DE78456C - Fernsprechanlage ohne Vermittelungsamt - Google Patents

Fernsprechanlage ohne Vermittelungsamt

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DE78456C
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DE
Germany
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station
stations
telephone system
plug
flap
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT78456D
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English (en)
Original Assignee
C. BONNARD, 206 rue de Naugirard, u. Dr. F. A. PlAT, Paris, 10 rue St. Martin
Publication of DE78456C publication Critical patent/DE78456C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04MTELEPHONIC COMMUNICATION
    • H04M9/00Arrangements for interconnection not involving centralised switching
    • H04M9/002Arrangements for interconnection not involving centralised switching with subscriber controlled access to a line, i.e. key telephone systems

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Telephone Set Structure (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
in PARIS.
Fernsprechanlage ohne Vermitfelungsamt.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 17. December 1893 ab.
. Vorliegende Erfindung betrifft eine Fernsprechanlage ohne Vermittelungsamt, welche jedem Theilnehmer gestattet, sich unmittelbar mit einem anderen Theilnehmer zu verbinden, ohne die Unterhaltung zweier schon verbundener Theilnehmer zu stören.
Auf beiliegender Zeichnung ist der Erfindungsgedanke zur Darstellung gebracht, und zwar bedeutet:
Fig. ι die Aufsenansicht eines Fernsprechers, Fig. 2 eine Oberansicht der Fig. 1,
Fig. 3 eine Innenansicht der Vorrichtung,
Fig. 4 eine schematische Darstellung der inneren Verbindung einer Vorrichtung,
Fig. 4 a eine schematische Darstellung der Fernsprechverbindungen für die Stationen unter sich;
Fig. 5 bis 14 veranschaulichen Einzeldarstellungen.
Die Anzahl der Stationen kann beliebig gewählt werden; jede derselben besteht aus einem Holzkasten a, welcher auf eine Grundplatte a1 aufgeschraubt wird und so viel Löcher ν erhält, als Stationen vorhanden sind. Unterhalb der Löcher ν werden eine gleiche Anzahl Oeffnungen α2 vorgesehen, die zur Aufnahme eines Stöpsels / dienen (Fig. 1, 2 und 8), und unterhalb jeder Oeffnung a2 befindet sich ein Plättchen aa, welches anzeigt, zu welcher Station das entsprechende Loch a? gehört.
Entsprechend den Löchern ν werden im Innern der Vorrichtung Klappen v1 zu einem noch näher auszuführenden Zweck angeordnet. Vorn am.Kasten α wird aufserdem noch eine besondere Anzeigeplatte v'2 angebracht, welche durch eine drehbare Platte v3, Fig. 14, verdeckt werden kann. Weiter erhält die Vorrichtung einen Druckknopf d und an seiner rechten Seite einen Haken c, welcher dazu dient, den Fernhörer t1 aufzunehmen; ferner wird ein Läutewerk s und endlich ein Mikrophon r vorgesehen. Der obere Theil des Kastens α trägt Stromschlufsklemmen b bL b'2 bs oder b*, welche den verschiedenen Stationen entsprechen, mit welchen sie verbunden sind (Fig. 4 a). Aufser diesen Stromschlufsklemmen sind noch Polklemmen xy vorgesehen, welche bezw. zu dem positiven und negäliven Pol einer Batterie geführt sind, und endlich erhält jede Vorrichtung Klemmen / und t, von denen die erstere zu dem eigentlichen Liniendraht führt, während die letztere t mit der Rückleitung verbunden ist.
Im Innern des Kastens a, Fig. 4, 5 und 6, sind zwei Blattfedern d} d'2 angeschraubt, gegen welche sich der Druckknopf d legt. Diese Blattfedern d1 d2 stehen gewöhnlich mit den Stromschlufsstücken dn d* in Verbindung, welche fest an dem Kasten α angebracht sind, und können mit Hülfe des Knopfes d von demselben fortgedrückt werden, wobei dann dl mit einem Stromschlufsstück h in Verbindung tritt.
Eine Platte e, welche mit Blattfedern e1 ausgestattet ist, vermag um die Stromschlufsschrauben e° zu schwingen und erhält einen Ansatz e2, der mit Hülfe der Feder e3 stets gegen den Knopf gedrückt wird. Uebt man
auf letzteren einen Druck aus. so wird die Platte e in Bewegung gesetzt und tritt unter Vermittelung der Federn e1 mit den Stromschlufsstücken /' bis/4 in Verbindung, welche in eine Ebonitplatte g eingelassen sind und den Stromschlufsklemmen gl g"2 g3 gi entsprechen, mit denen die Solenoide k2, Fig. 4, durch Drahtleitungen verbunden sind.
