DE763893C - Einrichtung zur Anreicherung des einer Brennkraftmaschine zufliessenden Brenngasgemisches - Google Patents
Einrichtung zur Anreicherung des einer Brennkraftmaschine zufliessenden BrenngasgemischesInfo
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Description
- Einrichtung zur Anreicherung des einer Brennkraftmaschine zufließenden Brenngasgemisches Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Anreicherung des einer Brennkraftmaschine zufließenden Brenngasgemisches, im besonderen bei einem Vergaser, dessen normale Spritzdüsenanordnung einer Hilfsspritzdüse zugeordnet ist, die der Motoreinlaßleitung Zusatzbrennstoff liefert, und von einem Ventil mit einer Membran gesteuert wird, auf die der Unterdruck im Einlaßrohr hinter der Gemischdrossel einwirkt.
- Gemäß der. Erfindung wird das Ventil durch zwei Membranen mit ungleichen Oberflächen gesteuert, und der zwischen beiden Membranen liegende Raum ist an die Unterdruckleitung hinter der Drossel angeschlossen, so daß der Unterschied der auf die beiden Membranen wirkenden Saugdrücke das Ventil entgegen der Kraft einer Feder zu schließen sucht, die so bemessen ist, daß das Ventil geschlossen bleibt, bis der Unterdruck unter einen bestimmt gewählten Wert sinkt. Durch das Gegeneinanderwirken der F'ede.rkraft und der Resultierenden aus den auf die verschieden großen Membranen wirkenden Saugdrücke wird ein zuverlässiges Arbeiten der Anreicherungspumpe sichergestellt.
- Die Erfindung ist im folgenden an Hand der Zeichnung näher beschrieben, die ein
Ausfiilzrungsbeispiel darstellt, und zwar zeigt di.e einzige Figur in -einem senkrechten sche- matischen Schnitt einen Vergaser, der mit einer Anr:icli.erungsvorriclltung entsprechend der Erfindung versehen ist. Bei Ausführung der ganzen Teile wird, wenn rran einem Vergaser zur Speisung einer Brennkraftmaschine eine Gemischanreiche- rungsvorrichtung für die Zeiten steigenden Leistungsbedarfs unter Überlastung des Motors zuordnet, in folgender Weise ver- fahren. Der eigentliche Vergaser kann in jeder beliebig geeigneten Weise gestaltet werden. beispielsw-:ise wie gewöhnlich mit einem Ge- häuse i ausgestattet «-erden. in dem eine RLgeIdrossel = angeordnet ist sowie ein Hauptspritzdüsenschacht 3, der mit dem Dopp--ltricliterrolir des Vergasers durch Löcher 4 in Verbindung steht und in den axial ein gelochtes Rohr 3 taucht, das oben in einer I;alibrierten Üffnung f@ endigt, die die Spritzdüse für den Br_nnstoffluftschaum dar- stellt. In einer Leitung ;, durch die der Brennstoff aus eurer geeigneten Brennstott- quelle zti dein Schachtrohr 3 fließt. ist eine Meßdü se 8 angeordnet, die die Hauptdüse darstellt. Eitle Leitung o, die sich an dieser Haupt- düse 8 anschließt. steht mit einer Kammer io in Verbindung. «-elche dazu dient, die An- reicherungsvorrichtung zu speisen und deren Eimaß zweckmäßig ein Rückschlagventil ii, beispielsweise ein Kolbenventil. enthält. Die Kammer io speist die Zufuhrleitung 1 2 der Anreicherungsvorrichtung, die in das Einlaßrohr der Breimkraftmaschine ein- mündet und ein-- Anreicherungsöffnung oder Spritzdüse 13 besitzt, einerseits über eine Üffnung 1I großen Querschnitts, die von einem Ventil i 3 od. dgl. beherrscht wird, derart, da' bei offenem Ventil die Kammer in durch diese Öffnung 1I in Verbindung finit einer Hilfskammer 16 steht, die an die Zufuhrleitung 12 der Anreicherungsvorrich- tung angeschlossen ist, andererseits, was aber nicht ausschlaggebend ist, durch eine beson- dere Gebrauchsdüse 1;, die dauernd geöffnet ist und eine Art Umgebungsleitung darstellt, di-- die Zuleitung 12 im besonderen dann speist. wenn das Ventil 1,3 geschlossen ist. Gemäß, der 'Erfindung wird das Ventil 15 durch eine'Iembrananordnung gesteuert, die mit ein:r Gegenfeder 1S zusammenwirkt. Die _`J:mbrananordnung weist zwei -Membranen icg und 20 von ungleicher Flächengröße auf, zwischen denen ein Raum verbleibt, der durch eine Leitung 21 in das Einlaßrohr des -Motors hinter der Drosse12 angeschlossen ist. Auf die Außenfläclie der größeren 'Membran ig wirkt mittels einer Üffnun- 22 der Atmo- und io, daß sich das Ventil ii von seinem Sitz hebt und die Speiseleitung g öffnet. Der Unterdruck wirkt aber auch gleichzeitig auf die Anreicherungsdüse 13, falls sich das Ventil 15 nicht auf seinem Sitz befindet. Die Anreicherungsdüse 13 befindet sich vorzugsweis,e in der Verengung des Doppeltrichterrohrs und demgemäß in einem Bereich, wo ein ziemlich bedeutender Unterdruck herrscht, der aber größer ist als der, der notwendig ist, um Brennstoff durch die z. B. vom Schwimmerbehälter gespeiste Leitung g. in die Kammer io der Pumpe zu bringen. `Wenn also das Ventil 1.5 offen ist, so braucht man doch keine Luftansaugung durch die Anreicherungsdüse 13 zu, befürchten. Wenn andererseits ein höherer Unterdruck in der Einlaßleitung der Maschine herrscht, beispielsweise durch Verringerung der Öffnung der Drossel 2, wird das Ventil i5.durch die Einwirkung des Unterdrucks auf die Membrananordnung 19, 20 nach den obigen Ausführungen auf seinen Sitz gedrückt, was ebenfalls ein Rücksaugen von Luft durch die Anreicherungsdüse verhindert, wenn der Pumpenraum sich mit Brennstoff füllt.sphärendruck oder der Druck Uni Schwimmer- behälter oder der Druck in dir Lufteinlaß- l.eitung des Vergasers od. dgl. Man wählt die Verhältnisse der Membran- flachen ig.2o und die Kraft (-!,er (-egenfeder 18 derart, daß die Resultierende aus den auf das Ventil wirkenden KrzUten so gerichtet ist, dall das Ventil gegen seinen Sitz gedrückt bleibt. «-etui der Unterdruck in der Einlaß- l.,itung des Motors. d:r über die Leitung 21 wirkt. über ein,-in bestimmten 'Wert bleibt. In diesem Augenblick n imlich unterliegt die größere Membran dem Atmosphären- oder sonstigen Druck, der sie von links nach rechts gegen die Wirkung der Gegenfeder 18 be- t@-c-gen will. während die kleinere 'Membran 20 der Unterdrucl-zwirl;tni- unterliegt, die sie von r:clits nach links schielen will ; diese z,@'irlcung jedoch wird überwunden durch die- jenige, die der gleicli- I-nterdruck auf die @roi.@e 'Membran ig ausübt, derart, daß die Raultier:nde dieser beiden Wirkungen dann einem Ditterentialdruck entspricht, der das Ventil auf seiden Sitz treiben will. Das Ventil bleibt in dieser Stellung so lange, wie die Spannung der Feder 18 nicht stärker ist als di, Resultierende aus diesen beiden Kräften; diese Spannung aber kann derart gewählt werden, daß sie einem festgelegten Wert des Unterdrucks entspricht. Oberhall) dieses @@-erte: bleibt dass Ventil demnach geschlossen, während unterhalb des Wertes die Feder 18 die Öffnung des Ventils 1.3 herbeiführt und den Durchtritt des Brcmistoites durch die (-)ftnung 14 zuläßt. der dann die Anreiche- rungsdüse 13 speisen kann. Im gezeichneten Ausfülirungslxispiel ist angenommen, daß die Anreicherungsvorrich- tung noch mit einer Pesclileutiigungspumpe verbunden ist, die durch das Steilzeug 23 der Drossel 2 in Tätigkeit gesetzt wird. Die Pumpe kann in beliebig geeigileter Weise betrieben werden und z. B. eine :Membran 2I od. dgl. besitzen, auf die ein bei 2& an einem Festpunkt angeben hier Helyel 2z, wirkt, der finit einem auf die Drosselachse aufgekeilten Arm 2; gekuppelt ist. Die 'Membran 2.4 schließt eine Kainm:r 2:; ab. die frei mit der die Anreicherungsvorrichtung speisenden Vorrichtung io verbunden ist. Eine Rück- führfeder 29 wirkt auf die 'Membran od. dgl. so. daß sie diese bei ihrer Rückführung in Anlag; an den Hebel 2 ; und in die Lage zurückzuführen sucht. in der sie Brennstoff in die Kammer 2S hineinsatigt. Wenn die 'Membran 24 der BesdiIeunigungs- pampe unter Wirkung des Druckes der