DE75710C - Verfahren zur Darstellung der ai-Amido-«4-naphtol-/?i-sulfosäure - Google Patents

Verfahren zur Darstellung der ai-Amido-«4-naphtol-/?i-sulfosäure

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DE75710C
DE75710C DENDAT75710D DE75710DA DE75710C DE 75710 C DE75710 C DE 75710C DE NDAT75710 D DENDAT75710 D DE NDAT75710D DE 75710D A DE75710D A DE 75710DA DE 75710 C DE75710 C DE 75710C
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DE
Germany
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acid
preparation
naphthylamine
sulfonic acid
amidonaphthol
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DENDAT75710D
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LEOPOLD CAS-SELLA & CO. in Frankfurt a. M
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C309/00Sulfonic acids; Halides, esters, or anhydrides thereof
    • C07C309/01Sulfonic acids
    • C07C309/28Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton
    • C07C309/45Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton containing nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups, bound to the carbon skeleton
    • C07C309/49Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton containing nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups, bound to the carbon skeleton the carbon skeleton being further substituted by singly-bound oxygen atoms
    • C07C309/50Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton containing nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups, bound to the carbon skeleton the carbon skeleton being further substituted by singly-bound oxygen atoms having at least one of the sulfo groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring being part of a condensed ring system