Sobald der Knopf d heruntergedrückt wird, kommt die Blattfeder e1 mit dem Stromschlufsstück h in Berührung, welches im Kasten a befestigt ist. Die Blattfeder dl ist durch einen Draht. mit einer zweiten Blattfeder i verbunden (Fig. 3, 7 und 8). Die letztere ist an der der Vorderseite des Kastens α zugekehrten Seite mit einer Platte aus isolirendem Stoff versehen, und zwar derart, dafs hierdurch verhindert wird, dafs der Stöpsel / mit i elektrische Verbindung erhält, sobald man denselben in das Loch F einführt. Die Blattfeder i kann mit irgend einer der Metallplatten i'2 oder il Stromschlufs herstellen, je nachdem der Stöpsel/ in das Loch F eingesteckt ist oder nicht.
Jede Anzeigeklappe vx ist an dem Aufseilende einer Magnetstange k befestigt (Fig. 3, 9 und 10), welche einen Haken k1 aus Kupfer trägt, der ein Gegengewicht bildet und das Bestreben hat, die Stange k in der senkrechten Stellung zu erhalten, welche dieselbe nicht eher verläfst, bis sie durch das Solenoid erregt wird. Zu diesem Zwecke kann die Stange k um eine feste Achse k3, Fig. 9 und 10, schwingen. Die Magnetstange sowie auch das Solenoid werden auf einem Gestell ki befestigt, gegen welches sich eine Feder k5 legt. Dieselbe ist durch einen Leitungsdraht mit einer der Klemmen b1 b'2 b3 oder b* verbunden. Der Haken c trägt den Fernhörer i1 und ist an der unteren Seite des Kastens α mit Hülfe der Blattfeder c1 befestigt. Derselbe erhält ungefähr in seiner Mitte einen Ebonitblock c2, welcher von einem Metallstift c3 durchquert wird. Dieser Metallstift legt sich gegen drei Blattfedern mm1 und m2, welche an dem Kasten α angeschraubt sind und durch Leitungsdrähte mit der Blattfeder i\ dem Stromschlufsstück d* und der Klemme t bezw. in Verbindung stehen.
Ein metallener Träger n, Fig. 13 und 14, ist in dem Kasten α angebracht und trägt einen Elektromagneten n\ sowie dessen Anker n2. Der letztere steht unter der Einwirkung der Blattfeder ns , deren Spannung durch eine Druckschraube ra4 geregelt werden kann.
An dem Anker n2 ist ein Arm nh befestigt, mit dessen Hülfe der erstere auf einen Hebel P zu wirken vermag, der in einen Haken endigt, durch welchen die Verschlufsklappe v3 festgehalten wird. Bei der Bewegung des Armes ns wird der Klöppel q der Klingel s in Schwingung versetzt. Die letztere ist in der unteren linken Ecke aufsen an der Vorrichtung angebracht.
Der metallene Träger n, welcher den Strom aufnimmt, wenn dieser den Elektromagneten n1 durchflossen hat, wird durch einen Draht mit dem Mikrophon r leitend verbunden, und der Träger der Schraube w4 steht durch einen Draht mit der Blattfeder d2 in Verbindung. Endlich sind zwei Stromschlufsstücke 11 und u1 vorgesehen, gegen welche sich der Hebel c zu legen vermag, wenn er sich in seiner gehobenen Stellung befindet. Das erstere dieser Stromschlufsstücke u ist mit der Metallfeder ml und das zweite, u\ mit dem Fernhörer i1 in Verbindung.
Wirkungsweise.