Feder 29 ailsaugt (der Hebel 2; ist in diesem Fall zurücl;gescli@vettl:t. da die Drossel nahezu geschlossen oder nur wenig geöffnet ist), so bewirkt der Unterdruck in den Kammern 28 - Wird die Drossel durch ihr Stellzeug 23 in der Richtung verstellt, in der der Hebel 25 die Pumpenmembran 24 im Fördersinn mitnimmt, so ist festzustellen, daß bei schwacher Verstellung des Stellzeugs in der 1 kitung 21 und in der Motoreinlaßleitung, sofern der Motor mit einer vergleichsweise hohen Geschwindigkeit läuft, ein ausreichender Unterdruck herrscht, um zu bewirken, daß das Ventil 15 auf seinem Sitz festgehalten wird, derart, daß die Pumpe keinen Brennstoff durch die Öffnung 14, sondern einzig durch die Verbrauchsdüse 17 liefert, wenn eine solche vorhanden ist.
- Wenn der Motor mit hoher Geschwindigkeit läuft, so kann der Unterdruck in der Einlaßleitung andauern, selbst wenn die Drossel 2 ziemlich erheblich geöffnet ist; das Ventil 15 bleibt dann gegen seinen Sitz gedrückt, während die Pumpe langsam durch die etwa vorhandene Verbrauchsdüse 17 fördert.
- Im einen oder anderen der beschriebenen Fälle ist es zweckmäßig, daß die Förderung der Pumpe verlangsamt, ja sogar unterbrochen wird, um eine Überspeisung, «renn auch kurzer Dauer, zu verhindern, die Störungen des Motors in seiner Arbeit hervorrufen könnte.
- Bei raschen Öffnungen der Drossel dagegen bei langsam laufendem Motor (für diesen Fall ist es angebracht, das brennbare Gemisch anzureichern) sinkt der Unterdruck in der Einlaßleitung und in der Leitung 21 sehr stark ab, was eine Öffnung des Ventils 15 unter Wirkung des Drucks des von der Membran 24 und/oder der Gegenfeder 18 der Membrananordnung ig, 2o verdrängten Brennstoffs hervorruft.
- Zweckmäßig wird zwischen dem die, Pumpe betätigenden Hebel 25 und dem vom Stellzeug 23 der Drossel becinflußten Arm 27 eine solche Kupplung vorgesehen, da,ß man die Bewegung der Membran 24 oder des Kolbens der Pumpe gegenüber der Bewegung der Drossel 2 leicht verändern kann. Die: Kupplung kann beispielsweise durch eine Stange 30 geschehen, die bei 31 an den Arm 27 angelenkt ist und in einem an dem Hebel 25 angebrachten Ring 33 gleiten kann. Auf die Stange 30 ist ein Rohrstück 32 aufgeschoben, das sich einerseits auf den Ring 33 aufsetzt und andererseits auf einen VorsteCkstift 36, der durch die Stange 30 geschoben ist. Dieser Stift 36 greift in ein Paar von gegenüberliegenden Längsschlitzen 34 oder 35 ein, die verschieden lang sind. Der Stift gleitet dabei bis an das Ende desjenigen Schlitzpaares, das man auswählt, und zwar unter Wirkung einer Feder 37, die, zwischen dem Ring 33 und dem freien Ende. der Stange 3o angeordnet ist. Will man die wirksame Länge der Kupplung der Stange ändern, d. h. den Abstand zwischen 31 und 33, so braucht man nur die Stange 30- festzuhalten und die Hülse 32 nach rechts zu bewegen, bis der Stift 36 das Schlitzpaar verläßt, mit dem er zusammenwirkte, und danach das Stück 32 um seine Achse so weit zu drehen, bis das nunmehr gewählte Schlitzpaar sich gegenüber dem Vorsteckstift befindet. Läßt man das Stück 32 wieder los, so verschiebt es sich nach links, bis der Stift wieder bis zum Grunde des Schlitzpaares gelangt. Wenn die Drossel 2 im Öffnungssinne bewegt wird, was auf eine Mitnahme der Membran 24 od. dgl. der Pumpe im Fördersinne zu wirken sucht, und wenn in diesem Augenblick das Ventil 15 auf seinen Sitz gedrückt ist und infolge der Arbeitsbedingungen des Motors dazu veranlaßt wird, in dieser Stellung zu bleiben, wodurch eine Förderleistung der Pumpe verhindert wird, so gleitet die Stange 30 im Ring 33 unter Zusammendrückung der Feder 37, während der Hebel 25 unbeweglich bleibt. Ebenso ist es, wenn nach einer beschränkten Förderung die Membran 24 der Pumpe. ihr Hubende erreicht hat, bevor die Drossel e völlig geöffnet ist.
