DE76948C - Vorrichtung zum Aufzeichnen von auf Tasteninstrumenten gespielten Musikstücken - Google Patents
Vorrichtung zum Aufzeichnen von auf Tasteninstrumenten gespielten MusikstückenInfo
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
- G10G—REPRESENTATION OF MUSIC; RECORDING MUSIC IN NOTATION FORM; ACCESSORIES FOR MUSIC OR MUSICAL INSTRUMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, e.g. SUPPORTS
- G10G3/00—Recording music in notation form, e.g. recording the mechanical operation of a musical instrument
- G10G3/04—Recording music in notation form, e.g. recording the mechanical operation of a musical instrument using electrical means
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Vorrichtung besteht aus zwei Theilen: dem Stromgeber und dem Schreibapparat.
Der Stromgeber A, Fig. 1 und 5, liegt im
Innern des Instrumentes (Pianoforte, Harmonium oder Orgel) und besteht aus einer Holzleiste a
von der Länge der Klaviatur, welche über die Mitte der Drehpunkte der Tasten B1 (Untertaste)
und B2 (Obertaste) zu liegen kommt und an den Enden mittelst zweier Stellschrauben b
zwischen die Seitenwä'nde des Instrumentes eingeklemmt wird.
An der Holzleiste α befinden sich nach hinten
so viel Kupferblechstreifen c befestigt, als Tasten in Benutzung gezogen werden sollen oder in
dem Instrument vorhanden sind.
Unter den Kupferblechstreifen c an der Unterseite der Leiste α liegt ein schmalerer und
gebogener Kupferblechstreifen d, welcher mit seiner unteren Schleife e, auf den hinteren
Theil der Tastenverlängerung schleifend, aufliegt.
Die in Fig. 3 dargestellte obere Ansicht des Stromgebers mit einem Theile der Klaviatur
zeigt bei g1 den Drehpunkt der Untertasten ΒΊ
und bei g1 den Drehpunkt der Obertasten £2.
Beim Niederdrücken der Tasten berühren sich die beiden über einander liegenden Kupferblechstreifen
c und d und bilden einen elektrischen Contact, Fig. 2. Die unteren federnden
Kupferblechstreifen d sind unter einander durch einen Kupferstreifen h1, Fig. 4 und 5, verbunden,
welcher in seiner Verlängerung zu dem einen Pol einer elektrischen Batterie hinführt.
.
Von jedem Kupferstreifen c geht ein übersponnener Draht i1 z2, welcher mittelst Klemmschrauben
auf demselben befestigt ist, nach der entsprechenden Stelle des Schreibapparates D,
Fig. 6 und 7.
Der Schreibapparat D, Fig. 6 bis 1 o, besteht
aus zwei Reihen mit Ubersponnenen Drahtspiralen umgebenen Hufeisenmagneten A1 und k2,
Fig. 6 und 7, welche, um gegenseitige Einwirkung möglichst zu vermeiden und nicht zu
nahe zu einander zu stehen, abwechselnd nach rechts und. links schräg, in der Mitte gerade
stehend angeordnet sind; die darüber liegenden Anker I1 P, deren Drehpunkt in m liegt, haben
in ihrer Verlängerung kleine Farberädchen n, welche auf dem Filz der darunter angebrachten
Farbenrinne e aufstehen, Fig. 9.
Nachdem die Drähte i1 z2 die Elektromagnete
k1 k2 verlassen, vereinigen sich dieselben bei u
in dem Draht h2, welcher zum anderen Pol der Batterie führt.
Ueber den Rädchen η befindet sich eine Trommel G, um welche ein breiter Streifen
Rollenpapier P durch ein Uhrwerk U bewegt und durch zwei dünne Walzen O1O1 an die
Trommel G angelegt wird; eine Rippenwalze S, welche ebenfalls an der Trommel G bezw. am
Papierstreifen S anliegt, ist mit feinen und stärkeren Rippen Jp1Ji2 und p3 versehen, Fig. 10,
und dient zur Abgabe von dünnen und dickeren fortlaufenden schwarzen Strichen f1/2 und f3
auf dem Papierstreifen P, Fig. 10, wobei die dünneren Striche/1 die Trennung der Noten e
und f und die dickeren Striche f2 die Grenzen der einzelnen Octaven darstellen bezw. zwischen
die Noten h und c zu liegen kommen, und aufserdem der dickste Strich f3 den Anfang
der eingestrichenen Octave markirt.
Die Farbenwalze H, Fig. 6 und 7, in Verbindung mit der Farbenrinne q dient zur Abgabe
der schwarzen Farbe an die Rippenwalze 5.
Die Farbenrinne E, Fig. 7, 7 a und 9, hat, der Klaviatur entsprechend, eine Theilung, so
dafs die rothe Farbe r für die Schriftzeichen der Untertasten B1 von der blauen Farbe s für
die Schriftzeichen der Obertasten B2 getrennt ist.