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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 22: Farbstoffe, Firnisse, Lacke.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. September 1893 ab.
Die a-Naphtylamintrisulfosäure, welche durch Einwirkung von rauchender Schwefelsäure auf die 0. - Naphtylamindisulfosäure des Patentes Nr. 40571 erhalten wird, lä'fst sich durch Erhitzen mit Mineralsäuren, je nach den Versuchs-, bedingungen, in ax c^-Naphtylaminmonosulfosäure oder in eine bisher unbekannte ct-Naphtylamindisulfosäure überführen.
Kocht man die Trisulfosäure mit 5oproc. Schwefelsäure; so werden zwei Sulfogruppen abgespalten, während bei mäfsigem Erhitzen oder Kochen mit schwächerer Schwefelsäure nur eine Sulfogruppe austritt.
Beispiel:
45 kg a - naphtylamintrisulfosaures Natron werden mit 10 Theilen einer 4oproc. Schwefelsäure etwa 15 Stunden auf 112 bis 1140 erhitzt. Nach dem Sättigen mit Kochsalz krystallisirt die neue a-Naphtylamindisulfosäure in langen farblosen, verfilzten Nadeln aus.
In kaltem Wasser ist die Säure ziemlich leicht löslich. Alkalische Lösungen der Säure zeigen grüne Fluorescenz. Die Säure absorbirt in saurer Lösung 1 Molecül Nitrit, ohne jedoch eine reactionsfähige Diazoverbindung zu bilden. Mit Diazoverbindungen vereinigt sich die Säure leicht zu Azofarbstoffen, welche im allgem$lien eine gelbere Nuance zeigen als die entsprechenden Farbstoffe der a-Naphtylamindisulfosäure des Patentes Nr. 40571.
In der Alkalischmelze liefert die neue Disulfosäure eine bisher unbekannte α - Amidonaphtolmonosulfosäure.
Beispiel:
32 kg a - naphtylamindisulfosaures Natron werden mit 3 Theilen Aetznatron unter Zusatz von wenig Wasser auf 170 bis 2200 erhitzt. Sobald schwacher Geruch nach Ammoniak auftritt, giefst man die Schmelze in Wasser, worauf nach dem Ansäuern mit Salzsäure die neue Amidonaphtolmonosulfosäure in prismatischen Täfelchen auskrystallisirt.
Die Reihenfolge der im Vorstehenden beschriebenen Operationen kann auch derart abgeändert werden, dafs zuerst eine Sulfogruppe der Naphtylamintrisulfosäure durch Hydroxyl ersetzt und dann eine Sulfogruppe durch Kochen mit Säuren abgespalten wird.
Beispiel:
32 kg derjenigen Amidonaphtoldisulfosäure, die man durch Verschmelzen der oben genannten Naphtylamintrisulfosäure (04 ß1 α2 α4) mit Aetzkali erhält, werden mit der 20fachen Menge 5oproc. Schwefelsäure am Rückflufskühler gekocht. Nach kurzer Zeit scheidet sich die Amidonaphtolmonosulfosäure als körniger Niederschlag aus. Die nach etwa 6 Stunden' beendete Ueberführung verläuft beinahe quantitativ.
Die neue Sulfosäure ist ein Derivat des U1 at-Amidonaphtols. Die Sulfogruppe steht sehr wahrscheinlich in der Stellung (S1. Die neue Säure ist von den bis jetzt bekannten fünf isomeren Sulfosäuren des αλ α4 -Amidonaphtols verschieden und somit die letzte der theoretisch
(2. Auflage, ausgegeben am 22. September zSgg.J
möglichen Isomeren. Ihr technischer Werth
liegt in ihrer Combinationsfähigkeit mit Tetrazo körpern, mit denen sie sich zu sehr intensiven
und besonders waschechten dunkelblauen Farbstoffen vereinigt, sowie in ihrer Eigenschaft,
nach dem Verfahren des Patentes Nr. 65651 schwarze Wollfarbstoffe von grofser Echtheit zu liefern.
Die Unterschiede der neuen Säure von den Isomeren ergeben sich aus folgender Tabelle:
Constitution
Darstellungsart
Freie Säure
Diazo-
verbindung
Die Diazo-
verbindung
giebt mit
R-SaIz
p-Nitrodiazobenzol färbt sich mit Soda
sauer combinirt
lösung
OHNHi
I
S O, H
neue Säure
I
zugespitzte flache
Prismen
(sternförmig
gruppirt) dunkelbraun,
schwer
löslich
schwarz
rothvioletter Niederschlag
dunkelgrün
0HNH%
aus
SO3H NH2
I
grofse flache Prismen orangegelb,
schwer
löslich
dunkelblau
SO3H
η der Natronschmelze
bordeauxrother Niederschlag
blau
OHNH,,
I
aus
S0„H NH,
λ T
■ζ Η
in der Natronschmelze
zugespitzte Nadeln orange,
schwer
löslich
blauroth
bordeauxrother Niederschlag
grünblau
OHNH2
lange Nadeln braungelb,
leicht löslich,
nicht
ausfällbar
violettbraun
violetter Niederschlag
blauviolett
SO3H
durch Mineralsäuren
OH NH.
S O, H
aus
NH2 NH2
I
kurze Nadeln hellgelb,
schwer
löslich
bordeaux
SO3H ι ι
durch Mineralsäuren
bordeauxrother Niederschlag
reingrün
OHNH9
aus
OHNH
amorph hellgelb,
leicht löslich
bordeaux
rothvioletter Niederschlag
grünblau.
durch Sulfiren

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Verfahren zur Darstellung der Ct1 a4-Amidonaphtol-ßj-sulfosäure aus der aj-Naphtyl-
    amin-ßj a2 c^-trisulfosäure, die durch Sulfiren der U1 - Naphtylamin -a^^- disulfosäure erhalten wird, darin bestehend, dafs jene Trisulfosäure durch Erhitzen mit Mineralsäuren
    über ioo0 C. in Ct1 -Naphtylamin-ßj ct4-disulfosäure übergeführt und letztere mit Aetzalkalien bei 170 bis 2200 verschmolzen wird.
    Verfahren zur Darstellung der Ct1 ^-Amidonaphtol -ßj -sulfosäure aus der Ct1-Naphtylamin-ßj a2 c^-trisulfosäure, darin bestehend, dafs diese zuerst durch Schmelzen mit Aetzkali in Ct1 a4-Amidonaphtol-B1 a2-disulfosä'ure verwandelt und dann durch Erhitzen mit Mineralsäure über ioo° C. die a2-Sulfogruppe abgespalten wird.
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