DE75509C - Vorrichtung zum Ausheben von Räderpflügen mit Hülfe der Zugkraft der Pferde - Google Patents
Vorrichtung zum Ausheben von Räderpflügen mit Hülfe der Zugkraft der PferdeInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01B—SOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
- A01B3/00—Ploughs with fixed plough-shares
- A01B3/04—Animal-drawn ploughs
- A01B3/06—Animal-drawn ploughs without alternating possibility, i.e. incapable of making an adjacent furrow on return journey, i.e. conventional ploughing
- A01B3/12—Two-wheel beam ploughs
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT. \%
Gegenstand der Erfindung ist ein Fahrpflug, durch welchen eine bessere Arbeitsleistung und
eine leichtere Handhabung erreicht werden soll.
In den beiliegenden Zeichnungen des Pfluges veranschaulichen die Fig. 1, 2, 3, 6 a und 6 b
eine selbsttätige Aushebevorrichtung.
Der Theil α des Pflugbaumes (Grindels) ist
um den Punkt e an dem gegabelten Theil b des Pflugbaumes drehbar. An dem einen Ende
von~ α ist mittelst Schrauben der Pflugkörper und an dem anderen Ende ein drehbarer Wirbel
d angebracht. Letzterer wird von dem Riegel / mittelst einer an dem festen Theil b
des Pflugbaumes bei g drehbaren Stange derart beeinflufst, dafs bei horizontaler Lage des
drehbaren Theiles α der Wirbel d in der Richtung von α unbeweglich mit diesem verbunden
ist, während bei verticaler Stellung von α der Riegel/ durch die mit ihm verbundene Stange
so weit zurückgezogen ist, dafs der Wirbel d sich drehen kann (Fig. 1, 2 und 3). Der bewegliche
Theil α des Pflugbaumes wird zwischen dem gegabelten Theil b desselben in
horizontaler Lage durch den kleinen Hebel c festgehalten, wie es in den Fig. 6a und 6b
dargestellt ist.
Soll der zum Arbeiten eingestellte Pflug, wie er in Fig. 1 dargestellt ist, ausgehoben
werden, so wird zunächst der Hebel c aus der in Fig. 6 a gezeichneten Stellung in die in
Fig. 6 b dargestellte gebracht. Durch den Widerstand, welchen das Pflugschar im Erdreich
findet, wird sich der Theil α des Pflugbaumes nunmehr um den Zapfen e drehen,
und zwar zunächst, bis der das Ende von a bildende Wirbel d den Boden berührt. Beim
Fortbewegen des Pfluges durch den Zug der Pferde entsteht dadurch, dafs sich α bezw. d
gegen den Boden stemmt, ein Druck gegen den horizontalen Theil b des Pflugbaumes und
zwingt diesen infolge angebrachter Führungen, die nachher näher beschrieben werden, sich
unter Beibehaltung seiner horizontalen Lage in senkrechter Richtung zu heben, während sich
der Theil α des Pflugbaumes um e weiter dreht, wie es in Fig. 2 dargestellt ist.
Hat bei weiterem Fortbewegen des Pfluges der bewegliche Theil α des Pflugbaumes die
in Fig. 3 dargestellte senkrechte Lage erreicht, so ist inzwischen der Riegel / selbstthätig so
weit zurückgeschoben worden, dafs sich der Wirbel d bei noch weiterem Fortbewegen des
Pfluges drehen kann, wodurch die Möglichkeit gegeben ist, dafs der Theil α in die horizontale
Lage zurückkehrt, wenn er dazu durch irgend einen Umstand veranlafst würde. Dieser
Umstand ist aber , durch das Gewicht des Pflugkörpers gegeben. Dafs der Theil α beim
Zurückkehren in die horizontale Lage diese nicht überschreitet, bewirkt ein an dem horizontalen
Theil b angebrachter Anschlag.
