DE557985C - Verfahren zur Darstellung von Disazofarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Disazofarbstoffen

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DE557985C
DE557985C DEG77199D DEG0077199D DE557985C DE 557985 C DE557985 C DE 557985C DE G77199 D DEG77199 D DE G77199D DE G0077199 D DEG0077199 D DE G0077199D DE 557985 C DE557985 C DE 557985C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B35/00Disazo and polyazo dyes of the type A<-D->B prepared by diazotising and coupling
    • C09B35/02Disazo dyes
    • C09B35/039Disazo dyes characterised by the tetrazo component
    • C09B35/205Disazo dyes characterised by the tetrazo component the tetrazo component being a derivative of a diaryl- or triaryl- alkane or-alkene
    • C09B35/21Disazo dyes characterised by the tetrazo component the tetrazo component being a derivative of a diaryl- or triaryl- alkane or-alkene of diarylmethane or triarylmethane

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Description

  • Verfahren zur Darstellung von Disazofarbstoffen In der Patentschrift 77 551 ist ein Disazofarbstoff aus einer 1)iaminodiphenylmethandisulfonsäure und i # 8-Dioxynaphthalin-3 # 6-disulfonsäure beschrieben, der Wolle in saurem Bad schmutzigrot färbt. Diese Disulfonsäure ist aus Diaminodiphenylmethan (wahrscheinlich 4#4'-Diaminodiphenylmethan) erhalten worden. Indessen ist es sehr zweifelhaft, ob es sich um eine einheitliche Disulfonsäurehandelt. Denn O. S t e i n (Berichte der deutschen Chemischen Gesellschaft, Band 27, 1894, Seite 28o6) hat gefunden, daß beim Behandeln von 4 # 4'-Diaminodiphenylmethan mit rauchender Schwefelsäure unter milden Bedingungen ein Sulfon entsteht. Dieses gibt mit salpetriger Säure allein schon blaue zersetzliche Farbstoffe. Die gleiche Reaktion hatten schon Eberhardt u. Welter (obige Berichte, Band27, 1894, Seite 18i3) bei ihrer angeblichen Disulfonsäure aus 4 # 4'-Diaminodiphenylmethan beobachtet, so daß es sich auch bei ihnen um einen Suifonkörper, für den diese Reaktion kennzeichnend ist, handeln mußte. Demnach ist eine Disulfonsäure des Diaminodiiphenylmethans offenbar nicht bekannt.
  • Es ist nun gefunden worden, daß die Methylhomologen derDiaminodiphenylmethane sich glatt zu ihren Disulfonsäuren sulfonieren lassen und daß ihre Tetrazoverbindungen durch Kupplung mit 2 Molekülen einer Monosulfonsäure derNaphthole oder i-Aryl-3-methyl-5-pyrazolone wertvolle saure Disazofarbstoffe für Wolle ergeben. Die mit diesen Farbstoffen erhältlichen Färbungen zeichnen sich nicht nur durch eine klare schöne rote bzw. gelbe Nuance, sondern trotz Anwesenheit von vier Sulfonsäuregruppen im Farbstoffmolekül auch durch gute Walkechtheit und sehr gute Schwefelechtheit aus. Sie lassen Baumwolleffekte rein weiß und haben sich besonders als ausgezeichnete Farbstoffe für den direkten Wolldruck bewährt. Mit Ammonoxalat geben sie gut egalisierende, gedeckte Drucke von reiner Nuance, guter Haftfähigkeit und guter Wasser- und Ammoniakechtheit. Ihre Lichtechtheit ist ausgezeichnet.
  • Beispiel i 34 kg 3' 3'-Diamino-4 # 4'-dimethyldiphenylmethan (vgl. Journal für praktische Chemie, N. F., Band 82, igio, .Seite 236) werden in i 2o kg Schwefelsäuremonohydrat eingetragen und bei 70°C gelöst. Darauf wird langsam bei io bis 15° C mit 9o kg Oleum von 30 % S 0s versetzt und so lange bei 6o° C gerührt, bis eine Probe leicht wasser- und sodalöslich ist. Nun wird bei 8o° C gekalkt, mit Soda in das Natriumsalz übergeführt und filtriert. Die klare Lösung der 3 # 3'-Diamino-4 # 4'-dimethyldiphenyhnethandisulfonsäure wird in üblicher Weise tetrazotiert und mit 7o kg i-Oxynaphthalin-4-sulfonsäure, gelöst in einer 6o kg Soda enthaltenden Sodalösung, gekuppelt. Nach einigen Stunden erwärmt man auf 6o° C, salzt aus, filtriert und trocknet. Der Farbstoff bildet ein rotes Pulver. Er löst sich in Wasser blaurot, in konzentrierter Schwetelsäure rot und färbt Wolle, auch im Zeugdruck, in schön roter Nuance mit den obenerwähnten guten Eigenschaften.
  • Einen Farbstoff von ähnlichen Eigenschaften erhält man durch Kuppeln von 4 # 4'-Diamino - 3 # 3' - dimethyldiphenylmetliandisulfonsäure (vgl. obige Berichte, Band 27, 1894, Seite 18 13) mit r-Oxynaphthalin-4-sulfonsäure. Beispiele 34 kg 4 # 4'-Diamino-2 # 2'-dimethyldiphenylmethan werden in r3okg Schwefelsäuremonohydrat bei 70° C gelöst und bei i o' C langsam mit r r o kg Oleum von 300/0 SOS versetzt. Man rührt bei 50° C, bis eine Probe in Wasser und verdünnter Sodalösung klar löslich ist. Die so gebildete 4 # 4'-Diamino-2 # 2'-dimethyl diphenylmethandisulfonsäure kann aus der Reaktionsmasse entweder durch Verdünnen mit 4 Volumteilen Wasser, wobei sich die freie Sulfo.isäure abscheidet, oder als Natriumsalzlösung durch Kalken und Umsetzen mit Soda isoliert werden. Sie wird in üblicher Weise tetrazotiert und mit 78 kg r (4'-Sulfophenyl)-3-methyl-5-pyrazolon, gelöst in einer 5o kg Soda enthaltenden.- Sodalösung, gekuppelt. Nach einigen Stunden wird aufgewärmt, ausgesalzen, filtriert und getrocknet. Der Farbstoff bildet ein oranges Pulver. Er löst sich leicht in Wasser mit grüngelber, in konzentrieter .Schwefelsäure mit rein gelber Farbe und färbt Wolle, auch im Zeugdruck-, in rein gelben Tönen mit den obenerwähnten Eigenschaften.
  • Einen grüngelberen Farbstoff von ähnlichen Eigenschaften erhält man durch Kuppeln von tetrazotierter 4 # 4'-Diamino-2 # 2'-dimethyldiphenyhnethandisulfonsäure mit r (4'-Methyl-2'-sulfophenyl)-3-methyl-5-pyrazolon.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von Disazofarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man die Tetrazoverbindungen von Diaminoditolylinethandisulfonsäuren mit 2 Molekülen der Monosulfonsäuren von Naphtholen oder r-Aryl-3-methyl-5-pyrazolonen kuppelt.
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