DE77809C - Vorrichtung zum Anschlagen von Accorden auf Tasteninstrumenten - Google Patents

Vorrichtung zum Anschlagen von Accorden auf Tasteninstrumenten

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DE77809C
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Germany
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT77809D
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English (en)
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P. SOBLIK, Magdeburg, Breiteweg 2
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Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10CPIANOS, HARPSICHORDS, SPINETS OR SIMILAR STRINGED MUSICAL INSTRUMENTS WITH ONE OR MORE KEYBOARDS
    • G10C3/00Details or accessories
    • G10C3/30Couplers, e.g. for playing octaves

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Stringed Musical Instruments (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE Sl: Musikalische Instrumente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. Juni 1893 ab.
Die im Folgenden erläuterte Vorrichtung ist derart eingerichtet, dafs sie auf jedem Klavier unmittelbar über den Tasten angebracht werden kann, ohne dafs das Instrument irgendwie abgeändert zu werden braucht oder eine Zwischenconstruction nöthig wird. Andererseits wird es auch einem der Musik weniger Kundigen und wenig Geübten bedeutend erleichtert bezw. ermöglicht, mittelst derselben und unter Benutzung eines eigenartigen Notensystems Klavierstücke in kurzer Zeit spielen zu lernen bezw. wird das Spielen bedeutend erleichtert.
Die Vorrichtung ist auf einem Brett angeordnet, welches in seinen Dimensionen den gewöhnlichen Klaviaturen entspricht und mittelst seitlicher Ansätze und passender Befestigungsmittel (Messingleisten mit Schrauben oder dergl.) über den Tasten des Instrumentes befestigt wird. An der Unterseite des genannten Brettes sind Klöppel (in weiter unten beschriebener Weise) genau über den Tasten des Instrumentes angeordnet, welche auf ihrem oberen Ende einen Druckknopf tragen.
Auf der Zeichnung ist die Vorrichtung in Fig. ι in Verbindung mit einem Pianino dargestellt.
Fig. 3 ist die obere Ansicht der Vorrichtung, wobei nur die oberhalb des Brettes befindlichen Druckknöpfe sichtbar sind.
Fig. 4 zeigt eine Seitenansicht, bei welcher jedoch die 'weiter rückwärts befindlichen Hebelübertragungen der Uebersichtlichkeit wegen weggelassen sind.
Fig. 5 ist eine Ansicht von unten.
Bei der Vorrichtung sind zwei Theile zu unterscheiden: der für den Discant bestimmte besteht in der einfachen Verbindung der Tasten der Grundtöne und der halben Töne mittelst eines leichten Klöppels mit den Druckknöpfen. Hierbei ist der für α bestimmte mit 5 bezeichnet, welcher also auf diese Taste aufzusetzen ist, wonach die übrigen Klöppel sich auf den ihnen entsprechenden Tasten befinden. Die Klöppel sind so leicht und mittelst elastischer Blattgelenke derartig an dem Brett 0 befestigt, dafs sie von den Tasten des Klaviers wieder in die Höhe gedrückt werden, sobald der Drück des Fingers aufhört. Erforderlichenfalls können passende Federn, die in demselben Sinne auf die Klöppel wirken, an dem Brett angeordnet werden. Letzteres ist besonders bei dem complicirteren Hebelsystem des Basses nöthig.
Der für die Bafsbegleitung bestimmte zweite Th eil der Vorrichtung umfafst eine der Zahl der Octaven und Accorde entsprechende Anzahl von Hebeln bezw. Doppelhebeln, welche je zwei Klöppel auf ihrer Unterseite über den entsprechenden Tasten der Octave tragen. An diesen Hebeln, deren Längsachse parallel der Längsachse der Klaviatur liegt, sind senkrecht zu dieser Achse und in der Gleichgewichtslage Hebelarme verbunden, die um leichte, elastische Blattscharniere an der Unterseite des Brettes schwingen. Hieraus ist die constructive Anordnung dieses Theiles der Klaviatur gleichfalls ersichtlich. Es kann also z. B. der Spieler
beim Drücken auf den Knopf v, Fig. 4, mittelst der Hebelübertragung t die mit χ bezeichnete Octave anschlagen und dieselbe durch Festhalten nachklingen lassen, während durch Niederhalten des mit ρ bezeichneten Tastenknopfes die zugehörige Terz angeschlagen wird, also die am Doppelhebel q befindlichen Holzklöppel wirken. Im Uebrigen ist die Ausführung sowohl der direct wirkenden Holzklöppel für den Discant, wie jene der Bafsklaviatur nach den Kunstregeln des Klavierbaufaches eingerichtet, deren Einzelheiten für die Erläuterung der Einrichtung ohne Belang ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Vorrichtung zum Anschlagen von Accorden auf Tasteninstrumenten, bestehend aus einer über der Klaviatur des Instrumentes zu befestigenden Platte (0), an deren Unterseite mittelst Blattfedern Anschlagstifte befestigt sind, von denen die für den Discant bestimmten einzeln durch die Platte hindurchragen und mit Druckknöpfen versehen sind, während die für den Bafs bestimmten zu zweien oder mehreren an Querstangen angeordnet sind, welche mittelst Druckknöpfen oder mittelst eines auf der Platte angeordneten Hebelwerkes niedergedrückt werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT77809D Vorrichtung zum Anschlagen von Accorden auf Tasteninstrumenten Expired - Lifetime DE77809C (de)

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