- Zweckmäßig wird auf den mittleren Teil der Membran od. dgl. 24 gegenüber dem Ventil 15 eine Druckstange 38 von solcher Länge angebracht, daß sie das Ventil aufdrückt, wenn die Membran das Ende ihres Förderhubes erreicht. Dadurch wird die Öffnung des Ventils bei dem Arbeiten des Motors mit größten Geschwindigkeiten ,.sichert und die Drossele ganz offen. Auf diese Weise hat man eine freiere Wahl bezüglich der Spannung der Rückführfeder i8 für die -.Membranen ig, 2o, die das Ventil 15 steuern. derart. daß das Ventil für alle sonstigen Stellungen der Drossel unter den günstigst2n Verhältnissen arbeiten kann.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung zur Anreicherung des einer Brennkraftmaschine zufließenden Brenngasgemisches, im besonderen bei einem Vergaser mit der normalen Spritzdüsenanordnung zugeordneter Hilfsspritzdüse, die Zusatzbrennstoff in die Motoreinlaßöffnung liefert und von einem Ventil mit Hilfe einer -Membran gesteuert wird, auf die der Unterdruck im Einlaßrohr hinter der Gemischdrossel wirkt, dadurch gekennzeichnet. daß das Ventil (15) durch zwei -Membranen (ig, 2o) mit ungleichen Oberflächen gesteuert wird, zwischen denen ein an die Unterdruckleitung hinter der Drossel (2) angeschlossener Raum gebildet wird, so daß der Differenzdruck das Z-entil entgegen einer Feder (18) zu schließen sucht, deren Spannung derart bemessen ist, daß das entil (15) so lange geschlossen bleibt, wie der Unterdruck oberhalb eines festgelegten Wertes bleibt.
- 2. Einrichtung nach Anspruch i in Verbindung mit einer Beschleunigungspumpe, die vom Stellzeug der Gemischdrossel betätigt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Flächenverhältnis der -Membranen (ig, 2o) und die Kraft der Gegenfeder (18) für das @"entil zur Steuerung der Hilfsdüse (13) für die Förderleistung der Pumpe und die Anreicherungsvorrichtung, ferner die Kraft der Feder (37) im Beschleunigungspumpenantrieb derart gewählt sind, daß das Ventil (15) so lange auf seinem Sitz bleibt. wie der Unterdruck in der Motoreinlaßleitung oberhalb eines festgelegten Wertes bleibt.
- 3. Einrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Stellzeug (23) der Gemischdrossel (2) auf eine Druckstange (38) wirkt, die das Ventil (15) zwangsläufig entgegen der Kraft, mit der die dem Unterdruck unterliegenden llembranen darauf einwirken, dann öffnet, wenn die Drossel annähernd voll geöffnet ist. Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: Französische Patentschriften N'r. 806344, 839 395, 851 631; britische Patentschriften \ r. 476014, 18 123 V. J. 1912; USA.-Patentschriften N r. 2 035 636, 2 133 2 0 7, 2 186 4.80, 2 240 515.
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|---|---|---|---|
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Country Status (1)
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| DE (1) | DE763893C (de) |
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