Die erwähnten, zur senkrechten Hebung des horizontalen Theiles b des Pflugbaumes dienenden
beiden Führungen sind in Fig. 1, 2, 3, 4, 5, 9, 10, 11 und 12 dargestellt. Die eine Führung
besteht in dem an dem Rädergestell rechtwinklig zum Pflugbaum befestigten Rohr h,
an welchem sich die an dem Theil b des Pflugbaumes befestigte Muffe i führt; zur Verminderung
der Reibung ist in dieser Muffe oben und unten je ein Kugelkranz angeordnet. Die andere Führung besteht in der an dem
Pflugbaum b befestigten runden Stange k,
gegen die sich eine an dem Arm / angebrachte, an ihrem Umfang entsprechend gestaltete Rolle
anlegt. Der Arm / ist bei f, Fig. io und 12,
an dem Rädergestell in horizontaler Ebene drehbar befestigt.
Um beim Heben des Pflugbaumes in der vorbeschriebenen Weise diesen in seiner jeweiligen
Lage festzuhalten, ist ein Winkelhebel angebracht, dessen Drehpunkt sich an der an
dem Pflugbaum befestigten Führungsmuffe i befindet. Der eine Schenkel dieses Winkelhebels
ist der Handhebel m und der andere ein Zahnbogen m1, dessen Sperrzähne in eine
an dem Rädergestell angebrachte Sperrklinke wl
eingreifen. Zum Einsetzen des Pflugbaumes dient ein glatter Kreisbogen, der gleichfalls
um i schwingt, jedoch in der Mitte von einer Stange kx gefafst wird, deren anderes Ende
mit dem Schenkel eines kleinen Winkelhebels verbunden ist, dessen Drehpunkt an dem Hebel
m angebracht ist und dessen anderer Schenkel eine federnde Handhabe n1 bildet.
Wird letztere abwärts gedruckt, so wird dadurch, dafs der glatte Bogen an der festen
Sperrklinke einen Stützpunkt findet, der gezahnte Bogen aus der Sperrklinke gehoben, und der
Pflugbaum mufs, geführt durch die beschriebenen Einrichtungen, heruntergleiten, da der glatte
Kreisbogen kein Hindernifs entgegensetzt.
Zum Schiefstellen des Furchenrades n, Fig. 4, zwecks Selbstführung und leichterer Fortbewegung
des Pfluges, sowie zur Festsetzung der Furchenbreite dienen folgende Vorrichtungen:
Wie aus den Fig. 4, 5, 7a und yb ersichtlich,
befindet sich der zur Aufnahme des Furchenrades bestimmte Zapfen an einem mit
einem Kreisbogen χ versehenen Winkelstück, welches mittelst eines an demselben angebrachten
Zapfens, eines Zwischenstückes und eines Schlitzes in dem Rädergestell 0 drehbar
gelagert, horizontal verschiebbar und mittelst Schrauben feststellbar ist. Zur Feststellung der
jeweiligen schiefen Stellung des Furchenrades gleitet das Bogenstück durch eine an dem
Zwischenstück angebrachte Gabel und wird mittelst eines mit einer Sicherung versehenen
Bolzens, der durch correspondirende Löcher gesteckt wird, in der gewünschten Lage festgehalten.
Durch die horizontale Verschiebbarkeit des Winkelstückes ist die Möglichkeit zur Festsetzung
der Furchenbreite gegeben.
Zur Einstellung der Furchentiefe durch Heben und Senken des Landrades dient folgende Vorrichtung:
Der Zapfen r der gekröpften Welle r q p, Fig. 8 a, 8 b und 9, ist in dem Rädergestell
gelagert, während der andere Zapfen ρ zur Aufnahme des Landrades bestimmt ist. Mit
dem Lager für den Zapfen r ist ein gezahntes Kreissegment und mit dem Zapfen r selbst ein
mit einer federnden Sperrstange versehener Handhebel s fest verbunden. Je nach der
Richtung, in welcher Hebel s gedreht wird, hebt oder senkt sich das Landrad und wird
durch die genannte Sperrstange in seiner jeweiligen Lage festgehalten. Das Flacheisen t
verbindet das Achsenlager mit dem Rahmen 0.