Im Ruhezustande (Fig. 4 und 4a) befindet sich jeder Stöpsel/ der verschiedenen Vorrichtungen in seiner Oeffnung F. Will man nun z. B. von der Station 1 aus mit Station 2 in Verbindung treten, so bringt man den Stöpsel/ in diejenige Oeffnung d2, welche der anzurufenden Station 2 entspricht. Der Stöpsel / tritt dann mit k5 in Berührung, so dafs zwischen ks und k* die leitende Verbindung aufgehoben wird. Hierauf drückt man in Station 1 auf den Knopf d, der Strom wird sodann in. die Leitung der angerufenen Station geschickt, woselbst er durch den Elektromagneten nl fliefst und die Glocke s zum Ertönen bringt, während der Arm w6 in Station 2 auf den Hebel ρ drückt, worauf die Klappe v3 niederfällt. Die Platte v2, welche das Wort »ANTWORTE« tragen mag, wird sodann in der angerufenen Station sichtbar. Die angerufene Person wird also durch die Klingel s und die Klappe ν in Kenntnifs gesetzt, dafs man erstere zu sprechen wünscht; sollte dieselbe ausgegangen sein, so bemerkt sie beim Wiederkommen, dafs die Klappe herabgefallen ist. In jedem Falle weifs sie jetzt, dafs sie angerufen wurde, jedoch noch nicht, von welcher Station aus.
Der Strom, welcher diese Wirkung hervorruft, geht vom positiven Pol χ der in der Station 1 befindlichen Batterie (anrufende) aus, gelangt in derselben Station zu h, hierauf zu d1 (da man d niederdrückt), nach i il (da der Stöpsel / nicht in der Oeffnung F steckt), hierauf weiter nach m, nach m2 (da der Fernhörer t1 nicht abgehakt ist) und weiter nach t, hierauf fliefst der Strom zur Station 2, woselbst er bei f eintritt. Er durchfüefst hier nach einander m'2ml (da tl nicht abgehakt ist), d* d2 (weil man auf d1 nicht drückt), gelangt sodann nach n4, w2, rc1; hierauf nimmt er seinen Weg weiter nach / und kehrt über Leitung 2 nach Station 1 zurück, woselbst er bei b1 eintritt. Er fliefst sodann durch k5, und da das letztere jetzt mit dem zum Batteriepolj^ führenden Stöpsel in Berührung ist, zu / und zum
negativen Pol y der in Station ι befindlichen Batterie.
Wünscht die in Station 2 befindliche Person zu wissen, woher sie angerufen wurde, so drückt dieselbe auf den Knopf d ihrer Vorrichtung, läfst aber dabei den Stöpsel/ in der Oeffnung F. Die Stromschlufsstücke f1 bis/4 werden sodann mit dem negativen Pol der Batterie verbunden, wie dies leicht aus der Fig. 4 zu ersehen ist. Der. Stöpsel / bringt sodann die Blattfedern i und P in leitende Verbindung.
Der Stromlauf ist jetzt folgender:
Von dem positiven Pol χ der in Station 2 befindlichen Batterie nach h und von hier aus nach dx (da man auf d drückt), weiter nach ii2 (da der Stöpsel/ in Station 2 noch immer in F steckt), nach /, worauf der Strom nach Station 1 fliefst. Hier tritt er bei b1 ein, durchfliefst nach einander kB,f, d3, d\ i, iL, m, m\ d*, d'2, w4, n2, nx und /. Während der Strom die Vorrichtung der Station 1 durchfrierst, bringt er hier die Klingel s zum Ertönen und zeigt somit in Station 1 an, dafs die in 2 angerufene Person das Anrufen gehört hat. Der von / bei Station 1 austretende Strom kehrt sodann nach Station 2 zurück, wo er bei b eintritt; hierselbst nimmt derselbe folgenden Lauf: ks, A4, k2, g1, g,f\f und geht zum negativen Pol y der Batterie. Während der Strom durch die Vorrichtung der Station 2 flofs, brachte er die Magnetstange k zum Schwingen, welche der Station 1 entspricht. Hierdurch wird die angerufene Person durch die entsprechende Oeffnung ν bemerken, dafs sie durch Station 1 angerufen wurde. Sie wird also jetzt ihren Stöpsel in diejenige Oeffnung a2 stecken, welche der Station 1 entspricht. Hierauf nimmt sie den Fernhörer i1 ab und führt ihn zum Ohr, worauf die Unterhaltung in der üblichen Weise beginnen kann.
Der Stromlauf ist hierbei folgender:
x, c \ u \ t\ r, n1, I (Station 1), hierauf1 zur Station 2, tritt bei b ein, durchfliefst k5,f,y, x, c\ M1, i1, r, n\ I, kehrt hierauf zur ersten Vorrichtung zurück, tritt bei b1 ein, gelangt durch ks,f und beij' zurück zur Batterie der Station 1. Die Fernhörer t1 und die Mikrophone r sind sodann im Stromlauf eingeschlossen, weil sich die Haken c in gehobener Stellung befinden.