Zur bequemen Herausnahme und Einstellung der Farbenrinne E behufs Reinigung und
Füllung ist dieselbe an ihren beiden Enden mit einem Gewindezapfen nebst Flügelmutter
t112, Fig. 7a, versehen; das eine Ende tl kommt
in den geschlossenen Schlitz des Lagergestelles L1, das andere Ende t2 kommt in den
geöffneten Schlitz des Lagergestelles am anderen Ende der Schreibmaschine und wird dann in
der erforderlichen Richtung und Höhe mittelst der beiden Flügelmuttern festgeschraubt.
Beim Niederdrücken der Tasten B1B2 wird
durch das Berühren der Kupferblechstreifen c und d der elektrische Contact· hergestellt, dadurch
die entsprechenden Anker I1 /2 von den
Elektromagneten k1 k2 angezogen und die
Farbrädchen η gegen den sich fortbewegenden Papierstreifen P gedruckt, wobei, so lange der
Contact besteht, Striche F1 (roth) oder F2 (blau)
auf demselben entstehen.
Da nun die Striche mit zwei verschiedenen Farben erscheinen, so lassen sich auf dem
Papier die Untertasten (roth) von den Ober^ tasten (blau) genau unterscheiden; da auch die
Gröfse der Noten sich durch kürzere oder längere Striche markirt, so lassen sich die durch
das Spiel niedergeschriebenen Striche sofort ganz leicht in Wort und Gröfse ablesen.
Zur Markirung der Taktzeichen w wird neben den Pedalen ein besonderer Contact, bestehend
aus zwei durch Scharniere verbundenen Brettern, angeordnet, welche zur Schliefsung und Oeffnung
des Stromes mit entsprechender Vorrichtung versehen sind, wobei das untere Brett
auf dem Boden liegt und das obere als Trittbrett dient.
Dieser besondere Contact ist mit einem Elektromagneten und dem Anker Z3, Fig. 9,
verbunden, die Schreibweise geschieht wie bei den Tasten und markirt sich als schwarze
Punkte w, ' indem diese hierzu gehörige Abtheilung
y der Farbenrinne E mit schwarzer Farbe gefüllt ist.
Durch ähnliche Anordnungen an dem Pedale kann auch dieses mittelst des Farbrädchens rc4
am Anker Z4 durch gezeichnete Striche x,
Fig. 10, markirt werden.
Die ganze Vorrichtung leistet also folgendes: ι. Der Papierstreifen wird so liniirt, dafs jede
Octave für sich zwischen den -Noten h und c abgegrenzt ist und aufserdem innerhalb der
Octave eine Linie die beiden rothen Zeichen für die Noten e und / trennt;
2. wird jeder auf dem Klavier gespielte Ton
angegeben;
: 3. die Stellung der Striche innerhalb einer
jeden Octave läfst die Höhe der Noten sofort
erkennen; , . $
4. durch die Länge der Striche wird Dauergeltung (Gröfse) der Noten angegeben;
5. die verschiedene Färbung der Notenstriche läfst die Noten der Unter- und Obertaste
sofort unterscheiden;
6. kann die Takteintheilung durch Treten mit dem Fufse aufgezeichnet werden, sie ergiebt
sich jedoch meist durch die gleichmäfsige Abwickelung des Papierstreifens von selbst;
7. das Pedal wird deutlich markirt durch schwarze Striche;
8. kann die erhaltene Notenschrift direct abgelesen und nach Hinzufügung der Forte- und
Pianobezeichnungen direct abgespielt werden;
9. der Spielende kann am Klavier den Schreibapparat jederzeit in Gang treten und
aufhören lassen.
Die Notenschrift ist übersichtlich sehr vereinfacht, indem die Vorzeichen vollständig unnöthig
sind.
Die ganze Vorrichtung nimmt wenig Raum ein und kann ohne Schwierigkeiten sehr leicht
an jedem Instrument angebracht und entfernt werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Vorrichtung zum Aufzeichnen von auf Tasteninstrumenten gespielten Musikstücken, dadurch gekennzeichnet, dafs, um die Schreibrädchen in einer Reihe anordnen und für die Ober- und Untertasten verschiedene Farben verwenden zu können, der Farbentrog mit zwei kammartig in einander greifenden Abtheilungen versehen ist und die auf die Schreibhebel wirkenden Elektromagnete gegen einander versetzt und mit verlängerten Kernen ausgestattet sind, wodurch ein möglichst nahes Aneinanderlegen der Kerne bezw. der Schreibhebel ermöglicht wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE76948C true DE76948C (de) |
Family
ID=349799
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT76948D Expired - Lifetime DE76948C (de) | Vorrichtung zum Aufzeichnen von auf Tasteninstrumenten gespielten Musikstücken |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE76948C (de) |
-
0
- DE DENDAT76948D patent/DE76948C/de not_active Expired - Lifetime
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