird mit einer Losung, die 1 g i- (2', 3'-Oxynaphthoylamino)-2-methoxybenzol, 1,5 ecm Natronlauge 340 Be, 2 ecm Tür-
kischrotöl und 20 g Kochsalz sowie eines der üblichen Schutzmittel für Wolle, z. B. 0,5 g gereinigte Sulfitcelluloseablauge in Pulverform, im Liter enthält, bei 40 bis 45 ° C im- prägniert, gut abgequetscht und in einer mit Natriumacetat bis zur Kongoneutralität versetzten Lösung von 3,3 g saurem Sulfat der 4-Monodiazoverbindung von 2,6-Dichlori, 4-diaminobenzol vom Reingehalt 54 °/0 an 70-Base im Liter entwickelt und in üblicher Weise nachbehandelt.
Man erhält so eine rotstichigbraune Färbung.
Mit anderen 2,3-Oxynaphthoesäurearyliden kann das Verfahren in gleicher Weise durch-, geführt werden.
In Analogie zu den in den Beispielen angegebenen Verfahren werden z. B. erhalten:
20 Durch Kuppeln
der 4-Monodiazoverbindung aus
Mit 2, 3-Oxynaphthoesäurearylid Farbton
2, 6-Dichlor-i, 4-diaminobenzol ι - (2', 3' - Oxynaphthoylamino) -4 -äthoxy-
benzol
bräunliches
Granat
desgl. ι - (2', 3' - Oxynaphthoylamino) - 2 - äthoxy-
benzol
rotbraun
desgl. ι - (2', 3' - Oxynaphthoylamino) - 2 - methyl-
benzol
rotbraun
30 desgl. ι - (2', 3'- Oxynaphthoylamino) - 3 - methyl-
4-methoxybenzol
rötliches Korinth
desgl. 2- (2', 3'-Oxynaphthoylamino)-naphthalin braunkorinth
3 5 desgl. ι - (2', 3'~Oxynaphthoyla.mmo)-naphthalin braunkorinth
desgl. ι - (2', 3' - Oxynaphthoylamino) - 4 - chlor-
benzol
schwarzkorinth
desgl. i-(2\ 3'-Oxynaphthoylamino)-4-methoxy-
benzol
schwarzviolett
40 2, 6-Dibrom-i, 4-diaminobenzol i-(2', 3'-Oxynaphthoylamino)-2-methoxy-
benzol
bräunliches
Bordeaux
desgl. 2, 3-Oxynaphthoylaminobenzol granat
45 desgl. 2 - (2', 3'- Oxynaphthoylamino)-naphthalin bräunliches
Granat
desgl. ι - (2'', 3'- Oxynaphthoylamino)-naphthalin dunkles Korinth
2-Chlor-6-brom-i, 4-diaminobenzol 2, 3-Oxvnaphthoylammobenzol granat
50 desgl. ι - (2', 3' - Oxynaphthoylamino) - 2 - äthoxy-
benzol
braun
desgl. i-(2', 3'-Oxynaphthoylamino)-2-methoxy-
bcnzol
rötliches Braun
55 desgl. ι -(2', 3'-Oxynaphthoy]amino)-4-methyl-
benzol
rotbraun
desgl. ι - (2', 3' - Oxynaphthoylamino) - 2 - methyl-
benzol
violettstichiges
Braun
desgl. 2-(2', 3'-Oxynaphthoylamino)-naph thalin braunkorinth
60 desgl. ι - (2', 3'-Oxynaphthoylamino)-naphthalin dunkles Korintr

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von wasserunlöslichen Azofarbstoffe^ darin bestehend, daß man die 4-Monodiazoverbindungen von 2, 6-Dihalogen-i, 4-diaminobenzolen in Substanz oder auf der Faser mit Aryliden der 2, 3-Oxynaphthoesäure oder ihren im Naphthalinrest substituierten Abkömmlingen kuppelt, wobei weder die Diazo- noch die Azokomponente löslich machende Gruppen enthalten sollen.
    EKRLlN. fiKDUlTCKT .IN HKR
DEI44696D 1932-06-18 1932-06-18 Verfahren zur Herstellung von wasserunloeslichen Azofarbstoffen Expired DE591549C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1019244B (de) * 1953-09-29 1957-11-07 Reinfried Hildebrand Schuettlocheinsatz zum Anschluss einer Absaugleitung fuer Brennoefen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1019244B (de) * 1953-09-29 1957-11-07 Reinfried Hildebrand Schuettlocheinsatz zum Anschluss einer Absaugleitung fuer Brennoefen

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