Um dem Streichbrett verschiedene Stürzung, d. h. verschiedene Winkel zur Fahrrichtung
geben zu können, ist mit dem Lager für den Zapfen r, Fig. 10, 11 und 12, ein gezahnter
Halbkreisbogen A fest verschraubt, um dessen Mittelpunkt ein zweiarmiger Hebel schwingt,
dessen kürzerer Schenkel B durch die Stange ν mit dem Pflugbaum b verbunden ist, während
der längere Hebelarm u als Handhebel mit federnder Sperrstange ausgebildet ist. Durch
Drehung des Handhebels wird mithin gleichzeitig eine Drehung des Pflugbaumes um das
feste Führungsrohr h hervorgerufen. Damit der Drehung des Pflugbaumes mittelst der beschriebenen
Vorrichtung kein Hindernifs erwachse, ist der die Führungsrolle tragende Arm / bei \ drehbar befestigt und so angeordnet,
dafs die Mittellinie seines Befestigungsbolzens mit der Mittellinie des Führungsrohres h
zusammenfällt.
Derselbe Zweck wird noch dadurch erreicht, dafs sich behufs Verbindung des Pflugkörpers
mit dem Pflugbaum α an ersterem eine Platte D mit länglichen Löchern E E zur Aufnahme der
Verbindungsschrauben befindet, wodurch eine seitliche Verschiebung des Pflugkörpers gegen
den Pflugbaum ermöglicht ist (Fig. 10 und 11).
Um hohes Unkraut, Lupinen oder sonstige zur Gründüngung benutzte Pflanzen in eine
solche Lage zu bringen, dafs sie durch die Schollen vollständig gedeckt werden und sich
infolge dessen ihre Verwesungsstoffe der Erde und nicht der Luft mittheilen, ist vor dem
Pflugschar an dem Pflugbaum ein in senkrechter Richtung verstellbarer Haken w angebracht
(Fig. ι bis 5).
Um der abgeschnittenen Scholle einen rhomboidischen und nicht einen rechteckigen
Querschnitt zu geben und dadurch zu bewirken, dafs die durch das Streichbrett gewendete
Scholle auf ihrer Basis keine Ruhelage finde, sondern um und in sich zusammenfalle,
erhält das Streichbrett eine schräge Vorderkante.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Vorrichtung zum Ausheben von Räderpflügen mit Hülfe der Zugkraft der Pferde, dadurch gekennzeichnet, dafs die beiden Theile des Pflugbaumes, nämlich ein horizontaler, in senkrechter Richtung an den Führungen h k verschiebbarer und mittelst eines gezahnten Kreis-bogens in seiner jeweiligen Höhenlage gehaltener Theil b und ein am Ende dieses Theiles b drehbarer, den Pflugkörper tragender und mit einem drehbaren, durch Riegel f feststellbaren Endstück d versehener Theil α während der Arbeit durch einen Riegel c zusammengehalten werden, nach Lösen dieses Riegels aber der Theil α unter dem Druck der Erde auf dem Pflugkörper sich dreht, bis das Endstück d den Boden berührt, worauf der Theil α unter Heben des Theiles b sich senkrecht stellt und, während Theil b durch den Zahnbogen in seiner Höhe gehalten wird, unter Drehung des Theiles d durch das Gewicht des Pflugkörpers sich zurückbewegt und in Theil b wieder einklinkt, so dafs nach Ausheben des Zahnbogens der Pflugbaum in die Arbeitsstellung zurückfällt.Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE75509C true DE75509C (de) |
Family
ID=348458
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT75509D Expired - Lifetime DE75509C (de) | Vorrichtung zum Ausheben von Räderpflügen mit Hülfe der Zugkraft der Pferde |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE75509C (de) |
-
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- DE DENDAT75509D patent/DE75509C/de not_active Expired - Lifetime
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