Aus diesem Stromlauf ist zu ersehen, dafs die beiden verbundenen Stationen in einem vollständig geschlossenen Stromkreise liegen. Derselbe umschliefst im vorliegenden Falle einen Theil der Leitungen 1, 2, Fig. 4a, und in jeder der beiden Stationen die Batterie. Der Strom dieser Batterien, welcher sich addirt, fliefst, wie aus Fig. 4 ersichtlich, nach Durchströmen des Fernhörers und Mikrophons durch ,die Klingelspule w1, so dafs der Anker η2 angezogen wird und zwischen κ4 und ri2 die Leitung unterbricht. Diese Leitung kann also nur unterbrochen werden, wenn beide Batterien der zwei verbundenen Stationen in Wirkung treten.
In den übrigen nicht verbundenen Vorrichtungen ist währenddem der Vorgang folgender: Wird daselbst ein Fernhörer vom Haken c genommen, so befindet sich Fernhörer und Mikrophon im Kurzschlufs, und zwar durch die Leitung u, m\ d*, d2, «4, n'2, r, tl, u1. An diesem Zustand wird auch dann nichts geändert, wenn der Stöpsel / dieser Station in ein Loch a1 eingeführt wird, welches zu der einen der verbundenen Stationen gehört, denn in der'letzteren befindet sich der Stöpsel nicht in dem zur dritten Station gehörigen Loch a2. Wünschen jedoch zwei andere Stationen, z. B. 3 und 5, mit einander in Verbindung zu treten, so kann dieses unbeschadet der schon verbundenen Stationen 1 und 2 geschehen, indem dann die Leitungen 3 und 5, Fig. 4a, durch die entsprechenden Stöpselungen in einen geschlossenen Stromkreis gebracht werden.
Benutzt man die Vorrichtungen bei beträchtlichen Widerständen, so kann für die Läutewerke je ein Relais Verwendung finden, zu welchem Zwecke nur eine unwesentliche Aenderung für die Leitungen erforderlich wäre.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Fernsprechanlage ohne Vermittelungsamt, bei welcher ein von zwei Theilnehmern geführtes Gespräch von einem Dritten aus dem Grunde nicht gehört werden kann, weil zur Herstellung einer Verbindung in jeder der beiden Stationen der mit dem einen Batteriepol verbundene Stöpsel (f) in ein für die betreffende fremde Station bestimmtes Loch (a2) gesteckt werden mufs, wodurch für diese beiden Stationen eine geschlossene Leitung hergestellt wird, welche
, in jeder Station eine Batterie und einen Elektromagneten (n1) einschliefst, demzufolge von der letzteren je ein Anker (n2) angezogen und hierdurch eine die Fernsprecher gewöhnlich kurz schliefsende Leitung/n'2, κ4, d2, m1, u, w1,/1, r) unterbrochen wird, welche jedoch in einer dritten Station geschlossen bleibt, selbst wenn in dieser der Stöpsel (f) in das mit der einen der schon verbundenen Stationen correspondirende Loch (a2) eingeführt wird.
2. An der unter 1. gekennzeichneten Fernsprechanlage eine der zu verbindenden Stationen entsprechende Anzahl Magnetstangen -fk)} welche gewöhnlich eine Stellung einnehmen, bei welcher sie ihre Klappen (vx) in nicht sichtbarer Stellung halten, während bei Erregung", eines Solenoids (k2), dessen zu-
gehörige Magnetstange aus der Gleichgewichtslage gebracht wird, worauf von der entsprechenden Oeffnung (ν), hinter welche sich dann die Klappe (v1) legt, zu ersehen ist. von welcher Station aus ein Anrufen erfolgt, wobei nach eingestelltem Rufen die Platte Λ) sogleich wieder aufser Sicht tritt.
An der unter i. gekennzeichneten Fernsprechanlage eine Anzeigeklappe (vs), welche dadurch in Wirksamkeit tritt, dafs bei Erregung der Klingelspule (nlj von der Klöppelstange (nsj ein Klinkhebel (P) bewegt wird, zum Zwecke, die Einrichtung einer solchen Anzeigeklappe möglichst einfach zu gestalten.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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